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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.05.2025

"Wir haben verlernt zu vergeben. Wir haben uns selbst vergessen."

Wächter der Morgenröte
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Ein herzliches Dankeschön an den Autor für das Rezensionsexemplar! Mit "Wächter der Morgenröte" bekommt der Leser eine spannende Dark Fantasy Story in einer faszinierenden und düsteren Welt, getragen von ...

Ein herzliches Dankeschön an den Autor für das Rezensionsexemplar! Mit "Wächter der Morgenröte" bekommt der Leser eine spannende Dark Fantasy Story in einer faszinierenden und düsteren Welt, getragen von Legenden, Mythen und Prophezeiungen. Nach einer kurzen Einführung wird man direkt ins Geschehen geworfen und begleitet den Protagonisten Azrael und seine Freunde durch die beklemmende und hoffnungslos wirkende Atmosphäre von Asean. Meist erleben wir die Story aus seiner Perspektive, ein Charakter, bei dem ich mir immer noch nicht sicher bin, ob ich ihn nun mag oder nicht. So wie auch Azrael weder eindeutig gut oder böse ist, so wenig eindeutig ist meine Haltung zu ihm. Allgemein haben die Charaktere in dem Buch ihre Ecken und Kanten, wirken gut durchdacht und haben viel Potenzial für Tiefe. Der Schreibstil ist wundervoll einnehmend, sodass ich angenehm leicht durch das Buch geflogen bin. Man spürt das Herzblut, das dahintersteckt.
Mein Hauptkritikpunkt ist dir Geschwindigkeit der Handlung. Mir war alles ein wenig zu schnell und komprimiert, es passiert sehr viel in kurzer Zeit, häufig wechselt der Ort des Geschehens. Manchmal hätte ich mir da eine Entschleunigung gewünscht und länger in bestimmten Momenten verweilen zu können.
Ein toller Einstieg in diese Welt und eine klare Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 02.05.2025

Da fällt auch mir nichts mehr zu ein.

Dark Labyrinth – Gefährliches Verlangen
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Ich wollte das Buch wirklich mögen. Die Story klang vielversprechend, die Optik ist hübsch, also los ging es. Leider gestaltete sich bereits der Einstieg ins Buch sehr fade, was auch im weiteren Verlauf ...

Ich wollte das Buch wirklich mögen. Die Story klang vielversprechend, die Optik ist hübsch, also los ging es. Leider gestaltete sich bereits der Einstieg ins Buch sehr fade, was auch im weiteren Verlauf nicht besser wurde. Die Spannung bleibt über das das gesamte Buch sehr konstant... niedrig. Es passiert nicht viel und selbst das sehr langsam. Dazu die sich inhaltlich immer wieder wiederholenden, gerade zu plump wirkenden Dialoge, verwandeln die Story in einen echt zähen Kaugummi. Das Ganze wird auch durch ein Labyrinth nicht besser, in dem man immer nur in ein und dieselbe Richtung gehen muss. Da hätte ein Gang durch IKEA mehr Herausforderungen bei der Wegfindung geboten.
Wenigstens geht es im Labyrinth nach unten, womit es mehr Tiefe als die Charaktere aufweist. Sowohl die Protagonistin als auch der Protagonist sind sehr oberflächlich und klischeehaft gehalten. Der Hauptteil der Interaktionen beschränkt sich auf BDSM und die Vorliebe der Protagonistin für Schmerz und Selbsterniedrigung. (Bitte Triggerwarnungen beachten!). Der Love Interest ist mit seinen Hörnern und den Hufen aber zumindest mal was anderes. Ob ich das jetzt gebraucht hätte, weiß ich nicht. Mein Lichtblick war der Disney like Sidekick! Am Ende wartet ein verwirrender und zu konstruiert wirkender Plottwist, der leider durch die sich immer wiederholenden Erklärungen schnell an Dynamik verliert.

Fazit: Ich habe das für mich persönlich schlechteste Buch seit langem gelesen. Daher bin ich mir sicher, auf Band 2 zu verzichten. Die Story ist auch so gut abgeschlossen und ich muss nicht herausfinden, ob bei der nächsten Bondage Session noch ein Zentauer teilnimmt.
Für Fans von kinky Stuff mit Fantasy Setting vielleicht geeignet.

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Veröffentlicht am 19.04.2025

Dorfleben kenne ich anders

Hier draußen
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Da habe ich mich wohl leider vergriffen. Anhand des Klappentextes hatte ich eine zumindest etwas spannende Story auf dem Land erwartet und wurde dahingehend schwer enttäuscht. Mehrmals habe ich überlegt, ...

