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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.04.2025

Pass auf, wen du in dein Haus lässt

Don't Let Her Stay
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Toller domestic Thriller, der seicht aber nicht langweilig daher kommt. Der Anfang zog sich für mich etwas, aufgrund des überschaubaren Gesamtumfangs stellt das aber kein Problem dar. Ab der Mitte nimmt ...

Toller domestic Thriller, der seicht aber nicht langweilig daher kommt. Der Anfang zog sich für mich etwas, aufgrund des überschaubaren Gesamtumfangs stellt das aber kein Problem dar. Ab der Mitte nimmt die Handlung Fahrt auf und es kommt eine Wendung nach der anderen. Die Atmosphäre ist von Beginn an düster und man ahnt, dass da nichts Gutes auf einen zukommt.
Wie die meisten domestic Thriller lebt auch dieser von seinen Figuren, allen voran die Protagonistin Joanne, aus deren Perspektive wir die Geschehnisse verfolgen. Die Sympathie für sie schwankte bei mir stark. Bei den Nebencharakteren verhält es sich da einfacher, unsympathisch und leider klischeehaft. Die Eigenheiten und ausbaufähige Kommunikationsfähigkeit der Figuren hat phasenweise echt meine Nerven strapaziert. Dafür war es spannend zu verfolgen, wer jetzt die Wahrheit sagt und vertrauenswürdig ist. Manipulation stellt das zentrale Thema dar.
Mit "Don't Let Her Stay" wurde das Rad nicht neu erfunden, das Ende war für mich nicht völlig überraschend. Trotzdem ein kurzes und gut zu lesendes Buch.

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Veröffentlicht am 14.04.2025

"Du bist immer noch Du. Und trotz alldem musst du leben."

The Glass Girl
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Kathleen Glasgow ist nicht gerade für leichte Kost bekannt. So auch bei ihrem aktuellen Roman "The Glass Girl", in welchem sie sich dem Thema der Alkoholabhängigkeit widmet.

Wir begleiten die 15-jährige ...

Kathleen Glasgow ist nicht gerade für leichte Kost bekannt. So auch bei ihrem aktuellen Roman "The Glass Girl", in welchem sie sich dem Thema der Alkoholabhängigkeit widmet.

Wir begleiten die 15-jährige Bella, die nach der Trennung der Eltern, dem Tod der Großmutter und dem Schlussmachen ihrer ersten großen Liebe zum Alkohol greift, um weiter funktionieren zu können. Die Autorin beschreibt erschreckend realitätsnah den Weg in die Sucht, das innere Erleben und daraus resultierende Verhalten. Durch den Kontakt mit meinen Patienten erkannte ich beim Lesen viel wieder und man spürt den persönlichen Bezug Glasgows zu dem Thema. Selten habe ich mit einer Protagonistin so mitgelitten und Tränen an Stellen in den Augen gehabt, wo ich damit gar nicht gerechnet habe. Ich habe von der ersten bis zur letzten Seite mitgefiebert und konnte das Buch nur schwer weglegen.

Eine Leseempfehlung von Herzen!

Anmerkung: Dem Buch fehlt eine Triggerwarnung. Wer Schwierigkeiten mit Themen wie Sucht, selbstverletzendem Verhalten und Suizid hat, sollte hier mit Vorsicht rangehen.

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Veröffentlicht am 14.04.2025

Tolles Projekt

Crime Between the Pages
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Am 20. März erscheint die Anthologie mit den 18 besten Geschichten des Schreibwettbewerbs von @booksondemand . Ich durfte das Buch bereits vorablesen und habe mich währenddessen immer wieder gefragt: Warum ...

Am 20. März erscheint die Anthologie mit den 18 besten Geschichten des Schreibwettbewerbs von @booksondemand . Ich durfte das Buch bereits vorablesen und habe mich währenddessen immer wieder gefragt: Warum lese ich eigentlich so selten Kurzgeschichten? Ich bin durch das Buch geflogen, jede Story war für sich spannend und besonders. Viele hatten Potenzial für ein eigenes komplettes Buch. Durch die Kürze der einzelnen Geschichten super für zwischendurch geeignet und grade die schnelle Abwechslung tat mal sehr gut.
Neben Bestellungen kann das Buch auch auf der @leipzigerbuchmesse in der exklusiven Messe-Edition erworben werden.
Alle Gewinne der Verkäufe werden an die gemeinnützige Organisation @literanauten_akj gespendet. ❤️

Daher eine Herzensempfehlung. ⭐️

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Veröffentlicht am 14.04.2025

"Möge das Glück stets mit euch sein."

