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Veröffentlicht am 13.04.2020

Ein phantastisches Abenteuer voller Fantasie-Gestalten, Magie und Gefahr. Aber: sehr komplex und teilweise zu viel Gewalt.

Mitternachtsstunde 1: Emily und die geheime Nachtpost
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Inhalt:

Die 12-jährige Emily hat es mit ihren Eltern nicht leicht. Nach einem heftigen Streit mit ihrer Mutter wird sie von ihrem Vater zu lebenslangem Hausarrest verdonnert und in ihr Zimmer geschickt. ...

Inhalt:

Die 12-jährige Emily hat es mit ihren Eltern nicht leicht. Nach einem heftigen Streit mit ihrer Mutter wird sie von ihrem Vater zu lebenslangem Hausarrest verdonnert und in ihr Zimmer geschickt. Vor lauter Wut fällt das Schlafen schwer.

Ein mysteriöser Brief kurz vor Mitternacht veranlasst die Mutter aufzubrechen. Nach der Zustellung eines weiteren Briefes ist plötzlich auch der Vater verschwunden.

Was hat es mit der geheimnisvollen Mitternachtspost auf sich? Emily begibt sich in Begleitung von Igel Hoggins auf Spurensuche. Sie gerät in eine geheimnisvolle und phantastische Welt, in der die Zeit still zu stehen scheint, und begegnet Kobolden, Dämonen und duftenden Nachtwächtern.

Doch wo sind ihre Eltern? Emily kann nun jede Unterstützung gebrauchen. Aber wer ist Freund und wer Feind?

Mit Glow-in-the-Dark-Cover.


Altersempfehlung:

ab 10 Jahre laut Verlag
aufgrund brutaler Szenen und komplexer Story eher ab 12 Jahren


Mein Eindruck:

Das Buch macht optisch einen sehr hochwertigen Eindruck. Dies ist unter anderem den Glow-in-the-Dark-Effekten zu verdanken: Schriftzug "Mitternachtsstunde", Ziffernblatt von Big Ben, Laternen und Mond u.a. Elemente leuchten im Dunkeln. Sowohl auf dem Cover wie auch auf dem Buchrücken und auf der Rückseite des Buches.

Der Klappentext und das atmosphärische Setting des viktorianischen Londons versprechen ein fantastisches und gruseliges Lesevergnügen und dementsprechend hoch waren meine Erwartungen.

Der Schreibstil ist spannend und unterhaltsam und lässt das ungewöhnliche London mit all seinen Monstern, Vampiren Einhörnern usw. lebendig werden. Außer den kleinen Illustrationen rund um die Kapitelüberschriften gibt es keine Zeichnungen.

Die Protagonistin Emily ist aufgeweckt, strotzt vor Sarkasmus und hat eine große Klappe (vielleicht nicht Jedermanns Sache). Sie geht mutig ihren Weg, obwohl sie keine Ahnung hat, was sie erwartet. Denn ihre Eltern haben das Nachtreich bisher streng vor ihr geheimgehalten.

Leider wird auch der Leser lange und oft im Dunkeln gelassen: Was genau verbergen die Eltern vor Emily? Arbeitet ihr Vater tatsächlich als Nachtbriefträger? Welche Gefahr geht von den vielen magischen Wesen aus? Was ist ein Púca? Was ist das Nachtreich und wie gelangt man dorthin?

Nach und nach klären sich einige aber nicht alle Fragen. Überhaupt ist die Szenerie mit all den verschiedenen magischen Wesen und Monstern sehr komplex und fast schon verwirrend angelegt. Für einige (nicht alle!) 10-Jährigen vielleicht zu umfassend. Der Grusel-Faktor dagegen bleibt kindgerecht.

