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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.06.2018

Zwei Schwestern, das Geheimnis ihrer Mutter, die Amalfiküste und Limocello

Zwischen dir und mir das Meer
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Lena lebt zusammen mit ihrem Vater auf Amrum. Als sie noch klein war ist ihre Mutter Mariella, eine Italienerin, wahrscheinlich im Meer ertrunken. Lena sammelt Meerglas und verarbeitet es zu wunderschönen ...

Lena lebt zusammen mit ihrem Vater auf Amrum. Als sie noch klein war ist ihre Mutter Mariella, eine Italienerin, wahrscheinlich im Meer ertrunken. Lena sammelt Meerglas und verarbeitet es zu wunderschönen Schmuck. Sie arbeitet im Hospiz und hat die Insel bis jetzt kaum verlassen. Ihre Schwester Zoe hingegen konnte die Insel nicht schnell genug verlassen. Sie führt ein Vagabundenleben, kein Abenteuer ist ihr zu riskant und sie genießt jeden Tag.
Eines Tages taucht plötzlich der junge Italiener Matteo mit einer fadenscheinigen Erklärung auf und ist am nächsten Tag schon wieder verschwunden. In seinem Hotelzimmer lässt er eine Mappe mit Bildern der jungen Mariella zurück.
Die beiden ungleichen Schwestern machen sich auf den Weg zur Amalfiküste um endlich etwas über die Vergangenheit ihrer Mutter zu erfahren. Warum hat sie damals ihre Heimat Hals über Kopf verlassen und alle Brücken hinter abgebrochen?

Mir hat die Geschichte gut gefallen, aber teilweise war sie mir etwas zu seicht.
Die beiden Schwestern sind aufgebrochen, um die Geheimnisse der Vergangenheit zu erfahren. Als sie diesen Geheimnissen aber näher kommen, hatte ich das Gefühl, dass sie siegarnichtmehr lösen wollen. Über die Ereignisse der Vergangenheit erfährt der Leser fast nur durch eine parallel erzählte Geschichte über die junge Mariella. Die Liebesgeschichte, die sich zwischen Matteo und Lena entspinnt war mir auch nicht tiefgründig genug. Ich habe den beiden die Gefühle für einander nicht richtig glauben können. Das war mir alles etwas zu plötzlich.

Ich vergebe aber trotzdem gerne 4 von 5 Sternen

Veröffentlicht am 23.06.2018

Zuviel Gesellschaftskritik überdeckt die Liebesgeschichte

After Work
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Lexia ist eine gute Werbetexterin hat aber die Werbeagentur in der Sie arbeitet ist verkauft worden. Da Sie keine fundierte Ausbildung und der Ex-Besitzer ihr Ex-Stiefvater ist, hat sie nun Angst bei evtl. ...

Lexia ist eine gute Werbetexterin hat aber die Werbeagentur in der Sie arbeitet ist verkauft worden. Da Sie keine fundierte Ausbildung und der Ex-Besitzer ihr Ex-Stiefvater ist, hat sie nun Angst bei evtl. Personalkürzungen ihren Job zu verlieren. Am Vorabend der offiziellen Übernahme wollte sie mit „ihren Mädel“ um die Häuser ziehen, wurde aber versetzt.
So landet sie allein in einer Bar. Schon leicht angetrunken lässt sie sich vom gutaussehenden Adam zu ein paar weiteren Drinks einladen. Nachdem sie ihm ihre missliche Lage geschildert hat gibt es zum Abschluss noch einen verunglückten Kuss. Als sie am nächsten Morgen, ziemlich verkatert und leicht verspätet, in der Agentur ankommt begegnet sie ihrem neuen Chef und das ist ausgerechnet Adam. Wie erwartet ist die gegenseitige Anziehung zwischen den Beiden sehr groß. Aber eine Beziehung zwischen Chef und Mitarbeiterin ist natürlich vollkommen unangebracht und so kämpfen beide gegen ihre Gefühle.


Soweit hat mir die Geschichte gut gefallen, aber leider ist das nicht alles.

Denn Lexia ist dick!!! Zumindest ist sie fest davon überzeugt, nachdem ihre Mutter und Mitschülerinnen es ihr dauernd gesagt und sie entsprechend auch gemobbt haben. Objektiv gesehen hat Sie wahrscheinlich eher eine normal frauliche Figur. Denn besonders von ihrer Figur ist Adam ganz begeistert.

Leider ist dieser Komplex von Lexia ein sich dauernd wiederholender roter Faden in der Geschichte. Am Ende hat mich dieser Komplex einfach nur noch genervt. Ihre ganzen positiven Eigenschaften gehen leider vollkommen unter.

Adam ist besonders zu Anfang auch nicht besonders sympathisch. Nachdem man seine Vergangenheit erfährt werden einige seiner Handlungen verständlicher und man kann seine Handlungen besser nachvollziehen. Richtig sympathisch wird er mir aber nicht.

