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Veröffentlicht am 23.11.2023

Mit Gottes Hilfe

Monsieur le Comte und die Kunst der Täuschung
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„Die Welt ist voller Schwindler.“ (S. 129) und Lucien, der Comte de Chacarasse, ist einer von ihnen. Die Männer seiner Familie arbeiten seit Jahrhunderten als Assassinen. Auch Lucien wurde dazu ausgebildet, ...

„Die Welt ist voller Schwindler.“ (S. 129) und Lucien, der Comte de Chacarasse, ist einer von ihnen. Die Männer seiner Familie arbeiten seit Jahrhunderten als Assassinen. Auch Lucien wurde dazu ausgebildet, doch er will nicht töten. Aber nachdem sein älterer Bruder und sein Vater jeweils in Ausübung ihres Amtes umgekommen sind, musste er dieses Erbe antreten.
Sein zweiter Auftragsmord führt ihn nach Marseille, wo er den ehemaligen Mitarbeiter einer Pharmafirma beseitigen soll, der seinem Arbeitgeber zu unbequem geworden ist. Doch Lucien hat eine Idee. Mit Gottes Hilfe will er den Tod des Opfers nur vortäuschen …

Lucien ist und bleibt ein Lebemann, der nichts von geregelter Arbeit hält (muss er bei seinem Vermögen eigentlich auch nicht) und seine Tage lieber in seinem Restaurant mit (wechselnden) schönen Frauen verbringt. Außerdem lebt er an einem der schönsten Orte der Welt, der französischen Rivera zwischen Nizza und Monaco, und genießt die Annehmlichkeiten, die ihm diese Gegend bietet.

Wie schon der erste Band ist auch „Monsieur le Comte und die Kunst der Täuschung“ ein sehr unterhaltsamer Kriminal-Roman, der sich nicht nur um den angedeuteten Fall, sondern auch Luciens private Probleme dreht. Zum einen will er nicht als Killer arbeiten und wird immer kreativer im Nicht-Töten, aber die Aufträge werden ihm von seinem Onkel vermittelt, der gut daran verdient und auf die Einhaltung des Familienerbes pocht. Zum anderen hat er eine neue Freundin, die ihm leider beruflich gefährlich werden könnte und von ihrem Ex verfolgt wird. Überdies will er endlich aufklären, wie und warum sein Bruder und sein Vater sterben mussten. Und dann ist da noch die ehemalige Sekretärin seines Vaters, die nicht nur in alles eingeweiht ist, sondern ihr eigenes kleines Geheimnis hat …

Ich mag das Flair der Krimi-Reihe, die Riviera-Küste, die verschiedenen Orte und das Meer als verbindende Komponente, die sehr anschaulich beschrieben werden und Sehnsucht auf einen Sommer dort machen. Lucien genießt seine Leben natürlich auch im wörtlichen Sinne – bei den erwähnten Speisen und Weinen läuft einem das Wasser im Mund zusammen.

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Veröffentlicht am 20.11.2023

Mein nächstes Ich

The Beautiful Fall - Die vollkommen irritierende Kettenreaktion der Liebe
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„Du erinnerst dich an nichts, weil du an periodischer Amnesie leidest. … Es passiert in regelmäßigen Abständen, das letzte Mal vor knapp 6 Monaten …“ (S. 7) Alle 179 Tage verliert Robert sein Gedächtnis, ...

„Du erinnerst dich an nichts, weil du an periodischer Amnesie leidest. … Es passiert in regelmäßigen Abständen, das letzte Mal vor knapp 6 Monaten …“ (S. 7) Alle 179 Tage verliert Robert sein Gedächtnis, wahrscheinlich durch eine Art Migräne. Damit ihn das nicht erschreckt bzw. er über grundlegenden Dinge Bescheid weiß, hinterlässt das jeweils aktuelle Ich dem nächsten einen Brief mit genauen Anweisungen und Verhaltensregeln – und einer Aufgabe, die ihn beschäftigt, weil er die Wohnung so wenig wie möglich verlassen soll. Seine Aufgabe ist es, aus knapp 84.000 Steinen ein riesiges Domino aufzubauen, das in komplizierten Mustern über von ihm gebaute Treppen und Podeste laufen wird.

