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Veröffentlicht am 15.06.2020

I knew you were trouble...aber es hat sich trotzdem gelohnt

I Knew U Were Trouble
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Noah ist tot. Und als wäre das noch nicht schlimm genug, kann sich Frankie obwohl sie dabei war als er zu Tode geprügelt wurde noch nicht mal mehr an den Mörder erinnern.
Fast zwei Jahre waren die beiden ...

Noah ist tot. Und als wäre das noch nicht schlimm genug, kann sich Frankie obwohl sie dabei war als er zu Tode geprügelt wurde noch nicht mal mehr an den Mörder erinnern.
Fast zwei Jahre waren die beiden jetzt schon zusammen bevor er gestorben ist und Frankie war immer das perfekte Mädchen. Sie hat alles für die perfekte Collegebewerbung getan und wollte damit nach Stanford. Aber das war die alte Frankie, die Frankie die mit Noah gestorben ist. Die neue Frankie wird stattdessen betrunken am Steuer erwischt. Ihrer Mutter platzt dann der Kragen und sie und Frankies Vater beschliessen das Frankie zu ihrem Vater ziehen wird. Da die Eltern getrennt leben bedeutet das für Frankie das sie vom reichen ins arme Viertel ziehen, von der reichen Privatschule zur normalen staatlichen Schule wechseln wird.
Dort trifft sie dann auch Marco. Ein Junge mit Tattoos der illegale Autorennen fährt und bald darauf auch Frankies Leben auf den Kopf stellt.

Eine berührende, realistische Liebesgeschichte über eine Liebe die viele Hürden überwinden muss.

Mir gefallen die Charaktere sehr gut. Ich liebe Marco, Cruz, Lex, Sofia, Chef und sogar Zyklop. Sie sind mir während dem Lesen unglaublich ans Herz gewachsen. Jeder mit seinen eigenen kleinen Fehlern aber auch mit tollen Charakterstärken die alles negative überwiegen. Besonders Cruz mit ihrer Powergirl Art und Sofia die einfach so süß und lieb ist kann ich nicht mehr vergessen.

Ich finde auch, dass das Buch bis zum Ende hin spannend und unvorhersehbar bleibt. Das einzige was mich an der Geschichte bisschen gestört hat war wie schnell Frankie über Noah hinweg gekommen ist. Was mir hingegen sehr gut gefallen hat war der Schreibstil der Autorin.
Dieser hat finde ich auch die Gefühle der Charaktere an den Leser übermittelt. Einmal musste ich sogar weinen.

Außerdem finde ich, dass man sehr gut in die Geschichte eingeführt wird und es sehr verständlich gemacht ist, denn die wenigsten werden Erfahrungen mit illegalen Autorennen o.ä. haben und trotzdem waren auch diese Szenen nachvollziehbar und realistisch.

Allem in allem kann ich also sagen das ich das Buch auf jeden Fall weiterempfehlenswert finde, zum einen weil die Autorin es toll schafft die Gefühle der Charaktere an den Leser zu übermitteln und zum anderen aber auch weil sie gleichzeitig noch viele andere wichtige Themen in ihrem Buch behandelt.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 15.06.2020

Mal etwas ganz anderes

Solaris
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Dieses Buch ist, wie der Titel der Rezension es auch sagt, etwas ganz anderes als ich normalerweise lese. Ich habe es in irgendeinem altem, verstaubtem Regal meiner Verwandten ausgegraben und wäre wahrscheinlich ...

Dieses Buch ist, wie der Titel der Rezension es auch sagt, etwas ganz anderes als ich normalerweise lese. Ich habe es in irgendeinem altem, verstaubtem Regal meiner Verwandten ausgegraben und wäre wahrscheinlich auch gar nicht neugierig geworden wenn es nicht vom Weltraum handeln würde. Denn Exoplaneten und Raumfahrten mag ich einfach sehr gerne. Dieses Buch sollte also einer meiner ersten Sci-Fi Romane werden (wenn man von Star Wars Fan-Fiction absieht).

Tatsächlich ist dieses Buch 1961 erschienen, was man auch an der Sprache des Autors merkt. Die Idee für die Geschichte war mir selbst in ähnlicher Form, davor noch nie untergekommen. Es handelt von einem Planeten namens Solaris auf dem physikalische Gesetze anders funktionieren als man gewohnt ist. Die Menschen versuchen schon seit über einem Jahrhundert den Ozean der den ganzen Planeten bedeckt zu erforschen. Als der Wissenschaftler Kelvin auf der Raumstation eintrifft ist er noch nicht bereit für all das, was ihm wieder fahren wird.

