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Veröffentlicht am 19.05.2019

THUG LIVE

The Hate U Give
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"Hör zu! The Hate U - also mit dem Buchstaben U geschrieben - Give Little Infants Fucks Everybody. T-H-U-G L-I-F-E. Das bedeutet, was die Gesellschaft uns als Kinder antut, das kriegt sie später zurück, ...

"Hör zu! The Hate U - also mit dem Buchstaben U geschrieben - Give Little Infants Fucks Everybody. T-H-U-G L-I-F-E. Das bedeutet, was die Gesellschaft uns als Kinder antut, das kriegt sie später zurück, wenn wir raus ins Leben ziehen. Kapiert?"

Das erklärt Khalil Starr während er sie mit dem Auto nach Hause fährt. Doch dann werden sie von einem Polizisten grundlos angehalten. Khalil steigt aus, so wie der Cop es verlangt, kommt aber noch mal zurück um Starr zu fragen ob sie in Ordnung seie. Und dann erschießt der weiße Cop den dunkelhäutigen Drogendealer.

Als ich dieses Jugendbuch von Angie Thomas gelesen habe, war ich erstaunt wie viele meiner Bekannten es auch schon gelesen hatten, oder den dazu gehörigen Film kannten. Und sie alle meinten zu mir, was für eine tolle und tief berührende Geschichte dies doch seie. Damit haben sie Recht.

Diese traurige, sehr realitätsnahe Geschichte über das dunkelhäutige Mädchen Starr das damit zu Recht zu kommen versucht das einer ihrer Freunde vor ihren Augen erschossen wurde, berührt mich zu tiefst.
Das das Buch im Ich-Erzähler aus Starrs Perspektive geschrieben ist, bekommt man alle ihre Gefühle live mit.
Und mit ihr zusammen taucht man dann in ihre Welt aus Drogendealern, Cops, weißen Schulkameraden und vielem mehr ein.

Denn wie geht man damit um, wenn man auf eine weiße Privatschule geht, an der viele weil es von der Presse so dargestellt wird denken, das Khalil an seiner eigenen Erschießung Schuld war? Starr will schließlich nicht als Zeugin erkannt werden und kann sich deshalb schlecht hinstellen und erklären wie es wirklich war.

Keiner der Charaktere in diesem Buch ist perfekt, aber das müssen sie auch nicht, da sie durch ihre Makel eben sehr realitätsnah sind. Und genau das lässt sie einem auch noch näher ans Herz wachsen.

Und so taucht man zusammen mit Starr in ihre Welt ein, die durch diesen Vorfall auf den Kopf gestellt wurde, und bekommt mit ihr zusammen ein Bild des schwarzen Amerikas.

Meiner Meinung nach ist dies ein absolut Hammer gutes Buch mit einem super Schreibstil das absolut fünf Sterne verdient hat.

Veröffentlicht am 19.05.2019

Ihr und meine (vielleicht nicht ganz so tolle) Rezension

DORK Diaries, Band 10
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DORK (Depp, Idiot, Dussel, Pflaume, Null, Pfeife, Knalltüte, Trottel, Blindgänger...Such dir was aus!) diaries "Nikki und die (nicht ganz so) herzallerliebsten Hundebabys" von Rachel Renee Russell ist ...

DORK (Depp, Idiot, Dussel, Pflaume, Null, Pfeife, Knalltüte, Trottel, Blindgänger...Such dir was aus!) diaries "Nikki und die (nicht ganz so) herzallerliebsten Hundebabys" von Rachel Renee Russell ist der zehnte Teil der DORK diaries Reihe.

Es geht mal wieder um Nikki und ihr Leben in dem alles falsch zu laufen scheint. Nikki ist unendlich froh das ihre Erzfeindin MacKenzie die Schule gewechselt hat, aber sie ist sie natürlich trotzdem nicht los. Als sie dann auch noch eine Hundemutter und ihre sieben Welpen vor dem Tierheim in dem sie aushilft findet, und sie da das Tierheim vollkommen ausgelastet ist beschliesst sich um diese zu kümmern, ist Chaos natürlich vorprogrammiert. Zum Glück wird sie aber wieder mal von ihren Freunden und ihrem Schwarm unterstützt.

Was mir an diesem als Tagebuch geschriebenem Buch sehr gefällt sind die meiner Meinung nach tollen Zeichnungen. Schon auf dem Titelbild ist eine von ihnen abgebildet. Was ich daran aber ein wenig schade finde ist das sowohl das Titelbild als auch der Titel schon sehr viel über das Hauptthema des Buches verrät.

Der Schreibstil ist witzig und gefällt mir, ist aber zum Teil auch etwas übertrieben.

Die Charaktere entwickeln sich in diesem Teil der Reihe in sehr unterschiedliche Richtungen weiter. Vorallem Nikkis Erzfeindin wird in ein sehr neues Licht gerückt.
Nikkis Freunde dagegen werden einem dagegen immer sympathischer, genauso auch Nikki selbst mit ihrer Tollpatschigkeit.

