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Veröffentlicht am 22.09.2020

15 Jahre nach dem "Report der Magd"

Die Zeuginnen
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Es war überhaupt keine Schöne Neue Welt, die Margaret Atwood in ihrem Roman "Der Report der Magd" zeichnete: Ein christlich-fundamentalistischer Gottesstaat in den früheren USA, in der Frauen von Bildungsmöglichkeiten ...

Es war überhaupt keine Schöne Neue Welt, die Margaret Atwood in ihrem Roman "Der Report der Magd" zeichnete: Ein christlich-fundamentalistischer Gottesstaat in den früheren USA, in der Frauen von Bildungsmöglichkeiten abgeschnitten sind, den Männern untergeordnet und Kinder zu gebären eine Art nationale Aufgabe ist. Vor gut 30 Jahren galt das Buch als eines der populärsten Werke feministischer Literatur. Nach mehreren Jahrzehnten und einer Fernsehserie hat Atwood nun einen Folgeband veröffentlicht, der prompt en renommierten Booker Prize erhielt.

Eine schöne neue Welt ist der Staat Gilead immer noch nicht. Kanada ist zum Fluchtort für diejenigen geworden, die sich nicht in das Frauenschicksal der bigotten Machthaber fügen wollen. Die Handlung der "Zeuginnen" setzt 15 Jahre nach dem "Report der Magd" ein, und spielt sowohl in Kanada als in Gilead. Am Anfang müssen sich Leser erst einmal einen Überblick verschaffen, wer der ingesamt drei Ich-Erzählerinnen gerade das Sagen hat - Tante Lydia, die Frau, die im Zentrum der Macht heimlich ihre Rechtfertigung niederschreibt, wohl wissend, das eine Entdeckung des Textes ihr Ende bedeuten kann. Oder der 16-Jährige Teenager Daisy, die in Kanada aufwächst und endlich einmal - gegen den Willen ihrer Eltern - an einer Demonstration gegen den Unrechtsstaat in der Nachbarschaft teilnehmen will und unwissentlich eine Lawine von Ereignissen in Gang setzr.

Dann ist da noch Agnes, die privilegiert in der Familie eines Kommandanten aufwächst und nach dem Tod der Frau, die sie für ihre geliebte Mutter gehalten hat, erfährt, dass sie das Kind einer Magd ist die aus Gilead geflohen ist. Mit 13 Jahren soll sie mit einem Kommandanten verheiratet werden und flieht geradezu in die Ausbildung zur Tante, auch wenn sie das System in Gilead kaum in Frage stellt - sie kennt es ja nicht anders.

"Die Zeuginnen" ist auch eine Geschichte von Mut und Widerstand, von Menschen, die sich nicht in Unabänderliches fügen wollen und in solche, die alles riskieren um als Fluchthelfer diejenigen zu unterstützen, die aus Gilead fliehen wollen. Spannung ist garantiert, gerade beim Doppelspiel von Tante Lydia, die an den Strippen der Macht zieht und sie zugleich kappt. Gerade diese Figur ist besonders vielschichtig und interessant, denn unbedingter Überlebenswille hat nach der Revolution in Gilead Lydia zu der gemacht, die sie nun ist, jener Frau, die sowohl kaltblütig als auch grausam sein kann und doch auch höhere Motive hat.

Auch andere Frauenfiguren, die Nebenrollen der Handlung spielen, sind stark und tatkräftig, selbst wenn sie scheinbar schwach und hilflos sind. Feministische Literatur? Eigentlich schon, denn auch junge Leserinnen können hier bei der Suche nach weiblichen Rollenvorbildern fündig werden - und sich dennoch spannend unterhalten. Dass die bigotte Welt von Gilead nicht ausschließlich ein Fantasiewerk ist sondern auch in der Gegenwart Signale in eine ähnliche Richtung drehen, daran dürften Debatten über Abtreibung, Selbstbestimmung und die Rolle von Frauen in zahlreichen Ländern erinnern. Ähnlich wie "Vox" sind auch "die Zeuginnen" ein Roman für die Zeit von "PussyRiot"

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Veröffentlicht am 22.09.2020

Einladung zu Entdeckung der Dunkelheit

Streifzüge durch die Nacht
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Fast scheint es, als sei in diesen eher düsteren Pandemiezeiten die Nacht eine neue Lese-Entdeckung: Der amerikanische Astrophysiker Trinh Xuan Thuan schrieb vor einiger Zeit und für einen Naturwissenschaftler ...

