Bis zuletzt habe ich niemandem getraut
Beth is deadUnbezahlte Werbung – Rezensionsexemplar
Dieses Buch hat mich vor allem durch seine Erzählstruktur überzeugt. Die Wechsel zwischen den Perspektiven der Schwestern und den Zeitebenen Gegenwart und Vergangenheit ...
Unbezahlte Werbung – Rezensionsexemplar
Dieses Buch hat mich vor allem durch seine Erzählstruktur überzeugt. Die Wechsel zwischen den Perspektiven der Schwestern und den Zeitebenen Gegenwart und Vergangenheit funktionieren richtig gut und sorgen dafür, dass man ständig dranbleibt. Besonders stark fand ich, dass wir auch Beth selbst als Perspektive bekommen. Das hat der Geschichte eine sehr emotionale Ebene gegeben.
Durch die vielen Geheimnisse der einzelnen Figuren entsteht außerdem eine permanente Unsicherheit. Man weiß nie genau, wem man trauen kann, und genau das macht die Geschichte spannend. Jede:r wirkt irgendwie verdächtig, was mich beim Lesen immer wieder zum Umdenken gebracht hat.
Weniger überzeugt hat mich die Auflösung. Sie kam für mich sehr plötzlich und wirkte nicht so, als hätte man sie vorher wirklich miträtseln können. Dadurch ging ein Teil der Spannung im Nachhinein verloren, weil ich mir gewünscht hätte, selbst stärker mit auf die Lösung hinarbeiten zu können.
Außerdem hätte ich mir gewünscht, dass das Buch innerhalb der Geschichte selbst noch stärker aufgegriffen wird, insbesondere die Hinweise und Inhalte rund um die Schwestern. Das hätte für mich eine spannende zusätzliche Ebene sein können und der Story noch mehr Tiefe gegeben.
Insgesamt ein spannender Roman mit starker Atmosphäre und emotionalen Momenten, der mich gut unterhalten hat, auch wenn mir die Auflösung und ein paar inhaltliche Details am Ende etwas zu kurz gekommen sind.