Jeden Dienstag werden ihm von einem Mann die Lebensmittel geliefert, aber 12 Tage vor dem nächsten Gedächtnisverlust kommt plötzlich eine Frau – Julie. Irgendetwas an ihr berührt ihn, und so hat er nichts dagegen, dass sie sich langsam in sein Leben schleicht und ihm bei Aufbau der Steine hilft. „Julie mit ihrer komplizierten Vergangenheit, mit ihrer geradezu übernatürlichen Schönheit, hatte mich gesehen und gehört. Und einen winzigen Moment lang hatte sie mich verstanden und auf mich reagiert.“ (S. 94) Bis ihm klar wird, dass er sich in wenigen Tagen nicht mehr an sie erinnern können wird, sie das aber nie erfahren darf, weil das für ihn gefährlich ist. Man könnte ihn in ein Heim stecken, um ihn vor sich selbst zu schützen. „Was auch immer du tust, niemand darf von deiner Krankheit erfahren. Bleib für dich, um du selbst zu bleiben.“ (S. 11)

Robert hat sich in seinem (kurzen) Leben eingerichtet. Er hält sich strikt an die Anweisungen seines Vorgängers und weicht nur insofern ab, dass er seinem Nachfolger neben dem Brief und einigen Erinnerungsstücken, mit denen er selber nichts anfangen kann, auch ein Tagebuch der letzten Tage hinterlassen will, damit dieser besser vorbereitet ist als er. Er weiß aus Briefen und Unterlagen von seiner Krankheit und dass die genauso plötzlich, wie sie gekommen ist, auch wieder verschwinden kann, schmiedet aber trotzdem keine Zukunftspläne, sondern bereitet sich nur auf den Tag des neuerlichen Vergessens vor. Und dann platzt Julie in sein Leben und die festen Tagesabläufe. Sie holt ihn aus seiner Komfortzone, indem sie ihn aus der Wohnung lockt, nach seinen Erinnerungen fragt und ob er irgendwelche Hinweise und auf sein Vorleben hat. Das bringt ihn zum Nachdenken, denn: „Die Vergangenheit mochte ja vor meinem Bewusstsein versteckt sein, aber die Spuren waren überall, wenn man nur wusste, wo man danach suchen musste.“ (S. 29) Sein Unterbewusstsein gaukelt ihm plötzlich eine Variante seiner Zukunft vor, in der Julie von allem weiß und sich um alles kümmert. Dabei kämpft sie selber jeden Tage gegen die Schatten ihrer eigenen Vergangenheit und Gegenwart.

„The Beautiful Fall“ ist eine sehr ungewöhnliche und berührende Liebesgeschichte, die sich ganz anders entwickelt als erwartet. Robert und mit ihm die LeserInnen sehen sich plötzlich mit essentiellen Fragen konfrontiert. Wer sind wir? Was ist unser Bewusstsein, unsere Identität und wie verändert sich im Laufe des Lebens unsere Erinnerung, in wieweit kann sie uns täuschen oder sogar betrügen? „Niemand kann so ehrlich sein. Niemand kann die ganze Geschichte erzählen, ohne sich vor ihren Auswirkungen auf die Zukunft zu fürchten. Wir alle verstecken, beschönigen und vergessen. … Niemand kann so ehrlich sein, am allerwenigsten wir selbst.“ (S. 248)

Mein Tipp für alle, die ungewöhnliche Liebesgeschichten und / oder den Film „50 erste Dates“ lieben.