Natürlich gibt es viele Parallelen zu anderen Fantasy-Reihen und es ist nicht alles neu und innovativ. Dies kann man aber als Hommage des Autoren-Duos an die großartigen Vorlagen anderer Kinderbuchautoren sehen.
Für den Igel Hoggins, ein ungewöhnlicher und liebenswerter Begleiter, hätte ich mir einen größeren Auftritt gewünscht. Leider bleibt er zu sehr im Hintergrund, obwohl er immer an Emilys Seite ist.


Auch das Ende hätte ich mir weniger gewaltsam und ohne Cliffhanger gewünscht.

Da es sich um den ersten Band der Fantasy-Reihe handelt, ist durchaus Potential vorhanden, denn die Grundidee gefällt und die Charaktere sind detailliert und liebevoll - aber nicht alle sympathisch - angelegt.

Der zweite Teil "Mitternachtsstunde - Emily und der löchrige Zeitzauber" erscheint laut Verlag im Dezember 2020.


Fazit:

Ein spannendes, magisches und fantasievolles Abenteuer und irgendwie auch eine Zeitreise in das London des 19. Jahrhunderts. Es wimmelt nur so von Fabelwesen und Fantasie-Gestalten.

Die Protagonistin mit ihrer großen Klappe und ihrem Hang zum Sarkasmus ist ungewöhnlich, da man sich schwer mit ihr identifizieren kann. Der treue Begleiter Hoggins (ein Igel) dagegen ist so genial wie liebenswert und hätte mehr Aufmerksamkeit verdient.

Überhaupt ist nichts wie es scheint und den Leser erwartet ein fantastisches und magisches aber stellenweise brutales Abenteuer.


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Rezensiertes Buch "Mitternachtsstunde - Emily und die geheime Nachtpost" aus dem Jahr 2020

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 02.04.2020

Ein phantastisches, außerirdisches Abenteuer: spannend, unterhaltsam, genau meine Humor und sw Zeichnungen im Comic-Stil.

FRRK! - Mein Alien und ich
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Inhalt:
Der 10 jährige Tom traut seinen Augen kaum, als plötzlich ein grünes Glibberwesen vor ihm steht.
Der Außerirdische Frrk vom Schleimplaneten Tmllp in der Pssk-Fssk-Galaxie hat ein großes Problem: ...

Inhalt:
Der 10 jährige Tom traut seinen Augen kaum, als plötzlich ein grünes Glibberwesen vor ihm steht.
Der Außerirdische Frrk vom Schleimplaneten Tmllp in der Pssk-Fssk-Galaxie hat ein großes Problem: sein Raumschiff ist defekt und für die Reparatur benötigt er dringend Salpetersäure.

Tom möchte ihm helfen und gemeinsam schmieden die beiden einen Plan. Im Chemielabor der Schule gibt es Salpetersäure. Nur wie sollen sie dort unbemerkt hineingelangen?

Mit Hilfe eines Tarnprogramms kann sich Frrk in jede beliebige Gestalt transformieren. Dummerweise begeht er hierbei einen entscheidenden Fehler.

Ob es Tom und Frrk trotzdem gelingt, das Raumschiff wieder flottzumachen?


Altersempfehlung:

ab 9 Jahre (zum Selberlesen: normale Schriftgröße, Blocksatz, geringer Bildanteil)


Illustrationen:

Der Zeichenstil gefällt sehr und die Charaktere wirken sympathisch und lebendig.

Die modernen Illustrationen im Comic-Stil ergänzen und unterstreichen die Handlung perfekt, auch wenn der Bildanteil dem empfohlenen Lesealter entsprechend gering ausfällt mit ein paar kleinen bis mittelgroßen Zeichnungen.

Hin und wieder wird aber eine komplette Seite genutzt, um das Gelesene wiederzugeben.


Mein Eindruck:

Das Thema Mobbing in der Schule, Scham und Peinlichkeit, Lügen bzw. Notlügen sowie die Dauerdisskussion "Jungs sind doof" oder "Mädchen sind doof" wird humorvoll und mit Augenzwinkern in die Handlung eingebracht.

