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Veröffentlicht am 21.03.2020

„Versprochen?“, raunte sie. Ihr Herz wurde endlos schwer, als sie den besorgten Zug um seinen Mund sah. „Versprochen.“

Neon Birds
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Das Buch „Neon Birds“ von Marie Grasshoff ist mir als erstes durch sein Cover aufgefallen. Jetzt hatte ich das Glück es auch lesen zu dürfen. Ungefähr als ich zur Hälfte durch den Roman durch war, habe ...

Das Buch „Neon Birds“ von Marie Grasshoff ist mir als erstes durch sein Cover aufgefallen. Jetzt hatte ich das Glück es auch lesen zu dürfen. Ungefähr als ich zur Hälfte durch den Roman durch war, habe ich mir vorgestellt, wie eine Verfilmung des Buches wäre. Ich glaube wenn man einen guten Regisseur hätte, könnte man gar nichts mehr falsch machen.

Das Buch hat die Emotionen und die Tiefe, aber auch die Kampfszenen. Es hat das unglaubliche, gewissermassen fantastische das Einen in eine andere Welt eintauchen lässt und erstmal nicht mehr freilässt. Es nimmt einen mit in seine Welt und lässt einen selber träumen wie es wäre dort zu leben. Als Film könnte man da glaube ich wirklich viel draus machen da man automatisch, dass einzige was mich am Buch gestört hat verhindern würde. Für den Film müsste man das Buch sicherlich kürzen, kompakter machen. Denn manche Szenen im Buch haben sich meiner Meinung nach ein wenig lang gezogen. Trotzdem hat es geschafft mich so in seinem Bann zu halten, dass ich gestern angefangen habe zu lesen und jetzt schon fertig bin und das bei ein Bisschen mehr als 450 Seiten.

Denn trotzdem hat die Autorin es geschafft ihre Geschichte toll zu erzählen. Sie hat das Verschwörungsszenario das möglicherweise eines Tages Roboter sich eigenständig machen und die Menschen besiegen werden weitergesponnen und es dann um die 80 Jahre in die Zukunft gesetzt. Deswegen hat das Buch gleichzeitig auch eine gewisse Verbindung zur Gegenwart. Eine Verbindung von der man vielleicht eher nicht hoffen wird das sie sich erfüllt.

Und dann erst die Charaktere. Alle so detailreich, so echt. Vier gleich und man kriegt von allen nie genug. Ich will sie jetzt nicht wirklich weiter beschreiben da eine sehr gute Zusammenfassung der vier auf der Rückseite des Buchcovers steht, und ich die vier selber nicht besser umschreiben kann. Trotzdem hat mir eine Charakterin doch ein wenig mehr gefallen als die anderen und ich finde es schade, dass ein Rätsel das sich zu Anfangs ergeben hat, das ihrer Pfeile, sich im Verlauf der Geschichte nicht gelöst hat. Wahrscheinlich dann etwas für den bereits am Ende des ersten Teils angekündigten zweiten Teils. Dies ist nicht der einzige Erzählstrang der aufgegriffen aber nicht zu Ende geführt wurde weshalb ich hoffe, dass diese Erzählstränge im zweiten Teil weitergesponnen werden. Ansonsten wär es meiner Meinung nach sehr schade.

Eine weitere Sache die mir sehr gut gefallen hat, ist die zum Teil etwas ungewöhnliche Art zu erzählen. Zum Teil sind Militärberichte oder ähnliches in der Geschichte eingefügt die eine andere Sicht auf die Ereignisse zeigen und meiner Meinung nach auch sehr gut passen. Besonders gut hat mir dabei gefallen das nachdem man die Hauptcharaktere bereits kennengelernt hatte und sich ein Bild von ihnen gebildet hatte zu jedem der vier eine sogenannte „Personalakte“ kam, zusammen mit einem passendem Bild. Man wusste also schon wie die Person sich verhält, ob sie einem sympathisch ist oder nicht und dann erst hat man erfahren wie sie aussieht. So konnte sich keine Vorurteile anhand des Aussehens bilden.

Insgesamt hat mir das Buch sehr gut gefallen. Ich bin schon sehr gespannt auf den zweiten Teil und gebe der Geschichte hiermit viereinhalb Sterne.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 09.01.2020

Die Schöne und das Biest (nur anders)

Dragon Hunter Diaries - Drachenküssen leicht gemacht
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Thaisa, eine der Hauptcharaktere dieser Geschichte, hat kein besonders großes Selbstvertrauen was auch daran liegt, dass sie eine genetische Veränderung hat die die Farbe ihrer Wimpern beeinflusst. Als ...