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Veröffentlicht am 18.11.2023

Außenseiter

Misfits Academy - Als wir Helden wurden
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„… manchmal ist es besser, nur ein weiterer Außenseiter unter vielen zu sein, als irgendwo der einzige.“ (S. 88)
Taylors Eltern haben sie nie darauf vorbereitet oder ihr wenigstens gesagt, dass sie ein ...

„… manchmal ist es besser, nur ein weiterer Außenseiter unter vielen zu sein, als irgendwo der einzige.“ (S. 88)
Taylors Eltern haben sie nie darauf vorbereitet oder ihr wenigstens gesagt, dass sie ein Skill ist – ein Mensch mit einer besonderen Fähigkeit aufgrund eines Gendefekts. Sie kann sich an jeden Ort teleportieren, den sie kennt, und macht das besonders gern, wenn die Schule mal wieder langweilig ist. Leider haben sie ihr auch nicht gesagt, dass das verboten ist. Als Strafe und zu ihrem eigenen Schutz wird sie auf die Misfits Academy auf der Insel Guernsey geschickt.
Dort wird sie in die eingeschworene Clique von Eric, der die Stimmung seiner Mitmenschen beeinflussen kann, dem Feuerkopf Fionn und June, mit der sie sich das Zimmer teilt, aufgenommen. Doch am meisten fasziniert ist sie von Dylan, einem Außenseiter, der sich sehr geheimnisvoll gibt.

Adriana Popescu erschafft eine Welt, in der Menschen mit besonderen Gaben als Gefahr und Bedrohung angesehen und bekämpft werden. „Ihr breitet euch überall aus, verseucht unsere Schulen, unsere Städte, drängt euch in die Politik und wollt uns weismachen, dass das alles ganz normal wäre.“ (S. 11)
Die Schüler der Misfits Academy haben alle etwas „ausgefressen“ und wurden zu ihrer eigenen Sicherheit und der der normalen Menschen an die Academy verbannt, wo sie lernen sollen, ihre Besonderheiten zu steuern und kontrollieren.
Wie in jeder Schule gibt es auch hier eine Elite, Schüler mit Skills, die besser und außergewöhnlicher sind als andere, und Kinder berühmter oder reicher Eltern. Aber eins eint sie alle – sie sind Misfits – Außenseiter.
Taylor, die Neue, schert sich nicht darum und wird so das Bindeglied bzw. die ausgleichende Komponente zwischen Erics Gruppe und Dylan. In einer gemeinsamen Unterrichtsstunde bemerken sie etwas Beängstigendes und geraten bei dem Versuch, das zusammen aufzuklären, in Lebensgefahr.

„Misfits Academy“ ist mein erster Urban-Fantasy-Roman und ein im doppelten Wortsinn fantastisches Buch. Adriana Popescu hat 5 starke, sehr vielschichtige Charaktere geschaffen, die mit ihren besonderen Fähigkeiten nicht angeben oder sie anderen schnell offenbaren, sondern sich oft fragen, warum ausgerechnet sie diesen speziellen Gendefekt haben, der sie sehr fordert und nicht nur Gutes bewirken lässt. Sie alle haben deswegen bereits schlechte Erfahrungen gemacht und schlimme Dinge erlebt oder ausgelöst, aber auch ihre Geheimnisse und Ängste verbergen sie tief in sich drin.

Das Buch ist extrem spannend und explosiv. Die 5 Jugendlichen kommen etwas sehr Gefährlichem auf die Spur, dass sie weder einschätzen noch beherrschen oder besiegen können – ich bin äußerst gespannt, wie es im nächsten Band weitergeht.

Das gemeinsame Abenteuer schweißt sie zusammen. Sie entdecken, wie wichtig ihre Freundschaft ist und das daraus manchmal Liebe wird. Außerdem lernen sie, ihre Abneigungen und Vorurteile zu überwinden und hinter die Fassade ihres Gegenübers zu sehen, sich auf das zu konzentrieren, was sie gut können und was sie besonders macht, zusammenzuarbeiten. Und, dass sie sich aufeinander verlassen können und füreinander da sind. Eine wunderschöne Geschichte über Freundschaft und Erwachsenwerden und ein absolutes Lesehighlight.

