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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.01.2026

Romantic Suspense in Bestform

Illusion – A Lie Worth Believing
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Schon beim Einstieg hat mich Illusion sofort neugierig gemacht. Diese Mischung aus Glamour, Bühne, Las Vegas und einer unterschwelligen Bedrohung hat eine ganz eigene Sogwirkung. Man spürt von Anfang an, ...

Schon beim Einstieg hat mich Illusion sofort neugierig gemacht. Diese Mischung aus Glamour, Bühne, Las Vegas und einer unterschwelligen Bedrohung hat eine ganz eigene Sogwirkung. Man spürt von Anfang an, dass hier nichts so ist, wie es scheint, und genau das hat mich beim Lesen dauerhaft wach gehalten.
Der Schreibstil ist wirklich angenehm flüssig und auch sehr atmosphärisch. Die Showwelt wird so lebendig beschrieben, dass man sich leicht vorstellen kann, mitten im Publikum zu sitzen und sich selbst zu fragen, ob das, was man gerade sieht, wirklich real ist oder nur perfekt inszeniert. Diese Unsicherheit zieht sich konsequent durch die gesamte Geschichte und verleiht ihr eine dichte, beinahe hypnotische Stimmung.
Stella mochte ich als Protagonistin sehr. Sie wirkt nicht überzeichnet, sondern authentisch, mit persönlichen Zweifeln, Hoffnungen und einer spürbaren Sehnsucht nach mehr. Ihre innere Zerrissenheit zwischen Faszination, Angst und Vertrauen ist gut greifbar. Besonders gelungen fand ich, wie nach und nach kleine Risse in der glänzenden Fassade sichtbar werden. Immer wieder hatte ich das Gefühl, dass ein falscher Schritt alles zum Einsturz hätte bringen könnte.
Die romantischen Elemente fügen sich stimmig in die Handlung ein, ohne die Spannung zu überlagern. Gefühle entstehen leise, fast vorsichtig, und genau das macht sie glaubwürdig. Gleichzeitig bleibt stets eine gewisse Unsicherheit bestehen, die dafür sorgt, dass man niemandem vollkommen traut. Diese Balance aus Nähe und Misstrauen hat mir besonders gefallen.
Was das Buch für mich stark macht, ist dieses ständige Spiel mit Wahrheit und Täuschung. Man wird als Leser immer wieder dazu gebracht, das Gelesene zu hinterfragen und eigene Theorien zu entwickeln. Das Ende hinterlässt genau die richtige Mischung aus Befriedigung und offener Neugier, sodass man den zweiten Band am liebsten sofort zur Hand hätte.
Insgesamt ist das Buch für mich ein wirklich gelungener Auftakt, der Spannung, Gefühl und Atmosphäre gekonnt miteinander verbindet. Ein Buch, das man nicht einfach nebenbei liest, sondern in das man regelrecht eintaucht und das noch eine Weile im Kopf bleibt, weil man sich überlegt, wie man manche Sachen übersehen konnte.

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Veröffentlicht am 08.01.2026

Winterwunder und Herzklopfen

On Edge
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Winter Whispers entführt mich direkt in eine verschneite Winterwelt voller Gemütlichkeit, emotionaler Momente und kleiner, feiner Liebesgeschichten. Die Geschichte von Elena und Luca ist stimmungsvoll, ...

Winter Whispers entführt mich direkt in eine verschneite Winterwelt voller Gemütlichkeit, emotionaler Momente und kleiner, feiner Liebesgeschichten. Die Geschichte von Elena und Luca ist stimmungsvoll, ruhig und dennoch mitreißend. Man merkt sofort, dass hier zwei sehr unterschiedliche Persönlichkeiten aufeinander treffen. Die Autorin versteht es wunderbar, die Dynamik zwischen den Figuren zu zeichnen. Man spürt gegenseitige Anziehung, Verständnis und die kleinen Momente, in denen Vertrauen wächst.
Besonders gefällt mir, wie authentisch die Figuren wirken. Sie sind weder perfekt noch glattpoliert, sondern menschlich mit Stärken, Unsicherheiten und Ecken und Kanten. Luca wirkt ruhig und nachdenklich, Elena ehrgeizig und vorsichtig, beide ergänzen sich dabei auf eine sehr natürliche Art. Dass sie sich gegenseitig respektieren, auch wenn sie unterschiedliche Wege gehen – sei es beim Sport, in ihrer Karriere oder im Umgang mit Druck – macht ihre Beziehung glaubwürdig und warmherzig.
Die Atmosphäre des Buches ist einfach nur zauberhaft. Das verschneite Setting, die kleinen Orte, die winterlichen Details. Man fühlt sich sofort wohl. Auch die Nebenfiguren tragen die Stimmung mit und geben dem Geschehen Tiefe, ohne zu überladen zu wirken.
Einzig das Tempo hätte für meinen Geschmack an manchen Stellen etwas langsamer sein dürfen. Einige Entwicklungen passieren sehr schnell, wodurch die Figuren manchmal noch etwas mehr Reflexion hätten vertragen können. Trotzdem ist das Buch rund, liebenswert und emotional berührend, und es macht großen Spaß, den Weg der Protagonisten zu begleiten.
Für alle, die cozy Winterromane mit authentischen Charakteren, Romantik und einer stimmungsvollen Atmosphäre mögen, ist das Buch auf jeden Fall eine Empfehlung.

