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Veröffentlicht am 10.02.2020

Spannender und dramatischer Abschluss der Liebig/Momsen-Reihe

Der Schmerz bleibt
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Mit diesem Thriller schickt der Autor H.C. Scherf den Essener Kommissar Peter Liebig und seine Partnerin Rita Momsen in ihren fünften und letzten Fall, der nicht nur das hohe Niveau der ersten Fälle halten ...

Mit diesem Thriller schickt der Autor H.C. Scherf den Essener Kommissar Peter Liebig und seine Partnerin Rita Momsen in ihren fünften und letzten Fall, der nicht nur das hohe Niveau der ersten Fälle halten kann, sondern den beiden Ermittlern auch noch einen hochdramatischen Abschied beschert. .
Man muss die ersten Auftritte von Liebig und Momsen aber nicht unbedingt kennen, um diesen Thriller lesen und verstehen zu können. Alle nötigen Informationen zu den Protagonisten und ihrer Vorgeschichte werden gut in die laufende Handlung eingebunden, ohne dabei den Lesefluss zu stören. Doch auch die Vorgänger zu diesem Buch kann ich nur wärmstens empfehlen, da sie ebenfalls beste Thriller-Unterhaltung liefern.

Diesmal bekommen es die beiden Ermittler mit eingen Vermisstenfällen zu tun, bei denen die verschwundenen Frauen eine mehr als auffällige Ähnlichkeit aufweisen. Liebig und Momsen ahnen zwar schnell, das weitaus mehr hinter den Fällen steckt, finden aber zunächst keinen richtigen Ermittlungsansatz. Als einem der Opfer die Flucht gelingt, hoffen sie endlich auf einen Durchbruch, doch durch diese Flucht werden unheilvolle Entwicklungen in Gang gesetzt, die auch für die Ermittler selbst nicht ohne Folgen bleiben.

Mit seinem gewohnt packenden Schreibstil konnte mich der Autor wieder einmal schnell in den Bann der gut aufgebauten Geschichte ziehen. Mit hohem Erzähltempo treibt er das Geschehen voran und lässt es schließlich in einem krachenden Showdown münden, der für ein hartes und zugleich dramatisches Ende sorgt, das noch länger nachhallt.
Dabei punktet die Geschichte auch mit überzeugend gezeichneten Charakteren in Haupt- und vermeintlichen Nebenrollen, mit denen man beim Lesen gerne mitfiebert bzw. auch mal mit deutlicher Ablehnung begegnet.

Wer auf spannende und temporeiche Thriller der etwas härteren Art steht, wird hier ein weiteres Mal bestens bedient.

Peter Liebig und Rita Momsen haben sich über die einzelnen Bände immer mehr zu einem perfekt aufeinander abgestimmten Ermittlerpaar entwickelt, von dem ich sehr gerne noch etwas mehr gelesen hätte. Nun bleibt nur zu hoffen, das dem Autoren in seinem nächsten Werk ähnlich stimmige Figuren gelingen, die sich als würdige Nachfolger erweisen.

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Veröffentlicht am 06.02.2020

Spannender Psycho-Thriller, der mich trotz leichter Schwächen überzeugen konnte

Die Wälder
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Nachdem mich "Die Wahrheit", mein erstes und bisher einziges Buch der Autorin, am Ende aufgrund einer nach meiner Meinung nach völlig mißlungenen Auflösung seinerzeit doch eher enttäuscht zurückgelassen ...

Nachdem mich "Die Wahrheit", mein erstes und bisher einziges Buch der Autorin, am Ende aufgrund einer nach meiner Meinung nach völlig mißlungenen Auflösung seinerzeit doch eher enttäuscht zurückgelassen hatte, konnte mich die Kurzbeschreibung dieses Thrillers nun dazu bewegen, Melanie Raabe noch eine zweite Chance zu geben, mich auf ihre Seite zu ziehen. Dies ist ihr dann auch trotz einiger Kritikpunkte durchaus gelungen.

Als die Ärztin Nina erfährt, das Tim, ihr alter Freund aus Kindertagen, ums Leben gekommen ist, zieht es ihr zunächst den Boden unter den Füßen weg, da er kurz vor seinem Tod noch mehrmals vergeblich versucht hatte, sie telefonisch zu erreichen. Die Nachricht, die Tim ihr bei diesen Versuchen hinterlassen hat, erweckt darüber hinaus längst verdrängte Geister der Vergangenheit wieder zum Leben. Um Tims letzten Wunsch zu erfüllen, muss sie zudem an einen Ort zurückkehren, den sie nie wieder betreten wollte: die dunklen Wälder rund um ihren alten Heimatort.

