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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.06.2020

Tiefgründig, Berührend, Sexy und Actionreich!

TAKEN PRINCESS 2
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Saige wurde von Nolan zurückgelassen. Doch war das auch wirklich die richtige Entscheidung? Wie werden sich die Wege der beiden wieder kreuzen?

Ich mochte Band 1 damals unfassbar gerne und auch Band 2 ...

Saige wurde von Nolan zurückgelassen. Doch war das auch wirklich die richtige Entscheidung? Wie werden sich die Wege der beiden wieder kreuzen?

Ich mochte Band 1 damals unfassbar gerne und auch Band 2 hat mich nicht unbefriedigt zurückgelassen.
Der Schreibstil ist wieder grandios. Man fliegt nur so durch die Seiten und kommt wirklich sehr schnell voran. Das liegt wahrscheinlich auch an der sehr großen Schriftart (wenn ich mich nicht täusche, ist diese auch größer als in Band 1).
Die Handlung ging recht schnell voran. Am Anfang hätte ich mir teilweise ein wenig mehr Spannung gewünscht, aber ich verstehe, dass nach dem extremen Ende in Band 1 auch eine kleine "Pause" eingelegt werden musste.
Im Allgemeinen hat das der Geschichte und vor allem den Charakteren sehr gut getan. Sie und auch die Beziehung zwischen Nolan und Saige konnten sich weiterentwickeln.
Die Charaktere, die hier erschaffen werden sind wahnsinnig komplex. Ich hatte in Band 1 ja etwas Identifikationsschwierigkeiten mit Saige, da ich einfach nicht verstanden habe, wie sie so tickt. Tatsächlich hat mir Band 2 da sehr die Augen geöffnet. Die verschiedene Situationen und Saiges Reaktionen darauf konnte ich sie viel besser verstehen und ihre Handlungen auch nachvollziehen. Auch Nolan kam ich ein wenig näher. Die Beziehung der beiden im Gesamten und deren Entwicklung hat insgesamt einfach so gut gespasst!
Auch in diesem Buch treffen wir Ly und Crack wieder. Diese Szenen liebe ich immer so sehr, da mit dem Dreiergrüppchen einfach alles begonnen hat und es ist jedes Mal wieder wie ein nach Hause kommen.
Das Ende hat auch noch einmal ziemlich viel rausgeholt. Wahnsinnig spannend und auch hier haben Saige und Nolan so gut zusammengearbeitet. Es war einfach perfekt!

Ich freue mich schon unsagbar auf Band 3 der Reihe und kann euch auch Band 2 nur wärmstens empfehlen!

Veröffentlicht am 22.06.2020

Ein Potential, dass leider nicht wirklich ausgeschöpft wurde

Truly
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Andie will an der Harbor Hill University endlich mit einem kleinen Neuanfang durchstarten. Dafür muss sie aber erts ein Mal ihr Chaos in ihrem Leben sortieren. Ihre beste Freundin June soll sie zunächst ...

Andie will an der Harbor Hill University endlich mit einem kleinen Neuanfang durchstarten. Dafür muss sie aber erts ein Mal ihr Chaos in ihrem Leben sortieren. Ihre beste Freundin June soll sie zunächst dabei unterstützen. Dass sie dann noch Cooper kennenlernt, der ihre ganzen Gefühle durcheinanderbringt, war nicht geplant.

