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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.05.2019

Ganz netter New Adult Roman mit viel Potenzial

Wild Hearts - Kein Blick zurück
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Ich bin mit hohen Erwartungen an dieses Buch herangegangen und habe durchweg Positives gehört, in den USA soll es ja ein Bestseller sein, soweit so gut. Ich wurde leider ziemlich enttäuscht.

Nachdem ihre ...

Ich bin mit hohen Erwartungen an dieses Buch herangegangen und habe durchweg Positives gehört, in den USA soll es ja ein Bestseller sein, soweit so gut. Ich wurde leider ziemlich enttäuscht.

Nachdem ihre Mutter gestorben ist, flieht Sawyer aus der religiösen Gemeinde, in der sie lebte. Sie lebt in einem alten Wohnwagen auf einem verwilderten Grundstück, das einst ihrer Mutter gehört hat. Finn, ihr Nachbar, verhält sich ihr abweisend gegenüber, wohingegen Josh, eine nette Frau, mit der sie sich anfreundet, genau das Gegenteil ist. Natürlich hat Josh einen Grund für sein Verhalten, auch er hat einen harten Schicksalsschlag erlitten. Eines Nachts bei einem Unwetter kippt Sawyers Wohnwagen um und völlig aus dem Nichts fangen Sawyer und Finn etwas miteinander an, obwohl Sawyer keinerlei Erfahrung hat.

Die Charaktere sind sehr flach ausgearbeitet, handeln oft willkürlich und einfach sinnlos. Ich hätte mir von allen einen stärker ausgearbeiteten Charakter gewünscht und mehr Handlung. Man hätte das Buch ruhig strecken können. Der Schreibstil war allerdings sehr flüssig, sodass man schnell und gut voran kam.

Das Ende hat das Buch ziemlich angehoben, da wurde es richtig spannend und der Cliffhanger hat Freude auf den 2. Teil gemacht. Ich bin mir allerdings noch nicht sicher, ob ich den auch lesen werde.

Veröffentlicht am 20.05.2019

Tolles Buch!

Wenn Donner und Licht sich berühren
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Brittainy C. Cherry ist eine Autorin, von der mich bis jetzt noch kein einziges Buch enttäuscht hat, im Gegenteil: Jedes ihrer Bücher konnte mich extrem fesseln. So auch „Wenn Donner und Licht sich berühren“: ...

Brittainy C. Cherry ist eine Autorin, von der mich bis jetzt noch kein einziges Buch enttäuscht hat, im Gegenteil: Jedes ihrer Bücher konnte mich extrem fesseln. So auch „Wenn Donner und Licht sich berühren“: Eine wunderschöne Liebesgeschichte, eben nicht auf die typische New Adult Weise, wenn ich das so sagen kann, sondern besonderer.

Im Buch geht es um Elliott „Eli“ Adams und Jasmine „Jazz“ Greene, natürlich um deren Liebesgeschichte, die auch ihre Ecken und Kanten hat. Jazz‘ Mutter benimmt sich schrecklich und sieht ihr Kind nur als Mittel zum Erfolg, wohingegen ihr „Stiefpapa“, von dem ihre Mutter mittlerweile auch getrennt lebt, sich rührend um sie kümmert. Auf der anderen Seite lernt man auch Elis Familie kennen und merkt, dass es auch anders aussehen kann, dass eine Familie auch durch dick und dünn gehen kann.

Wieder einmal, es dürfte bei Brittainy C. Cherrys Büchern keine Überraschung mehr sein, wenn man mehrere von ihr gelesen hat, kommt es zu einem tragischen Schicksalsschlag, der das Leben aller auf den Kopf stellt – und obwohl ich schon einige Bücher von ihr kenne, hat es mich wieder überrascht. Wirklich toll, dass es nicht vorhersehbar war!

Um auf den Punkt zu kommen: Das Buch war großartig, auch für mich, obwohl ich kein Fan von Geschichten bin, die sich um Musik drehen. Hier wurde das Thema zwar behandelt, stand aber nicht penetrant im Hintergrund. Wie alle anderen Bücher von ihr kann ich es nur weiterempfehlen.

Veröffentlicht am 17.04.2019

Toller New Adult Roman mit überraschenden Ereignissen

Deine Worte in meiner Seele
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Begonnen habe ich den Roman mit relativ wenig Erwartungen. Ein Mädchen verliebt sich in ihren Lehrer, das klingt nach einem typischen New Adult Roman. Schlussendlich hat dieser Roman meine Erwartungen ...

Begonnen habe ich den Roman mit relativ wenig Erwartungen. Ein Mädchen verliebt sich in ihren Lehrer, das klingt nach einem typischen New Adult Roman. Schlussendlich hat dieser Roman meine Erwartungen aber bei Weitem übertroffen.

Von Anfang an konnte man sich in Ashlyn und Daniel hineinversetzen. Beide haben bereits mit jungen Jahren viel durchstehen müssen und ziehen sich daher in mancher Hinsicht zurück. Cherry hat beiden so viel Leben eingeflößt, dass man jede ihrer Handlungen nachvollziehen kann. Sie haben keinen oberflächlichen Charaktere, sondern wirklich Tiefe.

Obwohl Ashlyn und Daniel die Hauptpersonen in dem Buch sind, spielen auch ihre Familien eine große Rolle. Vergangene Ereignisse haben zum Teil verheerende Folgen für die Gegenwart. Ich muss zugeben, es ist einiges passiert, mit dem ich nicht gerechnet habe. Ganz besonders an einer Stelle war ich mir nicht sicher, ob ich richtig gelesen habe und musste noch einmal zurückblättern.

