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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.04.2022

Auch der dritte Band dieser Fantasy-Reihe mit tollem Setting und gut gezeichneten Protagonisten weiß zu überzeugen

Wolfszeit
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Mit diesem Buch legt die Autorin Bjela Schwenk den dritten Band ihrer Fantasy-Reihe „Wolfszeit“ vor und konnte mich dabei erneut auf ganzer Linie überzeugen und begeistern.

Man braucht hier grundsätzlich ...

Mit diesem Buch legt die Autorin Bjela Schwenk den dritten Band ihrer Fantasy-Reihe „Wolfszeit“ vor und konnte mich dabei erneut auf ganzer Linie überzeugen und begeistern.

Man braucht hier grundsätzlich keine Vorkenntnisse aus den ersten beiden Bänden, um die Geschichte lesen und nachvollziehen zu können. Ich selber habe bislang auch nur Band 1 gelesen und konnte ohne große Probleme wieder einsteigen. Alle hierfür erforderlichen Informationen zu den Protagonisten und ihrer Vorgeschichte werden gut in die laufende Handlung eingebunden, ohne dabei den Lesefluss zu stören. Um die Entwicklung der Figuren und die eine oder andere eingestreute Anspielung auf frühere Ereignisse in Gänze genießen zu können, empfiehlt es sich aber schon, die Bücher in der richtigen Reihenfolge zu lesen.

Drei Jahre sind nach den Ereignissen des zweiten Bandes vergangen und die ehemaligen Gefährten haben sich seitdem aus den Augen verloren. Doch nun haben die drei mysteriösen Herrinnen aus Gilead, dem Reich jenseits der Himmeltürmenden Berge, dem Königreich den Krieg erklärt. Während Kaya an der Seite ihres Volkes aufbricht, um sich dem anrückenden Heer entgegenzustellen, erreicht ihren Freund Haku eine Botschaft seiner Totemtiere, den Wölfen, die ihm von einer schwarzen Stadt voller Magie berichten, die im hohen Norden zu finden ist. Währenddessen bricht die Elfin Elais mit Thea, der Herrin der Diebesgilde, und Tkemen, dem verstoßenen Ordenskrieger, auf, um die schwarzen Steine in den alten Elfenstädten zu zerstören, denn diese sind das eigentliche Ziel der drei Herrinnen.

Mit einem packenden Schreibstil und viel Liebe zum Detail treibt die Autorin ihre gut aufgebaute Geschichte voran und entführt uns dabei erneut in eine phantastische Welt voller Überraschungen, die zudem mit gut gezeichneten und vielschichtig angelegten Protagonisten in Haupt- und vermeintlichen Nebenrollen bestückt ist. Mit ständigen Orts- und Perspektivwechseln ergibt sich sofort ein hohes Erzähltempo und ein atmosphärisch dichtes Geschehen, das mich mit jeder Seite tiefer in seinen Bann ziehen konnte. Das schlussendlich noch nicht alle Erzählfäden zu Ende geführt werden, wirkt dann wie eine kalte Dusche, da ich am liebsten direkt weitergelesen hätte. So heißt es nun, voller Ungeduld auf die Fortsetzung im nächsten Band zu warten.

Eine mehr als gelungener Fantasyroman, der nicht nur sehr gut unterhält, sondern auch Lust auf mehr macht und dabei die Messlatte für den nachfolgenden Band gleich wieder mächtig hoch hängt.

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  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.03.2022

Abgedrehte Grusel-Satire mit skurrilen Typen und reichlich Situationskomik

Nazi Down, Baby!
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Nachdem mich der Autor Ulli Weckenmann bereits in seiner Trilogie um den Zeitreisenden Hans-Georg "Schorsch" Amann mit seiner abgedrehten Geschichte auf ganzer Linie begeistern konnte, war ich auf sein ...

Nachdem mich der Autor Ulli Weckenmann bereits in seiner Trilogie um den Zeitreisenden Hans-Georg "Schorsch" Amann mit seiner abgedrehten Geschichte auf ganzer Linie begeistern konnte, war ich auf sein neues Werk schon sehr gespannt. Und obwohl es diesmal thematisch in eine ganz andere Richtung geht, ist das Endergebnis erneut absolut überzeugend.

In und um Bierbach, einem kleinen Ort in Baden-Württemberg, bricht der Sturm des Jahrhunderts los. Und so findet sich auf dem Anwesen einer seltsamen Senioren-WG eine illustre Runde zusammen, um dort Schutz zu suchen. Doch schon bald sind Wind und Wetter ihr geringstes Problem, denn rund um das Anwesen gehen mysteriöse Dinge vor sich. Und so muss sich die Schicksalsgemeinschaft schon bald mit einer hungrigen und ziemlich aggressiven Wildschweinrotte herumschlagen. Und in den dunklen Gängen unter dem Anwesen lauert noch eine viel größere Bedrohung, die sich auf der Jagd nach Herrenmenschenfleich befindet.

