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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.10.2025

Interessant!

Ein Sommer am Ufer des Dnjepr
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Ich hatte mal wieder Lust auf eine richtig gute Coming of Age-Geschichte - da kam das Buch von Andre Bergelt wie gerufen. Der Klappentext klang super interessant.
Wir folgen Anton ins Jahr 1979 in die ...

Ich hatte mal wieder Lust auf eine richtig gute Coming of Age-Geschichte - da kam das Buch von Andre Bergelt wie gerufen. Der Klappentext klang super interessant.
Wir folgen Anton ins Jahr 1979 in die Ukraine. Er ist gerade 9 Jahre alt, ein musikalisches Talent, hochbegabt. Anton als Charakter hat mir gut gefallen, er war intelligenter als manch anderer, hat sich sehr gewählt ausgedrückt, was an manchen Stellen sehr amüsant war, wenn man im Hinterkopf behält, dass er ein neunjähriger Junge ist. Er verbringt den Sommer mit seiner Oma Mina, mit anderen Kindern kann er eigentlich wenig anfangen. Doch dann lernt er den elfjährigen Timur kennen, später auch die 15-jährige Lina und beide Begegnungen prägen ihn und seinen Sommer.

Auch Timur war mir sehr sympathisch und die Szenen, in denen sie einfach Kinder sind, er Anton über Punk, Musik und alles Mögliche aufklärt, habe ich sehr gerne gelesen. Es hat Spaß gemacht, die beiden auf ihren Abenteuern zu begleiten und die Dialoge zu lesen. Die Stimmung und Atmosphäre im Buch war toll - der Autor schaffte es, mich in eine ganz andere Zeit zu versetzen. Gleichzeitig kann man auch noch ein bisschen was mitnehmen, auch wenn die historischen Hintergründe doch auch eher rar gestreut werden. Die Vergangenheit der Ukraine mit Bürgerkrieg und dem Kampf um die Unabhängigkeit spielt eine große Rolle in Oma Minas Vergangenheit. Das hätte ruhig auch etwas mehr sein können, denn so hatte ich das Gefühl, hier ein Buch für eher Jugendliche Leser*innen zu lesen.

Leider plätschert die Handlung etwas sehr vor sich hin. Ich hatte nicht unbedingt das Bedürfnis, immer weiterlesen zu wollen. Ich wurde gut unterhalten, keine Frage, aber ob man es gelesen haben muss? Ich denke nicht. Ich kann auch nicht genau erklären, woran es lag. Ich schätze, manchmal fehlt einfach das gewisse Etwas. Packen konnte es mich zwar nicht, aber es war definitiv kein schlechtes Leseerlebnis. 3⭐️

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Veröffentlicht am 12.10.2025

Richtig gut!

Der Tower
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Mit der Thematik hat der Autor eine komplette Wendung hingelegt, nachdem es hier um KI geht und wir uns in „Finster“ in den 80er Jahren befinden. Das Thema ist normalerweise gar nicht so meins, da ich ...

Mit der Thematik hat der Autor eine komplette Wendung hingelegt, nachdem es hier um KI geht und wir uns in „Finster“ in den 80er Jahren befinden. Das Thema ist normalerweise gar nicht so meins, da ich den Realitätsbezug viel zu gruselig finde und auch in diesem Buch war das wirklich krass umgesetzt. Auch wenn es stellenweise super konstruiert war, konnte ich mir sehr gut vorstellen, dass das wirklich so passieren könnte. Wie schon gesagt, war ich total gefesselt von der Handlung und habe das Buch fast in einer Sitzung durchgelesen. Die kurzen Kapitel tragen sehr dazu bei, da ich mir immer wieder dachte: eins geht schon noch. 😄 Das Setting ist speziell und das Leben im Pramtower, das von Kim der KI mehr oder weniger gesteuert und gestaltet wird, einerseits faszinierend und gruselig zugleich. Unsere Protagonistin Nova ist extrem naiv, was mich aber nicht weiter gestört hat. Sie nimmt vieles einfach hin, sieht die Anzeichen nicht, die man als Leser*in sofort durchschaut und allein durch ihre Naivität entsteht überhaupt Handlung. 😂 Hätte sie bisschen ihr Hirn eingeschaltet, wäre das Buch schnell auserzählt gewesen. Die Lage spitzt sich also immer weiter zu, ein Entkommen wird immer aussichtsloser und ich habe durchgängig mit Nova mitgefiebert. Die Auflösung war mal was anderes und fand ich sehr interessant. Insgesamt hat mich das Buch wunderbar unterhalten, nur war mir das Motiv hinter alldem was passiert zu schwammig und zu umplausibel. Ich hatte einige Fragen, die nicht geklärt wurden, allen voran: „Und wieso genau ist das jetzt alles passiert?“. 😄 4⭐️

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Veröffentlicht am 12.10.2025

Langweilig

Bestie
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Die Geschichte handelt von Lilly (die eigentlich Delia heißt) und Anouk, die sich über Anouk Mitbewohnerinnen-Gesuch kennenlernen. Wir erfahren direkt zu Beginn, dass Lilly sich eine neue Identität wünscht ...