Da habe ich mich wohl leider vergriffen. Anhand des Klappentextes hatte ich eine zumindest etwas spannende Story auf dem Land erwartet und wurde dahingehend schwer enttäuscht. Mehrmals habe ich überlegt, das Buch abzubrechen, mich aber bis zum Ende durchgebissen. Zum Schluss wurde es auch etwas interessanter, alles in allem aber nicht meins. Die Story zieht sich. Die Elemente, die mein Interesse geweckt hatten, spielten dann eher eine untergeordnete Rolle. Der Wildunfall und die damit verbundene dunkle Prophezeiung bilden zwar den Einstieg, werden im Verlauf aber nur noch in Nebensätzen erwähnt. "Ein Dorf, das kopfsteht" kam ebenfalls nur wenig durch, tatsächliche Auswirkungen auf die Charaktere durch den Unfall waren für mich nicht erkennbar. Mir fehlte der rote Faden. Dies konnte für mich auch durch die Figuren nicht ausgeglichen werden. Es kommen sehr viele Haupt- und Nebencharaktere vor, sodass ich zeitweise den Überblick verloren hatte, wer wer ist. Es fehlt ihnen dadurch an Tiefe, zusätzlich verstärkt dadurch, dass sich an etlichen Stereotypen bedient wurde. Das angesprochene Frauenbild ist so antiquiert, dass ich vor Wut hätte in die Tischplatte beißen können.
Die Story wird ruhig und nüchtern erzählt, der Schreibstil passt perfekt zum Inhalt. Durch den Klappentext wurden bei mir falsche Erwartungen erzeugt, weshalb mich das Buch leider gar nicht überzeugen konnte. Aber es wird seine Liebhaber finden.

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Veröffentlicht am 19.04.2025

"Realität wird zu Träumen. Träume werden zur Realität."

Entkörpert
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Bei "Entkörpert" bekommt man eine spannende Dystopie mit einem originellen Plot zur Trennung von Körper und Geist. Nach einem Blitzeinschlag gerät die Welt aus den Fugen. Nachts trennt sich der Geist vom ...

Bei "Entkörpert" bekommt man eine spannende Dystopie mit einem originellen Plot zur Trennung von Körper und Geist. Nach einem Blitzeinschlag gerät die Welt aus den Fugen. Nachts trennt sich der Geist vom Körper und wandert in einen anderen weiter, wo er bis zum nächsten Schlafen verbleibt.
Die Welt fühlt sich entsprechend einer Dystopie sehr atmosphärisch und düster an. Wir begleiten den Protagonisten Luka, der zunächst in dem klar strukturierten Gebiet der Einheit aufwächst, wo Autorität und Misstrauen regieren. Der Charakter ist toll ausgearbeitet und nahbar, ich habe mit ihm gerne das Geschehen verfolgt. Auch die abwechslungsreichen Nebencharaktere haben mich in den Bann gezogen. Manchmal hätten ein paar mehr Emotionen und Informationen für die Tiefe der Figuren sein können, was durch die schnellen Wechsel zwischen den Körpern und Schauplätzen auf der Strecke blieb.
Das Buch ist ein definitiv ein Pageturner mit einer konstant hohen Spannung und vielen Überraschungen. Den Schreibstil empfand ich als sehr angenehm flüssig und bildhaft, was einen noch schneller durch die Seiten fliegen lässt.
Es werden im Buch immer wieder Fragen zur Identität und Wesens des Menschen aufgeworfen, Themen wie Bewusstsein und Vorbewusstsein sowie die Wissenschaft rund um Träume angerissen. Mehr als einmal ging ich in die Selbstreflexion: Wie würde ich mit der Situation umgehen? Wie würde ich dazu stehen und wo mich positionieren? Würde ich gerne zu den Reisenden gehören oder die Beständigkeit der Einheit vorziehen? Eine Antwort auf meine Fragen habe ich noch nicht gefunden, vielleicht helfen da die nächsten Bände. Ich freue mich jedenfalls Teil 2 zu lesen.

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Veröffentlicht am 14.04.2025

Pass auf, wen du in dein Haus lässt

Don't Let Her Stay
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Toller domestic Thriller, der seicht aber nicht langweilig daher kommt. Der Anfang zog sich für mich etwas, aufgrund des überschaubaren Gesamtumfangs stellt das aber kein Problem dar. Ab der Mitte nimmt ...

Toller domestic Thriller, der seicht aber nicht langweilig daher kommt. Der Anfang zog sich für mich etwas, aufgrund des überschaubaren Gesamtumfangs stellt das aber kein Problem dar. Ab der Mitte nimmt die Handlung Fahrt auf und es kommt eine Wendung nach der anderen. Die Atmosphäre ist von Beginn an düster und man ahnt, dass da nichts Gutes auf einen zukommt.
Wie die meisten domestic Thriller lebt auch dieser von seinen Figuren, allen voran die Protagonistin Joanne, aus deren Perspektive wir die Geschehnisse verfolgen. Die Sympathie für sie schwankte bei mir stark. Bei den Nebencharakteren verhält es sich da einfacher, unsympathisch und leider klischeehaft. Die Eigenheiten und ausbaufähige Kommunikationsfähigkeit der Figuren hat phasenweise echt meine Nerven strapaziert. Dafür war es spannend zu verfolgen, wer jetzt die Wahrheit sagt und vertrauenswürdig ist. Manipulation stellt das zentrale Thema dar.
Mit "Don't Let Her Stay" wurde das Rad nicht neu erfunden, das Ende war für mich nicht völlig überraschend. Trotzdem ein kurzes und gut zu lesendes Buch.

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