Truly ist ja aktuell sehr gehyped. Ich mochte die Bücher der Autorin bisher immer sehr gerne, weshalb ich es mit Truly dann auch mal versucht habe.
Der Schreibstil ist wirklich sehr angenehm. Man kommt super durch die Seiten und es gab auch einige lustige Momente.
Auch Andie als Hauptprotagonistin mochte ich wirklich sehr gerne. Sie war irgendwie eine Mischung aus aufgedreht, schüchtern und süß. Ich habe sie wirklich sehr schnell in mein Herz geschlossen. Auch June mochte ich wirklich sehr gerne. Sie sorgte das ein oder andere Mal für eine lustige Situation und ich freue mich tatsächlich schon sehr auf ihre Geschichte.
Um ehrlich zu sein komme ich aber jetzt schon zu meinen Kritikpunkten. Die ganze Beziehung zwischen Andie und Cooper war für mich leider sehr unauthentisch. Das lag zum einen an Cooper. Obwohl es sogar einige Kapitel gab, die aus seiner Sicht geschrieben waren, blieb er für mich recht blass. Natürlich hat es mit seinem Charakter zu tun, dass er nicht sonderlich viel über sich preis gibt, aber er blieb die ganze Zeit über so fern. Das fand ich sehr schade, da ich eigentlich recht viel Potential in ihm gesehen hatte. Dazu kommt, dass die Beziehung an sich kaum auf etwas aufbaut. Es gibt keine charakterliche Grundlage, auf die man schließen könnte. Dass man sich anfangs anziehend finden ist in Ordnung. Aber, dass man schon extrem starke Gefühle füreinander hat, obwohl man kaum 20 Sätze miteinander geredet hat, ist für mich einfach überhaupt nicht realistisch. Die beiden kannten sich wirklich kaum und für mich sind diese Gefühle einfach wie aus dem nichts entstanden. Mir persönlich ist die Authentizität einer Beziehung einfach sehr wichtig und das hat mir hier eben leider gefehlt.
Nun zu ein paar kleineren Kritikpunkten, die mir aufgefallen sind. Es heißt immer Andie hat es sehr schwer, ihr Leben gliche einem Chaos und in manchen Punkten mag das auch stimmen, aber in vielen Bereichen eben auch nicht. Quasi schon am ersten Tag in Seattle bekommt sie einen Job. Einen Job hinter der Bar. Auch das ist für mich einfach unrealistisch. In einer Studentenstadt und noch dazu, wenn Andie gar keine Vorerfahrung hat, ist es einfach sehr unwahrscheinlich, dass sie diesen ersten Job sofort bekommt.
Ich finde es auch sehr schade, dass man kaum etwas über Andies Studium mitbekommt, obwohl es für sie und June (und für die Handlung) ja doch einen gewissen Stellenwert hat. Man erfährt eigentlich nur, was sie studiert. Man begleitet sie nicht auf dem Campus, zu keiner Vorlesung und bekommt gar nichts von ihrem Unileben mit.
Ähnlich ging es mir mit der Stadt Seattle. Sie geht ja bewusst an die Harbor Hill University nach Seattle (auch das hat im Buch eine Bedeutung) und doch bekommt man von der Stadt leider nichts mit. Kein Cafe, das man besucht oder ähnliches. Sobald Andie ihre Freunde einmal gefunden hat, bewegt man sich fast immer im selben Kreis.
Auch das Ende hat mich leider unbefriedigt zurückgelassen. Es hat mir einfach auch im gesamten Buch das Gespräch und die Dialoge zwischen Andie und Cooper gefehlt.

Insgesamt hatte das Buch eigentlich viel Potential. Aber dieses wurde nicht vollends ausgeschöpft. An einigen Stellen hätte es einfach einer stärkeren Ausarbeitung bedurft. Für mich leider eher enttäuschend.

Veröffentlicht am 19.06.2020

Wissen über Untote aus aller Welt gespickt mit grandiosen Illustrationen

Die Untoten
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Die Untoten von Johan Egerkrans handelt von allen möglichen untoten Wesen auf dieser Welt. Mit Illustrationen gespickt, führt der Autor den Leser durch verschiedenste Mythen über Wiedergänger, ob gut oder ...

Die Untoten von Johan Egerkrans handelt von allen möglichen untoten Wesen auf dieser Welt. Mit Illustrationen gespickt, führt der Autor den Leser durch verschiedenste Mythen über Wiedergänger, ob gut oder böse.

Ich habe bereits "Nordische Wesen" und "Nordische Götter" des Autors gelesen. Beide Bücher mochte ich sehr gerne.
Auch bei diesem Buch ist mir wieder der grandiose Zeichenstil von Johan Egerkrans aufgefallen. Dieser ist wirklich sehr besonders. Die Mythen oder Wesen, die er im Text beschreibt, verbildlicht er wahnsinnig gut. Sie sind gruselig und erschreckend und passen wirklich sehr gut zum Thema des Buches.
Zuerst einmal gibt es eine kleine Einführung zum Thema der Untoten. Was sind Untote, was sind Wiedergänger, was ist überhaupt ein Vampir? Diesen anfänglichen Abschnitt fand ich sehr interessant und wichtig, denn viele von unseren Annahmen diesbezüglich sind von modernen Filmen oder Büchern geprägt. Also den Vampir, den wir im Fernsehen sehen, ist eventuell weit von der ursprünglichen Vorstellung eines Vampirs entfernt. Johan Egerkrans fokussiert sich auf die ursprünglichen Begrifflichkeiten und wie sich diese entwickelt haben. Als Grundlage ist das sehr hilfreich.
Danach werden Untote und Wiedergänger einzeln vorgestellt. Woher sie kommen, was sie für Schaden anrichten und wie man sie vielleicht bekämpfen kann.
Das Buch ist hier in den europäischen, den afrikanischen, den amerikanischen und den asiatischen Raum geteilt. Besonders interessant war für mich das Thema Afrika und Amerika. Die Mythen konnten mich am meisten faszinieren, wahrscheinlich auch, weil hier auf viele neue und mir noch unbekannte Glaubensrichtungen angespielt wurde. Zum Thema Europa war mir im Zuge des Christentums schon einiges bekannt.

