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Veröffentlicht am 09.05.2026

Vergangenheit trifft Gegenwart - Ein grandioser Serienauftakt

Ungelöst – Die erste Zeugin
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Ich war sehr gespannt auf den neuen Cold-Case Serienauftakt von Arno Strobel und wurde nicht enttäuscht. Das Cover ist zwar sehr auffällig gehalten, kommt aber mit der Symbolik des Schlüssels sehr reduziert ...

Ich war sehr gespannt auf den neuen Cold-Case Serienauftakt von Arno Strobel und wurde nicht enttäuscht. Das Cover ist zwar sehr auffällig gehalten, kommt aber mit der Symbolik des Schlüssels sehr reduziert daher – für mich die perfekte Metapher für den Schlüssel zur Psyche.

Als Luisa Menkhoff nach bestehen ihres zweiten Staatsexamens auf den Campus tritt, entdeckt sie eine Vermisstenanzeige einer ihr bekannten Frau. Diese Frau war in der Vergangenheit an Luisas eigener Entführung beteiligt und war die Partnerin von Dr. Joachim Lichner, ihrem Entführer. Diesen hatte einst ihr Vater ins Gefängnis gebracht.
Luisa wendet sich an die Polizei und gerät an Hauptkommissar Ramin Brunner, der gerade im Begriff ist, eine Cold-Case-Einheit aufzubauen. Als kurze Zeit später ein kleines Mädchen entführt wird, das eine verblüffende Ähnlichkeit mit Luisa als kleines Kind aufweist, deutet die Vorgehensweise auf Dr. Joachim Lichner hin. Um schnellstmöglich das Kind zu finden, wird Luisa als externe Beraterin in die Ermittlungen einbezogen. Ihr eidetisches Gedächtnis ist dabei der entscheidende Vorteil. So kann sie Ramin Brunner alle Details ihrer eigenen Entführung wiedergeben.

Mit Ramin Brunner und Luisa Menkhoff hat Arno Strobel ein sehr sympathisches und hoch effektives Team erschaffen. Der flüssige Schreibstil, die kurzen wechselnden Kapitel und der stetige Spannungsaufbau haben mich als Leserin schnell in die Ermittlungen eingesogen. Dabei konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen. Die Charaktere wurden hier wieder einzigartig und individuell ausgearbeitet. Alle Nebenfiguren runden den Hintergrund der Handlung fantastisch ab. Jeder hat seinen Platz und ich freue mich als Leserin darauf, von dem einen oder anderen wieder zu lesen.

Auch wenn mich das Ende nicht völlig überrascht hat, ist es alles in allem ein packender Thriller. Ein faszinierendes Duo, das definitiv Lust auf viele weitere Fälle macht!

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Veröffentlicht am 09.05.2026

Stimmiger Cold Case ohne Sogwirkung

Home Before Dark
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Die Island-Krimis von Eva Björg Ægisdóttir hatten mich völlig begeistert und darum war ich auf ihren neuen Psychothriller absolut gespannt.

Schon das Cover und der Buchschnitt haben ein ansprechendes ...

Die Island-Krimis von Eva Björg Ægisdóttir hatten mich völlig begeistert und darum war ich auf ihren neuen Psychothriller absolut gespannt.

Schon das Cover und der Buchschnitt haben ein ansprechendes Alleinstellungsmerkmal.

Das Verschwinden von Marsibels Schwester Kristin von vor 10 Jahren blieb ein Cold Case, bis Marsibel einen Brief bekommt, der die Chance birgt, den Verbleib oder sogar den Tod von Kristin aufklären zu können.

Die Handlung springt dabei geschickt zwischen zwei Zeitebenen. In der einen im Jahr 1966, als Kristin noch gegenwärtig war und in einer zweiten Zeitebene 1977, in der Marsibel mit einer unglaublichen Vehemenz versucht zu ergründen, was mit ihrer Schwester passiert ist.