Tom ist von Beginn an sympathisch. Er möchte unbedingt, dass die anderen Jungs ihn cool finden und nicht den Bauern oder Trottel in ihm sehen. Seine kleine Schwester ist ihm dabei jedoch keine Hilfe, denn sie ist in seinen Augen unendlich peinlich. Ununterbrochen läuft sie im pinken "Prinzessin Pippifee" Kostüm herum.

Tom hat alle Star-Wars-Filme gesehen und ist für die Begegnung mit einem Außerirdischen somit bestens gerüstet, oder vielleicht doch nicht?

Sehr zum Ärger von Tom verwandelt sich Frrk nämlich nicht in den typischen Jungen von Nebenan und auch nicht in den coolen Klassenliebling.

Hinzukommt, dass Frrk sich mit Erdlingen und deren Gepflogenheiten und Redewendungen nicht auskennt. Dies führt zu witzigen Missverständnissen, die das Abenteuer zusätzlich zu etwas besonderem machen. Dabei hat er kurz zuvor noch behauptet: "Menschen sind eine langweilige Rasse!"
Langweilig wird es mit dem ungleichen Paar aber nie.

Tom und Frrk erhalten unverhofft Hilfe unter anderem von Mitschülerin Elli. Sie ist ebenfalls eine Außenseiterin, weil sie so gar nicht mädchenhaft und prinzessinnenverliebt ist.

Die abenteuerliche Suche nach der notwendigen Salpetersäure ist spannend gestaltet. Neben Versteckspiel, Rückschlägen, einer temporeichen Flucht und einer actionreichen Verfolgungsjagd kommt auch der Humor nie zu kurz.

Ob es Frrk gelingt, sein Raumschiff zu reparieren und zu seinem Heimatplaneten zurückzukehren, wird an dieser Stelle natürlich nicht verraten.
Es sei aber so viel gesagt, dass mich das Ende des unglaublichen Abenteuers überraschen und überzeugen konnte.

Noch dazu gibt es Spielraum für eine Fortsetzung, die mit einer kurzen Leseprobe bereits angekündigt ist: "Frrk! Mission Supermatsch" erscheint vorraussichtlich im August 2020.


Fazit:

Ein phantastisches und turbulentes Abenteuer über Zusammenhalt, Freundschaft mit viel Humor und Wortwitz sowie sympatischen Charakteren.

Die modernen schwarz-weiß Illustrationen im Comic-Stil runden die Geschichte sehr gut ab.

Ein galaktisches Lesevergnügen für Mädchen und Jungen!


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Rezensiertes Buch "Frrk! Mein Alien und ich " aus dem Jahr 2020

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.03.2020

Eine lustige und turbulente Geschichte mit einer wunderbaren, kindgerechten Botschaft und farbenfrohen, detailreichen Illustrationen.

Robert räumt auf
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Inhalt:

Kira und ihr kleiner Bruder Niko spielen lieber als aufzuräumen.
Aber wenn Mama und Papa den ganzen Tag hinter ihnen her räumen und noch dazu spülen, putzen usw. bleibt ihnen keine Zeit mehr ...


Inhalt:

Kira und ihr kleiner Bruder Niko spielen lieber als aufzuräumen.
Aber wenn Mama und Papa den ganzen Tag hinter ihnen her räumen und noch dazu spülen, putzen usw. bleibt ihnen keine Zeit mehr zum gemeinsamen Spielen, Vorlesen und für sich selbst.

So kann es nicht weitergehen. Die Familie braucht dringend Hilfe.

Wie gut, dass eines Tages der kleine Roboter Robert vor der Tür steht: er wäscht, bügelt, putzt, räumt auf und spült das Geschirr. Er hat sogar Spaß bei seiner Arbeit. So viel Spaß, dass er immer schneller und schneller wird: er räumt Spielsachen weg bevor das Spiel beendet ist und deckt den Tisch ab noch ehe alle fertig gegessen haben.

So kann es auch nicht weitergehen!


