Cover-Bild Der Rache Glanz
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25,00
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  • Verlag: Hoffmann und Campe
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: allgemein und literarisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 448
  • Ersterscheinung: 14.10.2025
  • ISBN: 9783455020175
Maud Ventura

Der Rache Glanz

Michaela Meßner (Übersetzer)

Sie muss berühmt werden – dafür ist sie zu allem bereit

Cléo weiß schon früh, dass sie den fürchterlich durchschnittlichen Verhältnissen, in denen sie aufwächst, entkommen will. Spätestens als sie bei einer banalen Modenschau von einer Mitschülerin ausgestochen wird, reift in ihr die Erkenntnis, dass sie sich rächen muss. Ihre Vendetta heißt: Berühmt werden. Als Popsängerin. Unerbittlich arbeitet Cléo jahrelang an ihrem Timbre, ihren Lyrics, ihrem Charisma, überhaupt an ihrer Außenwirkung bis ins winzigste Detail. Immer obsessiver verfolgt sie ihr einziges Ziel, geht dabei immer strenger mit sich selbst ins Gericht. Und während sie dem Weltruhm näher kommt, steigt der Preis dafür ins Unermessliche. 

Der Rache Glanz ist ein mitreißender, messerscharfer Roman über unsere dem blendenden Glanz des schönen Bilds verfallene Zeit und Maud Ventura eine der aufregendsten französischen Autorinnen ihrer Generation.

»Jede Seite ein Peitschenhieb.« Libération

»Herrlich bissig - beeindruckend!« Le Telegramme

»Ein Volltreffer.« People

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 19.12.2025

Psychologische Punktlandung

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Cléo steht auf der Bühne und nimmt die vier Awards für ihr drittes Album entgegen. Sie hält ihre tränenreiche Rede, erwähnt das Publikum, ohne dass sie … Schwachsinn, den ganzen Ruhm hat sie allein sich ...

Cléo steht auf der Bühne und nimmt die vier Awards für ihr drittes Album entgegen. Sie hält ihre tränenreiche Rede, erwähnt das Publikum, ohne dass sie … Schwachsinn, den ganzen Ruhm hat sie allein sich selbst zu verdanken, lobt ihr gesamtes Team, das immer hinter ihr steht, dafür werden sie mehr als angemessen bezahlt und verweist auf einige Namen, die keinem etwas sagen. Nach ihrem glorreichen Auftritt blickt sie sich im Raum um und sieht Natalie Holmes an der Bar. Nachdem sie sich ziemlich klar die Feindschaft erklärt hatten, rechnet Cléo damit, dass die Holmes ihren Blick meiden würde, falsch gedacht. Sie kommt sogar auf sie zu und beginnt zu plaudern. Lieber wäre sie jetzt überall, als hier mit einer ihrer Erzfeindinnen zu plänkeln. Sie unterdrückt ein Gähnen, während sie nach den richtigen Abschiedsworten sucht, als die Holmes vertraulich ihre Hand auf ihre legt. Sie habe da einen gigantischen Geheimtipp. Ein Retreat in einem verwunschenen Atoll mitten im Pazifik, sehr kostspielig sicher aber eine Offenbarung. Weißer Sand, Meer, eine Hütte, sonst nichts. Ihr habe der Aufenthalt den Sinn ihres Daseins gezeigt.

Mitten in einer Werbekampagne für ihr drittes Album, sie hatte nur mit Dumpfbacken gearbeitet, macht sich ein Klima der Angst breit, es liegt an ihrer Unausstehlichkeit und das erschöpft sie. Ein paar Tage Auszeit werden ihre Kreativität wieder in Schwung bringen. Sie ruft die ominöse Nummer an, um einen Termin für die Insel zu vereinbaren.