Handwerklich ist das Buch stark konstruiert. Die zwei Stränge fließen perfekt zusammen, sodass Kristíns letzte Monate und Marsibels Suche stimmig ineinandergreifen.

Die Charaktere sind individuell ausgearbeitet, dennoch blieb ich als Leser eher in der Rolle des distanzierten Betrachters. Im Nachgang wirkt dies fast wie eine bewusste Entscheidung der Autorin, um den Blick auf das große Ganze der Handlung zu schärfen.

Der Schreibstil ist gewohnt leichtgängig und die isländische Atmosphäre, dunkel, kühl und mysteriös, ist absolut greifbar. Dennoch blieb die Spannung über weite Teile der Story leider auf einem eher niedrigen Niveau. Ein atmosphärisch dichter Island-Krimi, der eher durch seine Konstruktion und Stimmung besticht als durch rasanten Nervenkitzel.

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Veröffentlicht am 21.04.2026

Was uns hält – Über Heimat, Familie und die eigenen Wurzeln

Die Riesinnen
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Der Debütroman von Hannah Häffner überzeugt mit schöner poetischer Sprache und erzählt die Geschichte von den drei Frauen Liese, Cora und Eva. Drei unterschiedliche Leben und Charaktere, doch durch ihre ...

Der Debütroman von Hannah Häffner überzeugt mit schöner poetischer Sprache und erzählt die Geschichte von den drei Frauen Liese, Cora und Eva. Drei unterschiedliche Leben und Charaktere, doch durch ihre Herkunft und ihre Biografie miteinander verknüpft. Eine Jede eine Frau ihrer Generation: auffällig, stark, durchsetzungskräftig. Die Handlung erstreckt sich von den sechziger Jahren bis zur heutigen Zeit – eindrücklich erzählt.
Jede dieser drei Frauen wird in einem eigenen Abschnitt näher beschrieben. Prägend für das Leben ist auch das kleine, fiktive und sehr konservative Dorf Wittenmoos im Schwarzwald.

Liese, Jahrgang 1939, übernimmt nach dem Tod ihres Mannes die Metzgerei ihrer Schwiegereltern, um die kleine Cora allein großziehen zu können, denn Frauen haben zu dieser Zeit meistens nicht gearbeitet. Sie muss um ihren Stand im Leben kämpfen und sich beweisen, bietet Cora aber immer allen Rückhalt, den sie braucht.

Cora ist rebellisch und unangepasst. Nach dem Abitur treibt sie die Sehnsucht ins Ausland; sie will die großen Städte wie Paris und London erleben. Doch nachdem sie erfährt, dass sie schwanger ist, findet sie zu ihren Wurzeln zurück und bekommt die kleine Eva.

Eva ist der letzte Abschnitt gewidmet, den ich persönlich am stärksten fand. Naturverbunden und mit wunderschönen Sätzen, die noch lange nachhallen. Auch das wundervoll gestaltete Cover mit dem dreigeteilten Farn spiegelt die Verbindung der drei Frauen wider.

Es ist ein leiser Roman mit starken Figuren und wunderschönen Naturbeschreibungen. Es werden Themen wie Unabhängigkeit und Zugehörigkeit, Heimatgefühl, Vorurteile, Vergebung und weibliche Selbstbestimmung thematisiert. Jede bricht auf ihre Weise aus den Erwartungen ihrer Zeit aus, doch Familie hält, Familie trägt.

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Veröffentlicht am 31.03.2026

Innovativ, spritzig und lecker

Tasty Healthy Vegan
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Das Kochbuch Tasty Healthy Vegan kommt jung und spritzig daher. Das Vorsatzpapier mit seiner auffallenden Optik ist schon etwas Besonderes. Die einzelnen Rubriken sind farblich gekennzeichnet und auffallend ...