Was mir bei dieser Reihe immer wieder auffällt ist dass sie im Prinzip das Gegenstück zu Gregs Tagebüchern ist, nur für Mädchen. Ich glaube das diese Reihe für die meisten Jungen nichts ist, genauso wenig eigentlich was für Erwachsene. Aber das muss jeder für sich selbst entscheiden.

Eine Sache die mir nicht gefallen hat ist dass alle Charaktere in den Zeichnungen dem Schönheitsideal entsprechen ( sogar Nikkis Erzfeindin!). Heißt sie sind alle schlank, und sehen auch sonst gut aus. Das fand ich schade.

Ich habe dieses Buch in einem Rutsch durchgelesen, was vorallem daran lag das ich immer auf die nächste Zeichnung gefreut habe. Außerdem konnte ich mich sehr gut in Nikki hineinversetzen.

Im Endeffekt kann ich nur sagen dass mir das Buch ganz gut gefallen hat, aber ich es nicht an jeden weiterempfehlen würde.

Veröffentlicht am 26.01.2019

Allein unter Rezensionen

Allein unter Schildkröten
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Diese Geschichte ist hart. Sehr hart.
Hart, weil sie so real ist.
Ich mag Fantasy Geschichten. Aber bei Ihnen kann man sich meistens einreden, dass es doch gar nicht so passiert sein kann. Das kann man ...

Diese Geschichte ist hart. Sehr hart.
Hart, weil sie so real ist.
Ich mag Fantasy Geschichten. Aber bei Ihnen kann man sich meistens einreden, dass es doch gar nicht so passiert sein kann. Das kann man bei diesem Buch nicht. Dieses Gefühl ist bei mir so stark, dass ich sage das es zwar in der Jugendbuch Abteilung der Bücherei steht, aber genauso auch ein Buch für Erwachsene ist, denn so starke Gefühle, vermitteln meiner Meinung nach nur die wenigsten Geschichten.
Aber genau das macht diese Geschichte auch so besonders. Die Gefühle scheinen unglaublich real. Du bist direkt dabei. Was vielleicht auch daran liegen mag, das alles in diesem Buch sehr kompakt ist. Gute Bücher haben nicht selten viele Seiten, dieses nicht. Es kommt mit 134 aus und nicht wenige dieser Seiten sind nicht bis auf die letzte Zeile gefüllt. Auch manche Sätze, sind sehr kurz.

Das worum es geht, wäre von jemandem anderem als Marit Kaldhol, wahrscheinlich sehr langweilig beschrieben worden.
Das Porträt eines Jungen an der Schwelle zum Erwachsenwerden. Mehr will ich dazu gar nicht sagen, aus Angst zu Spoilern. Aber egal wie langweilig das Thema des Buches für dich so zusammengefasst vielleicht scheinen mag, der Schreibstil macht es auf jeden Fall wieder wett.
Man muss jede Information über den Jungen regelrecht aus den Seiten quetschen, da sie wie bereits erwähnt immer nur die wichtigsten Dinge zum Verständnis der Geschichte auf sich tragen.

Auch die Form in der das Buch geschrieben ist, ist nicht unbedingt gewöhnlich: Das Tagebuch des Jungen, in Kombination mit Erinnerungen seiner Mutter und Briefen von allen möglichen Charakteren aus dem Buch.

Auch der Titel ist meiner Meinung nach sehr gut gewählt.
Warum?
Ich will nicht Spoilern, deshalb lest das Buch doch einfach und findet es heraus.

Ich habe dieses Buch innerhalb eines Tages durchgelesen. Zum einen, weil die wenigen Informationen die einem geliefert werden immer gerade so wenig sind, dass man noch mehr erfahren will, zum anderen aber auch weil das Buch nicht so lang ist.
Weiterempfehlen, würde ich das Buch, genauso wie die Leute die es für den Deutschen Literaturpreis nominiert haben, auch. Aber nicht unbedingt jedem. Man muss wohl oder übel auch mit einem eher traurigem, aber auch friedvollem Ende der Geschichte umgehen können.

Die Schlussfolgerung ist also, dass "allein unter Schildkröten" ein unglaublich trauriges, poetisches, tolles und bewegendes Buch ist. Es ist vielleicht nicht ein Buch für jedermann, da es die ungeschmückte Realität zeigt, aber genau das hebt es auch von anderen Büchern ab.

Veröffentlicht am 07.12.2018

"Ich wagte es nicht mal zu atmen, aus Angst, dass das hier nur ein schöner Wunschtraum sein könnte."

Der letzte erste Song
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Eigentlich kennen sich Mason und Grace nur da sie einen ähnlichen Freundeskreis haben. Das ändert sich auch nicht als sie sich bei Wahrheit oder Pflicht küssen müssen. Aber als Grace für Masons Band vorsingt ...

