Profilbild von evaczyk

evaczyk

Lesejury Star
offline

evaczyk ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit evaczyk über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.04.2022

Follow the money

Putins Netz. Wie sich der KGB Russland zurückholte und dann den Westen ins Auge fasste
0

"Follow the money", lautete bereits der Rat des Informanten "Deep Throat" bei der Aufklärung der Watergate-Affäre. In ihrem Buch "Putins Netz" befolgte Catherine Belton diese Maxime. Als ehemalige Moskau-Korrespondentin ...

"Follow the money", lautete bereits der Rat des Informanten "Deep Throat" bei der Aufklärung der Watergate-Affäre. In ihrem Buch "Putins Netz" befolgte Catherine Belton diese Maxime. Als ehemalige Moskau-Korrespondentin der Financial Times dürfte sich Belton regelmäßig mit Wirtschafts- und Finanzpolitik, mit der Rolle der Oligarchen und ihrem Einfluss auch in der Londoner City befasst haben. Ihr umfangreiches und ausführlich recherchiertes Buch geht weit darüber hinaus.

Es schadet nichts, wenn man sich vor der Lektüre schon ein bißchen mit russischer Zeitgeschichte, der Politik der Perestroika, dem Zerfall der Sowjetunion und dem Aufstieg Putins befasst hat. Andernfalls könnten sich völlige Russland-Neulinge leicht ein wenig überfordert fühlen. Doch sowohl das vorangestellte Personenregister als auch der Anhang von Fußnoten helfen, eventuell Unbekanntes nachzuchecken.

"Putins Netz" ist eine faszinierende, ausgesprochen ausführliche Untersuchung der Verbindungen zwischen KGB, Organisierter Kriminalität und Schattenwirtschaft in der letzten Phase der Sowjetunion und im heutigen Russland, von Kontakten, die vor 30 Jahren geknüpft wurden und seitdem einige Menschen in fantastischen Reichtum katapultieren, andere ins Exil oder Schlimmeres. Belton untersucht die Vorgeschichte und Verbindungen Putins seit seinen KGB-Zeiten in Dresden, sein Weltbild und Selbstverständnis, Denkweisen von Geheimdienstlern und Milliardären.

Es liegt in der Natur der Sache, dass nicht alles, worüber Belton schreibt, mit Fakten oder eindeutigen Quellen belegt wird. Zu viele ungeklärte Unfälle, plötzliche Todesfälle und Vergiftungen dürften die Gesprächigkeit von Informanten getrübt haben. In anderen Fällen haben genannte Quellen natürlich eine eigene Agenda und müssen von daher auch hinterfragt werden. Als seriöse Journalistin macht Belton aber stets deutlich, wo das Nachweisbare endet und die Spekulation über Möglichkeiten, das Reich der Gerüchte und Flüstereien auf den Korridoren der Macht beginnt.

Nichtsdestotrotz ist dieses Buch höchst spannend, nicht zuletzt beim Verständnis des Kriegs in der Ukraine und der Diskussion um die Wirksamkeit von Sanktionen, der besonderen Bedeutung von Gazprom und der Energiewirtschaft als Hebelinstrument russisher Machtpolitik. Es offenbart einen Einblick in Komplexe und imperiale Träume in den Reihen des KGB und dürfte auch, zumnindest teilweise, bei der Interpretation der Persönlichkeit und Denkweise Putins helfen. Manche Fragen bleiben offen und dürften von der Geschichte beantwortet werden. Ist Putins Aufstieg seinem eigenen Ehrgeiz zu verdanken gewesen oder Teil einer Strategie? Welche Endszenarien sind denkbar? Wie weit reicht der Einfluss staatlicher Schwarzgelder bei der Korrumpierung und Unterwanderung westlicher Gesellschaften und Einflussnahme etwa auf populistische Bewegungen in ihren?