Thaisa, eine der Hauptcharaktere dieser Geschichte, hat kein besonders großes Selbstvertrauen was auch daran liegt, dass sie eine genetische Veränderung hat die die Farbe ihrer Wimpern beeinflusst. Als sie das erste Mal auf den heissen Archer trifft macht sie sich erst gar keine Hoffnungen ihm jemals näher zu kommen. Dann macht’s aber Bomm und Bang und Archer ist ein Drache und es gibt eine Entführung und....bis zum Ende keine Pause mehr. Und als dann alles aufgelöst wird macht es schon irgendwie Sinn aber irgendwie hatte ich echt mehr erwartet. Und leider ist es auch nicht so das jetzt alles für mich Sinn macht aber die Motivation es nochmal zu lesen um es zu verstehen habe ich auch nicht.

Das was ich hier gerade so erzähle hört sich ziemlich grauenvoll an, so schlimm wars dann auch wieder nicht. Ich hatte bloß ein bisschen mehr erwartet. Ich finde Drachen und ähnliche Fantasyfiguren eigentlich voll spannend und ich finde auch als Autor oder Autorin kann man da voll viel draußen machen, weil im Prinzip nichts festgelegt ist aber irgendwie ist aus der Geschichte finde ich im Endeffekt nicht ganz so viel geworden. Das erinnert mich auch an eine weitere Sache die mir nicht gefallen hat. Es werden ein paar Figuren eingeführt bei denen nie genau erklärt wird wer oder was sie jetzt eigentlich sind. Sie sind halt da und können und wissen ein paar ungewöhnliche Sachen. Auch gibt es eine Charakterin die ganz am Anfang auftaucht, und zwar Thaisas beste Freundin und es kommt eigentlich schon so rüber das sie sich gegenseitig sehr wichtig sind. Und dann taucht sie nie wieder auf. Ja klar, Thaisa hat gerade ein paar wichtigere Sachen zu tun aber die beste Freundin wird sich doch auch irgendwann mal Sorgen machen, oder?

Na ja, insgesamt fand ich’s trotz der Ungereimtheiten ganz amüsant und manche Sachen waren auch überraschend. Ich mag Bree ganz gerne, sie ist aufgeweckt, bisschen verschusselt und ganz lustig. Thaisa mochte ich am Anfang mehr als am Ende, bei Archer hat mein Wohlgefallen ihm Gegenüber immer mal wieder geschwankt aber am Ende finde ich ist er trotzdem ein gelungener Charakter. Den Schreibstil der Autorin würde ich als ein bisschen amüsant aber auch merkwürdig beschreiben, was aber nicht unbedingt schlecht ist. Ich finde sie hat es geschafft einen guten Spannungsbogen während der Geschichte aufzubauen, die Auflösung fand ich dann aber nicht so gut.

Im Endeffekt kann ich bloss sagen das ich gemischte Gefühle über den zweiten Teil der Dragonhunter Diaries Reihe habe. Für mich war dies das erste Buch von Katie MacAlister und ich habe um ehrlich zu sein nicht wirklich Lust auf noch mehr Bücher von ihr. Es gibt aber einige Teilnehmer der Leserunde, in dessen Rahmen ich das Buch gelesen habe (vielen, vielen Dank an die Lesejury die mir das ermöglicht haben), die meinen das es noch eindeutig bessere Bücher von der Autorin gibt. Ich denke das Buch ist zwar ganz amüsant aber die Geschichte macht nicht ganz so viel Sinn.

  • Gefühl
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 07.12.2019

"Ich legte die Stirn auf das Lenkrad mit dem Gefühl, erneut vor Hunderten von Leuten auf der Bahn zu stürzen und nicht wieder aufstehen zu wollen."

Bring Down the Stars
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Normalerweise fasse ich am Anfang einer Rezension den Inhalt des Buches zusammen. Heute nicht. Denn "Bring Down the Stars" von Emma Scott hat so einen starken, bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen, ...