Am Anfang und auch während der Geschichte hatte ich keine Ahnung wie sie enden würde. Alles war möglich. Genauso wie auf Solaris alles möglich ist. Aber ich muss sagen, dass Ende hat mir gefallen. Ich fand es sehr passend und ein guter Abschluss.

Insgesamt weiß ich nicht wirklich was ich von dem Buch halten soll. Es war verstörend, ein Bisschen spannend aber nicht direkt fesselnd. Man musste es nicht sofort weiterlesen aber Abschnitt für Abschnitt wollte man es dann doch beenden. Es passieren merkwürdige Dinge im Lauf der Geschichte und irgendwie hat es mich auch ein Bisschen an Schulliteratur erinnert. Teilweise war es auch anstrengend zu lesen da viel sehr genau beschrieben oder spekuliert wurde ohne die Handlung wirklich voran zu treiben. Ganz komische Mischung.

Es war definitiv nicht schlecht. Nur irgendwie ist es sehr schwer zu beschreiben. Die Charaktere waren gut, manchmal gruselig, man wusste nicht was sie tuen werden, zum Teil nicht mal was sie empfinden. Mit der Solaris hat Stanislaw Lem wirklich eine Bühne geschaffen auf der alles möglich war. Auf einem fremden Planeten gibt es keine Gesetze und Regeln und das hat er ausgenutzt.

Allem in allem gebe ich dem Buch vier von fünf Sternen. Das Buch steht ein Bisschen für sich, es gibt keinen Vergleich, deshalb fällt es mir schwer zu sagen wie viele Sterne es verdient hat. Drei oder fünf würden meiner Meinung nach genauso gut passen. Es nimmt einen mit auf eine ein Bisschen verstörende Reise die einen zum nachdenken bewegt.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.06.2020

Ein guter Überblick über das Klima vom Anfang bis zum Ende

Kulturgeschichte des Klimas
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Die „Kulturgeschichte des Klimas von der Eiszeit bis zur globalen Erwärmung“ von Wolfgang Behringer gibt einen guten Überblick über das Klima vom Anfang der Erde bis heute und dessen Effekt auf den Menschen ...

Die „Kulturgeschichte des Klimas von der Eiszeit bis zur globalen Erwärmung“ von Wolfgang Behringer gibt einen guten Überblick über das Klima vom Anfang der Erde bis heute und dessen Effekt auf den Menschen auf eine interessante und informative Art und Weise. Der Professor für Geschichte erzählt die gesamte Erdgeschichte noch einmal, nur aus einem anderem Blickwinkel. Er zeigt was für einen grossen Effekt das Klima auf den Menschen und dessen Entwicklung hatte aber er erklärt auch was es mit dem heutigen Klimawandel auf sich hat. Unterstützt werden seine Erklärungen durch Statistiken aber ab und zu auch durch Bilder die die damalige Situation zeigen.

Für mich persönlich ist das Buch sehr gut geschrieben. Chronologisch werden alle geschichtlichen Ereignisse aufgezeigt und unserer heutiges Verständnis von ihnen. Viele Ereignisse waren bei mir auch schon in Vergessenheit geraten und wurden so in einem spannendem Kontext mir wieder vor Augen geführt. Wolfgang Behringer erklärt auch warum oft fälschlicherweise das Klima gar nicht als entscheidender Faktor für viele gesellschaftlichen Entwicklungen aufgezeigt wird. Am Ende fasst er nochmal alles gut zusammen und gibt auch einen Ausblick auf die Zukunft. Ich finde es sehr gut wie er einen Überblick über die verschiedenen Methoden zur Eindämmung des Klimawandels gibt und auch einen Einsicht in die Entdeckung dessen. Am Ende gibt er eine gute Aussicht für die Zukunft in der die Menschheit hoffentlich nicht am Klimawandel zu Grunde geht.