Nun hat sie einige Züge im Ozean getan. Die Gefahr, von der Strömung ins offene Meer gesaugt zu werden oder mit den Stacheln giftiger Fische in Berührung zu kommen, ist der Thrill, der dazu gehört. Danach geht sie in den Verschlag hinter der Hütte und duscht mit lauwarmem Regenwasser. Während sie eine Sandburg baut, herrlich nutzloser Zeitvertreib, bei dem man nicht brillieren muss, greift sie nach ihrem Handy. Da fällt ihr ein, dass sie es abgegeben hat. Keine elektrischen Geräte, so ist der Deal.

Fazit: Maud Ventura hat nach ihrem gefeierten Debüt „Mein Mann“ wieder eine psychologische Punktlandung hingelegt. Ihre Protagonistin wiegt sich, seit sie acht Jahre alt ist in der Gewissheit berühmt, also unvergesslich zu werden. Sie bereitet sich zehn Jahre auf ihre große Karriere als Popsängerin vor. Wenn mir jemand gesagt hätte, dass ich ein 450 Seiten starkes Buch über eine Psychopathin mit narzisstischer Persönlichkeitsstörung lesen soll, hätte ich dankend abgelehnt. Aber Maud Venturas Schreibstil ist so fesselnd, dass ich die Geschichte inhaliert habe. Die Autorin zeigt von Anfang bis Ende präzise, wie ihre Protagonistin ihr Ziel mit allergrößtem Ehrgeiz verfolgt. Die kluge französische Schönheit komponiert, singt und begleitet sich am Klavier und auf der Gitarre. Sie verzweifelt darüber, dass der Durchbruch nicht gelingen will, bis sie die richtigen Leute trifft. Heimlich bestraft sie sich mit Rasierklingenschnitten und basht sich für jede Fehlleistung. Ein großes Lable protegiert sie und nimmt ihr alles aus der Hand. Ein Koch, ein Bodyguard, eine Yogalehrerin, eine Assistentin, eine Modeausstatterin, ein Choreograf, ein Produzent und das Management sorgen für jede Annehmlichkeit. Einzig ein Mann an ihrer Seite scheint noch zu fehlen, um die Leere zu vertreiben, aber nicht irgendeiner. Die begabte Musikerin gibt Gas. Die Erfolge erfüllen sie nur kurzzeitig, da muss noch mehr drin sein. Menschen berühren sie nicht. Ihre Ungeduld mit allem und jedem, einschließlich sich selbst, nimmt abartige Formen an. Die Autorin peitscht ihre Hauptdarstellerin gnadenlos durch die Erzählung und ich lese staunend, kopfschüttelnd, kurzatmig und wundere mich, wie es möglich ist in jedem Kapitel noch eine Schüppe draufzulegen. Jetzt kann ich mir vorstellen, wie es „da oben“ riecht und schmeckt. Das hat mich so so gut unterhalten. Chapeau!

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Veröffentlicht am 15.11.2025

Wieder ein Highlight!

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Für Cléo Louvant ist schon als Kind klar: Sie ist zu Höherem berufen. Von Jugend an setzt sie alles daran, eines Tages als Sängerin berühmt zu werden, und es steht für sie außer Frage, dass sie dieses ...

Für Cléo Louvant ist schon als Kind klar: Sie ist zu Höherem berufen. Von Jugend an setzt sie alles daran, eines Tages als Sängerin berühmt zu werden, und es steht für sie außer Frage, dass sie dieses Ziel auch erreichen wird. Unbedingter Wille, Gnadenlosigkeit gegen sich und andere, Ehrgeiz und Perfektionismus sind ihre Triebfedern, und je höher sie klettert, desto unberechenbarer und herablassender wird ihr Verhalten gegenüber den Menschen in ihrem Umfeld.

Wie schon bei „Mein Mann“ ist auch hier die Protagonistin eine obsessive und narzisstische Person, die alles andere als sympathisch ist, aber zutiefst faszinierend, und beim Lesen begleitet einen stets ein Gefühl einer gewissen Beklemmung angesichts der Figur, die immer stärker außer Kontrolle gerät.