Mit einem lockeren Schreibstil, viel Einfallsreichtum, reichlich Liebe zum Detail und einer ordentlichen Prise Humor, der auch schon mal ziemlich derbe ausfallen kann, entwirft der Autor eine bunte Welt voller unerwarteter Wendungen, skurriler Typen und abgedrehter Momente mit reichlich Situationskomik, durch die er seine Protagonisten, die durch die Bank gut gezeichnet und überraschend vielschichtig angelegt sind, stolpern lässt. Besonders die Anhänger diverser Verschwörungstheorien bekommen hier ordentlich ihr Fett weg, das nicht ganz ernstzunehmende Nachwort verteilt in dieser Hinsicht auch noch einmal den einen oder anderen ordentlichen Seitenhieb. Und für alle Fans von bösen Schlusspointen hält das Ende der Geschichte noch eine ganz besondere Note bereit.

Wer Spaß an abgedrehten Horrorgeschichten findet und auch keine Probleme mit derbem Humor und einer ordentlichen Portion Splatter hat, wird hier sehr gut bedient und unterhalten.

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Veröffentlicht am 28.03.2022

Auch Band 5 der Reihe um Frida Paulsen und Bjarne Haverkorn bietet spannende Unterhaltung und reichlich Lokalkolorit aus dem hohen Norden

Nebelopfer
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Nachdem ich die ersten beiden Bände mit Begeisterung gelesen habe, ist diese Reihe der Autorin Romy Fölck so ein wenig aus meinem Blickfeld verschwunden. Mit Band 5 ist mir nun der mehr als gelungene Wiedereinstieg ...

Nachdem ich die ersten beiden Bände mit Begeisterung gelesen habe, ist diese Reihe der Autorin Romy Fölck so ein wenig aus meinem Blickfeld verschwunden. Mit Band 5 ist mir nun der mehr als gelungene Wiedereinstieg in den Serienkosmos gelungen.

Man braucht hier also grundsätzlich keine Vorkenntnisse aus den ersten vier Bänden, um die Geschichte lesen und nachvollziehen zu können. Alle hierfür erforderlichen Informationen zu den Protagonisten und ihrer Vorgeschichte werden gut in die laufende Handlung eingebunden, ohne dabei den Lesefluss zu stören. Um die Entwicklung der Figuren und die eine oder andere eingestreute Anspielung auf frühere Ereignisse in Gänze genießen zu können, empfiehlt es sich aber schon, die Bücher in der richtigen Reihenfolge zu lesen.

Diesmal bekommen es Frida Paulsen, Bjarne Haverkorn und ihre Kollegen von der Kriminalpolizei Itzehoe mit einem unheimlichen Mörder zu tun, der es auf damalige Zeugen eines Prozesses abgesehen hat, bei dem der Landwirt Cord Johannsson für den kaltblütigen Mord an seiner Familie verurteilt wurde. Der Mörder beschuldigt seine Opfer nun, damals im Prozess falsch ausgesagt zu haben. Und da Bjarne seinerzeit in dem Fall ermittelt hat, gerät er ebenfalls in Visier des Mörders. Liegt hier wirklich ein Justizirrtum vor und können die Ermittler den Mörder stellen, bevor es weitere Opfer gibt ?

Romy Fölck gelingt es hier wieder ganz hervorragend, die Stimmung in der Elbmarsch einzufangen und in ihre gut aufgebaute Geschichte einzubinden. Mit ihrem packenden Schreibstil und den sehr bildhaften Beschreibungen, die das Kopfkino ordentlich ankurbeln, erzählt sie eine atmosphärisch dichte Geschichte mit einer am Ende absolut schlüssigen und überzeugenden Auflösung. Die gut gezeichneten und vielschichtig angelegten Charaktere in Haupt- und vermeintlichen Nebenrollen lassen das Geschehen dabei absolut stimmig und lebendig erscheinen. Neben der überzeugenden Kriminalgeschichte kommt aber auch das Privatleben der Ermittler nicht zu kurz. Diese Passagen fügen sich gut in das Hauptgeschehen ein und tragen ihren Beitrag zum überzeugenden Gesamtbild bei, ohne dabei den Krimiplot in Sachen Spannung auszubremsen. Zudem gibt es im Laufe der Geschichte einige einschneidenden Weichenstellungen für die Zukunft, die für die weiteren Bände der Reihe eine Vielfalt an neuen Möglichkeiten bieten und meine Neugierde auf diese Bände noch einmal deutlich gesteigert haben.

Wer auf Spannung und Lokalkolorit aus dem hohen Norden steht, wird hier bestens bedient und unterhalten.

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Veröffentlicht am 25.03.2022

Packender und atmosphärisch dichter Thriller um das mysteriöse Geheimnis eines alten Anwesens

HOME – Haus der bösen Schatten
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Mit diesem Buch legt der Autor Riley Sager einen packenden Thriller vor, der mich mit viel Spannung und einen hohen Gruselfaktor auf ganzer Linie überzeugen und begeistern konnte.

Auf der Testamentseröffnung ...

Mit diesem Buch legt der Autor Riley Sager einen packenden Thriller vor, der mich mit viel Spannung und einen hohen Gruselfaktor auf ganzer Linie überzeugen und begeistern konnte.