Fast scheint es, als sei in diesen eher düsteren Pandemiezeiten die Nacht eine neue Lese-Entdeckung: Der amerikanische Astrophysiker Trinh Xuan Thuan schrieb vor einiger Zeit und für einen Naturwissenschaftler ungewöhnlich poetisch über die "Magie der Nacht", der Landschaftsfotograf Kilian Schönberger nahm mit "Nachts im Wald" die Leser in Wort und Bild mit zu Abenteuern zwischen Dämmerung und Sonnenaufgang und auch Dirk Liesemer begibt sich mit "Streifzüge durch die Nacht" in die Dunkelheit - mal in einem wandernden Alleingang, mal mit Experten als sachkundigen Gesprächspartnern.

Das unterscheidet dieses Buch von den eher in Einsamkeit recherchierten anderen Titeln. Liesemer trifft Künstler und Kreative, die Nacht künstlerisch verarbeiten, einen Klangexperten, der Geräusche - die in einer stillen Nacht ja noch viel unvermittelter wirken - in Filme als Klangteppich einwebt. Der Autor begleitet einen Jäger auf den Hochsitz (und ist ganz froh, dass am Ende dieser Nächte kein Wildschwein oder Reh sein Leben lassen musste, auch wenn die Schilderung sicher nicht ohne Dramatik gewesen wäre), er geht auf nächtliche Pirsch mit Vogelkundlern und einer Fledermausforscherin.

Zudem beschränkt sich Liesemer mit seinen Streifzügen nicht auf die stille Seite der Nacht, die Abgeschiedenheit in der nur von Mondlicht und Sternen beschienenen Natur. Er folgt auch den Nachtseiten der Städte, sei es eine Wiener Ballnacht, sei es das Gespräch mit einem "Taxler", der nachts fährt und so manche Begegnung schildern kann. Dabei spielt sich Liesemer nicht in den Vordergrund, sondern hält sich angenehm zurück, lässt den Gesprächspartner oder die Gesprächspartnerin buchstäblich zu Wort kommen, reflektiert und beobachtet.

Ein wenig, so resümiert er am Ende, fühle er sich nach all diesen nächtlichen Streifzügen wie nach einem Auslandsjahr, dass man unternimmt, um eine neue Sprache erlernen - man beherrscht sie nach einem Jahr ganz passabel, fühle sich aber zugleich noch unsicher und wisse, dass es ein weiter Weg zur Perfektion ist: "So ist es auch mit der Nacht. Sie hat schier unfassbar viele Facetten, die sich an jedem Ort und mit jeder Jahreszeit auf eine ihr eigene Art und Weise darstellen." Und noch einen Tipp hat er für seine Leser parat: Wer die Nacht wirklich kennenlernen wolle, der solle das Buch beiseite legen und sich aufmachen. "nach draußen gehen und furchtlos ins Dunkel springen. Eines ist sicher: Sie werden direkt vor ihrer Haustür eine neue Welt kennenlernen, und selbst wenn Sie dort niemanden treffen, dann werden Sie zumindest einer Person begegnen: sich selbst." Schließlich war die Nacht schon immer die Zeit tiefer Gedanken und von Selbsterkenntnis.

Und immerhin: Mit Herbstbeginn rückt die dunkle Jahreszeit wieder nahe an uns heran, langes Warten ist nicht erforderlich für einen Streifzug in die Dunkelheit. Auch dieses Buch macht Lust auf eigenes Entdecken.

Veröffentlicht am 20.09.2020

Der Zauber der Nacht - magische Walderlebnisse

Nachts im Wald
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Als Landschaftsfotograf ist Kilian Schönberger ein eher visuell ausgerichteter Mensch. In seinem Buch "Nachts im Wald" zeigt er aber, dass er die Natur nicht nur mit der Kamera dokumentiert, sondern auch ...

Als Landschaftsfotograf ist Kilian Schönberger ein eher visuell ausgerichteter Mensch. In seinem Buch "Nachts im Wald" zeigt er aber, dass er die Natur nicht nur mit der Kamera dokumentiert, sondern auch viel Ahnung hat von Fauna und Flora und Naturzusammenhänge gut zu erklären versteht. Für sein mit zahlreichen stimmungsvollen Fotografien illustriertes Buch ist er immer wieder losgezogen - im Bayrischen Wald und in der Oberpfalz, in den Alpen und in der Rhön, auf Rügen und in der Oberlausitz - immer nachts beziehungsweise in der Dämmerung, um die Nachtseite der Natur zu erleben.

Naturverbunden war Schönberger wohl schon als Kind - und wie für viele Kinder war der Wald für ihn ein Ort der Abenteuer und Entdeckungen fern elterlicher Überwachung. Dass die Faszination des Waldes auch im Erwachsenenalter weiter besteht, ist auf jeder Seite von "nachts im Wald" zu spüren. Die Idee ist reizvoll: Wie ist die Wirkung des Waldes, wenn man sich auf einer Wanderung von Mondlicht und Sternen, allenfalls einer Stirnlampe, leiten lässt? Wenn in der Dunkelheit jedes Knacken, jedes Geräusch nur noch lauter scheint, wenn sich der Mensch als Eindringling in der Natur unter der Beobachtung aufmerksamer Tiere glaubt?