Normalerweise fasse ich am Anfang einer Rezension den Inhalt des Buches zusammen. Heute nicht. Denn "Bring Down the Stars" von Emma Scott hat so einen starken, bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen, dass ich ihnen zuerst von meinen Gefühlen erzählen will. Ich finde es ein Verbrechen wie das Buch endet. Ich brauche unbedingt den nächsten Teil. Jetzt! Es sind so viele Fragen offen die ich beantwortet haben will. Und ich weiß nicht ob sie dieses Gefühl kennen, aber ich habe Angst das meine Gedanken sich selbstständig machen und die Geschichte so weiterspinnen wie ich es gerne hätte, ich aber im Endeffekt beim nächsten Teil des Buches enttäuscht werde, weil es anders verläuft als ich es mir vorgestellt habe. Ich kann es nicht in Worte fassen, aber ich liebe dieses Buch, auch wenn es mich verrückt macht, wie es endet. Es ist auf jeden Fall seine 5 von 5 Sterne wert. Im weiteren werde ich noch genauer erklären warum.

Die beiden wichtigsten Charaktere die im Buch zuerst vorgestellt werden sind Weston (auch Wes genannt) und Connor. Auch wenn sie praktisch genau das Gegenteil von einander sind, werden sie beste Freunde. Connor, aus reichem Hause stammend, mit seiner fröhlichen, vergnügten Art im Gegensatz zu Wes, der still und ernst ist und schon in seiner Kindheit von seinem Vater verlassen wurde. Diese beiden Charaktere werden finde ich sehr gelungen in einem Flashback vorgestellt. Weiter geht die Geschichte dann im Jetzt und zwar aus der Sicht von Autumn. Das ganze Buch wird abwechselnd aus der Sicht von Autumn und Weston erzählt was meiner Meinung nach gut gewählte Perspektiven sind.
Ein Großteil des Buches dreht sich um Autumn. Denn entweder ist die Geschichte aus ihrer Sicht erzählt oder aus der von Weston der Autumn vergöttert. Das ist auch das Dilemma. Die beiden Freunde, sowohl Wes als auch Connor, verlieben sich in Autumn. Connor ist der mit dem sie im Endeffekt zusammen kommt. Und als wäre das noch nicht schon strapazierend genug für die Freundschaft schreibt Wes Autumn in Connors Namen auch noch poetische Nachrichten!
Das ist auch ein weiterer Aspekt der mir sehr gut an dem Buch gefällt. Die Gedichte! Ich will nicht spoilern, aber ich finde sie fantastisch.
Auch gibt es in dem Buch einige realistische und gut gemachte Wendungen. Diese werden auch durch den tollen Schreibstil der Autorin unterstützt.
Aber womit die Geschichte natürlich lebt, ihre absoluten Highlights, sind die Charaktere. Ich finde niemandem in diesem Buch unrealistisch dargestellt. Sie sind alle wie echte Menschen die einem wirklich begegnen könnten. Manche haben eine schwere Vergangenheit, andere haben sehr viele Sorgen in der Gegenwart. Das Buch ist durchaus manchmal traurig aber ich finde die Autorin dosiert das sehr gut. Am meisten sind mir doch während der Geschichte Weston und Autumn ans Herz gewachsen.

Irgendwie denke ich ich sollte noch irgendwas bemängeln. Das einzige was es gibt ist das Cover. Ich finde es zwar sehr hübsch, aber für mich gibt es einfach keine Verbindung zum Buch. Aber das finde ich eigentlich gar nicht mal so schlimm, die fantastische Geschichte macht alles wieder wett:)

Ihr habts wahrscheinlich schon gemerkt. Das Buch hat mich hingerissen. Ich weiss schon an wen ich es an Weihnachten verschenken werde, und hoffe ihr wird es genauso gut gefallen wie mir. Dieses Buch finde ich auf jeden Fall weiterempfehlenswert und es hat seine 5/5 Sternen definitiv verdient.

  • Handlung
  • Charaktere
  • Cover
  • Erzählstil
  • Gefühl/Erotik
Veröffentlicht am 31.10.2019

I knew you were trouble...aber es hat sich trotzdem gelohnt

I Knew U Were Trouble
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Noah ist tot. Und als wäre das noch nicht schlimm genug, kann sich Frankie obwohl sie dabei war als er zu Tode geprügelt wurde noch nicht mal mehr an den Mörder erinnern.
Fast zwei Jahre waren die beiden ...

Noah ist tot. Und als wäre das noch nicht schlimm genug, kann sich Frankie obwohl sie dabei war als er zu Tode geprügelt wurde noch nicht mal mehr an den Mörder erinnern.
Fast zwei Jahre waren die beiden jetzt schon zusammen bevor er gestorben ist und Frankie war immer das perfekte Mädchen. Sie hat alles für die perfekte Collegebewerbung getan und wollte damit nach Stanford. Aber das war die alte Frankie, die Frankie die mit Noah gestorben ist. Die neue Frankie wird stattdessen betrunken am Steuer erwischt. Ihrer Mutter platzt dann der Kragen und sie und Frankies Vater beschliessen das Frankie zu ihrem Vater ziehen wird. Da die Eltern getrennt leben bedeutet das für Frankie das sie vom reichen ins arme Viertel ziehen, von der reichen Privatschule zur normalen staatlichen Schule wechseln wird.
Dort trifft sie dann auch Marco. Ein Junge mit Tattoos der illegale Autorennen fährt und bald darauf auch Frankies Leben auf den Kopf stellt.