Insgesamt habe ich das Buch wieder sehr genossen. Die Illustrationen nehmen den Leser wirklich ein und machen die Welt der Untoten in einer guten Weise greifbar. Das fundierte Wissen ist wieder toll mit eingebracht worden. Definitiv eine Empfehlung!

Veröffentlicht am 18.06.2020

Ich hatte hohe Erwartungen, die leider nicht alle erfüllt werden konnten

V is for Virgin
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Valerie möchte bis zur Ehe Jungfrau bleiben. Nachdem sie das ihrem Freund beichtet, serviert sie dieser ab. Ein ganz schöner Schlag für Val. Nachdem sie aber allen an ihrer Schule dazu ordentlich die Meinung ...

Valerie möchte bis zur Ehe Jungfrau bleiben. Nachdem sie das ihrem Freund beichtet, serviert sie dieser ab. Ein ganz schöner Schlag für Val. Nachdem sie aber allen an ihrer Schule dazu ordentlich die Meinung sagt und daraufhin mit einem Video im Internet landet, geht der ganze Trubel erst richtig los. Unter anderem erweckt sie auch die Aufmerksamkeit des Rockstars Kyle, der sie nicht so einfach in Ruhe lassen wird.

Durch die Leseprobe war ich erstmal hin und weg. Der Anfang des Buchs hatte es wirklich in sich. Es war lustig und man flog nur so durch die Seiten. Der Einstieg ins Buch war also wirklich grandios!
Auch der tolle Schreibstil blieb erhalten. Das Buch war insgesamt sehr flüssig zu lesen, auch wenn die humorvollen Stellen leider ein wenig nachließen.
Valerie als Hauptprotagonistin ist wirklich toll! Sie ist super selbstbewusst und ich finde es so gut, dass sie standhaft bei ihrer Meinung bleibt und anderen damit helfen will. Manchmal macht sie sich selbst ein wenig runter, was ich schade finde, aber insgesamt macht sie im ganzen Buch eine tolle Persönlichkeitsentwicklung mit und kann auch vielen Lesern als Vorbild dienen.
Auch einige Nebencharaktere mochte ich wirklich sehr gerne. Keiner davon wird mir wahrscheinlich sehr lange im Gedächtnis bleiben, aber für das Leseerlebnis waren ein paar tolle Charaktere dabei.
Der ganze Medienrummel, der Valerie während des Buchs immer mehr umgibt, war zunächst einmal gut umgesetzt. Es war schon spannend zu verfolgen, wie sich das alles abgespielt hat. Ich fand es toll, dass Valerie sich für so ein extrem wichtiges moralisches Thema eingesetzt hat. Allerdings finde ich, dass es manchmal zu weit ging, beziehungsweise, dass Valerie so gut wie jeden "bekehren" wollte. Es ist gut, wenn man bis zur Ehe warten will, aber dennoch kein muss! Jeder sollte seine eigen Entscheidung treffen und ich finde manchmal war Valerie da etwas verurteilend. Dass aber überhaupt dieses Thema mal wirklich in einem Young Adult Roman angesprochen wird, finde ich super!
Die ganze Medienaufmerksamkeit war mir allerdings irgendwann zu viel. Es war am Anfang zwar wirklich spannend, aber nach einiger Zeit ging es mir dann doch etwas zu weit.
Kommen wir nun zu Kyle, der ja auch schon im Klappentext erwähnt wird. Ich mochte ihn während des Buchs leider gar nicht. Ich finde er hat sich an so vielen Stellen falsch verhalten. Ich fand Valeries Haltung gegen seine Meinung aber dahingehend wieder gut. Am Ende gab es noch einen kleinen "Lichtblick" für Kyle, den ich dann doch wieder sehr gut fand.
Mein größter und letzter Kritikpunkt kommt jetzt. Die Gefühle, die Val gegenüber anderen Jungs verspürt hat, wollten einfach nicht überspringen. Da war kein Kribbeln, keine Liebe. Wenn Valerie davon gesprochen hat, jemanden zu lieben, konnte ich leider nicht erkennen, woraus diese Gefühle entstanden sein sollten. Hier fehlte mir eindeutig die Tiefe. Die Gefühle wurden meiner Meinung nach viel zu wenig ausgebaut. Ich hoffe, dass das im zweiten Band besser wird!
Das Ende war ein wenig überzogen, aber im Gesamten bot es doch einen interessanten Ausblick auf Band 2, den ich auch trotzdem lesen möchte, da ich hier auf tiefere Gefühle hoffe.