Als britische Autorin konzentriert sich Belton vor allem auf Beziehungen zwischen Ruzssland und Großbritannien und den USA, einschließlich der Verbindungen Trumps. Doch der zeitgeschichtlich interessierte deutsche Leser dürfte schnell auf Parallelen stoßen, seien es die Aktivitäten von "Russia Today" oder die russland/Putin-freundlichen Aussagen der AfD. Nicht zuletzt hilft das Buch beim Verständnis der Rolle, die die Ukraine im Denken der Kreml-Lenker spielt.

"Putins Netz" ist ein Buch, das mit akribischer Recherche, Detailreichtum und ausführlichen Erläuterungen überzeugt. Nicht nur für Kremlinologen ein Muss!

Veröffentlicht am 20.04.2022

Rätsel um einen toten Highlander

Das Grab in den Highlands
0

Ziemlich viele Themen bringt Douglas Skelton in seinem Buch "Das Grab in den Highlands" um die schottische Reporterin Rebecca Connolly zusammen: Leichen in historischer Tracht an historischen Orten, Rechtpopulisten, ...

Ziemlich viele Themen bringt Douglas Skelton in seinem Buch "Das Grab in den Highlands" um die schottische Reporterin Rebecca Connolly zusammen: Leichen in historischer Tracht an historischen Orten, Rechtpopulisten, ein Stadtteil, der sich gegen den Zuzug eines verurteilten Sexualstraftäters stellt, organisierte Kriminalität, toxische Männlichkeit, Machokultur und der Niedergang der Zeitungskultur. Das ist dann auch bei 432 Seiten Länge mitunter etwas viel, um allen Themen gerecht zu werden und am Ende stiften einige Details eher zusätzliche Verwirrung als sich in den Plot einzufügen, lenken im Gegenteil von den tatsächlichen Hintergründen ab.

Auf dem historischen Schlachtfeld Culloden wird die Leiche eines unbekannten Mannes gefunden, in Highlander-Tracht, durchbohrt von einem Highlander-Schwert. Reporterin Rebecca stößt eigentlich nur auf den Fall, weil sie Chauffeursdienste für den befreundeten Fotografen Chaz leistet - die beiden berichteten eigenttlich von einer Kundgebung in einem eher übel beleumdeten Stadtteil von Inverness, auf der Mo Burke, die Mutter eines kriminellen Familienverbands, gegen den Zuzug eines Pädophilen auf die Straße ging. In einem widerwillig gewährten Interview erfährt Rebecca, dass das Thema Missbrauch für Mo ein sehr persönliches ist.

Eingeschoben in die Handlung sind Rückblenden aus der Sicht eines namen- und geschlechtslosen Kindes, das von einem Mann regelmäßig missbraucht wird, während die übrigen Familienangehörigen das Geschehen ignorieren. Um wen es sich handelt, darüber lässt der Autor die Leser lange Zeit grübeön und sorgt dafür, dass stets mehrere Interpretationsmöglichkeiten bestehen.

Ob Douglas Skelton eine Medienvergangenheit hat, weiß ich nicht, aber er schildert das Dilemma der Printbranche ausgesprochen realitätsnah: Die Kürzungen und der Personalabbau, die Content-Manager, die an die Stelle von Redakteuren sehen, die neuen Entscheider, die Klickzahlen generieren wollen und es gar nicht gerne sehen, wenn Reporter vor Ort recherchieren statt am Telefon Informationen abzufragen und sich der nächsten Fließbandproduktion zuzuwenden. Auch die Konkurrenz von Journalisten verschiedener Medien um Exklusivinformationen, dass Spannungsverhältnis zwischen Medienvertretern und Ermittlern, die sich einerseits brauchen und andererseits misstrauen - doch, das entspricht schon sehr dem "richtigen Leben".