Auf der Testamentseröffnung ihres erst kürzlich verstobenden Vaters Ewan erlebt Maggie Holt eine große Überraschung. Zum Nachlass gehört auch das Anwesen Baneberry Hall im Bundesstaat Vermont, das Maggie und ihre Eltern vor knapp 25 Jahren fluchtartig verlassen haben. Maggie selbst hat nur noch bruchstückhafte Erinnerungen an die Ereignisse, die zu dieser Aktion geführt haben und die ihr Vater in einem ziemlich reißerischen, aber sehr erfolgreichen Buch verarbeitet hat. Nun will Maggie das Haus für einen Verkauf herrichten und zugleich seinen Geheimnissen auf den Grund gehen, da sie die Geschichten ihres Vaters nie wirklich geglaubt hat und für reine Fiktion hält. Doch dabei scheint sie aber alte Mächte zu wecken, die immer noch über das Haus wachen.

Mit einem packenden Schreibstil und einigen überraschenden Wendungen treibt der Autor seine gut aufgebaute und atmosphärisch dichte Geschichte voran und erzählt sie auf zwei Zeitebenen. So erleben wir zum einen die aktuellen Geschehnisse durch die Augen von Maggie und bekommen im Wechsel dazu die vergangenen Ereignisse präsentiert, die Ewan ebenfalls aus der Ich-Perspektive erzählt. Dabei lässt uns der Autor lange Zeit darüber im Unklaren, ob man Ewans Erzählungen wirklich glauben kann bzw. ob es Maggie hier tatsächlich mit Geistern zu tun bekommt, oder es am Ende doch eine natürliche Erklärung für die mysteriösen Ereignisse gibt. Erst ganz zum Schluss bekommen wir eine verblüffende, aber dennoch absolut schlüssige Auflösung präsentiert, die keine wesentlichen Fragen offenlässt. Getragen wird die komplexe Geschichte von gut gezeichneten und vielschichtig angelegten Protagonisten in Haupt- und vermeintlichen Nebenrollen.

In der Summe ergibt dies einen Thriller der Extraklasse, der sich schnell zu einem echten Pageturner entwickelt. Mein erstes Buch des Autoren wird mit Sicherheit nicht mein letztes bleiben.

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Veröffentlicht am 21.03.2022

Harter und kompromissloser Abschluss der Thriller-Dilogie um eine Journalistin im Visier eines psychopathischen Killers

Herzschlag des Bösen 2
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Mit diesem Buch legt der Autor Matthias Soeder den letzten Band seiner Thriller-Dilogie „Herzschlag des Bösen“ vor und konnte mich damit erneut auf ganzer Linie überzeugen.

Grundsätzlich sind hier keine ...

Mit diesem Buch legt der Autor Matthias Soeder den letzten Band seiner Thriller-Dilogie „Herzschlag des Bösen“ vor und konnte mich damit erneut auf ganzer Linie überzeugen.

Grundsätzlich sind hier keine Vorkenntnisse aus dem ersten Band erforderlich, um das Buch lesen und nachvollziehen zu können. Eine kurze Zusammenfassung zu Beginn erleichtert den Einstieg, alle weiteren für das Verständnis nötigen Informationen zu den Protagonisten und ihrer Vorgeschichte werden gut in die laufende Handlung eingebunden, ohne dabei den Lesefluss zu stören. Um die Geschichte und die Entwicklung der Figuren in Gänze genießen zu können, empfiehlt es sich aber schon, die Bücher in der richtigen Reihenfolge zu lesen

Nach der Verhaftung des Piloten Jens Bachmann, der des mehrfachen Mordes beschuldigt wird, scheint die Journalistin Hanna Engels in Sicherheit zu sein. Sie ahnt nicht, dass die Verhaftung Teil eines diabolischen Planes ist, in dessen Zentrum sie sich befindet. Der skrupellose und zugleich hochintelligente Psychopath Igor Poljakow hat ein perfides Spinnennest um sie herum gesponnen und holt nun zum finalen Schlag aus.

Mit einem packenden Schreibstil, einigen überraschenden Wendungen und einem hohen Erzähltempo, dass einem beim Lesen kaum Zeit zum Luftholen lässt, treibt der Autor seine gut aufgebaute Geschichte voran und steuert sie dabei schnurstracks auf einen krachenden Showdown zu, der die Geschichte zu einen ziemlich harten und absolut konsequenten Ende führt. Getragen wird das Ganze von gut gezeichneten und vielschichtig angelegten Protagonisten in Haupt- und vermeintlichen Nebenrollen. Der Plot enthält neben reichlich Spannung und Dramatik auch eine ordentliche Anzahl an expliziten Gewaltszenen (Der Titel des Buches ist hier wirklich Programm.), die wenig bis nichts auslassen und somit sicherlich nicht jedermanns Sache sind. Hier gehören sie aber absolut zur Geschichte dazu und kommen nur in wenigen Ausnahmefällen etwas zu überzogen rüber.

Wer ein Faible für spannende Thriller hat und sich von den Gewaltbeschreibungen nicht abschrecken lässt, wird hier ein zweites Mal bestens bedient und unterhalten.

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