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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.04.2026

Bis zuletzt habe ich niemandem getraut

Beth is dead
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Unbezahlte Werbung – Rezensionsexemplar

Dieses Buch hat mich vor allem durch seine Erzählstruktur überzeugt. Die Wechsel zwischen den Perspektiven der Schwestern und den Zeitebenen Gegenwart und Vergangenheit ...

Unbezahlte Werbung – Rezensionsexemplar

Dieses Buch hat mich vor allem durch seine Erzählstruktur überzeugt. Die Wechsel zwischen den Perspektiven der Schwestern und den Zeitebenen Gegenwart und Vergangenheit funktionieren richtig gut und sorgen dafür, dass man ständig dranbleibt. Besonders stark fand ich, dass wir auch Beth selbst als Perspektive bekommen. Das hat der Geschichte eine sehr emotionale Ebene gegeben.

Durch die vielen Geheimnisse der einzelnen Figuren entsteht außerdem eine permanente Unsicherheit. Man weiß nie genau, wem man trauen kann, und genau das macht die Geschichte spannend. Jede:r wirkt irgendwie verdächtig, was mich beim Lesen immer wieder zum Umdenken gebracht hat.

Weniger überzeugt hat mich die Auflösung. Sie kam für mich sehr plötzlich und wirkte nicht so, als hätte man sie vorher wirklich miträtseln können. Dadurch ging ein Teil der Spannung im Nachhinein verloren, weil ich mir gewünscht hätte, selbst stärker mit auf die Lösung hinarbeiten zu können.

Außerdem hätte ich mir gewünscht, dass das Buch innerhalb der Geschichte selbst noch stärker aufgegriffen wird, insbesondere die Hinweise und Inhalte rund um die Schwestern. Das hätte für mich eine spannende zusätzliche Ebene sein können und der Story noch mehr Tiefe gegeben.

Insgesamt ein spannender Roman mit starker Atmosphäre und emotionalen Momenten, der mich gut unterhalten hat, auch wenn mir die Auflösung und ein paar inhaltliche Details am Ende etwas zu kurz gekommen sind.

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Veröffentlicht am 26.03.2026

Warm, witzig und trotzdem ein bisschen zäh

First-Time Caller
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Ich wollte dieses Buch wirklich lieben. Das Setting hat mich sofort gecatcht: eine Radioshow, emotionale Gespräche, und die Suche nach der Liebe. Das hatte richtig ...

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Ich wollte dieses Buch wirklich lieben. Das Setting hat mich sofort gecatcht: eine Radioshow, emotionale Gespräche, und die Suche nach der Liebe. Das hatte richtig viel Potenzial. Leider wurde genau das für mich nicht ganz ausgeschöpft.

Lucies Tochter bringt ihr Liebesleben ins Radio, ungefragt. In einer Late-Night-Show landet Lucie plötzlich selbst am Telefon und spricht offen über ihre gescheiterte Sicht auf Liebe. Das Problem: Das Gespräch geht viral und ganz Baltimore hört zu. Gemeinsam mit dem Moderator Aiden begibt sie sich daraufhin live auf die Suche nach der großen Liebe und merkt dabei vielleicht zu spät, dass diese längst näher ist, als gedacht…

Es gibt viele Momente, die humorvoll und gleichzeitig richtig berührend sind. Vor allem ihre Dates haben mich mehrfach richtig zum Lachen gebracht. Diese Szenen hatten eine Leichtigkeit, die dem Buch total gutgetan hat.

Relativ früh war klar, wohin sich die Beziehung entwickelt. Beide mögen sich und eigentlich wissen sie das auch. Genau da lag für mich das Problem: Statt Spannung drehen sie sich lange im Kreis. Dieses ständige „Wir sagen es nicht, obwohl wir es wissen“ hat sich irgendwann eher gezogen als berührt.

Gerade weil die gegenseitigen Gefühle so offensichtlich waren, hat mich das Herauszögern eher gelangweilt als mitfiebern lassen. Es wirkte weniger wie echte Unsicherheit und mehr künstlich hinausgezögert.