Die Kriminalbeamtin Valerie Roach verkörpert diese Ermittlerseite, ähnlich wie Rebecca eine Frau, die sich immer wieder mit Macho-Kultur innerhalb des eigenen Berufsstands behaupten muss. Bei den vielen Fäden des Plots wirkt "Das Grab in den Highlands" mitunter fast überfrachtet. Besonders die atmosphärische Schilderung der Highlands und der verschiedenen Gegenden von Inverness hat hier überzeugt. Nebenbei gibt es auch noch Hintergründe der schottischen Geschichte, bei denen der berühmte "Bonnie Prince Charlie" gar nicht so gut weg kommt. Mich hat der Ausgang überrascht, ich hatte eine etwas andere Konstellation überlegt. Douglas Skelton hat es auf jeden Fall geschafft, beim Lesen Hochlandnebel, Heidekraut und das kehlige schottische Englisch vor meinem inneren Auge (und Ohr) entstehen zu lassen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 20.04.2022

Konflikte zwischen Wind und Wellen

Acht, in Böen neun
0

Subtile Spannung, gerade auch psychologish, und ein Drama, das sich erst nach und nach entfaltet: Michael Wirbitzkys Hörbuch "Acht, in Böen neun" ist mit einer Länge von 138 Minuten zwar kaum länger als ...

Subtile Spannung, gerade auch psychologish, und ein Drama, das sich erst nach und nach entfaltet: Michael Wirbitzkys Hörbuch "Acht, in Böen neun" ist mit einer Länge von 138 Minuten zwar kaum länger als ein Kinofilm, aber in dieser Zeit baut sich eine Menge auf. Das liegt sicher auch an den gleich vier Sprecherinnen und Sprecher - dadurch erinnert das Buch eher an ein Hörspiel. Allerdings ein Kammerspiel, denn die Handlung entschlüsselt sich aus einer Reihe von Monologen, Protokollen einer Polizeibefragung einer Gruppe von Freunden, die gemeinsam zu einem Segelurlaub nach Korsika aufgebrochen sind.

Die meisten Mitglieder des Segeltörns kennen sich seit 20 Jahren, sind immer wieder zusammen gesegelt, wenn auch in unterschiedlichen Zusammensetzungen. Diesmal musste die Rückkehr in den südfranzöischen Hafen zur Rückgabe der Charteryacht trotz einer Sturmwarnung über Nacht erfolgen, da die Gruppe auf Korsika Zeit vertrödelt hatte. Dass dabei etwas gewaltig schief lief, wird schon dadurch deutlich, dass sich plötzlich ein polizeilicher Ermittler für die Gruppe und ihren Törn interessiert und schon bald wird klar, dass nicht alle der sieben Menschen, die nach Korsika aufgebrochen sind, auch in den südfranzösischen Hafen zurückgekehrt sind.

Der Sturm, in den die Yacht geriet, ist irgendwie auch ein Symbol der Spannungen und Brüche, die innerhalb der Freundesgruppe existieren und die lange verschwiegen wurden. Nun, da jede und jeder die eigene Sichtweise schildert, treten Konflikte und Ego-Spielchen, Eifersüchteleien und Persönliches zutage. Wirbitzkiy hat gewissermaßen ein locked room-Drama mit der Weite des Meeres und Naturgewalten verwoben - eine gelungene Mischung. Beim Hören kann man miträtseln, das Beziehungsgeflecht immer besser überblicken, nur um am Ende doch überrascht zu werden. Die Sprecherinnen und Sprecher sind mit hörbarer Spielfreude im Einsatz gewesen. Hätte gerne noch länger dauern können!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.04.2022

Bienenzucht in Zeiten des Krieges

Graue Bienen
0

Ein starkes und eindrinliches Buch zum Konflikt vor dem Krieg: Mit "Graue Bienen" hat der russischsprachige ukrainische Shriftsteller Andrej Kurkow das Porträt eines Einzelgängers in einem weitgehend verlassenen ...