Die Geschichte handelt von Lilly (die eigentlich Delia heißt) und Anouk, die sich über Anouk Mitbewohnerinnen-Gesuch kennenlernen. Wir erfahren direkt zu Beginn, dass Lilly sich eine neue Identität wünscht und mit neuem Namen selbst erschaffen will und sie Anouk bereits durch die sozialen Medien kennt. Anouk ist nämlich Influencerin und anfangs hatte es den Eindruck, als würde Lilly stalkerhafte Züge entwickeln. Das bleibt auch so, allerdings liegt da nicht wirklich der Fokus drauf. Ich hatte auch irgendwann das Gefühl, dass diese seltsame Obsession normalisiert wird, weil sie auch einfach nicht thematisiert wurde. Insgesamt wusste ich nicht so richtig, wo die Geschichte mit mir hin will und was das eigentlich Thema ist. Es wird viel angerissen und an dabei an der Oberfläche gekratzt - als ob die Autorin alles mit reinpacken, aber nicht zu Ende denken wollte. Die Tiefe hat mir komplett gefehlt, stattdessen wird viel auf Metaphorik und Symbolik gesetzt, was einerseits zwar schön war, andererseits total gewollt wirkte und irgendwann einfach too much war. Ich fand viele Passagen unnötig, wirr und allgemein war mir die ganze Geschichte zu langweilig. Wer vom Klappentext erwartet, dass Lillys Lügen irgendwann in einer Eskalation gipfeln oder sonst irgendwas passiert, wird enttäuscht werden. 😄 Statt dem großen Knall kam eher ein kleines „puff“.

Versteht mich nicht falsch, ich lese auch gerne ruhige Geschichten, die charaktergetrieben sind. Aber die Charaktere hier waren undurchsichtig und ja… oberflächlich. Ich konnte aus der Geschichte leider nichts mitnehmen. Der Schreibstil war super schön, das würde mich dazu bewegen, ein weiteres Buch der Autorin zu lesen, aber ansonsten war nicht viel dahinter. Schade! 2,5 ⭐️

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Veröffentlicht am 12.10.2025

Richtig gut!

Home, Sweet Home
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Das Buch war einfach so gut! Spannend von vorne bis hinten. Im Mittelpunkt der Geschichte steht Maggie, die gerade eine Trennung durchmacht. Nachdem sie eine furchtbare Erfahrung machen musste, ist sie ...

Das Buch war einfach so gut! Spannend von vorne bis hinten. Im Mittelpunkt der Geschichte steht Maggie, die gerade eine Trennung durchmacht. Nachdem sie eine furchtbare Erfahrung machen musste, ist sie mit ihrer Familie umgezogen, in eine ruhige Nachbarschaft, in der alle friedlich nebeneinander leben. Nach jedem Kapitel wechseln die Perspektiven und wir Leser*innen erfahren mehr von den anderen Familien der Nachbarschaft und schnell wird klar, dass jeder und jede so seine Geheimnisse hat. Manche davon sind größer und schlimmer als andere, aber alle von ihnen haben auf die ein oder andere Weise zu kämpfen.

Was Joy Fielding hier wahnsinnig gut in die Geschichte verwoben hat, ist das Thema Waffen und Waffenbesitz in den USA. Auch bei diesen Familien der nach außen hin friedlichen Nachbarschaft besitzen einzelne Personen Waffen und alle von ihnen scheinen einen Grund zu haben, sie zu benutzen. Der Klappentext teasert schon an, dass es zu einem Schuss kommen wird und die Autorin versteht es unglaublich gut, die Lage in jeder Story so weit zuzuspitzen, dass man jeden Moment mit einem Knall rechnet. Ich fand die Handlung sehr spannend und auch wenn sich gegen Ende sehr deutlich herauskristallisiert, was passieren wird, konnte mich die Geschichte anderweitig überraschen. Sie regt zum Nachdenken an und ich mochte die Verflechtungen, den Schreibstil und wie Maggie wieder zu sich selbst findet. Ganz große Empfehlung.

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Veröffentlicht am 12.10.2025

Anstrengend und viel zu negativ

Die Bucht der Träume
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Leider konnte mich diese Geschichte nicht ganz überzeugen. Sie hat definitiv ihre Stärken, zum Beispiel der flüssige und bildhafte Schreibstil, oder auch das wunderschöne Setting in Italien, das die Urlaubsbilder ...

Leider konnte mich diese Geschichte nicht ganz überzeugen. Sie hat definitiv ihre Stärken, zum Beispiel der flüssige und bildhafte Schreibstil, oder auch das wunderschöne Setting in Italien, das die Urlaubsbilder nur so heraufbeschwört. Den Einstieg fand ich auch sehr gelungen, doch irgendwann ändert sich die Stimmung und das hat für mich so gar nicht mehr zu dem lockerreichten Sommerroman gepasst, der vom Cover und Klappentext versprochen wird. Saras Vater ist gestorben und natürlich lässt dieses Thema schon erahnen, dass es nicht nur cozy wird, aber die Protagonistin war irgendwann so dermaßen negativ eingestellt und hat nur noch genörgelt, dass es mir nur noch auf den Keks gegangen ist. Sie steigert sich total in ein Geheimnis ihres Vaters rein, benimmt sich teilweise wie ein bockiges Kind und am Ende kommt etwas raus, was mich richtig wütend gemacht hat. Die ganze Sache hätte so leicht vom Tisch sein können, wenn alle Beteiligten miteinander gesprochen hätten. Auch die „Liebesgeschichte“ fand ich nicht gut gemacht. Auch sie basiert auf Missverständnissen und alles hätte so einfach sein können, wenn sie gesprochen hätten. Alles in allem war ich am Ende genervt und froh, dass es vorbei war.

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