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Veröffentlicht am 26.12.2024

Spannende Spionage und große Gefühle

A Song to Drown Rivers
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Xishis Schwester starb bei einem Angriff von Wu-Soldaten und als Xishi wegen ihrer unglaublichen Schönheit für eine Mission ausgewählt wird, stimmt sie zu. Sie soll dem Wu-Herrscher Fuchai als Konkubine ...

Xishis Schwester starb bei einem Angriff von Wu-Soldaten und als Xishi wegen ihrer unglaublichen Schönheit für eine Mission ausgewählt wird, stimmt sie zu. Sie soll dem Wu-Herrscher Fuchai als Konkubine geschenkt werden, doch ihr eigentliches Ziel ist es, Fuchai zu verführen und Wu zu schwächen. Dafür wird sie von Fanli, dem Berater des Königs ausgebildet.

Das Tempo der Geschichte fand ich manchmal schon etwas verwirrend, weil es ein paar größere Zeitsprünge gibt, bei denen ich die Entwicklungen nicht immer ganz nachvollziehen konnte. Dabei hatte ich das Gefühl, dass wichtige Nebencharaktere vernachlässigt wurden und da hätte ich mir etwas mehr Tiefe gewünscht.

Dafür konzentriert sich die Geschichte auf Xishi, ihre Mission, ihre Liebe und die Last der Verantwortung. Das Königreich Wu ist der Feind und die Brutalität seines Herrschers bestärkt Xishi in ihrem Ziel, ihn aufzuhalten, aber das Königreich besteht auch nicht nur aus dem Herrscher, seinen Beratern und Soldaten, daher muss Xishi manchmal auch mit Schuldgefühlen kämpfen.

Ihre Spionage fand ich sehr spannend und auch ihre Manipulation von Fuchai ist clever und meistens gelungen umgesetzt. Aber es gab auch Momente, wo man es sich meiner Meinung nach etwas zu leicht gemacht hat. Dass Xishi ihre Schönheit als Waffe benutzt, lässt die Charaktere um sie herumetwas naiver erscheinen, wenn sie darauf hereinfallen und sie unterschätzen.

Insgesamt hat mir das Buch wirklich gut gefallen. Spionage, Machtkämpfe, Intrigen und innere Konflikte sind an der Tagesordnung, dazu kommen noch Xishis herzzerreißende verbotene Liebe und ein Schreibstil, der Spannung und Gefühl sehr schön unter einen Hut bringt.

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Veröffentlicht am 25.12.2024

Sehr durchschnittlich: Kann man lesen, muss man nicht

Jewel & Blade, Band 1 - Die Wächter von Knightsbridge
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Als Harper einen uralten Ring berührt, spürt sie eine mysteriöse Verbindung und entdeckt schon bald, dass Magie existiert. Ihr Vater und einige andere Familien gehören zu den auserwählten Nachfahren und ...

Als Harper einen uralten Ring berührt, spürt sie eine mysteriöse Verbindung und entdeckt schon bald, dass Magie existiert. Ihr Vater und einige andere Familien gehören zu den auserwählten Nachfahren und Harper hat eigentlich nichts mehr damit zu tun, doch sie möchte herausfinden, warum ihr Vater sie vor acht Jahren verlassen hat und warum er nie zurückkehren konnte. Dabei stößt sie auf weitere Geheimnisse.

Harper hat zwar weniger Ahnung, doch durch ihre Magie und wegen unheimlicher Visionen nimmt sie die Sache schon ziemlich ernst. Sie begibt sich auf Spurensuche und hat dabei Hilfe von ein paar neuen Freunden, aber sie ist auch eine Außenseiterin, die von den alten Hasen kaum ernstgenommen wird.

Ich fand die Geschichte ziemlich durchschnittlich und darum habe ich auch nicht so viel dazu zu sagen, denn ich fand es weder gut noch schlecht. Es war nett zu lesen, bot für mich aber kaum Spannung und auch nur mittelmäßige Unterhaltung. Die Charaktere zeigen immerhin zwischendurch etwas mehr Tiefe, sind aber insgesamt eher oberflächlich; die magische Welt fand ich okay, aber auch alles andere als außergewöhnlich.

Insgesamt war das Buch für mich eher langweilig und hat keinen bleibenden Eindruck hinterlassen.

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Veröffentlicht am 18.12.2024

Magisches Studium, komplizierte Beziehungen und spannende Machtkämpfe

Magic Study
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Aus vielerlei Gründen ist Yelena ins Nachbarland Sitia geflohen und lernt nun ihre Familie wieder kennen und hat auch die Chance, ihre Magie weiter auszubilden, aber nicht jeder ist sich sicher, ob man ...

Aus vielerlei Gründen ist Yelena ins Nachbarland Sitia geflohen und lernt nun ihre Familie wieder kennen und hat auch die Chance, ihre Magie weiter auszubilden, aber nicht jeder ist sich sicher, ob man ihr vertrauen kann oder ob sie nicht doch ein Spion des Kommandanten ist. Und natürlich ist da noch ihre Verbindung zu Valek, die sie geheimhalten muss.

Mir hat sehr gut gefallen, dass Yelena passend zum Buchtitel weiterhin lernt, und sie lernt ja nicht nur Magie, sondern auch viel über sich selbst und eine Menge über das ihr bisher unbekannte Land Sitia und dessen Kultur. Als Leser ist man dann in der Regel auch auf dem gleichen Wissensstand, daher kann man der Handlung auch immer sehr gut folgen und es macht Spaß, die neuen Facetten der Magie mit Yelena gemeinsam zu entdecken.

Sitia ist ganz anders als Ixia und ich fand es schön, mal die andere Seite zu erleben. Natürlich sorgt das auch bei Yelena für innere Konflikte, weil sie ihr Herz in Ixia gelassen hat, aber in Sitia schnell eine neue Heimat findet. Mir gefällt auch, dass Yelena, ihr Abenteuer sowie ihre Entwicklung im Mittelpunkt stehen und die Liebesgeschichte nur eine von vielen Elementen ist, die das Buch ausmachen.

Die Geschichte ist voller Spannung, Magie und Intrigen, denn es gibt nicht nur Konflikte zwischen Ixia und Sitia, sondern auch andere Machtkämpfe, in die Yelena verwickelt wird. Mir hat es insgesamt gut gefallen und ich freue mich auf die Fortsetzung!

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Veröffentlicht am 16.12.2024

Netter Auftakt, in dem schon viel passiert

Kingdom of Lies
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In diesem Königreich geben die Menschen ihre Magie schon als Säuglinge ab, um ihr Reich gegen die Fae zu stärken, und sofern sie bis zu ihrem fünfundzwanzigsten Geburtstag brav sind und gar keine Art der ...

In diesem Königreich geben die Menschen ihre Magie schon als Säuglinge ab, um ihr Reich gegen die Fae zu stärken, und sofern sie bis zu ihrem fünfundzwanzigsten Geburtstag brav sind und gar keine Art der Magie ausüben, erhalten sie einen Teil ihrer zuvor abgegebenen Magie zurück. Und wenn sie doch Magie genutzt haben, sind sie dem Tod geweiht.

Prisca schafft es, im letzten Moment zu fliehen, weil sie selbst eindeutig magische Kräfte hat, obwohl sie es nicht dürfte, doch es bringt alle um sie herum in Gefahr. Auf ihrer Suche nach Sicherheit begegnen ihr nicht nur mysteriöse Fremde mit unbekannten Zielen, bei denen sie nicht weiß, ob sie ihnen vertrauen kann, sie stößt auch auf einige unangenehme Wahrheiten, die ihr Weltbild erschüttern.

Mir kam das Buch sehr lang vor, weil so viel passiert und ich es inzwischen nicht mehr gewohnt bin, dass Bücher nach einem kleinen Höhepunkt in der Geschichte nicht bereits enden. Daher hat es mich positiv überrascht, dass es eine Geschichte mit mehreren Etappen ist, die den Figuren auch eine angemessene Zeit für Charakterentwicklung bietet.

Die magische Welt mit ihren Gesetzen und Geheimnissen konnte mich nicht ganz überzeugen. Die Erklärungen und Begründungen fand ich oft nicht ganz überzeugend, besonders im Verhältnis zum Ernst der restlichen Geschichte, die ich ganz gelungen fand. Priscas Abenteuer fand ich schon spannend; es ist actionreich, hat aber auch viele emotionale Momente. Die Liebesgeschichte fand ich ganz nett, aber da gab es auch einige Momente, die mir nicht so gut gefallen haben.

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Veröffentlicht am 10.12.2024

Literaturliebe und ein Anwesen voller Geheimnisse

A Study in Drowning (A Study in Drowning, Band 1)
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Als Frau ist es Effy nicht möglich, Literatur zu studieren, doch dann bietet sich ihr als Architekturstudentin die unglaubliche Chance, stattdessen das Anwesen ihres verstorbenen Lieblingsautors zu renovieren. ...

Als Frau ist es Effy nicht möglich, Literatur zu studieren, doch dann bietet sich ihr als Architekturstudentin die unglaubliche Chance, stattdessen das Anwesen ihres verstorbenen Lieblingsautors zu renovieren. Sie freut sich darauf, dabei mehr über den Autor zu erfahren, aber Literaturstudent Preston steht ihr dabei oft im Weg.

Effy und Preston sind eigentlich in fast jeder Hinsicht unterschiedlicher Meinung, was unter anderem an ihrer Herkunft und am Geschlecht liegt. Preston studiert Literatur und während Effy die das berühmteste Werk von Emrys Myrddin verehrt, scheint Preston ganz andere Ziele zu haben. Außerdem hat Effy Halluzinationen, die sie manchmal daran zweifeln lassen, was wahr und was nur eine Sage ist, die in einem schönen Gedicht verarbeitet wurde. Für Effy sind es unter anderem Neid und Frust, aufgrund derer sie Preston nicht leiden kann, Preston hingegen scheint Effy oft zu unterschätzen und hält sie von den interessanten Unterlagen eher fern. Trotzdem sind sie bei vielen Dingen auch auf einer Wellenlänge, wie sie mit der Zeit merken.

Ich fand die Atmosphäre ein bisschen düster, aber in einem passenden Maß. Die Geheimnisse des Anwesens, Effys Ängste und Träume und das mysteriöse Verhalten aller Personen um sie herum ergeben eine unheimliche Spannung, dazu kommen noch die Spurensuche und die Liebe zur Literatur, mit der die Protagonisten sich ausgiebig beschäftigen. Ich hatte schon ein paar eigene Ideen zu den vielen offenen Fragen, doch die Arbeit der Charaktere und die Dynamik zwischen ihnen hat mir so gut gefallen, dass ich sie trotzdem sehr gerne auf ihrem Weg begleitet habe.

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