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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.06.2022

Ich fand es sehr überraschend

In fünf Jahren
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Wo sehen Sie sich in fünf Jahren? Diese Frage bekommt Dannie bei einem Bewerbungsgespräch gestellt. Sie hat eine genaue Vorstellung, die an diesem Abend auch einen Schritt in die richtige Richtung ...

Wo sehen Sie sich in fünf Jahren? Diese Frage bekommt Dannie bei einem Bewerbungsgespräch gestellt. Sie hat eine genaue Vorstellung, die an diesem Abend auch einen Schritt in die richtige Richtung nimmt. Ihr Freund macht ihr einen Antrag.
In der Nacht wacht sie auf, an ihrer Hand ein anderer Ring, in ihrem Bett ein anderer Mann. Was ist passiert? Der Kalender zeigt den gleichen Tag, aber fünf Jahre später.

Haben wir uns nicht alle schon gefragt wo wir in fünf Jahren sind?
Dannie ist ein Mensch, der alles plant. Für sie war die Nacht zwar ein Schock, aber nachdem ja alles so lief wie erwartet, nicht weiter tragisch. Die Geschichte hat mich sehr gut unterhalten, sie war trotzdem so ganz anders als erwartet und hat mich sehr berühren können, trotz mancher Länge. Mich verwirrte auch, wie genau die Personen, die Dannie traf, beschrieben wurden. Das spielte doch meiner Meinung nach keine Rolle für die Story.
Dennoch eine sehr emotionale und bewegende Geschichte die mir sehr gut gefiel.

Veröffentlicht am 12.06.2022

Der Sommer

Man vergisst nicht, wie man schwimmt
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Sommer 1999. Pascal ist fünfzehn und hätte eigentlich einen tollen Sommer vor sich. Freibad, Freunde, Partys. Wäre da nicht die Kleinigkeit, das er nicht mehr schwimmt. Worüber er nicht spricht, ...

Sommer 1999. Pascal ist fünfzehn und hätte eigentlich einen tollen Sommer vor sich. Freibad, Freunde, Partys. Wäre da nicht die Kleinigkeit, das er nicht mehr schwimmt. Worüber er nicht spricht, daher ist er außen vor.
Dann lernt er die quirlige Jacky kenne mit ihren roten Haaren und ihrem unermüdlich Optimismus. So ganz anders als die Mädchen, die er sonst kennt.

Ein unspektakuläres Cover, aber dafür eine umso bessere Geschichte. Ein sehr gut zu lesender Schreibstil und ein sehr sympathischer Protagonist. Ich mochte Pascal gleich und auch Jacky ist was besonderes gewesen. Eigentlich eine lockere Sommergeschichte und doch so viel mehr. Mich hat die Story jedenfalls sehr gut unterhalten und ich fand es auch ganz interessant wie anders und doch wie gleich ein Sommer vor zwanzig Jahren doch war.
Jedenfalls hat mir das Buch sehr gut gefallen und prima unterhalten.

Veröffentlicht am 12.06.2022

Eine Geschichte über verlieren und wiederfinden

Das Fundbüro der verlorenen Träume
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Dot ist ein überaus penibler Mensch, sie war nicht immer so, aber im Fundbüro ist sie dafür bekannt. Den ganzen Tag archiviert sie Funde in verschiedenen Verkehrsmitteln und freut sich, wenn ...

Dot ist ein überaus penibler Mensch, sie war nicht immer so, aber im Fundbüro ist sie dafür bekannt. Den ganzen Tag archiviert sie Funde in verschiedenen Verkehrsmitteln und freut sich, wenn die Besitzer ihre Sachen zurückbekommen.
Eines Tages steht Mr. Appleby vor ihr, er hat seine Tasche verloren mit einem für ihn sehr wertvollen Andenken an seine Frau.

Ich fand den Einstieg sehr verwirrend und langatmig. Vor allem die vielen Namen, die man sich kaum merken konnte. Dot scheint ein sehr einsamer Mensch zu sein, sie lebt für die Fundsachen und versucht alles, um Mr. Applebys Tasche wiederzufinden. Das hat sie sehr sympathisch gemacht.
Ich fand die Geschichte trotz einiger Hochs doch eher als schwermutig und fast schon deprimiert, aber dennoch konnte sie mich in ihren Bann ziehen, auch wenn es sehr lange dauert. Kein leichter Unterhaltungsroman, eher was für stille Stunden. Nicht ganz so unterhaltsam, wie ich vom Klappentext erwartet hätte.

Veröffentlicht am 08.06.2022

Schwieriges Thema

Die Kinder sind Könige
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Melanie hat schon immer davon geträumt berühmt zu sein. Big Brother und solche Fernsehformate fand sie immer ganz toll.
Nun hat sie selbst zwei Kinder und einen erfolgreichen Youtube-Chanel. ...

Melanie hat schon immer davon geträumt berühmt zu sein. Big Brother und solche Fernsehformate fand sie immer ganz toll.
Nun hat sie selbst zwei Kinder und einen erfolgreichen Youtube-Chanel. Hier stellt sie ihr Familienleben vor. Ihre Tochter hat aber immer weniger Lust mitzumachen. Und eines Tages ist sie verschwunden ...

Erschreckende Vorstellungen werden in dem Buch wahr. Was tut eine Mutter nicht alles für ein bisschen fame.
Ich finde es gerade in der heutigen Zeit total realistisch,was in dem Buch passiert. Natürlich ist es überspitzt, aber dennoch sehr lesenswert und sehr spannend geschrieben.
Für mich ist es das erste Buch der Autorin, ich fand aber ihren Schreibstil sehr gut zu lesen und werde sicher noch mehr von ihr lesen.
Die Zukunftsvision fand ich dann doch ein wenig zu dramatisch, hoffen wir einfach, das es nie so endet. Ein sehr lesenswertes Buch.

Veröffentlicht am 08.06.2022

Leo und Dora

Leo und Dora
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Amerika 1948. Leo kommt aus Palästinanach Amerika um an seine Schriftstellererfolge von vor dem Krieg anzuschließen. Eigentlich sollte er im Sommerhaus seiner Agentin wohnen, aber das ist abgebrannt. ...

Amerika 1948. Leo kommt aus Palästinanach Amerika um an seine Schriftstellererfolge von vor dem Krieg anzuschließen. Eigentlich sollte er im Sommerhaus seiner Agentin wohnen, aber das ist abgebrannt. Daher landet es in einer Pension bei Dora. Nach anfänglichen Schwierigkeiten gewöhnt sich Leo langsam an das Landleben und vor allem an Dora.

Ich wollte das Buch gerne lesen, weil ich so viele positive Lesestimmen gesehen hatte. Auch der Klappentext klang vielversprechend. Allerdings konnte mich die Geschichte nicht wirklich begeistern. Es war stellenweise dann doch etwas langatmig und vor allem gab es so viele Namen, die konnte ich mir kaum merken. Leo war sehr eigen, Dora fand ich auch seltsam gefühlskalt. Das befreundete Ehepaar, deren Namen ich schon vergessen habe, war noch am interessantersten.
Alles in allem eine ganz solide erzählte Geschichte über einen Eigenbrödler, der nochmal spät sein Glück findet. Aber der Weg dahin war mit zu zäh.