Die Tribute von Panem L. Der Tag bricht an
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"Die Tribute von Panem" sind schon lange meine Lieblingsbücher, dementsprechend groß war meine Vorfreude auf das neue Buch. Als Kirsche auf der Sahnetorte wurde es als Vorgeschichte zu dem Charakter Haymitch ...

"Die Tribute von Panem" sind schon lange meine Lieblingsbücher, dementsprechend groß war meine Vorfreude auf das neue Buch. Als Kirsche auf der Sahnetorte wurde es als Vorgeschichte zu dem Charakter Haymitch angekündigt, der mich schon in den früheren Werken begeistert hat. Das konnte nur gut werden.
Ich war ab Seite 1 wieder voll drin. Es fühlte sich an, als würde man nach Hause kommen. Da ich auch die Filme liebe, hat mein Hirn zuverlässig passend die Filmmusik im Hintergrund gedudelt.

Die Atmosphäre bleibt von Anfang bis Ende düster und grausam. Es ist aus den früheren Werken ja bereits bekannt, dass Haymitch im Erwachsenenalter unter einer Alkoholabhängigkeit leidet, in diesem Buch erfahren wir auch warum und was er versucht im Alkohol zu ertränken. Der Ablauf, das Setting und die Gegebenheiten sind nicht neu, allerdings erreichen für mich die 50. Hungerspiele und die Handlung drumherum ein neues Level an Grausamkeit, das mir mehr als einmal die Tränen in die Augen getrieben hat. Untermalt wird das ganze von den zentralen Themen der stillschweigenden Unterwerfung und Propaganda als gezieltes Mittel der Falschinformation, was sich bereits durch die einleitenden Zitate von Orwell und Hume andeutet. Den Fokus im aktuellen Buch darauf zu lenken und die dezenten Parallelen zu 1984 haben mir extrem gut gefallen.

Das Buch ist für mich ein echtes Meisterwerk mit viel Tiefe, starken Emotionen und tollen Charakteren. Ein besonderer Dank noch an die Autorin für den Fanservice in Form von vielen bekannten Figuren und einem wundervollen Prolog.

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Veröffentlicht am 13.04.2025

Who is who?

Die Schwester des Serienkillers
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Nachdem mich "Die Frau des Serienkillers " sehr begeistert hat, dagegen aber "Die Tochter des Serienkillers" für mich deutlich nachgelassen hatte, war ich extrem gespannt auf den letzten Teil und wie dieser ...

Nachdem mich "Die Frau des Serienkillers " sehr begeistert hat, dagegen aber "Die Tochter des Serienkillers" für mich deutlich nachgelassen hatte, war ich extrem gespannt auf den letzten Teil und wie dieser ausfallen würde.
Dieses Mal begleiten wir Anna, die Schwester des beschuldigten Serienkillers, welche sich nach einer schweren Kindheit nun ein scheinbar glückliches Leben aufgebaut hat. Die Atmosphäre ist von Anfang an spannungsgeladen, man spürt die Bedrohung und den Zeitdruck. Im Gegensatz zu den vorherigen Büchern wird es bei den Tatortbeschreibungen blutiger. Ansonsten verläuft die Story gewohnt ruhig, ohne dadurch an Spannung zu verlieren. Im Gegenteil. Ich habe von der ersten Seite an mitgefiebert. Die Handlung wird hauptsächlich von der Protagonistin Anna getragen, aus deren Perspektive wir das Geschehen erleben. Es gibt vereinzelte Einschübe einer anderen Person, aber diese sind kurz und selten. Neben der Handlung in der Gegenwart gibt es auch immer wieder Rückblicke in die Vergangenheit von Anna, wodurch immer mehr Licht ins Dunkel kommt.
Die stetige Zuspitzung mit Wendungen und Überraschungen und einem Ende, das ich so nicht habe kommen sehen, machen das Buch für mich definitiv zum besten Band der drei Teile.

Anmerkung: Jedes der Bücher enthält andere Figuren und Handlungsstränge, sodass man sie unabhängig voneinander lesen kann.

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