Ein starkes und eindrinliches Buch zum Konflikt vor dem Krieg: Mit "Graue Bienen" hat der russischsprachige ukrainische Shriftsteller Andrej Kurkow das Porträt eines Einzelgängers in einem weitgehend verlassenen Dorf zwischen den Linien des Konflikts in der Ostukraine und einer Gesellschaft zwischen Misstrauen und Auflösung gezeichnet. Frührentner Sergej Sergejitsch, einst Bergarbeiter in Donbas, nun Hobbybienenzüchter, ist einer der beiden letzten Einwohner eines aus nur drei Straßen bestehenden Dorfs in der grauen Zone zwischen prorussischen Separatisten und ukrainischer Armee. Bis aus Paschko, mit dem er seit Schultagen ein angespanntes Verhältnis hat, haben alle anderen das Dorf verlassen.

Paschko hält es mit den Separatisten, word von ihnen auch mit Lebensmitteln versorgt, während sich Sergej nicht sonderlich um Politik kümmert, allerdings als russischen Sergej und nicht als ukrainischen Serhej identifiziert. Viel wichtiger ist ihm, dass seine sechs Bienenvölker ausschwärmen können und nicht durch die Kriegshandlungen bedroht werden. Und auch der tote Soldat, den er im Winter auf einem nahen Feld sieht, rührt Sergej an. Ihm ist gleichgültig, wessen Uniform der Tote trägt - er kann doch nicht einfach so liegen bleiben.

Die Sorge um die Bienen ist es denn auch, die Sergej im Frühjahr aus dem Dorf treibt, er lädt die Bienenstöcke in seinen Zhiguli aus Sowjetzeiten und fährt durch russische und ukrainische Checkpoints auf der Suche nach einem Ort, wo seine Bienen friedlich ausschwärmen und Nektar sammeln können. Doch der Konflikt folgt ihm: In einem Dorf wendet sich die Stimmung gegen ihn, als ein im Donbas getöteter Soldat beigesetzt wird und ein traumatisierter Kriegsveteran nicht nur Sergej, sondern auch dessen Bienen attackiert. Auf der Krim, wo er einen befreundeten Bienenzüchter besuchen will, erlebt er die Einschüchterungsversuche der russsischen Behörden gegen die Krimtataren.

Ein wenig erinnert Sergej an einen ukrainischen Forrest Gump: Ein Mann, der seine Bienen liebt, aber im Umgang mit seinen Mitmenschen überfordert ist. An der fehlenden Kommonikation ging einst seine Ehe zugrunde und auch in der Gegenwart gibt es immer wieder Situationen, wo ihm die Worte oder das Gespür für die Lage abgehen. Sergej ist ein einfacher, auch einfach gestrickter Mann mit funktionierendem moralischen Kompass - in Zeiten eines blutigen Konflikts nicht die besten Voraussetzungen. Wenn er instrumentalisiert werden soll oder plötzlich das Interesse des russischen Inlandsgeheimdienstes FSB erregt, ist Sergej eine Art reiner (wenn auch dem Wodka zugeneigter) Tor, der dann doch noch weitgehend unbeschadet die Krise übersteht.

Dabei wird Sergej nie ins Lächerliche gezogen, wie Kurkow überhaupt langsam und ruhig erzählt, mit einer Geduld, wie sie auch der Bienenzüchter braucht. Gerade durch den Verzicht auf Pathos und Drama wirkt "Graue Bienen" beeindruckend. Er zeigt eine Gesellschaft unter dem Einfluss des Konflikts, der dem aktuellen Krieg in der Ukraine vorausging, die Teilung der Menschen in "Wir" und "Die anderen", die sichtbaren und die unsichtbaren Grenzen, über die nur die Bienen ohne Lebensgefahr fliegen können. Aus heutiger Sicht nimmt "Graue Bienen" viel vorweg von dem jetzigen Krieg, zeigt dabei aber nicht die spektakulären und dramatischen Seiten, sondern die kleinen Orte, die ebenso unwiederbringlich verändert werden. Unbedingt lesenswert.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 12.04.2022

Mord im Kloster

Ostseekreuz
0

Eine Auszeit im Kloster gegen Bürnout oder zur Sinnsuche - das erfreut sich zunehmender Beliebtheit, vor allem, wenn es nicht mit den Gelübden von Armut, Keuschheit und Gehorsam verbunden ist. In Eva Almstädts ...