Von der Magie der blauen Stunde mit ihrem ganz besonderen Licht bis zur Beobachtung der Milchstraße auf den Kuppen der Rhön in einer Neumondnacht nimmt Schönberger den Leser mit auf seine Wanderungen, zur Durchquerung kühler Waldbäche, zum besonderen Geruch von Moorlandschaften, zu Felsformationen, die es auch im Dunkeln zu überwinden gilt. Immer wieder werden die Berichte dieser nächtlichen Wanderungen ergänzt von wissenswerten Details, etwa wie Tiere sich nachts orientieren, über leuchtende Pilze und über Lichtverschmutzung.

Geradezu magische Atmosphäre vermitteln auch die Aufnahmen, auf denen häufig Nebelschwaden für besondere Effekte sorgen. Da kommt Lust auf, die Wanderschuhe nicht immer nur tagsüber zu schnüren, sondern auch einmal wie der Autor auf Nachtwanderung zu gehen. "Nachts im Wald" ist ein Buch zum Träumen, für Reiseabenteuer in der Leseecke und ein gutes Geschenkbuch für naturliebende Menschen.

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Veröffentlicht am 19.09.2020

Der Weise und der Mathematicus

Die Dame mit der bemalten Hand
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Christine Wunnicke hat ziemlich viel in "Die Dame mit der bemalten Hand" gesteckt - ein bißchen historischer Roman, ein bißchen Lust an Forschung und Entdeckung, am Ausloten und Überwinden sprachlicher ...

Christine Wunnicke hat ziemlich viel in "Die Dame mit der bemalten Hand" gesteckt - ein bißchen historischer Roman, ein bißchen Lust an Forschung und Entdeckung, am Ausloten und Überwinden sprachlicher und kultureller Grenzen und ost-westlicher Kulturdialog. Auf einer verlassenen Tempelanlage auf einer Insel vor Indien treffen sie aufeinander: Der persische Astronom Musa al Lahori, der mit seinem Diener während einer Reise auf der Insel gestrandet ist, und der deutsche Astronom und Kartograph Carsten Niebuhr, von Fieber geschüttelt und letzter überlebender Teilnehmer einer Forschungsexpedition im Auftrag des dänischen Königs.

Der polyglotte Musa muss Geduld aufbringen mit dem bleichen Europäer, dessen Arabisch mit abenteuerlichen Redewendungen gespickt ist, die für den Leser klingen wie die blumige "orientalische" Sprache aus Hauffs Märchen. Carsten Niebuhr ist übrigens keine fiktionale Figur, sondern war tatsächlich im 18. Jahrhundert Forschungsreisender.

Musa kommt in dieser Begegnung die Rolle des Weisen, des Weitgereisten und Erfahrenen zu, der sich über manche Absonderlichkeiten des westlichen Reisenden nur wundern kann, während Niebuhr erst um sein Leben, dann um Worte ringt und Probleme hat zu unterscheiden, wann ihm Musa die Wahrheit erzählt und wann er mit den bunt ausgeschmückten Erzählungen über seine Familiengeschichte einmal mehr fabuliert.

Wenig verwunderlich - zum Bonding dieses ungleichen Paares kommt es über Vermessung und Astronomie, wenn sich auch gerade hier die Kluft zwischen den beiden auftut: Begrenzt Niebuhr den Blick auf das Sternbild Kassiopeia auf einige wenige ihm bekannte Sterne, geht der Blick des Astronomen aus dem Orient viel weiter - für ihn ist Kassiopeia nur ein Teil eines größeren Bildes, nämlich der "Dame mit der bemalten Hand".

Kulturelle Missverständnisse, aber auch die Beziehung zwischen Musa und seinem jungen Diener, den er zwar ständig als Tölpel verunglimpft, gleichzeitig aber eine fast väterliche Besorgnis über die Eskapaden des jungen Mannes zeigt, sorgen immer wieder für komische Situationen. Mit liebevoller, manchmal ironischer Distanz zeichnet auch die Autorin ihre Protagonisten, ohne sie ins Lächerliche zu ziehen. Die zufällige Begegnung während eines unfreiwilligen Aufenthalts im Halb-Nirgendwo, das wird der Schlussteil des Buches zeigen, hinterlässt bei beiden Spuren. In einer Zeit, in der kulturelle Gräben eher tiefer werden und Vorbehalte wahrer Begegnung zunehmend entgegenstehen, ist "Die Dame mit der bemalten Hand" nicht nur literarische Unterhaltung über Missverständnisse und Dialog, sondern auch ein Plädoyer zum Zuhören und respektvollem Miteinander.