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Veröffentlicht am 17.11.2023

Der Grabräuber

Felix Blom. Der Schatten von Berlin
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„Denkst du manchmal daran … wieder in dein altes Leben zurückzukehren?“ (S. 22)
Berlin, 1879: Seit 8 Monaten schlagen sich die frühere Prostituierte Mathilde Voss und der ehemalige Meisterdieb Felix Blom ...

„Denkst du manchmal daran … wieder in dein altes Leben zurückzukehren?“ (S. 22)
Berlin, 1879: Seit 8 Monaten schlagen sich die frühere Prostituierte Mathilde Voss und der ehemalige Meisterdieb Felix Blom mit ihrer Detektei durch, aber sie nehmen kaum Geld ein. Jetzt soll auch noch das abbruchreife Haus, in dem sie wohnen und arbeiten, einem teuren Neubau weichen. Also brauchen sie dringend solvente Kundschaft. Zum Glück bekommen sie den Auftrag herauszufinden, wer den Sarg eines kürzlich verstorbenen Archäologen in einer verschlossenen Gruft aufgebrochen hat, ohne dann etwas daraus zu stehlen. Die Spuren führen ausgerechnet zu Bloms Ziehvater Lugowski, einem Gangsterboss, mit dem er eigentlich nichts mehr zu tun haben wollte, weil ihm seine Freiheit mehr wert ist.

„Müdigkeit, Hunger und Kälte sind Regungen, der man problemlos Herr wird, wenn man sie einem höheren Ziel unterordnet.“ (S. 101)
Zur gleichen Zeit bekommt die Berliner Kripo einen neuen Chef. Kommissar Heinrich Schlesinger war die letzten 3 Jahre Großwildjäger in Afrika und vorher der jüngste Kriminalkommissar Frankfurts. Im Gegensatz zu seinem mürrischen Assistenten Bruno Harting scheint Schlesinger mit allen Wassern gewaschen. Ihm können auch die perfiden Morde nichts anhaben, die er als erstes untersuchen muss und die ihn Bloms Wege kreuzen lassen.

„Der Schatten von Berlin“ ist der zweite Band der Reihe um Felix Blom, kann aber unabhängig vom ersten gelesen werden, da die Fälle in sich abgeschlossen sind. Alex Beer hat Felix und Mathilde hier zwei zähe Gegenspieler zur Seite gestellt, die, ohne es zu wissen, im gleichen Fall ermitteln, denn der Aufbruch des Sarges und die Morde hängen unmittelbar zusammen. Außerdem hat sich Harting auf Blom eingeschossen und will ihn unbedingt wieder hinter Schloss und Riegel bringen. Dabei schießt manchmal übers Ziel hinaus, dann greift Schlesinger wieder ein: „Nicht dass Sie vor lauter Blom den wahren Täter übersehen.“ (S. 204)

Mathilde und Blom stehen vor einem Scheideweg. Während Mathilde um jeden Preis „sauber bleiben“ und ein ehrbares Leben führen will, juckt es Blom in den Fingern, in seinen alten Beruf zurückzukehren. Er vermisst das bequeme Leben mit all seinen Annehmlichkeiten. Außerdem will er endlich Auguste heiraten, deren Vater strikt dagegen ist. Mathilde hingegen trauert ihrem Traum hinterher, Jura zu studieren, aber das war Frauen ja verboten. Überhaupt scheinen sie sich in verschiedenen Richtungen zu entwickeln: Während Blom nur seine Situation verbessern und (wieder) reich werden will, möchte Mathilde, dass es allen besser geht.

Wie schon im ersten Band besticht der Krimi durch die vielfältigen, liebevoll ausgearbeiteten und lebensnahen Protagonisten. Selbst die Nebenfiguren sind interessant und man weiß nie, wann und in welcher Situation man ihnen wiederbegegnet. Auch das Setting des alten Berlins mit seinen Armenvierteln, Eckkneipen und verlassenen Fabrikgeländen hat mir wieder gut gefallen.