Das Kochbuch Tasty Healthy Vegan kommt jung und spritzig daher. Das Vorsatzpapier mit seiner auffallenden Optik ist schon etwas Besonderes. Die einzelnen Rubriken sind farblich gekennzeichnet und auffallend betitelt. Der Faktencheck ist eine interessante und wertvolle Einleitung und vermittelt ein gutes Grundlagenwissen zu einer bewussten gesunden Ernährung mit Vitaminen, Mineralstoffen und Proteinquellen etc.

Vom Frühstück bis zum gesunden Snack ist das ganze Spektrum abgedeckt. Jedem Rezept wird eine Doppelseite gewidmet, so dass das Endprodukt gut in Szene gesetzt wird. Toll finde ich auch den Anhang mit den Basics.

Die Zutatenlisten sind teilweise sehr lang, was mich erst einmal erschlagen hat. Doch teilweise wiederholen sich die benötigten Produkte bzw. man kann sie variieren, so dass man, wenn erst die Grundzutaten vorhanden sind, mit der Step by Step Anleitung ganz gut in den Kochflow kommen kann.

Die Nährstoffangaben am unteren Rand der Rezepte sind sehr hilfreich, gerade wenn man auf Zucker, Fett und Ballaststoffe achten muss.

Auf jeden Fall werden bei diesen Rezepten die Geschmacksknospen angesprochen und mir ist es wichtig mal die Langeweile vom Teller zu vertreiben. Ich habe unter anderem den 8-Minuten-Salat ausprobiert und er ging bei mir fast so schnell. Wirklich lecker, ohne viele Zutaten. Bei den Basics ist die Für-alles-Sauce als Salattopping oder als Dip einfach perfekt.

Die Rezepte sind vielseitig, ausgewogen und haben teilweise einen Asia-Style, an den ich mich noch mehr herantasten möchte. Leider sind einige Zutaten nicht mal eben im nächsten Supermarkt zu erwerben.

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Veröffentlicht am 28.03.2026

Gefühlvolle Spurensuche zwischen Gegenwart und DDR-Vergangenheit

Mein ganzes Leben, Öl auf Leinwand, ohne Titel
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Auf zwei unterschiedlichen Zeitebenen wird hier in der Gegenwart die Geschichte von Hannah und in der Vergangenheit das Leben von Marlen erzählt. Für Hannah könnte ihr Leben einfach so weiterlaufen, doch ...

Auf zwei unterschiedlichen Zeitebenen wird hier in der Gegenwart die Geschichte von Hannah und in der Vergangenheit das Leben von Marlen erzählt. Für Hannah könnte ihr Leben einfach so weiterlaufen, doch ihre beste Freundin Rubi eröffnet ihr, dass sie schwanger ist und mit ihrem Freund Max in ein alternatives Wohnprojekt auf dem Land zieht. Zusätzlich taucht plötzlich auch noch ihr Vater auf und möchte sich mit ihr treffen. Sein plötzliches Auftauchen wirft Fragen nach seinen wahren Beweggründen auf.

Parallel dazu erleben wir das Aufwachsen der 14-jährigen Marlen in der Nachkriegszeit der DDR. Sie wird von der Malerin Wilma adoptiert und entwickelt sich über die Jahre zu deren wichtigster Stütze.

Die Charaktere sind wunderbar detailliert ausgearbeitet, ihre innere Zerrissenheit und ihre Emotionen sind für mich als Leser absolut greifbar. Der Schreibstil ist angenehm ruhig, sehr emotional und fließt wunderbar dahin. Besonders spannend ist es, wie sich die beiden Zeitstränge nach und nach miteinander verweben.

Das verschwundene Bild wird hier nur sehr nebensächlich erwähnt. Wahrscheinlich wird es im Vorgängerbuch näher erläutert und so bleibt dieser, vielleicht entscheidende Aspekt, dem Leser vorenthalten. Hier sollte man wirklich die Vorgängerbände lesen, um die volle Tragweite der Geschichte zu erfassen. Alles in allem eine gute Lektüre, die mir einige berührende Lesestunden bereitet hat.

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