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Veröffentlicht am 18.09.2020

Rassismusgeschichte als Schwarz-Weiß-Bild

Wir müssen über Rassismus sprechen
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Wenn man Robin DiAngela, Autorin von "Wir müssen über Rassismus sprechen", Glauben schenkt, dann sind Weiße per se Rassisten. Leugnen ist zwecklos, Abwehr- und Erklärungsversuche nur ein Zeichen "weißer ...

Wenn man Robin DiAngela, Autorin von "Wir müssen über Rassismus sprechen", Glauben schenkt, dann sind Weiße per se Rassisten. Leugnen ist zwecklos, Abwehr- und Erklärungsversuche nur ein Zeichen "weißer Fragiliät". Und am allerschlimmsten sind die "Wohlmeinenden Progressiven", die versichern, sie sähen keine Hautfarben, sondern Menschen. Damit leugneten sie nämlich den Rassismus in dem sie sozialisiert und lebenslang gefangen seien. Peng, das hat gesessen!

Zwar schreibt DiAngelo, die eine "Diversitätstrainerin" ist, über die US-Gesellschaft, zieht Vergleiche zu Australien oder Südafrika - also Länder, in denen vor allem die Geschichte, Realität und der Bevölkerungsanteil Schwarzer Menschen ganz anders ist als etwa in Deutschland. Der Vorschlag, Schwarze Menschen/People of Colour durch Migranten zu "ersetzen", kommt mir angesichts der ganz anderen historischen Bedingungen eher schief vor. Trotzdem, DiAngelo (die selbst übrigens weiß ist), sieht für Weiße irgendwie keine Möglichkeit, aus der Rassismusfalle rauszukommen.

Schwarze Lebenspartner oder Familienangehörige zu haben, prädestiniert offenbar auch nicht zum rassismusfreien Leben. Allenfalls könne man "Demut" entwickeln und gewissermaßen wie auf Eierschalen um schwarze Freunde/Nachbarn/Kollegen herumtänzeln, vorsichtig fragend, ob man auch nichts verletzendes geäußert habe. Ein unverkrampftes Verhältnis scheint das für mich nicht zu sein.

Nachdem ich mich durch DiAngelos Buch durchgequält habe, häufig angenervt und verärgert, vermute ich mal, dass meine Haltung die von ihr kritisierte weiße Fragilität zeigt. Oder die Autorin neigt zu solch larmoyanter Selbstgerechtigkeit, dass es mir einfach nur auf die Nerven geht.

Und das ist eigentlich schade, denn nicht nur

BLM in den USA zeigt, dass es wichtig ist, über Rassismus zu reden - auch die Debatte über strukturellen Rassismus, über

MeTwo, über"Wir-Gefühle", die andere ausschließen, etwa mit der berühmten Frage, die auch ich schon zu hören bekam, nämlich "Wo kommst du denn WIRKLICH her?"

So lange in den USA die Mehrheit der Gefängnisbevölkerung schwarz ist, so lange die in Armut lebenden Menschen mit schlechten Bildungschancen überdurchschnittlich häufig schwarz sind, ist die schwarz-weiß-Zeichnung (pun intended!) in DiAngelos Buch verständlich, aber im globalen Vergleich ist es eben nicht so einfach.

Was ist denn zum Beispiel mit migrantischen Menschen vom Balkan oder aus Osteuropa, die nicht in eine "of colour"-Definition passen, aber ebenfalls Ausgrenzungs- und Diskriminierungserfahrungen gemacht haben? Was ist mit Diskriminierung und Ausgrenzung aufgrund von Gender, sexueller Orientierung, Alter, Behinderung oder sozialer Herkunft? Die Tatsache, dass die zehn reichsten Menschen in den USA allesamt weiß sind, bedeutet nicht, dass es nicht auch bittere Armut und null Aufstiegschancen unter Weißen gibt - da muss man nur mal die Bevölkerung in den Appalachen oder x-beliebigen amerikanischen Trailer-Parks ansehen.

Völlig unberücksichtigt bleibt, dass rassistisches Verhalten und rassistische Stereotype keineswegs ein Alleinstellungsmerkmal von Weißen sind. Da muss man sich nur mal beispielsweise in arabischen Ländern den Umgang mit Schwarzafrikanern (oder in den Golfstaaten mit süd- und südostasiatischen Einwanderern) ansehen oder das Verhalten chinesischer Investoren in Afrika. Ich bin sicher, Robin DiAngelo hat es gut gemeint, aber die Welt ist komplexer als ein Schwarz-Weiß-Bild.