Dafür haben die Nebenfiguren für mich viel rausgerissen. Die Dynamik mit Lucies Tochter, den beiden Dads und Patty hatte etwas unglaublich Warmes und Heimeliges.

Unterm Strich ist es für mich ein Buch mit viel Gefühl und schöner Atmosphäre, das aber an seiner eigenen Dynamik ein bisschen scheitert. Weniger Hin und Her, dann hätte es mich komplett gehabt.

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Veröffentlicht am 10.03.2026

Scarlett, Jasper und eine zweite Chance

Mornings in Boston - The Truth We Hide
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Nachdem ich Band 1 bereits geliebt habe, war für mich klar, dass ich auch „Mornings in Boston – The Truth We Hide“ lesen muss. Anna Lane schafft wieder diese besondere ...

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Nachdem ich Band 1 bereits geliebt habe, war für mich klar, dass ich auch „Mornings in Boston – The Truth We Hide“ lesen muss. Anna Lane schafft wieder diese besondere Atmosphäre, die einen sofort in die Geschichte zieht. Beim Lesen hatte ich mehr als einmal das Gefühl Teil der Geschichte zu sein.

Scarlett hat mir als Protagonistin sehr gut gefallen. Sie ist stark, weiß genau, was sie will, und kämpft für ihre Karriere, ohne dabei übertrieben perfekt zu wirken. Besonders mochte ich, dass sie nicht einfach in alte Muster zurückfällt, sondern wirklich hinterfragt, was damals zwischen ihr und Jasper schiefgelaufen ist. Dadurch wirkt ihre Entwicklung sehr ehrlich und glaubwürdig.

Jasper bleibt lange geheimnisvoll und man merkt schnell, dass er seine eigenen Verletzungen mit sich herumträgt. Genau das macht ihn als Charakter so spannend. Die Chemie zwischen ihm und Scarlett ist von Anfang an spürbar, genauso wie die gemeinsame Geschichte voller unausgesprochener Worte und Sehnsucht.
Die Second Chance Romance ist hier sehr gelungen aufgebaut. Es gibt kein schnelles Wiederzusammenkommen, sondern beide müssen sich ihrer Vergangenheit stellen und lernen, wieder Vertrauen aufzubauen.

Für unterhaltsame Momente sorgt außerdem das Fake Dating mit Grayson. Ich habe ihn als Charakter wirklich ins Herz geschlossen, weil er genau die richtige Portion Humor in die Geschichte bringt. Neben den leichteren Momenten werden auch Themen wie vergangene Verletzungen und Vertrauen sensibel aufgegriffen.

Für mich war „Mornings in Boston – The Truth We Hide“ eine sehr gelungene Fortsetzung mit starken Figuren, spürbarer Chemie und einer Geschichte, die sich Zeit nimmt, um sich zu entfalten.

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Veröffentlicht am 27.02.2026

Frühlingsgefühle, Hoffnung und ein bisschen Chaos

Ein Zuhause im Frühling
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Ich habe bisher alle Bücher von Julie Caplin gelesen und war sofort wieder von ihrem Schreibstil begeistert. Es gibt Stellen, die richtig humorvoll sind, und die ...

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Ich habe bisher alle Bücher von Julie Caplin gelesen und war sofort wieder von ihrem Schreibstil begeistert. Es gibt Stellen, die richtig humorvoll sind, und die Landschaftsbeschreibungen sind so lebendig, dass man beim Lesen sofort in das kleine Dorf eintaucht.

Die Londoner Illustratorin Ella flieht aus der Großstadt und ihrer Beziehungskrise ins Cottage ihrer Patentante. Doch das ruhige Landleben entpuppt sich als chaotisch: quirlige Dorfbewohner, eine lebhafte Labradorhündin und ein grummeliger Dorftierarzt, der sofort merkt, dass Ella von Hunden keine Ahnung hat. Zwischen Spaziergängen, Missverständnissen und unerwarteter Nähe entdecken Ella und Devon, dass sie mehr verbindet, als sie je gedacht hätten.

Dieses Gefühl von Neuanfang und Hoffnung zieht sich durch das ganze Buch und macht es zu einer sehr warmherzigen Lektüre. Besonders in mein Herz geschlossen habe ich Tess, den Hund, der mit seiner Anwesenheit alles noch lebendiger und liebenswerter macht.

Am Anfang wirkt alles noch unsicher und fremd, sowohl für Ella als auch für den Leser. Nach und nach entsteht aber dieses Gefühl von Zuhause, das die Geschichte so charmant macht. In der Mitte hatte ich einen kleinen Durchhänger, weil Ella mir manchmal engstirnig und anstrengend vorkam, und Patrick mit seinem Bilderrahmen hätte ich am liebsten selbst zurechtgerückt. Umso schöner war es, ihre Entwicklung mitzuerleben und zu sehen, wie sie langsam über sich hinauswächst.

Insgesamt hat mich das Buch wirklich mitgenommen. Es ist eine Mischung aus Leichtigkeit, Humor, schöner Landschaft und der Hoffnung, dass man immer einen Platz finden kann, an dem man wirklich ankommt.

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Veröffentlicht am 16.02.2026

Auf der Suche nach dem Glück im Alltag

Die Sonne in dir
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Ich war ehrlich überrascht, wie sehr mich das Buch berührt hat. Schon nach den ersten Seiten hatte ich das Gefühl, dass da jemand schreibt, der genau weiß, wie ...

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Ich war ehrlich überrascht, wie sehr mich das Buch berührt hat. Schon nach den ersten Seiten hatte ich das Gefühl, dass da jemand schreibt, der genau weiß, wie sich Selbstzweifel, Sehnsucht und innere Zerrissenheit anfühlen. Vieles kam mir sehr bekannt vor. Ich habe mich oft wiedererkannt und das hat das Lesen intensiv gemacht.

Anna führt ein Leben, das nach außen betrachtet völlig in Ordnung ist, sich für sie selbst jedoch zunehmend leer und routiniert anfühlt. Als sie in einem Antiquitätengeschäft ein Tagebuch aus den 1920er-Jahren entdeckt, taucht sie immer tiefer in das Leben einer fremden Frau ein und merkt dabei, dass sie sich eigentlich mit ihren eigenen unerfüllten Sehnsüchten auseinandersetzt. Die Begegnung mit der Vergangenheit wird für sie zum Anstoß, ihr Leben bewusst neu auszurichten.

Der Schreibstil ist wirklich schön. Poetisch, stellenweise fast schon ein bisschen kitschig. Aber für mich war das kein negativer Kitsch, sondern hatte eher etwas Tröstliches. Es ist ein Buch, das Hoffnung macht. Diese Grundhaltung zieht sich durch alles.

Was ich besonders mochte: Ich habe es nicht als klassischen Ratgeber empfunden. Es gibt keine starren Anleitungen, keine Checklisten, kein Gefühl von Selbstoptimierung. Stattdessen erzählt es, begleitet und regt zum Nachdenken an. Genau dadurch konnte ich viel für mich mitnehmen, ohne mich belehrt zu fühlen.

Ein Punkt hat mich allerdings nachdenklich gemacht. Im Buch wird angesprochen, dass viele Ratgeber die Dinge zu einfach darstellen und am Ende immer alles perfekt aufgeht. Und obwohl genau das kritisch betrachtet wird, hatte ich stellenweise ein ähnliches Gefühl. Manche Entwicklungen wirkten sehr rund, sehr stimmig, fast etwas zu glatt. Das Leben ist oft widersprüchlicher und unordentlicher. Ein bisschen mehr Reibung hätte der Geschichte vielleicht gutgetan.

Trotzdem hat mich das Buch insgesamt wirklich bewegt. Für mich war es eine Lektüre, die Mut macht und gleichzeitig Raum lässt, das eigene Leben aus einer neuen Perspektive zu betrachten.

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