Altersempfehlung:

ab 3 Jahre


lllustrationen:

Zauberhafte und farbenfrohe Illustrationen ergänzen und unterstreichen das Gelesene sehr gut und lassen es lebendig werden.

Die Gestaltung der Familie und deren Mimik ist gut gelungen, jedoch wirken sie etwas steif.
Dem Kind gefällt der Roboter Robert viel besser. Seine roten Wangen und der freundliche Blick in Kombination mit dem schelmischen Lächeln ist zauberhaft.

Die Zeichnungen sind zudem detailliert und im Chaos gibt es Einiges zu entdecken. Dass fast immer Kuscheltiere die Handlung spiegeln (essend, in Eintracht zusammen sitzend oder neugierig den Neuankömmling betrachtend) ist erst beim wiederholten Lesen aufgefallen.

Sogar der Vorsatz des Buches wurde genutzt für das große Spielzeug-Chaos der Kinder: Kuscheltiere, Bausteine, Stifte, Memory-Karten, Rollschuhe uvm.


Mein Eindruck:

Das Abenteuer eignet sich sehr gut zum Vorlesen aber auch für etwas geübte Leser zum Selberlesen dank kurzer, kindgerechter und überschaubarer Texte.

Die Erzählweise ist zudem kurzweilig und spannend. Man fiebert mit, ob das Familienleben durch Robert tatsächlich entspannter wird, man schmunzelt, sobald Robert zu motiviert arbeitet und mehr Chaos hinterlässt, als zu helfen. Abschließen freut man sich gemeinsam mit der Familie über die Lösung des Problems.

Die Situation von Kira und Niko lässt sich auf jede beliebige Familie übertragen und macht die Charaktere auf Anhieb sympathisch. Auch der Wunsch nach mehr Ordnung und zugleich mehr Zeit zum gemeinsamen Spielen oder Lesen ist mehr als verständlich.

Die Familie ist Robert zwar zunächst dankbar für dessen Hilfe doch er treibt die Ordnung auf die Spitze.

Altersgerecht und einfühlsam wird gezeigt, dass man nicht zu sehr auf die Hilfe der Technik vertrauen soll. Stattdessen ist das Chaos mit Spaß an der Sache sowie ein wenig Musik gemeinsam viel schneller zu bewältigen.

Die Familie hat einfach nur einen kleinen Schubs in die richtige Richtung gebraucht und dies hat Robert mit viel Humor und Charme erledigt.

Die Geschichte regt zusätzlich zum Nachdenken an, denn vielleicht ist im eigenen Haushalt die (altersgerechte) Aufteilung von Aufgaben im Haushalt eine Möglichkeit um die Nerven aller zu schonen und mehr gemeinsame Zeit zu verbringen.

Wir können Aufräumroboter Robert wärmstens empfehlen!


Fazit:

Eine lustige und lehrreiche Geschichte mit sympathischen und authentischen Charakteren.

Eine wunderbare "Gemeinsam schaffen wir das!" Botschaft.

Farbenfrohe und detailreiche Illustrationen ergänzen nicht nur die Handlung perfekt, sondern laden auch zum Entdecken ein.


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Rezensiertes Buch: "Robert räumt auf" aus dem Jahr 2020

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.03.2020

Für große und kleine Grummelfrösche: lustig, lehrreich und auf den Punkt gebracht. Mit wunderschönen großflächigen Illustrationen.

Grummelfrosch
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Inhalt:

Jeder hat hin und wieder einen schlechten Tag.
Doch weshalb schaut der Frosch so grummelig?
Welche Laus ist ihm wohl über die Leber gelaufen?

Aber lest selbst, wie der Grummelfrosch wieder fröhlich ...


Inhalt:

Jeder hat hin und wieder einen schlechten Tag.
Doch weshalb schaut der Frosch so grummelig?
Welche Laus ist ihm wohl über die Leber gelaufen?

