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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.04.2021

Noch spannender und genialer

Das Gold der Krähen
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Der zweite Band hat es tatsächlich geschafft, noch spannender als der erste zu sein. Man will das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen, denn die Krähen müssen hier so einige schwierige Herausforderungen ...

Der zweite Band hat es tatsächlich geschafft, noch spannender als der erste zu sein. Man will das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen, denn die Krähen müssen hier so einige schwierige Herausforderungen bewältigen, sodass sogar ein Kaz Brekker fast an seine Grenzen gelangt. Während es zuerst natürlich gilt, Inej aus Jan van Ecks Fängen zu retten, entpuppt sich dieser als gerissener Gegner, der selbst so einige Überraschungen für die Krähen auf Lager hat.
Die Charaktere wechseln sich wieder in den Kapiteln ab und diesmal hat auch Wylan seine eigenen. Obwohl man ja schon grob weiß, wie seine Geschichte verlaufen ist, bekommt man doch einen genaueren Einblick in diese und kann nun das wahre Ausmaß der Grausamkeiten seines Vaters erfassen. Ja, man lernt hier Jan van Eck so richtig zu hassen.
Auch die anderen haben noch Einblicke in ihre Vergangenheit in petto und wenn man sie vorher schon mochte, dann wachsen sie einem hier nur noch mehr ans Herz. Kaz läuft hier zu Hochtouren auf und man ist immer wieder erstaunt darüber, wie er es schafft, selbst in den ausweglosesten Situationen das Blatt zu seinen Gunsten zu wenden.
Der zauberhafte Schreibstil trägt einen erneut angenehm durchs Buch und gegen Ende kann man einfach nicht mehr mit dem Lesen aufhören. Für mich sind die Krähen daher ein wahres Jahreshighlight!

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Veröffentlicht am 14.04.2021

Noch spannender als One True Queen

Das Reich der Schatten, Band 1: Her Wish So Dark (High Romantasy von der SPIEGEL-Bestsellerautorin von "One True Queen")
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Laire will ihren Verlobten Desmond retten, denn er wurde verwünscht und ist nun im Daemareich gefangen. Nur, wenn man vor den Lord dieses Reiches tritt, kann man um die Freilassung eines geliebten Menschen ...

Laire will ihren Verlobten Desmond retten, denn er wurde verwünscht und ist nun im Daemareich gefangen. Nur, wenn man vor den Lord dieses Reiches tritt, kann man um die Freilassung eines geliebten Menschen bitten. Hilfe erhält Laire dabei von ihrer besten Freundin Vika und dem Paladin Jero. Unterwegs trifft die Gruppe allerdings auf den einzigen Menschen, den Laire niemals wiedersehen wollte: Alaric, der ihr in der Vergangenheit das Herz gebrochen hat und doch wichtige Hilfe anbietet.
Die Geschichte wird uns aus drei Perspektiven erzählt. Im Vordergrund steht hierbei Laire, dicht gefolgt von Alaric. Die beiden verbindet eine gemeinsame Vergangenheit und durch Alarics Perspektive erfährt man so einiges, dass Laire nicht weiß und dass ihn einem direkt sehr sympathisch macht. Alaric trägt eine große Bürde mich sich herum, kann aber nicht darüber sprechen. Laire hingegen sieht so nur seine schlechten Seiten und es macht einen als Leser ein wenig verrückt, dass man so viel mehr weiß.
Die dritte Perspektive kommt von Desmond, der allerdings nicht so oft dran ist. Aber man erfährt durch ihn einiges über den Daemalord und seine Pläne und, dass auch Desmond sein eigenes Geheimnis hat.
Jeder der Charaktere hat hier sein eigenes Päckchen zu tragen, sein kleines Geheimnis und trotzdem müssen sie in diesem gefährlichen Reich einander vertrauen können. Dabei strahlt hier Jero ein Ruhe und Zuversicht aus, dass die anderen ohne ihn wohl schon direkt am Anfang gescheitert wären.
Das Daemareich ist ein wirklich faszinierender Ort und man weiß nie, was die Gruppe als nächstes erwarten wird. Es gibt unzählige Gefahren, aber auch schöne Orte. Die Geschichte bleibt durchweg spannend und das Ende hält einige Überraschungen bereit. Es ist ziemlich fies und man möchte direkt den zweiten Band in der Hand haben, da muss man sich aber leider noch ein wenig gedulden.
Wer "One true Queen" mochte, wird dieses Buch lieben, ich kann es nur jedem ans Herz legen, es gefiel mir sogar noch besser als sein Vorgänger. Die Reihen sind übrigens auch unabhängig voneinander lesbar, sie spielen einfach nur in derselben Welt, aber in unterschiedlichen Ländern.