Insgesamt konnte das Buch meine Erwartungen nicht ganz erfüllen. Es war für Zwischendurch unterhaltsam, aber es gab doch so einige Dingen die mich gestört haben.

Veröffentlicht am 17.06.2020

Bewegend, Traurig, Lustig und Wunderschön

The Sun is also a Star
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Als Daniel und Natasha in New York aufeinander treffen, verguckt er sich sofort in das jamaikanische Mädchen. Die zwei teilen einen Tag voller Gespräche über das Leben, ihren Platz darin und die Frage: ...

Als Daniel und Natasha in New York aufeinander treffen, verguckt er sich sofort in das jamaikanische Mädchen. Die zwei teilen einen Tag voller Gespräche über das Leben, ihren Platz darin und die Frage: Ist das zwischen uns Liebe? Doch ihr Schicksal scheint bereits festzustehen, denn Natasha soll noch am selben Abend abgeschoben werden. Eine besondere Liebesgeschichte.

Ich bin ohne viele Vorannahme oder Erwartungen an das Buch herangegangen und ich bin wirklich begeistert!
Zunächst einmal kommt man wirklich unfassbar gut durch das Buch. Der Schreibstil ist sehr angenehm und man fliegt bloß so durch die Kapitel. In der Geschichte gibt es auch einige sehr spannende Phasen, in denen man das Buch kaum aus der Hand legen kann, weil man wissen möchte, wie es mit den beiden Protagonisten weitergeht.
Wir lesen abwechselnd aus Daniels und Natashas Sicht. Beide sind sehr besondere Charaktere, die extrem gut ausgearbeitet sind. Sie sind beide liebenswert und man schließt sie schnell ins Herz. Obwohl die Interessen der beiden teilweise sehr verschieden sind ergänzen sie sich in ihren Gesprächen und Handlungen einfach perfekt.
Schon zu Beginn musste ich einige Male lachen oder schmunzeln und das hat sich auch durch das ganze Buch hindurchgezogen. Ich habe die Dialoge zwischen den beiden vollkommen genossen, da sie so herrlich erfrischend waren. Beide haben sich durch diese Dialoge weiterentwickelt, neue Perspektiven kennengelernt und man konnte die „Veränderung“ praktisch spüren.
Die Liebe ist aber nicht das einzige Thema, das in diesem Buch eine Rolle spielt. Es werden insgesamt sehr wichtige Themen angesprochen. Natashas Abschiebung, Daniels problematische Familie, allgemein das Anderssein und viele weitere Dinge. Zwischen den Kapiteln aus Natashas und Daniels Sicht gibt es immer wieder Kapitel über Aspekte oder Personen, die während der Geschichte eine Rolle spielen, wie zum Beispiel Kapitel aus der Sicht von Natashas Vater. Diese fügen sich sehr gut in die Geschichte ein und sind selbst teilweise sehr berührend.
Am Ende des Buches sind mir sogar ein paar Tränen in die Augen gestiegen und ich muss sagen das Ende war perfekt. Es war Gott sei Dank nicht ein kitschiges Ende, denn das hätte auch nicht in das Buch gepasst, aber um das Ende herauszufinden, müsst ihr die Geschichte schon selbst lesen!

Insgesamt kann ich dieses Buch nur empfehlen. Es ist berührend, traurig, lustig und wunderschön. Eine ganz klare Empfehlung.