Blom, Mathilde, Schlesinger und Harting geraten bei ihren Ermittlungen zwischen die Fronten zweier rivalisierender Banden. Außerdem macht die Polizei Jagd auf Sozialdemokraten, die für die beiden Anschläge auf den Kaiser verantwortlich gemacht wurden und man dadurch einen Grund hatte, sie mittels Verbannung loszuwerden. Diese politischen Hintergründe waren extrem spannend, zumal sie sich auch auf Blom auswirkten.

Ich muss zugeben, dass ich auch diesmal bis zum Ende keinen wirklichen Verdacht hatte, wer warum der Täter ist, weil mich die Vielzahl der Beteiligten und deren Zugehörigkeiten etwas verwirrt haben. Und auch, wenn der Fall an sich am Ende schlüssig und die Auflösung geradezu spektakulär war, passte für mich das Motiv des Mörders nicht ganz. Trotzdem ist es wieder ein sehr spannender Krimi mit viel Lokalkolorit und ich bin schon sehr gespannt auf den nächsten Fall von Felix Blom.

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Veröffentlicht am 14.11.2023

Gelungener Abschluss der Eberhofer-Reihe

Steckerlfischfiasko
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„Lieber Gott, sei gnädig und lass es einfach einen simplen Herzinfarkt sein. Oder einen Gehirnschlag. Oder auch ein multiples Organversagen meinetwegen. Aber keinen Mord. Tu mir das nicht an. Nicht auf ...

„Lieber Gott, sei gnädig und lass es einfach einen simplen Herzinfarkt sein. Oder einen Gehirnschlag. Oder auch ein multiples Organversagen meinetwegen. Aber keinen Mord. Tu mir das nicht an. Nicht auf diesem beschissenen Golfplatz.“ (S. 8) Natürlich ist Gott nicht gnädig. Der Tote in der Dusche wurde eindeutig erschlagen – mit einem Golfschläger. Und er war nicht irgendwer, sondern der Steckerlfischkönig und Golfgott, bzw. Präsident des Clubs, wie der Bürgermeister Franz ungefragt aufklärt.

Dabei hat Franz schon genug Probleme: die Oma ist zur Kur und die neue Haushalthilfe delegiert lieber, als selber was zu machen. Söhnchen Paul spielt nicht etwa Fußball, sondern geht zum Ballett. Susi will Bürgermeisterin werden und legt sich regelmäßig mit dem Bürgermeister an, der dann Franz um Hilfe bitte. Der Papa grantelt und der Bruder nervt wie immer. Und Rudi? Der macht einen Selbstversuch und entsagt dem Konsumwahnsinn einschließlich Wasser und Strom, dementsprechend verwahrlost sieht er aus.

Dazu jetzt noch dieser verzwickter Fall. Der angeblich so beliebte Tote war nicht wirklich nett, sondern hatte sich im Laufe seines Lebens einige Feinde gemacht, aber nachweisen können Franz und Rudi ihnen die Tat leider nicht. Wer war es also?

Rita Falks Krimis menscheln einfach und leben von den Wortgefechten und Eigenheiten der Protagonisten. Das Buch ist wieder sehr vergnüglich zu lesen, denn selbst die gesellschaftskritischen Themen sind lustig verpackt: Die Friday-for-Future-Bewegung kommt in Niederkaltenkirchen an und sorgt für ordentlich Unruhe, und Franz muss sich einiges anhören, weil er sich für Paulis Ballett-Begeisterung schämt.

„Steckerlfischfiasko“ ist der gelungene Abschluss der Eberhofer-Reihe, auch wenn Rita Falk das Ende so gestaltet hat, dass sie Franz und Rudi jederzeit in weitere Fälle stürzen könnte – man soll die Hoffnung ja nicht aufgeben 😉.

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