Allem in allem fand ich das Buch sehr übersichtlich und gut geschrieben. Langweilig ist mir eigentlich auch nicht geworden. Manche der für mich nicht so interessanten Kapitel habe ich einfach übersprungen. Deshalb würde ich dem Buch nur 4,5 von 5 Sternen geben aber an sich war es ein tolles und spannendes Sachbuch.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 25.05.2020

"Ich wusste nicht, dass ich weinte, bis ich die Augen schloss und die Tränen mir über die Wangen flossen und auf die Hände fielen."

Die Traumdiebe
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Dieses Buch handelt von Liebe, Verlust und noch so viel mehr. Ich will gleich am Anfang hiervon sagen, dass ich es von ganzem Herzen weiterempfehlen kann und dass es mich wirklich berührt hat.

Die Traumdiebe ...

Dieses Buch handelt von Liebe, Verlust und noch so viel mehr. Ich will gleich am Anfang hiervon sagen, dass ich es von ganzem Herzen weiterempfehlen kann und dass es mich wirklich berührt hat.

Die Traumdiebe von Cherie Dimaline handelt von einer dystopischen Welt in der Zukunft. In dieser Welt haben die Menschen die Erde zerstört und der Klimawandel hat die bewohnbaren Gebiete eindeutig verkleinert. Dann haben die Menschen die Fähigkeit zu träumen verloren woran viele zerbrochen sind. Die wenigen die noch in der Lage sind zu träumen, die Ureinwohner Nordamerikas, sind auf der Flucht vor den sogenannten Anwerbern die versuchen sie zu fangen um ihnen dann auf grausame Weise ihre Träume zu entlocken. Viele Menschen verlieren natürlich ihre Familien, müssen zum Teil sogar zusehen wie diese verschleppt werden. Frenchie ist einer von ihnen. Er ist noch nicht mal mehr erwachsen als er alleine zurecht kommen muss in dieser Welt wo man genau acht drauf geben muss wem man vertraut. Die Traumdiebe ist seine Geschichte.

Meiner Meinung nach gibt es zwei Arten von guten Büchern. Zum einen die, bei denen man nicht aufhören kann zu lesen weil sie so spannend sind, dass man unbedingt erfahren möchte was als nächstes passiert. Und zum anderen gibt es noch die Bücher, bei denen man Zeit braucht um zu verstehen und zu verarbeiten was passiert. Das Buch hat einen dann durchaus in seinem Bann und das Ende liest man vielleicht auch am Stück aber davor braucht es ein Bisschen Zeit da alles so echt und glaubhaft wirkt und einen wirklich mitnimmt. Die Traumdiebe gehört meiner Meinung nach zu letzterem. Man fühlt den Schmerz, die Trauer und das Glück der Charaktere wirklich was an dem fantastischem Schreibstil der Autorin liegt. Es gibt auch Stellen an denen bloß Alltag, nichts wirklich besonderes beschrieben wird aber es wird nie langweilig, stattdessen gewinnt die Geschichte daran sogar an Tiefe. Auch die Charaktere sind sehr vielschichtig und divers und machen es einem nicht schwer mit ihnen mitzufühlen.
Am Ende hat mir das Buch sogar die einen oder andere Träne entlockt da es eine für mich unerwartete aber unglaublich mitreißende Wendung gab.

Das einzige was mich nicht so angesprochen hat war das Cover aber zum Glück hat mich der Titel und der Klappentext doch davon überzeugt das Buch zu lesen. Für mich sah das Cover ein bisschen zu alt und verstaubt aus aber die Geschichte war es sicherlich nicht.

Ich kann das Buch wirklich nur weiterempfehlen. Die Autorin hat meiner Meinung nach die Auszeichungen für das Buch wirklich verdient den sie nimmt einen auf eine unglaublich gefühlvolle Reise mit. Dabei werden auch noch gleichzeitig zwei sehr wichtige Themen angesprochen. Die Zerstörung der Natur durch den Menschen und die Unterdrückung von Ureinwohner. Diese Themen werden meiner Meinung nach sehr schön rübergebracht und ihre Wichtigkeit wird dabei betont. Für mich hat das Buch die 5/5 Sterne die ich ihm vergebe zu 100% verdient.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.05.2020

„Er schüttelte sich, und das war nicht nur vor Kälte.“

Das gefälschte Herz
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Ich hatte das Glück den zweiten Band der Neraval-Sage, „Das Gefälschte Herz“, in einer Leserunde bei der auch die Autorin des Buches, Maja Ilisch dabei war zu lesen. Für mich war das ideal da ich den ersten ...