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Veröffentlicht am 31.12.2025

Spannender Auftakt

The Ordeals
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Ich bin mit großen Erwartungen an The Ordeals herangegangen, vor allem wegen des düsteren Akademie Settings und der vielversprechenden Grundidee. Der Einstieg hat mich schnell gepackt. Die Prüfungen, der ...

Ich bin mit großen Erwartungen an The Ordeals herangegangen, vor allem wegen des düsteren Akademie Settings und der vielversprechenden Grundidee. Der Einstieg hat mich schnell gepackt. Die Prüfungen, der hohe Einsatz und das Gefühl, dass jede Entscheidung Konsequenzen hat, sorgen von Beginn an für Spannung und ein sehr angenehmes Lesetempo.
Sophia als Hauptfigur war für mich wirklich schön greifbar. Ihr innerer Konflikt, ihr Wunsch nach Freiheit und ihre Unsicherheit in einer Welt voller Regeln und Machtgefälle haben mich sofort interessiert, auch wenn ich mir stellenweise tatsächlich noch etwas mehr Tiefe gewünscht hätte. Die Geschichte konzentriert sich stark auf das Geschehen rund um die Prüfungen und die Akademie, was gut funktioniert, gleichzeitig aber auch dazu führt, dass manche Figuren und Hintergründe eher angerissen als wirklich ausgearbeitet wirken.
Besonders gefallen hat mir aber die Gesamtatmosphäre. Die Akademie hat etwas unglaublich Düsteres, Unberechenbares, und genau das macht den Reiz aus. Man spürt ständig, dass Gefahr in der Luft liegt und dass Vertrauen ein seltener Luxus ist. Die romantischen Elemente fügen sich grundsätzlich gut ein, auch wenn sie für meinen Geschmack manchmal etwas jugendlich wirken und sich recht schnell entwickeln. Hier hätte ich mir mehr langsames Annähern und emotionale Tiefe gewünscht.
Das Worldbuilding bietet viele interessante Ansätze, bleibt aber stellenweise auch an der Oberfläche. Ich hatte öfter das Gefühl, dass hier noch so viel mehr möglich gewesen wäre, gerade was Magie, Regeln und die gesellschaftlichen Strukturen betrifft. Trotzdem hat mich die Geschichte durchgehend gut unterhalten, weil sie ein hohes Tempo beibehält und immer wieder neugierig macht, wie es weiter- und vor allem wie es ausgeht.
Insgesamt ist es ein spannender Auftakt mit einer starken Grundidee, einer wie gesagt düsteren Atmosphäre und genug offenen Fragen, um weiterlesen zu wollen. Für mich war es kein vollkommenes Highlight, aber ein solides, fesselndes Buch, das Lust auf die Fortsetzung macht und vor allem Fans von Dark Academia und Romantasy gut abholen dürfte.

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Veröffentlicht am 30.12.2025

Gefühle und Spaß

Rival Darling
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Schon nach den ersten Seiten war klar, dass ich dieses Buch nicht so schnell wieder aus der Hand legen werde. Der Schreibstil ist so angenehm, flüssig und bildhaft, dass man sich ihm kaum entziehen kann. ...