Cherrys Schreibstil war wie gewohnt flüssig und sehr schön ausgeschmückt. An einigen Stellen habe ich mich zwar gefragt, ob man im realen Leben auch solche Dialoge führen würde, aber es ist und bleibt nun mal ein Roman.

Das Buch hat mich wirklich beeindruckt. Gerade auch die Songzitate von Romeo's Quest am Anfang jeden Kapitels waren eine kleine Besonderheit, die mir sehr gefallen hat. Fazit: Toller New Adult Roman, der definitiv nicht vorhersehbar ist.

Veröffentlicht am 14.03.2019

Ruhiger Roman, der viele Fragen aufwirft

Das Volk der Bäume
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Nachdem ich von „Ein wenig Leben“ so begeistert war, stand für mich fest, dass ich Yanagiharas ersten Roman auch endlich lesen möchte. Ich hatte schon einiges über das Buch gehört, vielen haben von ihrem ...

Nachdem ich von „Ein wenig Leben“ so begeistert war, stand für mich fest, dass ich Yanagiharas ersten Roman auch endlich lesen möchte. Ich hatte schon einiges über das Buch gehört, vielen haben von ihrem Hass gegenüber Perina berichtet und dass für sie die Tierquälerei sehr hart war. Gerade der Fakt, über einen Protagonisten zu lesen, gegen den man Hass entwickelt, fand ich sehr spannend.

Das Buch ist aufgebaut in eine Autobiographie von Perina mit einem Vorwort, Nachwort und Anmerkungen von seinem Kollegen Kubodera. Erfrischend anders und sehr interessant zu lesen.

Zunächst war das Buch nicht sehr spannend. In der Geschichte begleitet man Norton in seinem Leben und erfährt von seinem Werdegang. Ich fand ihn leicht unsympathisch und das stammt auch nur von seinem Verhalten seiner Mutter gegenüber. Es ist allgemein sehr ruhig und bildhaft geschrieben. Gerade die Schilderungen von U’ivu sind sehr detailliert und man bekommt einen konkreten Einblick in das Leben der Einwohner.

Die Geschichte an sich ist sehr interessant – ein jahrhundertelanges Leben durch den Verzehr vom Fleisch einer Schildkröte? Darüber hätte ich mir gerne mehr Informationen gewünscht als nur über die Versuchsabläufe und das Leben der U’ivuaner. Es gab aber auch ohne weitere Informationen darüber ein stimmiges Bild, da der Fokus nicht darauf lag.

Neben den Forschungen spielt auch Kindesmissbrauch eine wichtige Rolle. In Perinas Teil wird das etwas heruntergespielt und da Kubodera einen Teil aus dem Buch rausgenommen hatte, der im Anhang zu finden war, erwartete den Leser dort erst die böse Überraschung. An dieser Stelle habe ich richtigen Hass gegen Perina gehabt, den ich zu Ende des Buches entwickelt habe. Ich hätte am liebsten mein Kindle gegen die Wand geworden, so wütend war ich aufgrund seiner Taten. Mir taten seine Adoptivkinder auch unfassbar leid. Yanagihara macht aber auch bewusst, dass Pädophilie eine Krankheit ist, denn Perina sah sich durchaus im Recht.

Das Buch hat mich mit vielen Fragen und gemischten Gefühlen zurückgelassen. Ich habe noch Tage danach darüber nachgedacht (was ja eigentlich ein gutes Buch ausmacht!) und bin mir bis heute nicht ganz sicher, was ich von dem Buch und insbesondere von Perina halten soll. Um sich eine eigene Meinung zu bilden, kann ich es aber jedem zum Lesen empfehlen.

Veröffentlicht am 13.02.2019

Interessantes Superheldenbuch

Wenn der Rest der Welt schläft
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In „Wenn der Rest der Welt schläft“ wird Sam nachts zum Superhelden „Phantasma“ und rettet hilfsbedürftige Menschen. Er ist ein sympathischer junger Mann, der nach einem tragischen Unfall seine Familie ...

In „Wenn der Rest der Welt schläft“ wird Sam nachts zum Superhelden „Phantasma“ und rettet hilfsbedürftige Menschen. Er ist ein sympathischer junger Mann, der nach einem tragischen Unfall seine Familie verloren hat und seitdem zurückgezogen lebt. Er hat Angst, sich zu binden und gerade, als er sich in Sarah verliebt, stellt diese Bindungsangst ein Problem dar.

Der Anfang des Buches verlief etwas schleppend. Man lernte Sam kennen, wusste, dass er auf tragische Weise seine Familie verloren hat, aber erst nach der Hälfte des Buches wurde aufgeklärt, wodurch das passiert ist. Je weiter man in der Geschichte voranschritt, desto besser wurde es. Die verschiedenen Puzzleteile setzten sich zu einem Bild zusammen.

Im Großen und Ganzen dreht es sich in dem Roman um Sams Verhältnis zu Sarah, seine Arbeit, sein Verhältnis zu seinen Freunden und sein Auftreten als Phantasma. Nachdem seine Beziehung zu Sarah inniger wurde, kam auch etwas Fahrt auf. Es war schön zu erleben, wie Sam aufblüht und wie Sarah ihren Teil dazu beiträgt. Gerade das Ende hat mir gut gefallen, es war stimmig und vereinte alle wichtigen Handlungsstränge.

Thomas‘ Schreibstil war klar und flüssig, man konnte das Buch ohne Stocken lesen. Das Buch traf mich an einigen Stellen mitten ins Herz, aber auch einige lustige Szenen waren vorhanden – die perfekte Mischung.

Obwohl der Roman etwas Zeit brauchte, wurde er doch zum Ende hin immer besser und war schlussendlich richtig toll. Unterhaltsam, aber vor allem auch sehr berührend.