Daneben werden noch weitere Gesellschaftskritische Themen angesprochen. Diese wirken auf mich aber sehr konstruiert, haben mit der Haupthandlung nur wenig bis Garnichts zu tun und reißen einen immer wieder aus dem Lesefluss.


Mir ist das Buch bei verschiedenen Verlosungen und Aktionen über den Weg gelaufen. Aufgrund des Klappentexts hatte ich eine amüsant leichte Liebesgeschichte mit beruflichen Problemen erwartet. Als ich es dann endlich lesen konnte wurden meine Erwartungen aber leider nur teilweise erfüllt.

Deshalb vergebe ich hier nur 2 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 13.04.2018

Am Ende ist die Welt sowohl geographisch wie auch gesellschaftlich verändert

Sturz der Titanen
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Anfang des 20. Jahrhunderts herrschten die Aristokraten und die anderen Menschen waren ihre Untertanen und hatten zu gehorchen. Ohne nennenswerte Rechte waren sie, der Willkür und den Launen der Herrschaften ...

Anfang des 20. Jahrhunderts herrschten die Aristokraten und die anderen Menschen waren ihre Untertanen und hatten zu gehorchen. Ohne nennenswerte Rechte waren sie, der Willkür und den Launen der Herrschaften ausgeliefert.
Doch spätestens im 1. Weltkrieg wird so einigen klar, dass nur die mutigere und klügere eine Überlebenschance haben. Nicht nur die Arbeiter und Bauern, sondern auch die Frauen werden sich ihres Wertes und ihres Könnens bewusst und rebellieren gegen die Obrigkeit.
Nach dem „großen Krieg“ hat sich Europa sowohl geographisch wie auch gesellschaftlich grundlegend verändert.
Ken Follett erzählt diese Entwicklung anhand mehrere Protagonisten aus verschiedenen Gesellschaftsschichten.
Die Arbeiterfamilie deren Sohn und Tochter sich durch Mut, Intelligenz und Beharrlichkeit aus den einfachen Verhältnissen in politische Ämter hocharbeiten und helfen die neue Gesellschafft mit zu formen.
Der englische Earl, der fest von seiner Gottgegebenen Überlegenheit überzeugt ist und durch seine Arroganz den Tod vieler Menschen verschuldet.
Oder die Schwester des Earls, die anscheinend mehr gesunden Menschenverstand besitzt und für die Rechte der Frauen und ihr eigenes Glück kämpft.
Auf der anderen Seite aber auch der junge deutsche Aristokrat, der von Anfang an der Irrsinn des Krieges erkennt, aber weder gegen seinen Vater noch gegen andere Kriegstreiber eine Chance hat.
Dann gibt es noch das ungleiche russische Arbeiter Brüderpaar, das jeder für sich, auf unterschiedliche Art und mit unterschiedlichen Erfolg versucht sein Leben zu verbessern.
Als Letztes ist da auch noch der amerikanische Botschaftsangestellte, der mittendrin, mindestens zu Anfang, die Rolle eines neutralen Beobachters oder Vermittlers hat.
Keiner von ihnen kann sich den Ereignissen entziehen und erlebt die Schrecken des Krieges am eigenen Leib.

Am Ende hat man eine großartige Geschichtsstunde erlebt, die einem wiedermal die Sinnlosigkeit von Kriegen vor Augen führt.

Ich habe die gekürzte Hörbuch Version gehört. Da aber selbst diese für mich noch einige Längen hatte vergebe ich 4 von 5 Sternen
Zum Glück habe ich auch schon den 2. und 3 Teil als Hörbuch, sodass ich direkt im Anschluss weiter hören kann.

Veröffentlicht am 13.04.2018

Spannender 2. Teil der Reihe

Cyberworld 2.0: House of Nightmares
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SPOILERWARNUNG: Wer den 1. Teil noch nicht gelesen hat, sollte evtl. nicht weiterlesen.

:spoiler: Aus Jemma, Jamie und Zack ist mit den Brüdern Will und Ned Dunnington eine Fünfergruppe geworden.
Alle ...

SPOILERWARNUNG: Wer den 1. Teil noch nicht gelesen hat, sollte evtl. nicht weiterlesen.