Aber lest selbst, wie der Grummelfrosch wieder fröhlich wird, mit seinen Froschfreunden ein Wetthüpfen veranstaltet und mit dem rosa Kaninchen Freundschaft schließt.


Altersempfehlung:

ab 3 Jahre


lllustrationen:

Der Zeichenstil gefällt sehr, denn er ist auf das Wesentliche reduziert, unterstreicht die Handlung sehr gut und lässt das Gelesene lebendig werden. Zudem ist die Farbwahl sehr gelungen.

Trotz dunkler Gewitterwolke über dem Kopf und Gegrummel kann man dem Frosch einfach nicht böse sein. Er ist auf Anhieb sympathisch und Kinder können sich schnell mit ihm identifizieren.

Die Mimik der Tiere ist sehr gut gelungen: ebenfalls reduziert, schlicht und dadurch ausdrucksstark und klar erkennbar. In den Gesichtern der Tiere kann man lesen wie in einem Buch.


Mein Eindruck:

Der Text zum Vorlesen ist einfach und kurz gehalten. Die Aussagen der Tiere sind mit dicken Pinselstrichen geschrieben, während der Kommentar des Erzählers aus dem Off immer in einem farbigen Balken am oberen oder unteren Rand der Seite in Druckbuchstaben geschrieben ist.

Gerade für jüngere Zuhörer ist die Kürze der Geschichte von Vorteil, denn wie auch die Illustrationen ist hier alles auf den Punkt gebracht.

Jedes Kind kennt die Situation: an manchen Tagen ist alles blöd und man hat schlechte Laune. Manchmal weiß man selbst nicht genau warum.
Man ist grummelig, weil man nicht gewinnt, weil die anderen Kinder lieber etwas anderes spielen wollen, man nicht Geburtstag hat, das Essen das falsche ist ...

Dem Grummelfrosch geht es genauso und er erkennt bald, dass Alleinsein nicht die Lösung sein kann. Er vermisst seine Freunde fürchterlich.
Wie gut, dass es so einfach ist, um Verzeihung zu bitten.
Und ebenso leicht, die Entschuldigung anzunehmen.

Ein zauberhaftes Bilderbuch mit einer kindgerechten, lehrreichen Botschaft. Besonders gefällt mir, dass zu keinem Zeitpunkt die schlechte Laune des Frosches negativ bewertet wird, sie gehört einfach dazu. Auch das rosa Kaninchen grummelt vor sich hin und gemeinsam finden die zwei eine Lösung, mit der beide zufrieden sind.


Fazit:

Eine humorvolle und lehrreiche Geschichte über grummelige Gefühle und Verzeihen mit einem sympathischen Protagonisten.

Altersgerecht und ansprechend gestaltet durch wunderschöne und schlichte Illustrationen.


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Rezensiertes Buch: "Grummelfrosch" aus dem Jahr 2020

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  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.03.2020

Eine phantastische Geschichte über das große Abenteuer einer kleinen Maus mit vielen wunderschönen sw Zeichnungen.

Sammy - Die unglaublichen Abenteuer einer kleinen Maus
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Inhalt:

Die kleine Maus Sammy lebt in einem Schuhkarton voller Sägespäne und ist bislang nicht weiter rausgekommen als auf Hanks Arm. Große Abenteuer und Gefahr sind ihr völlig fremd.

Hanks großer Bruder ...


Inhalt:

Die kleine Maus Sammy lebt in einem Schuhkarton voller Sägespäne und ist bislang nicht weiter rausgekommen als auf Hanks Arm. Große Abenteuer und Gefahr sind ihr völlig fremd.

Hanks großer Bruder Jimmy plant und tüftelt seit Wochen an einem Flugzeug. Da es ohne Pilot kein historischer Flug wird, setzt er kurzerhand den armen Sammy hinein.

Doch beim ersten Start geht plötzlich die Fernsteuerung kaputt und die kleine Maus ist nun auf sich allein gestellt und muss selbst steuern. Klar, dass eine Bruchlandung vorprogrammiert ist.