Mit einem packenden Schreibstil treibt die Autorin ihre gut aufgebaute und atmosphärisch dichte Geschichte voran und erschafft dabei ein düsteres und bedrohliches Szenario, das sie zudem mit fein gezeichneten und vielschichtig angelegten Charakteren bestückt. Dabei wechselt sie ständig zwischen der aktuellen Zeitebene rund um Nina und Rückblenden aus der Perspektive eines Jungen namens Peter. Diese beiden Erzählstränge greifen dann nach und nach immer stärker ineinander über, bis sich schließlich das Gesamtbild enthüllt. Gut gesetzte Cliffganger zwischen diesen Kapiteln sorgen dabei für immer weiter ansteigende Spannung, die dafür sorgt, das man das Buch kaum aus der Hand legen kann.

An einigen Stellen wirkt die Geschichte dann aber doch ein wenig überkonstruiert, zudem fällt die Spannung auf den letzten knapp 60 Seiten ziemlich deutlich ab und das Geschehen zieht sich hier stellenweise so ein wenig wie ein Kaugummi. Es wird zwar eine insgesamt überzeugende Auflösung geboten, die keine wesentlichen Fragen offen lässt, dennoch wäre hier meiner Meinung nach weniger deutlich mehr gewesen.

Diese Kritikpunkte konnten die positiven Leseindrücke der ersten knapp 370 Seiten aber kaum trüben, so das mich das Buch insgesamt gut und spannend unterhalten konnte.

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Veröffentlicht am 05.02.2020

Auch bei ihrem vierten Auftritt kann die Krähe wieder überzeugen

Blutige Gnade
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Nachdem mich der Autor Leo Born bereits mit den ersten beiden drei Auftritten von Mara Billinsky restlos überzeugen konnte, lag die Messlatte für den vierten Fall mit der außergewöhnlichen und ziemlich ...

Nachdem mich der Autor Leo Born bereits mit den ersten beiden drei Auftritten von Mara Billinsky restlos überzeugen konnte, lag die Messlatte für den vierten Fall mit der außergewöhnlichen und ziemlich unkonventionellen Ermittlerin aus Frankfurt natürlich ziemlich hoch. Und doch schafft es der Autor ein weiteres Mal, mich zu überzeugen.
Da der rote Fader der ersten Bände, der Mord an Maras Mutter, seit Band 3 abgeschlossen ist, kann man dieses Buch auch ohne Vorkenntnisse aus den ersten Bänden lesen und nachvollziehen. Alle hierfür erforderlichen Informationen zu den Protagonisten und ihrer Vorgeschichte werden gut in die laufende Handlung eingebunden, ohne dabei den Lesefluss zu stören.

Diesmal bekommen es Mara "Die Krähe" Billinsky und ihr Partner Jan "Der Spatz" Rosen gleich mit zwei undurchsichtigen Mordfällen zu tun, die auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun haben. Zum einen wird bei einem Einbruch ohne Beute die Frau eines angesehenen Geschäftsmannes getötet, zum anderen wird ein Enthüllungsjournalist bestialisch gefoltert und anschließend ermordet. Als dann auch noch ein alter Bekannter wieder in Maras Leben tritt und der junge Rafael, den Mara vor einiger Zeit unter ihre Fittiche genommen hat, im Rahmen seines Jobs in einer Fleischfabrik auf einige rätselhafte Vorgänge stößt, finden sich die Krähe und der Spatz urplötzlich mitten im Zentrum eines Orkans wieder.

Leo Born zeichnet mit seinem packenden Schreibstil und seinen bildhaften Beschreibungen, die das Kopfkino beim Lesen auf Hochtouren laufen lassen, auch hier wieder ein düsteres und ungeschminktes Bild der Mainmetropole, bei dem er seine überzeugend gezeichneten und vielschichtig angelegten Protagonisten tief in die düsteren Ecken Frankfurts eintauchen lässt. Neben reichlich Spannung und Dramatik liefert er in seiner gut aufgebauten Geschichte darüber hinaus auch noch eine überzeugende Auflösung, die keine wesentlichen Fragen offen lässt und auch ziemlich realitätsnah ausfällt. Das ich diesmal schon frühzeitig geahnt habe, in welche Richtung sich die Geschichte entwickeln würde, konnte meinen absolut positiven Eindruck kaum trüben, zumal Leo Born immer noch die eine oder andere kleinere Überraschung im Köcher hat.

Auch wenn dieser Band vielleicht nicht der beste der Reihe ist, bietet er unter dem Strich immer noch Thrillerunterhaltung von Feinsten, die dafür sorgt, das die Meßlatte für die weiteren Bände weiterhin mächtig hoch hängt.

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Veröffentlicht am 28.01.2020

Ruhiger, aber dennoch spannender Münster-Krimi und ein Ermittlerteam mit reichlich Potenzial für weitere Auftritte

Kreuzbube
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Mit diesem Münster-Krimi schickt der Autor Arno Kerr seinen Ermittler Friedrich von Coes in seinen ersten Fall und lässt ihn und sein Team gleich einen überzeugenden Auftritt hinlegen, der mich nicht nur ...

Mit diesem Münster-Krimi schickt der Autor Arno Kerr seinen Ermittler Friedrich von Coes in seinen ersten Fall und lässt ihn und sein Team gleich einen überzeugenden Auftritt hinlegen, der mich nicht nur spannend unterhalten konnte, sondern gleich auch Lust auf weitere Fälle macht.