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Veröffentlicht am 14.04.2021

Einfach nur genial

Das Lied der Krähen
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In diesem Buch kommen so unterschiedliche Charaktere zusammen, dass allein diese Tatsache schon sehr interessant ist. Erzählt wird abwechselnd aus den Perspektiven der einzelnen Krähen, die Namen stehen ...

In diesem Buch kommen so unterschiedliche Charaktere zusammen, dass allein diese Tatsache schon sehr interessant ist. Erzählt wird abwechselnd aus den Perspektiven der einzelnen Krähen, die Namen stehen immer unter der Kapitelzahl und man bekommt so einen sehr guten Einblick in ihre Vergangenheit, denn es gibt immer wieder Rückblenden in diese. Jeder Charakter hat hier seine ganz spezielle Geschichte und man weiß nie so genau, wie vertrauenswürdig jeder einzelne von ihnen ist.
Allen voran ist da Kaz Brekker, der ein genialer Dieb ist, zu den Dregs gehört und für fast alles eine Lösung hat. Er führt die Truppe an und verfolgt nebenbei noch ganz andere Ziele. Gerade die Enthüllung seiner Geschichte fand ich unheimlich spannend, denn er ist am undurchsichtigsten von allen.
Dann ist da noch Inej, die eine wahre Kletterkünstlerin ist und wegen ihrer geräuschlosen Bewegung von allen das Phantom genannt wird. Sie ist eine Meisterin darin, Geheimisse für Kaz zu sammeln und liebt ihre Messer.
Jesper ist ein absoluter Waffennarr und trennt sich nur ungern von seinen Pistolen. Sein Laster ist seine Spielsucht, er kann dieser nur schwer wiederstehen.
Nina ist eine Grisha und hat ihre Gründe, warum sie nicht zurück nach Ravka will. Sie ist eine Entherzerin und das Gelingen der Mission liegt ihr besonders am Herzen.
Wylan ist ein Ausreißer aus gutem Hause, hat ein Händchen für Sprengstoff und als Einziger keine eigenen Kapitel. Warum das so ist, wird aber am Ende des Buches klar.
Matthias ist ein Fjerdan und ausgebildeter Drüskelle, jagt also Grisha, und soll für seine Freiheit sein Land verraten. Somit gehört er als Einziger nicht zu der Bande der Dregs. Außerdem verbindet ihn noch eine gemeinsame, nicht ganz erfreuliche, Vergangenheit mit Nina. Er macht im Laufe der Geschichte die größte Entwicklung durch und gehört zusammen mit Kaz zu meinen absoluten Lieblingen.
Die Mission der Gruppe ist eigentlich unmöglich und doch hat Kaz den perfekten Plan und man fiebert die ganze Zeit so richtig mit. Es gilt, eine Person aus dem sichersten Gefängnis der Welt zu befreien. Dabei geht natürlich nicht alles glatt über die Bühne, sondern der Plan muss ab und zu angepasst werden und es ergeben sich so einige überraschende Wendungen.
Die Geschichte lebt vor allem durch die sehr authentischen Charaktere und ihrer Beziehung zueinander. Auch fallen hier eine Menge guter Sprüche und oft genug wird man zum Lachen gebracht.
Defintiv ein durchweg spannendes Buch, in dem Kaz Brekker immer noch ein Ass im Ärmel hat.

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Veröffentlicht am 06.04.2021

Spannender und fulminanter Abschluss der Trilogie

Lodernde Schwingen
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Der dritte Band dieser Trilogie hat es bei mir nun zu fünf Sternen gebracht, wo die Vorgänger durch ihre Längen im Mittelteil nur vier erlangen konnten. Die Spannung hat sich diesmal durchgehend gehalten ...

Der dritte Band dieser Trilogie hat es bei mir nun zu fünf Sternen gebracht, wo die Vorgänger durch ihre Längen im Mittelteil nur vier erlangen konnten. Die Spannung hat sich diesmal durchgehend gehalten und es passierten oft unvorhergesehene Dinge, sodass man nie wusste, wieviel Pause den Charakteren vergönnt sein würde. Auch wartete die Geschichte mit einem überraschenden Plot Twist auf und gegen Ende war das Buch nicht mehr aus der Hand zu legen.
Die Charaktere sind mir in diesem Teil richtig ans Herz gewachsen, auch wenn sich hier eine neue Gruppe gebildet hat und Nebencharaktere mehr in den Vordergrund gerückt sind. Sie alle waren durch die Gegebenheiten auf besondere Art miteinander verbunden und jeder musste seine eigene Entwicklung durchmachen. Aber gerade diese Schicksalsschläge haben sie greifbarer und sympathischer gemacht.
Auch Alina hat sich stark weiterentwickelt und ist in ihren Handlungen reifer geworden. Der Liebesgeschichtenteil geht hier wieder eine bessere Richtung, drängt sich aber nicht zu sehr in den Vordergrund.
Das Ende verläuft hier dann auch ganz anders als gedacht und war für mich persönlich einfach nur perfekt und so nicht vorhersehbar. Ich fand es sehr passend und bin gespannt darauf zu erfahren, ob man einige Charaktere in den anderen Reihen des Grishaverse wiedersehen wird. Alles in einem ein mehr als würdiger Abschluss für diese Trilogie.