Doch wie soll Sammy wieder aus dem Forst nach Hause finden?

Das große Abenteuer beginnt ...


Altersempfehlung:

ab 6 Jahre (zum Vorlesen)
ab 8 Jahre (zum Selberlesen: normale Schriftgröße, Blocksatz, hoher Bildanteil)


Illustrationen:

Zauberhafte Illustrationen ergänzen und unterstreichen die Handlung und es findet sich fast auf jeder Doppelseite eine kleine bis mittelgroße Zeichnung. Immer wieder wird sogar eine komplette Doppelseite für die detaillierten Bleistiftzeichnungen genutzt.

Der Zeichenstil gefällt sehr, denn die Tiere wirken dynamisch und sympathisch dank natürlicher, nicht verniedlichter Darstellung.

Durch das ungewöhnliche Buchformat (DinA 5) kommen die Illustrationen zusätzlich zur Geltung.


Mein Eindruck:

Aufgrund Cover, Klappentext und Altersempfehlung (6-8 Jahre) hatte ich zunächst ein großformatiges Bilderbuch mit bunten Illustrationen erwartet. Die Leseprobe mit den vielen schwarz-weiß Illustrationen und einer langen Geschichte zum Vorlesen hat mich dann positiv überrascht. Mit über 250 Seiten ist das Buch zwar ein kleiner Wälzer, lässt sich dank der 22 Kapitel aber sehr gut zum Vorlesen/selbst lesen einteilen.

Zu Beginn geht es gleich um Leben und Tod, später um die Gefahr des Gefressenwerdens, Verhungerns usw. Dennoch liest sich die Geschichte dank des leicht verständlichen und humorvollen Schreibstils unterhaltsam und spannend zugleich. Außerdem lehrreich aufgrund der vielen Tierarten und kleinen Hinweise auf die Lebensweise der Waldtiere.

Sammy ist von Beginn an sympathisch. Die kleine, zunächst ängstliche Maus wächst über sich hinaus und egal welche Bösewichte sich ihr in den Weg stellen (Ratten, Marder oder fliegende Wühlmäuse), Sammy verliert nie den Mut.

Die anderen Mäuse nehmen ihn freundlich auf und bieten ihm Schutz und ein neues Zuhause. Doch Sammy vermisst sein altes Leben und möchte unbedingt wieder nach Hause.

Ein großer Rückschlag ist, dass plötzlich das Flugzeug "Zauberblitz" spurlos von der Absturzstelle verschwunden ist.

Die abenteuerliche Suche nach dem Flugzeug ist spannend gestaltet. Sammy begegnet immer neuen Tieren, die ihn bei der Suche unterstützen. Zuallererst die mutige Mäusedame Fiona, anschließend die flügellahme Krähe Blackie, die Spitzmaus Knirps und das Molch-Fräulein Grazia. Gemeinsam meistern sie viele schwierige Situationen, um Sammy zu dem weisen, alten Waschbär Waschi zu bringen. Ob dieser helfen kann, wird an dieser Stelle natürlich nicht verraten.
Es sei aber so viel gesagt, dass mich das Ende des unglaublichen Abenteuers überraschen und überzeugen konnte.

Eine zeitlose Geschichte von Mut und Selbstvertrauen, Zusammenhalt, Hilfsbereitschaft und Freundschaft.


Fazit:

Ein unglaubliches und turbulentes Abenteuer einer kleinen Maus, die mutig ihren Weg geht und dabei Unterstützung von den Bewohnern des Waldes erhält.

Sammy ist ein sympatischer Protagonist, der dem Leser sofort ans Herz wächst, was unter anderem auch den wunderschönen schwarz-weißen Bleistift-Illustrationen zu verdanken ist.

Ein Lesevergnügen für Groß und Klein sowie für Mädchen und Jungen!

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Rezensiertes Buch "Sammy - Die unglaublichen Abenteuer einer kleinen Maus" aus dem Jahr 2020


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