Maud Ventura zeigt eindrucksvoll die Maschinerie hinter der Musikindustrie, die das Leben der Künstler:innen durchtaktet und auf maximalen Gewinn ausgerichtet ist. Der Preis für die Berühmtheit ist hoch und grenzt an Selbstaufgabe, es zählt lediglich die wirkungsvolle und werbeträchtige Inszenierung in den Sozialen Medien und der öffentlichen Wahrnehmung.

„Mein Mann“ war letztes Jahr eines meiner absoluten Highlights, und auch der „Der Rache Glanz“ habe ich mit großer Begeisterung gelesen, wenn es für mich auch nicht ganz an den Debütroman heranreicht. Das lag zum einen daran, dass ich bereit von Anfang eine Ahnung hatte, wie die Geschichte enden würde (auch aufgrund des etwas unglücklich gewählten deutschen Titels), und das Ende auf mich gleichzeitig weniger glaubhaft wirkte als bei „Mein Mann“.

Nichtsdestotrotz ist „Der Rache Glanz“ ein Roman, den ich mit großen Vergnügen gelesen habe, weil ich den Schreibstil von Maud Ventura liebe und die Art und Weise, wie sie ihre Protagonistinnen konstruiert. Ich hoffe schon jetzt auf weitere Werke von ihr und empfehle sowohl „Mein Mann“ als auch „Der Rache Glanz“ uneingeschränkt weiter!

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Veröffentlicht am 25.10.2025

Wenn Größenwahn zum Schicksal wird

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"Der enorme Ruhm hat die Bestie in mir befreit, erbarmungslos und grausam. Ich kann es auch gleich offen sagen: Ich habe mir die Hände schmutzig gemacht. Auf meinem Level haben alle Leichen im Keller. ...

"Der enorme Ruhm hat die Bestie in mir befreit, erbarmungslos und grausam. Ich kann es auch gleich offen sagen: Ich habe mir die Hände schmutzig gemacht. Auf meinem Level haben alle Leichen im Keller. Wer das Gegenteil behauptet, lügt. Der Ruhm ist eine Kriegsbeute - niemand ist je bereit, ihm den Rücken zu kehren." (S. 9)

Cléo Louvent war schon als Kind besessen davon, als Popsängerin berühmt zu werden. Die Stimme hat sie, das musikalische Talent auch, Gitarre und Klavier spielt sie im Schlaf. Nur als Songwriterin erweist sich Cléo als mittelmäßig, bis ein Schicksalsschlag auch dieses Talent wachrüttelt. Dann geht es steil bergauf mit ihrer Karriere. Dass Cléo eine berühmte und gefeierte Popsängerin wird, ist von Anfang an klar. Hier verrate ich nicht zu viel. Wir begleiten sie bei ihrem Aufstieg, lernen die schönen Seiten des Berühmtseins aber auch die Schattenseiten kennen.

Wir stecken in Cléos Kopf, in ihrer Gedanken- und Gefühlswelt. Cléo ist keineswegs eine sympathische Person. Ihr Ehrgeiz und ihr Perfektionismus lassen sich noch als positive Eigenschaften auslegen. Cléos Wesen wird vielmehr durch ihre Arroganz, Missgunst, Ungeduld und Selbstüberschätzung bestimmt. Dabei ist sie auch unbarmherzig zu sich selbst. Bei der kleinsten Verfehlung bestraft sie sich. Mit ihrem stetig steigendem Erfolg und ihrer wachsenden Berühmtheit wird Cléo immer größenwahnsinniger und narzisstischer. Wie oft habe ich den Kopf geschüttelt über ihre Ansichten und ihr Verhalten, das sie insbesondere gegenüber ihrem Team an den Tag legt. Obwohl ein erfolgreiches Künstlerleben kein oder nicht nur Zuckerschlecken ist, habe ich mit Cléo kein Mitleid gehabt. Überhaupt mochte ich Cléo so gar nicht. Dennoch konnte ich es nicht abwarten zu erfahren, wie es mit ihrer Karriere und ihrem Leben weitergeht.

Das Ende kommt wieder als großer Paukenschlag daher. Auf den letzten Seiten konnte ich das Ende schon erahnen, es hat mich aber dennoch umgehauen. Richtig gut!!!

Nach ihrem ersten Roman "Mein Mann" ist der Autorin auch mit diesem Buch wieder ein Knaller gelungen. Ich hoffe, es folgen noch viele weitere Romane der Autorin.

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Veröffentlicht am 25.10.2025

Tiefer Einblick in die Psyche einer narzisstischen Person!

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. Hast du Lust auf einen Einblick in die Psyche einer nazistischen Sängerin ?
Dann solltest du auf jeden Fall „Der Rache Glanz“ lesen!
Ein brillanter Roman über psychische Abgründe! Einfach meisterhaft! ...

. Hast du Lust auf einen Einblick in die Psyche einer nazistischen Sängerin ?
Dann solltest du auf jeden Fall „Der Rache Glanz“ lesen!
Ein brillanter Roman über psychische Abgründe! Einfach meisterhaft! 5/5 ⭐️

. Aber worum geht es genau…
Cleo, erfolgreiche Sängerin und Komponistin macht ihren wohlverdienten Urlaub, um nebenbei an einem neuen Album zu arbeiten. Während dieser Zeit blickt sie auf ihr Leben zurück…

. In „Der Rache Glanz“ folgen wir Cleo als Ich- Erzählerin durch die Geschichte, besser gesagt durch ihre Gedanken!
Wir erhalten einen wirklich tiefen intensiven Einblick in ihre Psyche! Und was soll ich sagen… wenn jemand das Wort „Diva“ verkörpert dann Cleo. Sie ist eine narzisstische perfektionistische Persönlichkeit, die seit ihrer Kindheit alles dafür gibt endlich berühmt zu werden. Sie wirkt sympathisch und wird gemocht, jedoch nicht von denen die für sie oder mit ihr arbeiten müssen. Ihnen zeigt sie ihr wahres Gesicht.
Ventura schafft es hier mit Leichtigkeit, die zwei Persönlichkeiten Cleos rauszuarbeiten und zeigt ebenso ihre Verletzlichkeit auf. Cleo ist eine faszinierende Protagonistin und ich war begeistert in ihr Leben und ihre Gedanken einzutauchen.
Ebenso kritisiert Ventura den Zwiespalt, den wir als Gesellschaft gegenüber Frauen und Männern haben. Die Frage danach inwiefern ein Mann für Cleos Verhalten kritisiert worden wäre schwingt immer mit.
Ventura entführt uns auf eine schonungslos ehrliche Reise in die Abgründe einer selbstzerstörerischen Frau und ich habe jede Minute davon, fasziniert ihren inneren Monolog aufgesaugt.
Einfach eine absolute Lese- und auch Hörbuchempfehlung! Ich habe die ersten Kapitel ausschließlich gehört, bevor ich parallel dazu zum Buch griff und ich muss wirklich sagen…
Ich liebe dieses Hörbuch! Voss war in meinem Augen die perfekte Stimme um Cleo eine Stimme zu verleihen! Cleos Arroganz ist förmlich spürbar!
Buch und Hörbuch gehören definitiv zu meinen Jahreshighlights!

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Veröffentlicht am 29.11.2025

Berühmtheit hat einen Preis, und den zahlt man jeden Tag aufs Neue - 4,5 ⭐️

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„Der Rache Glanz“ von Maud Ventura erzählt die Geschichte von Cléo Louvant. Schon als Kind wollte sie nur eines: Berümht sein. Um jeden Preis.

„Es ist viel vom Impostersyndrom die Rede. Man bildet sich ...

„Der Rache Glanz“ von Maud Ventura erzählt die Geschichte von Cléo Louvant. Schon als Kind wollte sie nur eines: Berümht sein. Um jeden Preis.

