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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.06.2025

nur für starke Piraten

Erdbeer-Schnupfen und andere Piraten-Krankheiten
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Schon das Buch selbst fühlt sich einfach besonders an. Der feste Einband mit seiner matt-rauen Oberfläche liegt super in der Hand und wirkt richtig hochwertig. Es macht richtig Spaß, es aufzuschlagen und ...

Schon das Buch selbst fühlt sich einfach besonders an. Der feste Einband mit seiner matt-rauen Oberfläche liegt super in der Hand und wirkt richtig hochwertig. Es macht richtig Spaß, es aufzuschlagen und gemeinsam loszulesen.

Drinnen geht es genauso schön weiter. Die Geschichten sind wunderbar kurz gehalten, sodass auch jüngere Kinder gut folgen können und die Aufmerksamkeit nicht verloren geht. Dabei sind sie liebevoll erzählt, lustig und trotzdem einfühlsam. Es wird nicht drumherumgeredet, sondern offen und kindgerecht gezeigt, dass krank sein einfach dazugehört. Ob Schnupfen, Brille oder Übelkeit – hier wird nichts dramatisiert, sondern mit viel Humor und Wärme erzählt.

Besonders gefallen haben mir auch die Illustrationen. Mal in Schwarz-Weiß, mal in fröhlichen Farben, immer passend zur Geschichte. Die Bilder sind klar, sympathisch und unterstützen wunderbar das, was erzählt wird. Kinder können sich leicht darin wiederfinden und haben richtig was zu entdecken.

Für uns ist dieses Buch ein kleiner Schatz im Kinderzimmer. Es nimmt Ängste, bringt zum Lachen und fühlt sich dabei einfach richtig gut an, innen wie außen. Perfekt zum gemeinsamen Kuscheln, Vorlesen und Gesundwerden.

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Veröffentlicht am 04.06.2025

Ich bin sprachlos! WOW

Q
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Ich habe Q mit einem mulmigen Gefühl begonnen – und es hat mich nicht mehr losgelassen. Christina Dalcher schafft es erneut, wie schon bei Vox, eine dystopische Welt zu entwerfen, die erschreckend nah ...

Ich habe Q mit einem mulmigen Gefühl begonnen – und es hat mich nicht mehr losgelassen. Christina Dalcher schafft es erneut, wie schon bei Vox, eine dystopische Welt zu entwerfen, die erschreckend nah an der Realität ist. Dieses Mal geht es um ein Bildungssystem, das auf Leistung, Effizienz und einem sogenannten Q-Wert basiert – ein einziger Zahlenwert, der über alles entscheidet: Zukunft, Bildung, Status. Was mich so gefesselt hat, ist, wie subtil und gleichzeitig brutal dieses System ist. Es fängt mit etwas an, das wie eine clevere Idee klingt – wer möchte nicht, dass Schulen besser funktionieren? – und endet in einer gnadenlosen Selektion.

Besonders spannend fand ich die Perspektive der Protagonistin Elena. Ihre Entwicklung ist intensiv und nachvollziehbar. Als Mutter gerät sie zwischen ihre eigenen Überzeugungen und das, was sie für den Schutz ihrer Töchter tun muss. Ich konnte ihre inneren Konflikte sehr gut nachempfinden, besonders weil die Geschichte zeigt, wie leicht man in Strukturen mitläuft, die man eigentlich nie befürworten wollte. Und wie schwer es ist, sich dem zu entziehen, wenn man merkt, dass das System Unschuldige verschlingt.

Der Schreibstil ist klar, mit einem starken Sog, der mich regelrecht durch die Seiten gezogen hat. Gleichzeitig regt er zum Nachdenken an. Ich habe mich oft gefragt, wie weit unsere heutige Gesellschaft eigentlich noch von diesem Szenario entfernt ist. Was wäre, wenn Leistung tatsächlich über alles entscheidet? Was ist ein Mensch wert, wenn er nicht “gut genug” ist?

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Veröffentlicht am 04.06.2025

So gut wie jeder Thriller

Der erste letzte Tag
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Ich bin ehrlich: Als ich den Namen des Autors auf dem Cover gesehen hab, hab ich automatisch mit Psychospielchen, düsteren Abgründen und schlaflosen Nächten gerechnet. Stattdessen bekomme ich einen schrägen ...

Ich bin ehrlich: Als ich den Namen des Autors auf dem Cover gesehen hab, hab ich automatisch mit Psychospielchen, düsteren Abgründen und schlaflosen Nächten gerechnet. Stattdessen bekomme ich einen schrägen Roadtrip mit einem steifen Lehrer und einer total verrückten Fremden – und es war genial!