Als Kriminalhauptkommissar Friedrich von Coes nach einer längeren Auszeit, die er einlegen musste, nachdem er im Dienst einen Menschen getötet hat, seine Arbeit wieder aufnimmt, lässt der erste Mord nicht lange auf sich warten. In der Brauerei Blankenburg wird die Leiche eines jungen Mannes in einem Läuterbottich gefunden. Von Coes und seine Mitarbeiter Dirk Grimm und Hannah Wolkenstein, die neu zum Team dazustößt, ermitteln im Umfeld der Brauerei und der Familie von Blankenburg und stoßen dabei schnell auf einige wohlgehütete Geheimnisse in dieser alteingesessenen Münsteraner Familie.

Arno Kerr legt bei seinem Debüt einen eher ruhigen Kriminalroman vor, der auf Action und blutige Einlagen verzichtet und seine Spannung in erster Linie aus seiner gut aufgebauten Geschichte und den vielschichtig angelegten Protagonisten in Haupt- und vermeintlichen Nebenrollen bezieht. Neben den Ermittlungen gibt es auch immer wieder fein dosierte Abstecher in das Privatleben des Hauptermittlers, der als alleinerziehender Vater einer Tochter immer so wenig zwischen den Stühlen sitzt. Mit seinem flotten Schreibstil sorgt der Autor so für gelungene Krimiunterhaltung, die für die weiteren Bände aber auch noch ein wenig Luft nach oben lässt.

Auf den zweiten Auftritt dieses Ermittlerteams, der am Ende des Buches bereits angekündigt wird, bin ich auf jeden Fall schon sehr gespannt.

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Veröffentlicht am 23.01.2020

Packender Thriller von erschreckender Aktualität

Subliminal. Das Experiment
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Nachdem mich Thorsten Oliver Rehm bereits mit seinem ersten Thriller "Der Bornholm-Code" auf ganzer Linie begeistern konnte, war ich schon sehr gespannt, ob der Nachfolger das hohe Niveau dieses Buches ...

Nachdem mich Thorsten Oliver Rehm bereits mit seinem ersten Thriller "Der Bornholm-Code" auf ganzer Linie begeistern konnte, war ich schon sehr gespannt, ob der Nachfolger das hohe Niveau dieses Buches würde halten können. Diese Frage kann ich nun voller Überzeugung mit ja beantworten.

Stand in seinem Erstlingswerk noch eher die Archäologie im Mittelpunkt der Geschichte, geht es diesmal deutlich mehr in Richtung Polit-Thriller, der zudem von erschreckender Aktualität ist. Und obwohl hier einige Protagonisten aus dem "Bornholm-Code" wieder mit dabei sind, kann man das Buch problemlos auch ohne Vorkenntnisse lesen und nachvolziehen. Alle erforderlichen Informationen dazu werden gut in die laufende Handlung eingebunden, ohne den Lesefluss zu stören. Die bereits bekannten Protagonisten nehmen diesmal auch eher Nebenrollen ein, die aber durchaus tragend ausfallen

Im Mittelpunkt des Geschehens steht hier aber die Journalistin und allein erziehende Mutter Natascha da Silva, die beruflich unter starkem Druck steht und dringend eine überzeugende Reportage braucht, um hier einen Befreiungsschlag zu landen. Angeregt durch einige Meldungen wählt sie als Thema die zunehmende Gewalt bzw Verrohung in unserer Gesellschaft und stürzt sich mit Feuereifer in die Recherche. Dabei kommt ihr schon bald ein schlimmer Verdacht. Handelt es sich hier gar nicht um eine allgemeine gesellschaftliche Entwicklung, sondern wird das Ganze etwa von außen gesteuert ? Diese Frage führt sie auf die Spur eines perfiden Experiments und sie bekommt es mit Gegnern zu tun, die vor nichts zurückschrecken, um ihr Geheimnis zu wahren.

Mit einem packenden Schreibstil treibt der Autor seine gut aufgebaute und atmosphärisch dichte Geschichte voran und verknüpft dabei die einzelnen Erzählstränge geschickt miteinander, bis sich schließlich das erschreckende Gesamtbild enthüllt. Getragen wird die Geschichte von fein gezeichneten und vielschichtig angelegten Charakteren, mit denen man beim Lesen gerne mitfiebert. Dabei durchläuft besonders die Hauptfigur Natascha im Laufe der Geschichte eine erstaunlich Entwicklung. Kommt sie zunächst noch etwas verzagt und ziemlich kopflastig rüber, gewinnt sie im Laufe der Geschichte deutlich an Kontur und an Stärke hinzu.

Ein spannende Thriller zu einem aktuellen Themen, der mich nicht nur bestens unterhalten konnte, sondern zudem auch zum Nachdenken anregt und noch lange über sein Ende hinaus nachhallt.

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