„Es ist viel vom Impostersyndrom die Rede. Man bildet sich ein, seinen Erfolg nicht verdient zu haben, einfach nur Glück gehabt, sich durchgewurschtelt zu haben und einer Person, die kompetenter ist als man selbst, den Platz zu stehlen. Ich meinerseits leide unter der gegensätzlichen, nicht einzugestehenden Angst: Ich bin der Meinung, dass ich ein wahnsinniges Talent habe, und frage mich, wann das endlich die ganze Welt merkt. Für mich wäre es der Gipfel der Ungerechtigkeit, sollte mein Genie unbemerkt bleiben. Ich bin außergewöhnlich, aber ich fürchte, dass es mir nie vergönnt sein wird, es eindrucksvoll unter Beweis zu stellen.“

Cléo setzt alles daran, den durchschnittlichen Verhältnissen ihrer Pariser Kindheit zu entkommen. Sie arbeitet hart daran, um eine berühmte Sängerin zu sein, formt ihren Körper, arbeitet an ihren Songs und ihrer Stimme, perfektioniert ihren Karriereplan. In New York kommt dann der große Durchbruch

Hautnah erlebt man mit, was es bedeutet, berühmt zu sein: Den Ruhm, aber auch die Schattenseiten davon: „Öffentlich würde ich es niemals zugeben, aber ich bin erschöpft. Ich war bereit, alle Schlachten zu schlagen, um berühmt zu werden, habe mir aber nicht vorstellen können, was ich alles tun müsste, um es auch zu bleiben.“

Maud Ventura zeigt auf bissige und unterhaltsame Weise, wie das Musikbusiness funktioniert, wie die Musiker*innen möglichst gewinnbringend vermarktet werden, wie die Inszenierung auf den sozialen Medien läuft und wie hoch der Preis der Berühmtheit ist.
„Ein Bild kommt mir immer wieder in den Kopf: das einer Orange, die man auspresst. Ich werde bald nichts mehr zu geben haben. Sie zahlen mir viel, aber sie nehmen mir alles.“

„Ich habe mich wieder in die Hölle manövriert, habe alles geopfert, um wieder ins Zentrum einer Maschinerie zu gelangen, die ich unerträglich finde. Ich bin natürlich nicht der erste Mensch, der in die Falle eines zweischneidigen Traumes tappt. Viele Eltern wünschen sich aus ganzem Herzen ein Kind; am Ende schütteln genau diese Eltern ihr Baby so heftig, dass sie seinem Gehirn irreversible Schäden zufügen, weil sie es leid sind, sich selbst so weit entfremdet zu sein, und für so lange Zeit. Ich verstehe sie nur zu gut. Schauen Sie, bei mir ist es nicht bloß ein kleines einzelnes Wesen, sondern es sind Millionen, die die Arme nach mir ausstrecken, die um meine Liebe und jedes Fitzelchen meiner Aufmerksamkeit betteln.“

Die Protagonistin ist narzistisch, arrogant und alles andere als sympathisch. Sie ist besessen vom Ruhm, will immer mehr, nichts ist mehr genug: „Meine größten Siege bereiten mir nur noch eine flüchtige Freude. Sie haben schon bald keinen Effekt mehr. Ich brauche immer mehr davon, um dieselbe Wirkung zu spüren. Das Hochgefühl hält nicht an, niemals.“

„Der enorme Ruhm hat die Bestie in mir befreit, erbarmungslos und grausam. Ich kann es auch gleich offen sagen: Ich habe mir die Hände schmutzig gemacht. Auf meinem Level haben alle Leichen im Keller. Wer das Gegenteil behauptet, lügt. Der Ruhm ist eine Kriegsbeute – niemand ist je bereit, ihm den Rücken zu kehren.“

Das Buch ist wirklich ein Highlight, spannend und unterhaltsam. Maud Venturas Schreibstil ist herrlich bissig und pointiert, ein echtes Lesevergnügen - und das Ende ist ein Knaller!

Ich vergebe 4,5 Sterne ⭐️ und bedanke mich beim Hoffmann und Campe Verlag und an NetGalley für das Rezensionsexemplar! 📚💚

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