Livius, der alles durchplant und gefühlt nie atmet, trifft auf Lea, die einfach macht, was sie will – inklusive falscher Identitäten, schräger Theorien übers Leben und ziemlich kreativer Arten, peinliche Situationen zu retten. Die Dialoge sind herrlich, die Situationen manchmal komplett absurd und trotzdem steckt in allem irgendwie Wahrheit. Ich hab so oft gelacht – und dann plötzlich innegehalten, weil ein Satz so schön oder traurig war, dass er hängen blieb.

Fitzek zeigt hier eine ganz neue Seite: humorvoll, leichtfüßig, aber mit ordentlich Herz und Hirn. Es geht ums Leben, Sterben, und vor allem darum, zwischendurch auch mal richtig zu leben. Keine schwere Kost, aber mit echtem Tiefgang – wie ein überraschend kluges Gespräch in einer Pommesbude.

Kurz gesagt: Wer Lust auf eine verrückte, charmante und nachdenklich-schöne Reise hat – bitte einsteigen, anschnallen, und einfach mal treiben lassen. Es lohnt sich wirklich!

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Veröffentlicht am 04.06.2025

Viel Gefühl

Looking for Alaska
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Ein Buch, das sich wie ein bittersüßer Roadtrip durch die Jugend liest – ohne Auto, aber mit ganz viel Gefühl.

Wir begleiten Miles “Pudge”, einen schüchternen Jungen mit einer Vorliebe für letzte Worte, ...

Ein Buch, das sich wie ein bittersüßer Roadtrip durch die Jugend liest – ohne Auto, aber mit ganz viel Gefühl.

Wir begleiten Miles “Pudge”, einen schüchternen Jungen mit einer Vorliebe für letzte Worte, der sich auf ein Internat begibt, um das „große Vielleicht“ zu finden. Dort trifft er auf Alaska Young – klug, chaotisch, unberechenbar, herzzerreißend faszinierend. Sie ist der Typ Mensch, der gleichzeitig Licht und Schatten ist. Und genau das macht sie so unwiderstehlich.

Der Autor schafft es, diese typische Coming-of-Age-Geschichte mit so viel Wärme, Humor und Herz zu erzählen, dass man sich schnell selbst wieder in diese Zwischenwelt zurückversetzt fühlt – irgendwo zwischen Jugend und Erwachsenwerden, zwischen Schwärmereien und echten Gefühlen, zwischen Unsicherheiten und großen Lebensfragen.

Besonders berührend ist, wie das Buch mit Trauer, Verlust und der Frage nach dem Warum umgeht. Es wird nicht künstlich dramatisch, sondern ehrlich, leise, echt. Und genau das trifft einen mitten ins Herz. Manche Sätze bleiben hängen wie ein Zitat, das man sich ins Notizbuch schreibt, nur um später darin Trost zu finden.

Es ist mehr als nur eine Liebesgeschichte – es ist ein Stück Leben, das man beim Lesen ein kleines bisschen besser versteht. Ein Roman, der einem zeigt, dass man manchmal erst zerbrechen muss, um sich selbst zu finden.

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Veröffentlicht am 04.06.2025

toller Start in dark Romance für mich

Hooked
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Das war mein erstes Buch im Dark Romance Genre, und ich hätte mir dafür keinen besseren Einstieg wünschen können. Die Geschichte war spannend, emotional und hatte genau das richtige Maß an düsteren Elementen, ...

Das war mein erstes Buch im Dark Romance Genre, und ich hätte mir dafür keinen besseren Einstieg wünschen können. Die Geschichte war spannend, emotional und hatte genau das richtige Maß an düsteren Elementen, ohne ins Extreme abzurutschen. Hook als Protagonist war intensiv, kontrollierend, aber gleichzeitig gebrochen – was ihn menschlicher und greifbarer gemacht hat.
Wendy hat mich überrascht, weil sie nicht in der Rolle eines typischen Opfers geblieben ist, sondern eigene Stärke gezeigt hat.

Die Anlehnungen a Peter Pan haben für mich eher als stilistische Spielerei funktioniert – das Buch steht komplett für sich und braucht keine Märchenvorlage, um zu wirken. Trotzdem haben mir die Anspielungen super gefallen.

Das Ende war rund und hat sich wirklich stimmig angefühlt. Nur die Epiloge haben das Ganze für mich ein Stück weit kaputt gemacht. Sie waren meiner Meinung nach echt überzogen und haben nicht zur Stimmung des restlichen Buchs gepasst. Ohne sie wäre mein Gesamteindruck von dem Buch besser gewesen.

Trotzdem ein starker Auftakt in ein neues Genre für mich – atmosphärisch, intensiv, aber nicht überladen.

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