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Veröffentlicht am 30.03.2021

Unerwartete Story mit ein paar Schwächen

The Second Princess. Vulkanherz
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Saphina ist die jüngste von drei Prinzessinen der Bell-Dynastie und wird unerwartet in die Rolle der zweiten Prinzessin verfrachtet. Was sie nicht weiß, die Bell-Familie hat ein dunkles Geheimnis, denn ...

Saphina ist die jüngste von drei Prinzessinen der Bell-Dynastie und wird unerwartet in die Rolle der zweiten Prinzessin verfrachtet. Was sie nicht weiß, die Bell-Familie hat ein dunkles Geheimnis, denn in jeder Generation gibt es zwei Königinnen: Eine, die das Volk regiert und eine heimliche zweite, die eine besondere und gefährliche Aufgabe hat.
Zu Beginn war ich bei diesem Buch etwas irritiert. Aufgrund von Cover und Inhaltsangabe habe ich hier eine düstere High Fantasy Geschichte erwartet und nach einigen Seiten dann erkennen müssen, dass die Geschichte in unserer modernen Welt spielt und der Fantasy-Anteil hier erst einmal überhaupt nicht präsent ist. Anstatt mich zu ärgern, habe ich deshalb Cover und Inhaltsangabe ausgeblendet und mich einfach auf die Geschichte eingelassen und muss sagen, dass es mir auch so recht gut gefallen hat.
Das Buch wird aus Saphinas Perspektive in der Ich-Form erzählt und so kann man zusammen mit ihr den mysteriösen Dingen auf die Spur gehen. Saphina ist allerdings ein sehr wankelmütiger Charakter. Sie ist oft unvernünftig und starrsinnig, was zwischendurch etwas nerven kann, aber ich finde, durch ihre Erlebnisse kann man ihr Verhalten auch einigermaßen verstehen. Ihre Mutter und ihre Schwester sind zwei herzlose Frauen, die einem konsequent unsympathisch bleiben. Saphina bekommt ihre Rolle als zweite Königin einfach so aufgedrückt, Erklärungen gibt es eher keine und so ist man mit ihr zusammen gespannt darauf zu erfahren, was denn nun an dieser Rolle so besonders sein soll. Für ihre Ausbildung bekommt sie Dante an die Seite gestellt, der auch ein ziemlich wankelmütiger Charakter ist und den ich schlecht einschätzen konnte.
Auf den Fantasyteil muss man hier bis zur Buchmitte warten, aber dann kommt er so langsam zum Vorschein und man erfährt immer mehr von der Geschichte der ersten Bell-Frau und den Dämonen der Insel, insbesondere dem Knochenkönig. Ich finde es eigentlich gut, dass hier in der modernen Welt die Taten aus der Vergangenheit noch immer aktuell sind, warum sollte so etwas in unserem Zeitalter auch einfach verschwinden? Erst gegen Ende des Buches bekommt man dann endlich das vollendete Fantasy-Setting. Allerdings wird dies nur durch ein ziemlich dummes Verhalten seitens Saphina ermöglicht. Trotzdem war der letzte Teil des Buches dann so richtig spannend und mir gefielen die Vulkanwelt und ihre Bewohner richtig gut.
Ich muss sagen, die Geschichte an sich war schon sehr unterhaltsam und wurde nie langweilig. Der Schreibstil war richtig gut und wunderbar flüssig. Mich hat hier oft gestört, dass man nur selten durch den Einsatz eines Autos oder die Erwähnung Ed Sheerans daran erinnert wurde, dass man sich hier zeitlich in der Moderne befindet. Auch das Setting der Karibikinsel ist leider etwas untergegangen, manchmal wurde die Hitze erwähnt und der Dschungel. Saphina und Dante waren mir zwischendurch etwas zu wankelmütig und ihre Gefühle füreinander für mich nicht nachvollziehbar. Mir hätte es hier auch gereicht, wenn sie einfach nur gute Partner/Freunde geworden wären, die einander blind vertrauen. Auch der Fantasy-Anteil war mir zu wenig, ich hätte liebend gern mehr von den Dämonen gehabt, die sind hier einfach zu kurz gekommen, dabei waren sie mir am sympathischsten.
Alles in einem ein unterhaltsames Buch mit einigen Schwächen und irreführendem Marketing.

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