Eine berührende, realistische Liebesgeschichte über eine Liebe die viele Hürden überwinden muss.

Mir gefallen die Charaktere sehr gut. Ich liebe Marco, Cruz, Lex, Sofia, Chef und sogar Zyklop. Sie sind mir während dem Lesen unglaublich ans Herz gewachsen. Jeder mit seinen eigenen kleinen Fehlern aber auch mit tollen Charakterstärken die alles negative überwiegen. Besonders Cruz mit ihrer Powergirl Art und Sofia die einfach so süß und lieb ist kann ich nicht mehr vergessen.

Ich finde auch, dass das Buch bis zum Ende hin spannend und unvorhersehbar bleibt. Das einzige was mich an der Geschichte bisschen gestört hat war wie schnell Frankie über Noah hinweg gekommen ist. Was mir hingegen sehr gut gefallen hat war der Schreibstil der Autorin.
Dieser hat finde ich auch die Gefühle der Charaktere an den Leser übermittelt. Einmal musste ich sogar weinen.

Ich finde auch das man sehr gut in die Geschichte eingeführt wird und es sehr verständlich gemacht ist, denn die wenigsten werden Erfahrungen mit illegalen Autorennen o.ä. haben und trotzdem waren auch diese Szenen nachvollziehbar und realistisch.

Allem in allem kann ich also sagen das ich das Buch auf jeden Fall weiterempfehlenswert finde, zum einen weil die Autorin es toll schafft die Gefühle der Charaktere an den Leser zu übermitteln und zum anderen aber auch weil sie gleichzeitig noch viele andere wichtige Themen in ihrem Buch behandelt.

Veröffentlicht am 28.10.2019

Das Brave Mädchen und der Schuft

Heart. Beat. Love.
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Eigentlich ist Axi Robisons Braves Mädchen, aber ihre Entscheidung mit Robinson quer durch die USA zu reisen ist nicht ganz so brav. Sie hat vor die Schule zu schmeissen um dann mit ihm ein Abenteuer zu ...

Eigentlich ist Axi Robisons Braves Mädchen, aber ihre Entscheidung mit Robinson quer durch die USA zu reisen ist nicht ganz so brav. Sie hat vor die Schule zu schmeissen um dann mit ihm ein Abenteuer zu erleben. Natürlich hat sie alles perfekt durchgeplant, aber da Robinson dies zu langweilig wird wirft er einen Teil der Pläne über den Haufen. Und die ganze Zeit über, fragt sich Axi ob Robinson sie auch liebt.

Dieses Buch ist eine wunderschöne aber auch traurige (ich verrat aber nicht warum da ich nicht spoilern will) Liebesgeschichte, voller Hochs und Tiefs. Es handelt auch vom Erwachsenwerden und der Erkenntnis das das Leben nicht immer so läuft wie man es sich wünscht.

Nach Aussage des Autors bekam er die Idee zu der Geschichte nachdem er einen wichtigen Menschen verlor.

Der Schreibstil ist toll, da man sich sehr gut in die Erzählerin Axi hineinversetzen kann. Auch die vielen unterschiedlichen Charaktere mit ihren kleinen Details die die beiden auf ihrer Reise kennenlernen sind toll. Das ganze wird dann noch durch Fotos im Buch ergänzt.

Auf dem Titelbild sieht man ein Karussel, was vielleicht an das Leben als Achterbahn anlehnt.

Ich finde es toll wie sich Axi während der Geschichte weiterentwickelt. Am Anfang ist sie noch das Brave Mädchen am Ende meiner Meinung nach eine Erwachsene.

Ich kann nur sagen das mir diese Geschichte sehr gut gefallen hat. Sie handelt von Liebe, Neid, Traurigkeit, Erkenntnis, Geheimnissen und noch vielem mehr was einem auch im echten Leben geschehen kann. Aber anders als viele andere gute Bücher habe ich es nicht in einem Rutsch gelesen, sondern musste es mehrmals aus der Hand legen um das Gelesene erstmal zu verdauen. Ich habe es auch bereits weiterempfohlen.