Eigentlich kennen sich Mason und Grace nur da sie einen ähnlichen Freundeskreis haben. Das ändert sich auch nicht als sie sich bei Wahrheit oder Pflicht küssen müssen. Aber als Grace für Masons Band vorsingt und schlussendlich auch Teil der Band wird, verbringen sie doch mal ein bisschen mehr Zeit miteinander. Trotzdem, die kommen bestimmt nicht zusammen, schließlich sind sie beide bereits vergeben, und wirklich ausstehen können sie sich ja auch nicht.

Ich muss sagen da ich zuvor keine andere Geschichte von Bianca Iosivoni gelesen hatte, bin ich das Buch ohne große Erwartungen angegangen. Aber jetzt glaube ich das wenn Aliens auf die Erde kämen die an sich genauso wie Menschen wären nur weniger starke Gefühle hätten, dann wäre diese Geschichte die beste um ihnen einen Schimmer von unseren Gefühlen zu geben. Das liegt vor allem an dem wirklich unglaublichem Schreibstil.
Ich muss leider aber auch sagen, das es mir am Ende mit den Gefühlen bisschen zu viel wurde und ich die Handlungen der Charaktere zum Teil nicht mehr ganz nachvollziehen konnte. Aber das ist Ansichtssache.

Außerdem sind auch die Charaktere alle unglaublich toll, detailreich ausgearbeitet. Man hat fast das Gefühl man kenne sie alle persönlich.

Es ist auch so, das mir nie langweilig geworden ist!
Ich finde es erstaunlich das jemand es schafft ein Workout interessant zu beschreiben. Auch das so viele aktuelle Themen wie die Selbstzweifel von Grace angesprochen werden macht es spannend. Und Liebe wird natürlich auch immer aktuell bleiben..

Und ich garantiere euch das ich das Buch in einem Rutsch durchgelesen hätte, wäre es nur nicht in Abschnitte unterteilt gewesen. Aber das dadurch verlangsamte Lesen hat mir dafür geholfen über die Geschichte nachzudenken, schließlich ist sie ein einziges auf und ab.

Was mir auch sehr gut gefallen und was ich so zuvor noch gar nicht kannte war die Playlist zum Buch.

Allem in allem freue ich mich auf jeden Fall darauf die anderen Bände der Reihe zu lesen und vergebe hiermit 4 1/2 Sterne.

Veröffentlicht am 02.11.2018

iRezension

iBoy
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Das Buch dessen Rezension du dir gerade anschaust, ist ein sehr nachdenkliches Buch. Ich weiß nicht ob man das sagen kann, aber meiner Meinung nach ist es sogar ein philosophisches Buch.
Es geht darum, ...

Das Buch dessen Rezension du dir gerade anschaust, ist ein sehr nachdenkliches Buch. Ich weiß nicht ob man das sagen kann, aber meiner Meinung nach ist es sogar ein philosophisches Buch.
Es geht darum, was gut und was böse ist, was richtig was falsch. Es geht darum das niemand perfekt ist, und darum das wir niemals aufgeben sollten.
Es geht um einen ganz gewöhnlichen Jungen dem ein Handy auf den Kopf fällt. Splitter dieses Handys dringen in sein Gehirn ein und verbinden sich mit ihm. Und es geht darum, das dieser Junge dadurch Superkräfte bekommt. Er kann alles was mit Internet zusammen hängt in seinem Kopf ausführen. SMS von jedem Handy aus verschicken, sich überall reinhacken, ...
Nur ist es so das das Handy nicht durch Zufall auf seinen Kopf gefallen ist. Jemand hat es bei der Vergewaltigung seiner Freundin mit Absicht aus dem Frnster geworfen.
Jetzt ist nur die Frage, soll er sich rächen? Und wird seine Freundin jemals wieder in der Lage sein zu lieben? Ihn zu lieben?
Dieses Jugendbuch ist meiner Meinung nach unglaublich toll geschrieben. Man kann sich sehr gut in den Hauptcharakter, aus dessen Sicht das Buch auch geschrieben ist, hineinversetzen, obwohl er manchmal Dinge tut die man selber wohl nicht tuen würde. Und obwohl man in eine (zumindest für mich) vollkommen neue Welt eintaucht -die der Gangs in einem ärmlichen Hochhausviertel- findet man sich sofort zurecht.
Allem in allem kann ich bloß sagen, dass dieses Buch mir sehr gut gefallen hat. Ich habe es zwar nicht in einem Rutsch durchgelesen, aber das lag daran das ich soviel über es nachdenken musste. Auch denke ich dass, das Buch für jeden der bereit ist nachzudenken gemacht ist. Ob Mann oder Frau, jung oder alt, jeder kann noch was von diesem Buch lernen.