Schon nach den ersten Seiten war klar, dass ich dieses Buch nicht so schnell wieder aus der Hand legen werde. Der Schreibstil ist so angenehm, flüssig und bildhaft, dass man sich ihm kaum entziehen kann. Ich bin regelrecht durch die Seiten geflogen und habe völlig die Zeit vergessen. Was mich total gefreut hat, weil ich das bei wenig Büchern in der letzten Zeit hatte.
Violet hat mich von Anfang an abgeholt. Sie wirkt lebendig, manchmal impulsiv und ein wenig chaotisch, aber genau das macht sie für mich wirklich lebendig und auch greifbar. Ihre Emotionen fühlen sich echt an, besonders ihre Wut war für mich sehr nachvollziehbar. Auch die Beziehung zu ihrer Mutter hat sofort meine Neugier geweckt. Zwischen den beiden liegt eine spürbare Distanz, die Violet jedoch kaum mit Groll füllt, was ihre Figur nur noch interessanter macht. Man merkt schnell, dass hier vieles unausgesprochen ist und irgendwann an die Oberfläche kommen wird.
Reed war für mich auch sofort ein Highlight: Hello BookBoyfriend! Schon bei seinem ersten Auftreten hat er mich überzeugt. Nach außen wirkt er ruhig, grummelig und durch Gerüchte geprägt, doch hinter dieser Fassade verbirgt sich eine enorme Aufmerksamkeit und Sensibilität. Kleine Gesten und beiläufige Details zeigen, wie sehr er Violet wahrnimmt, das hat mich sehr berührt. Die Dynamik zwischen den beiden ist lebendig, unterhaltsam und von einer starken Chemie geprägt. Die Gefühle entwickeln sich stellenweise sehr schnell, fast ein wenig zu schnell, fühlen sich dabei aber trotzdem ehrlich und intensiv an.
Besonders viel Wärme bringt Reeds Familie in die Geschichte. Seine Brüder habe ich auch sofort ins Herz geschlossen. Der ruhige Grayson bildet einen schönen Kontrast zu Parker, der mit seinem Humor viele Szenen auflockert. Ihr Zusammenhalt ist spürbar und verleiht der Geschichte eine emotionale Tiefe, die mich zusätzlich berührt hat. So Familien-Dynamiken gefallen mir einfach richtig gut. Auch der Vater wirkt mit seinen Eigenheiten überraschend herzlich. Umso schwerer wiegt die Ablehnung, die ihnen in der Stadt entgegenschlägt. Sie fühlt sich größtenteils ungerecht an, auch wenn man ahnt, dass die Vergangenheit nicht ganz so einfach ist.
Ein weiteres starkes Element ist die Dual-POV. Sie erlaubt einen sehr intensiven Einblick in die Gedanken und Gefühle beider Figuren und sorgt dafür, dass man ständig mit ihnen mitfiebert. Gerade dieses ständige Aneinander vorbeireden, das Wissen um die Gefühle des jeweils anderen und das gleichzeitige Schweigen machen die Geschichte emotional, nervenaufreibend und erstaunlich echt.
Neben den Hauptfiguren haben mich auch viele Nebencharaktere überzeugt. Sie bringen Wärme, Humor und Tiefe in die Handlung und lassen die Geschichte lebendig wirken. Besonders schön fand ich die liebevollen Details wie die kleinen Symbole zu Beginn der Kapitel sowie die winterliche Atmosphäre, die perfekt zur Stimmung passt. Das Schulsetting fühlt sich für mich manchmal etwas fremd an, nimmt der Geschichte aber nichts von ihrer Wirkung.
Auch wenn ich stellenweise eine Ahnung hatte, wohin sich die Handlung entwickeln könnte, war das für mich völlig nebensächlich. Viel wichtiger war der Weg dorthin und der hat mich emotional vollkommen abgeholt und mitgenommen. Zugehörigkeit, Rivalität, Hoffnung und so viel potenzielles Glück liegen hier ganz nah beieinander, und genau das macht diese Geschichte so intensiv.
Insgesamt ist dieses Buch emotional, ehrlich und voller Wärme. Ich habe mich tief in der Gefühlswelt verloren und wollte sie am liebsten gar nicht mehr verlassen. Ich freue mich sehr auf die weiteren Teile und darauf, die Figuren weiter begleiten zu können. Normalerweise bin ich ein Fan von Reihen mit den gleichen Protas, aber hier kann ich die Welten der anderen Charaktere kaum erwarten.

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Veröffentlicht am 23.12.2025

Mir hat einfach was gefehlt

To Cage a Wild Bird
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To Cage a Wild Bird hat mich vor allem mit seinem düsteren Setting und der grundsätzlichen Idee extrem neugierig gemacht. Das Gefängnissystem, die Brutalität der Welt und der permanente Überlebensdruck ...

To Cage a Wild Bird hat mich vor allem mit seinem düsteren Setting und der grundsätzlichen Idee extrem neugierig gemacht. Das Gefängnissystem, die Brutalität der Welt und der permanente Überlebensdruck sorgen für eine spannende Grundatmosphäre, die mich gerade am Anfang gut abgeholt hat. Die Geschichte liest sich sehr flüssig, stellenweise echt temporeich, und es fällt leicht immer weiterzulesen, weil man wissen will, wie Raven sich in dieser Situation behauptet.
Allerdings blieb für mich einiges an der Oberfläche. Das Worldbuilding wirft echt einige interessante Fragen auf, geht ihnen aber selten wirklich nach. Viele Aspekte der Welt hätte ich gern tiefer verstanden, mehr Informationen erhalten, statt sie nur als Hintergrund für die Handlung zu sehen. Auch die Figuren, besonders abseits der Hauptcharaktere, hätten für meinen Geschmack etwas mehr Tiefe vertragen. Die emotionale Bindung zu ihnen entstand eher punktuell als langanhaltend.
Die romantische Entwicklung konnte mich leider auch nicht vollständig überzeugen. Sie ging mir irgendwie zu schnell und wirkte dadurch weniger glaubwürdig, obwohl das Potenzial für eine intensive Beziehung definitiv vorhanden gewesen wäre. Insgesamt hatte ich oft das Gefühl, bekannte Dystopieelemente wiederzuerkennen, ohne dass sie neu genug interpretiert wurden, um wirklich einen Wow-Effekt zu bringen.
Unterm Strich ist es ein solides, unterhaltsames Buch mit einer starken Ausgangsidee und viel Tempo, dem jedoch an Tiefe und emotionaler Ausarbeitung fehlt. Für Fans von actionreichen Dystopien ist es aber definitiv einen Blick wert, für mich bleibt es jedoch eher ein gutes Zwischendurch-Buch, als ein echtes Highlight.

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