:spoiler: Aus Jemma, Jamie und Zack ist mit den Brüdern Will und Ned Dunnington eine Fünfergruppe geworden.
Alle zusammen reisen in den Sommerferien nach Schottland. Um Ned den Medienrummel zu ersparen hat Edward Dunnington einen ersten Kunden für seine Bioroboter gefunden.
Lord Angus McLean ist nach einem Schlaganfall halbseitig gelähmt und an den Rollstuhl gefesselt. Da er weder diesen Zustand akzeptieren noch seine Fima an seinen Sohn weitergeben will, möchte er offiziell der erste sein, dessen Verstand in einem künstlichen Körper weiterlebt.
Die schottische Adelsfamilie besteht aus Lord Angus, dessen Sohn Geoffrey, der Schwiegertochter Prycilla und den Jugendlichen Enkeln Emilia und Finley. Die Familienmitglieder sind extrem arrogant und untereinander zerstritten. Die Kinder wollen lieber heute als Morgen das Elternhaus verlassen und Geoffrey fiebert dem Tag entgegen, an dem sein Vater das Zeitliche segnet und er die Familienfirma übernehmen kann.
Als der alte Lord eines Morgens nicht aufwacht, halten es die Ärzte für einen 2. Schlaganfall und Koma. Aber die fünf Jugendlichen finden schnell heraus, dass sein Bewusstsein in einem Spiel gefangen gehalten wird. Bei den Familienverhältnissen kommt jeder als Täter in Frage und so versuchen die Jugendlichen, in einem Wettlauf mit der Zeit, das Bewusstsein des Lords zu retten….:spoiler:

Mir hat dieser zweite Teil der CyberWorld-Reihe wieder sehr gut gefallen. Man lernt die Jugendlichen und ihre persönlichen Geschichten noch etwas besser kennen.
Das Cyber-Spiel wurde so gut beschrieben, dass es mir persönlich zu horrormäßig wäre und ich es, als Nicht-Gamerin, freiwillig nicht spielen wollen würde.
Die Realitätsebene ist auch wieder gut beschrieben. Durch das neue Hintergrundwissen bekommen die einzelnen Personen noch mehr Tiefe.

Die Auflösung hat mich dieses Mal nicht, wie beim 1. Teil, überraschen können.

Der zweite Teil ist auch wieder in sich abgeschlossen. Er lässt sich aber ohne Vorwissen nicht so gut alleine lesen.

Von mir gibt es wieder volle 5 von 5 Sternen und ich bin weiterhin gespannt auf die weiteren Teile der Reihe.

Veröffentlicht am 13.04.2018

Eine sehr spannende, nicht ungefährliche Zukunftsvision

Cyberworld 1.0: Mind Ripper
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In rund 20 Jahren wird es eine virtuelle Parallelwelt, das Cybernetz, geben. In ihm kann man sich virtuell als Avatar bewegen. Man kann sich in Cyber-Cafés, -Clubs oder -Discos mit Freunden aus der ganzen ...

In rund 20 Jahren wird es eine virtuelle Parallelwelt, das Cybernetz, geben. In ihm kann man sich virtuell als Avatar bewegen. Man kann sich in Cyber-Cafés, -Clubs oder -Discos mit Freunden aus der ganzen Welt treffen. Oder man kann alleine oder zu mehreren Leuten interaktive Rollenspiele spielen.

Auch die 16-jährigen Zwillinge Jemma und Jamie und ihr Freund Zack verbringen einen großen Teil ihrer Freizeit in der CyberWorld und spielen am liebste diese Spiele. Doch dieses Freizeitvergnügen gerät in Gefahr, als nacheinander drei Jungen während eines Cyberspiels ins Koma fallen. Zusammen mit ihren neuen Freunden Will und Ned versuchen Jemma, Jamie und Zack dem „Mind-Ripper“ zu entlarven. Dabei kommen sie ihm sehr nahe und geraten selber in Gefahr….

Mir hat dieser erste Teil der CyberWorld-Reihe sehr gut gefallen. Die Jugendlichen sind nicht perfekt, aber dadurch realistischer als in manchen anderen Büchern. Sie sind relativ normale Charaktere mit individuellen Schicksalen und Eigenarten.
Sowohl das actionreiche Cyber-Spiel wie auch die reale Welt sind schön beschrieben und halten sich anteilmäßig die Waage. So das auch Nicht-Gamer, wie ich, von dem Buch begeistert sein werden.

Mich persönlich hat die Auflösung um den Mind-Ripper sehr überrascht, was aber an meiner persönlichen Gutmütigkeit liegen könnte . Diese Wendung der Geschichte hätte ich so nicht erwartet, war für mich aber vollkommen nachvollziehbar.

Die in der Zukunft gegebenen technologischen Möglichkeiten kann man mögen, oder auch nicht, aber einen „Max“ wünscht sich wahrscheinlich jeder. 

Der erst Teil, wie auch alle weiteren Teile, der Reihe ist ohne Cliffhanger in sich abgeschlossen, lässt aber genug Fragen und Vermutungen, um auf weitere Teile gespannt zu sein.
Die Reihe war ursprünglich mit 4 Teilen geplant, aber die Autorin schreibt zurzeit am 5. Teil. Mit der Option auf weitere Teile, wenn es den Lesern gefällt.

Von mir gibt es volle 5 von 5 Sternen und ich bin schon sehr gespannt auf „Cyberworld 2.0:House of Nightmares“.