Eine Auszeit im Kloster gegen Bürnout oder zur Sinnsuche - das erfreut sich zunehmender Beliebtheit, vor allem, wenn es nicht mit den Gelübden von Armut, Keuschheit und Gehorsam verbunden ist. In Eva Almstädts "Ostseekreuz" sucht auch ihre Serienheldin Pia Korittki hinter Klostermauern inneren Frieden. Sie ist im 17. Band der Reihe um die Lübecker Ermittlerin zwar nicht ausgebrannt, wohl aber traumatisiert von den Folgen einer Entführung, in der die Kommissarin selbst das Opfer war. Zudem schwebt sie noch immer in Gefahr, ist der Täter doch immer noch hinter ihr her und bedroht auch ihren sechsjährigen Sohn.

Klar, dass es in einem Krimi eher nichts mit der inneren Einkehr wird. Zum einen sucht in einem zweiten Erzählstrang Pias Kollege und Liebhaber Marten als Zielfahnder nach dem Entführer - da kommt es durchaus zu Action-Szenen. Zum anderen ist auch das Kloster in Ostseenähe trotz aller Abgeschiedenheit nicht der ersehnte Ort des Friedens.

Die anderen Klostergäste haben alle ihre eigene Agenda, die nicht immer mit der vor allem ihre Ruhe suchenden Pia in Einklang stehen. Zum anderen sorgt der Tod eines Mönchs für das Ende des klösterlichen Friedens. Schon bald steht fest: Bruder Zacharias wurde ermordet. Als "verdeckte Ermittlerin" unterstützt Pia ihre Kollegen, die den Fall offiziell untersuchen. Als es zu einem weiteren Todesfall kommt, ist der Klosterurlaub für alle Beteiligten endgültig nicht mehr die ruhige Auszeit...

Bei Mord hinter Klostermauern denke ich zwar immer zuerst an den "Namen der Rose", doch auch Eva Almstädt gelingt es, Klosteratmosphäre und Spannung zusammen zu bringen. Die Verbindung von weltlichem und spirituellen Raum, von Tradition und alten Sünden, die Schilderung des klösterlichens Gemeinschaftslebens mit seinen Herausforderungen für jeden Einzelnen - das ist spannend und mit Gespür für Atmosphäre geschrieben, Unter den Klosterbrüdern gibt es Exzentriker, Miesepeter und Suchende. Dabei verzichtet Almstädt auf Karikierendes, sondern lässt die Mönche (fast) als Menschen wie du und ich erscheinen, die keineswegs nur heilig über den Dingen stehen.

Auch ohne den Vorgängerband gelesen zu haben (was sicher nützlich gewesen wäre), konnte ich den Bezügen zu Pias Entführung und die daraus entstandenen Konsequenzen gut folgen. Die Kommissarin ist eine sympatische Protagonisitin, die mit ihrer ruhigen und beharrlichen Art, ihrer Gründlichkeit und dem durchaus vorhandenen Durchsetzungsverögen glaubwürdig wirkt. Die Krimihandlung in ein Kloster zu verlegen statt in szenetypischer Locations sorgt für eine besondere Atmosphäre. Dabei überzeugen besonders die Beschreibungen des jahrhundertealten Gebäudes und seiner Umgebung. Ostseekreuz hat mich überzeugt - und nebenher Lust auf Klosterurlaub gemacht. Wenn auch im richtigen Leben möglichst ohne Leichen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere