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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.10.2024

Selten war ein Buchtitel treffender ...

Genau so, wie es immer war
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Mit seinen knapp 19 Stunden Hörzeit, hatte es das Buch „Genau so, wie es immer war“ in sich. Ich begleite die Protagonistin Julia Ames durch ihr Leben, wobei es manchmal gar nicht so einfach war ihr zu ...

Mit seinen knapp 19 Stunden Hörzeit, hatte es das Buch „Genau so, wie es immer war“ in sich. Ich begleite die Protagonistin Julia Ames durch ihr Leben, wobei es manchmal gar nicht so einfach war ihr zu folgen. Munter hüpft die für mich bis dahin unbekannte Autorin Claire Lombardo durch die Zeiten, dass es nicht immer einfach war ihr bei den Sprüngen zu folgen und dennoch habe ich die Geschichte dieser Familie sehr genossen. Sie fühlte sich echt und authentisch an, obwohl ich mich manchmal wunderte, warum Julia oft so frustriert war und ob man wirklich alles auf eine schwierige Kindheit schieben kann. Während mir ihre Zweifel an ihrer eigenen Rolle manchmal ein wenig fremd blieben, konnte ich doch die Probleme mit Mann und Kindern gut nachvollziehen. Ein wenig davon haben wir sicher alle schon erlebt. Ich bin nun neugierig geworden auf das Erstlingswerk der Autorin und habe es gleich mal auf meine Wunschliste gesetzt. Für „Genau so, wie es immer war“ gibt es von mir – mit ein wenig Luft nach oben – vier von fünf Sterne und eine Empfehlung an alle diejenigen, die so ganz normale Familiengeschichten lieben so wie ich.

Veröffentlicht am 28.10.2024

Eine spannende Reise ins 16. Jahrhundert ...

Am Fluss der Zeiten
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Geschickt und natürlich verbunden mit viel, viel Recherchearbeit präsentierte mir Ulrike Renk mit „Am Fluss der Zeiten“ den Auftaktband der Trilogie rund um den Kalmule Hof. Hier lerne ich Elze und ihre ...

Geschickt und natürlich verbunden mit viel, viel Recherchearbeit präsentierte mir Ulrike Renk mit „Am Fluss der Zeiten“ den Auftaktband der Trilogie rund um den Kalmule Hof. Hier lerne ich Elze und ihre Familie kennen und darf tief eintauchen in einen Teil der Geschichte, der mir bis jetzt noch recht unbekannt war. Das Leben war hart damals und mit viel schwerer Arbeit verbunden, doch die Menschen kannten es nicht anders. So geht dann auch für Elze alles seinen alltäglichen Trott, bis eine Hiobsbotschaft ihr einen Stein ins Getriebe wirft. Sie soll weg von zuhause, weit weg und alleine ein Wirtschaftsjahr im fernen Münster absolvieren. Doch mit Freude darf ich mit ansehen, wie sie zwar unter Heimweh leidet aber dennoch mit ihren Aufgaben wächst und sich schnell im fremden Leben zurechtfindet. Kaum hatte sie sich jedoch eingelebt und Fuß gefasst, reißt ihr eine fremd getroffene Entscheidung den Boden unter den Füßen weg. Darf sie wohl je mal wieder glücklich sein?

Die Autorin schafft es, in ihrem Buch den Alltag mit diversen Abenteuern zu verbinden und somit den Spannungsbogen durch das gesamte Buch hochzuhalten. Sie spickt ihn mit viel Wissen zur damaligen Zeit und mit fiktiven und realen Personen, so dass ich nur so durch die Seiten flog. Es war eine aufregende Zeit damals. Die Kirche befand sich Dank Martin Luther im Umbruch, und sollte menschfreundlicher werden, denn es wurde immer deutlicher, dass die katholische Kirche viele ihrer Gläubiger nicht mehr abholen konnte. Die weltliche Macht rasselte immer wieder mit den Säbeln und die sogenannten Täufer trieben ihr Unwesen in Münster. Sehr bildhaft und authentisch erweckt Ulrike Renk die Welt vor knapp 500 Jahren zu neuem Leben und ließ bei mir beim Lesen Kopfkino vom Feinsten entstehen. Sehr gut gefallen hat mir, dass nicht das Leben des Adels, sondern das des kleinen Mannes geschildert wurde und hierfür vergebe ich mit fünf funkelnden Sternen gerne die Höchstpunktzahl. Nun heißt es sich in Geduld üben, bis der zweite Band erscheinen wird aber es wird sich wieder lohnen, da bin ich mir sicher.

Veröffentlicht am 11.10.2024

Eine spannende fiktive Geschichte rund um ein großes Hotel ... klasse!

Das Savoy - Aufbruch einer Familie
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Dass es nicht einfach ist, Hotelerbin zu sein, wusste Violet schon immer, aber dass sie so schnell agieren würde müssen, damit hat sie nicht gerechnet. Sie will doch ihre Träume weiter ausbauen, Journalistin ...

Dass es nicht einfach ist, Hotelerbin zu sein, wusste Violet schon immer, aber dass sie so schnell agieren würde müssen, damit hat sie nicht gerechnet. Sie will doch ihre Träume weiter ausbauen, Journalistin werden und ihr Leben genießen. Doch den Großvater ereilt ein Schlaganfall und plötzlich ist sie als Nachfolgerin an erster Stelle. Sie muss sich dieser Herausforderung stellen und steckt bald mittendrin in den vielen Intrigen, die ihren Weg ins Savoy gefunden haben …
Dieser erste Teil ist der Auftakt und somit erst der Anfang der großen Savoy–Saga aus der Feder des Autors Maxim Wahl, der vielen vielleicht besser bekannt ist unter seinem Echtnamen Michael Wallner. Wallner ist ein österreichischer Autor, Theaterregisseur und Schauspieler.
Seine Protagonistin Violet ist eine sympathische junge Frau, die noch viel lernen muss, aber sie hat Biss und erkämpft sich ihren Platz, wenn schon nicht bei der BBC, dann doch im Hotelbusiness. Ich glaube, wie werden in den folgenden drei Bänden noch so einiges von ihr hören.
Mit „Ein Aufbruch einer Familie“ ist dem Autor eine gekonnte Mischung aus historischem Roman und Krimi gelungen. Die spannende Geschichte wurde wunderbar vorgelesen und das Zusammenspiel von Fiktion und wahren Fakten und Personen ist sehr stimmig. Mit ein klein wenig Luft nach oben verdient der Roman solide vier Sterne und nach dem Cliffhanger am Ende kann man gar nicht anders als weiterhören. Eine absolute Empfehlung von meiner Seite.

Veröffentlicht am 11.10.2024

Hätte, hätte, Fahrradkette ...

Lügen, die wir uns erzählen
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„Heul doch!“ Dieser Ausspruch fällt mir spontan ein, wenn ich an diese Story denke. Während die Hörbuchsprecherin hier eine wirklich saubere Leistung hinlegt, zieht sich die Erzählung selbst doch sehr ...

„Heul doch!“ Dieser Ausspruch fällt mir spontan ein, wenn ich an diese Story denke. Während die Hörbuchsprecherin hier eine wirklich saubere Leistung hinlegt, zieht sich die Erzählung selbst doch sehr in die Länge und ist an sich eine Aneinanderreihung von Ereignissen im Leben dieser Familie, die mich am Anfang fesselten, mein Interesse doch schwer halten konnten. Helene bereut und ist unglücklich über den Verlauf ihres Lebens und kreidet ihrem Mann Georg an, dass er den Absprung geschafft hat. Die Figur der Tochter im Teenagealter wirkt meines Erachtens viel zu erwachsen in ihren Gedankengängen, was sie wiederum etwas unglaubwürdig erscheinen lässt.

Wer unaufgeregte Familiengeschichten liebt, der mag vielleicht mehr Spaß mit diesem Buch oder Hörbuch haben. Von mir gibt es leider nur gutgemeinte drei von fünf Sternen.

Veröffentlicht am 11.10.2024

Konnte mich mit der Geschichte nicht anfreunden ...

DIE WAHRHEIT
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Wie der Klappentext ja schon vorgibt, ist Sarahs Mann Philipp vor sieben Jahren auf einer Geschäftsreise nach Südamerika verschwunden und bis dato fehlte jede Spur. Als sie schließlich nach diesen sieben ...

Wie der Klappentext ja schon vorgibt, ist Sarahs Mann Philipp vor sieben Jahren auf einer Geschäftsreise nach Südamerika verschwunden und bis dato fehlte jede Spur. Als sie schließlich nach diesen sieben langen Jahren einen Anruf erhält, dass er wieder aufgetaucht ist, kann sie ihr Glück kaum fassen. Man stelle sich ihren Schock vor, als der Mann, der aus dem Flugzeug ist, ein Fremder ist. Da Philipp schon immer recht kamerascheu war, existieren keine öffentlichen Fotos von ihm und die Presse wird getäuscht. Niemand glaubt Sarah, als sie den Schwindel aufklären will ….

Echt jetzt? Es gibt niemanden in ihrem Umfeld, der ihren Mann von früher kannte? Alle lassen sich blenden von diesem Stranger, der vorgibt Philipp zu sein?

Es dauert lange, bis die Geschichte mal ein wenig in Schwung kommt und die Protagonistin war mir einfach nur unsympathisch. Sieben Jahre hat sie alles alleine geschafft und nun lässt sie einlullen wie ein kleines Schulmädchen. Ne, ne, ne, das war nicht meine Story. Ich denke, das war das zweite und leider auch letzte Buch von Melanie Raabe für mich. Schade. Von mir gibt es zwei Sterne für das Buch an sich und einen on top für die Leistung der Hörbuchsprecher. Mehr ist einfach nicht drin.