Ich hatte das Glück den zweiten Band der Neraval-Sage, „Das Gefälschte Herz“, in einer Leserunde bei der auch die Autorin des Buches, Maja Ilisch dabei war zu lesen. Für mich war das ideal da ich den ersten Teil noch nicht gelesen habe und ohne die Zusammenfassung des ersten Teils von der Autorin den sie für die Leserunde geschrieben hat wäre ich im zweiten Teil der Serie total verloren gewesen. Schließlich spielt die Geschichte auch in einer anderen Welt als unserer in der man ganze andere Fähigkeiten haben kann und es auch mehr als nur Menschen gibt. Deshalb kann ich nicht empfehlen die Reihe so wie ich beim zweiten Teil anzufangen. Ich hatte keine Probleme, aber ohne die Leserunde und die Zusammenfassung der Autorin hätte ich sicherlich welche gehabt. Außerdem habe ich mir jetzt nachdem ich den zweiten Band der Reihe lesen durfte (vielen Dank dafür an Maja Ilisch und Lovelybooks) sowieso vorgenommen den ersten Band auch zu lesen also kann man eigentlich auch gleich mit dem ersten Band anfangen :)

Warum ich jetzt vorhabe auch den zweiten Band zu lesen? Ich habe das Gefühl, dass ich manche Charaktere anders wahrnehme als die Leute die mit dem ersten Band angefangen haben. Es gibt eine Person die mit im zweitem Band sympathisch vorkommt die manche Leute aber auf Grund des ersten Bandes nicht ausstehen können. Genau deshalb möchte ich auch den ersten Teil noch lesen, um die Gefühle dieser Leute besser verstehen zu können.
Tatsächlich habe ich das Gefühl, dass der zweite Band der Serie ein Bisschen spanender ist als der erste, aber da ich nur eins der beiden Bücher gelesen habe darf meine Meinung nicht zu ernst genommen werden. Aber der zweite Band war nunmal so spannend, dass ich nicht glaube das der Erste viel spannender gewesen sein kann. Die Autorin hat es geschafft dem Leser das Gefühl zu vermitteln das Etwas nicht stimmt ohne das der Leser eine Ahnung hatte was nicht stimmt (zumindest ich habe viel falsches spekuliert). Es war klar das noch einige spannende Reveals passieren müssen und im Endeffekt hat auch alles total Sinn gemacht aber währenddessen wär ich im Lebtag nicht drauf gekommen.
Was mir auch sehr gut gefallen hat war die Charakterentwicklung eigentlich aller Hauptcharaktere. Vielleicht ist Charakterentwicklung das falsche Wort da sich nicht alle weiterentwickelt haben. Bei manchen wurde bloß die Vergangenheit oder ihre Gedanken weiter erleuchtet weshalb sie sich im Prinzip für den Leser weiterentwickelt haben. Man versteht diese Charaktere jetzt besser, auch wenn das bei manchen der Charaktere eher gruselig ist als das man jetzt besser mit ihnen mitfühlen könnte. Ich glaube, dass die Charaktere im ersten Band eher noch Klischees entsprochen haben aber davon ist jetzt so gut wie gar nichts mehr übrig.

Am Ende des zweiten Bands gibt es natürlich wieder, so wie beim ersten Band auch, einen spannenden Kliffhänger. Ich weiss wirklich nicht wie das ganze jetzt weitergehen wird obwohl ich eine Hoffnung habe die sich vielleicht auch verwirklichen wird. Ich hoffe das der dritte Band eher heroisch angetoucht wird anders als der zweite Band der mehr die dunkle Seite mancher Charaktere hervorgeholt hat. Ich hab auf jeden Fall das Bedürfnis mir den dritten Band zu besorgen wenn er veröffentlich wird und bin sehr gespannt wie es dann weitergeht.

Das einzige Negative was ich über die Geschichte zu berichten habe ist, dass sie sich manchmal bisschen dahin schleppt. Es passiert im zweiten Teil nicht so viel. Das gibt den Charakteren viel Zeit und Platz um sich zu entwickeln was meiner Meinung nach sehr spannend ist aber mir war die Geschichte trotzdem ein bisschen zu langsam. Das ist der Grund warum es nur viereinhalb von fünf Sternen gibt. Ich bin aber trotzdem total gespannt auf die anderen Teile der Reihe.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere