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Veröffentlicht am 14.10.2020

Wenn ein ausgesetzter Hund zwei quasi Fremde zusammenbringen soll kann das eine zähe Geschichte werden.

Körbchen unterm Mistelzweig
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Petra Schier – Körbchen unterm Mistelzweig


Wenn ein ausgesetzter Hund zwei quasi Fremde zusammenbringen soll kann das eine zähe Geschichte werden.


Meine Meinung / Bewertung:
Nachdem ich im vergangenen ...

Petra Schier – Körbchen unterm Mistelzweig


Wenn ein ausgesetzter Hund zwei quasi Fremde zusammenbringen soll kann das eine zähe Geschichte werden.


Meine Meinung / Bewertung:
Nachdem ich im vergangenen Jahr „Stille Nacht, flauschige Nacht“ gelesen habe, habe ich mich sehr über eine Fortsetzung dieser Reihe gefreut. „Körbchen unterm Mistelzweig“ ist Band 5 der Weihnachtshund-Reihe. Zwar kann man meiner Einschätzung nach die Bände auch getrennt voneinander lesen; um jedes Detail zu verstehen und genießen zu können würde ich jedoch empfehlen wenn möglich die Bücher in der richtigen Reihenfolge zu lesen. So bin ich in „Körbchen unterm Mistelzweig“ auf Charaktere gestoßen, die ich aus dem Vorgänger bereits kannte.
In meinen Augen waren es fast zu viele Charaktere, die immer wieder in Erscheinung traten. Es wurde ein bisschen unübersichtlich hinsichtlich Verwandtschaftsgrad, Beziehungsstatus und dergleichen, sodass ich mir fast einen Stammbaum gezeichnet hätte, um zu behalten wer denn nun wer ist und zu wem in welchem Verhältnis steht.
Leider muss ich gestehen, dass ich bis zum Schluss nicht in das Buch reingefunden habe. Dies liegt in erster Linie an der Protagonistin Viola, die mir einfach nicht sympathisch werden wollte. Ihr Charakter besteht allem voran aus Schüchternheit, wodurch sie in Situationen, die sie überfordern, in meinen Augen recht schnell zickig rüberkommt, was oft der Fall war.
Und auch die Szenen mit der Hundedame Daisy waren zwar ein kleines Highlight, jedoch auch ein wenig ermüdend. Zur Erläuterung für all diejenigen, die noch keins dieser Bücher gelesen haben: die Autorin lässt den Leser vereinzelt an den Gedanken des Hundes teilhaben. Eine wirklich super witzige und einzigartige Idee. Hier konnten mich diese Szenen jedoch nicht überzeugen, da die Menschen den Gedanken der Hündin unmittelbar ausgesprochen haben – und das fast eins zu eins. Ich wusste also, was der nächste gesprochene Satz sein wird.
Auch die Storyline konnte mich nicht fesseln und so plätscherte der Verlauf der Geschichte lediglich derart vor sich hin, dass ich mich irgendwann dabei erwischt habe Abschnitte überfliegen zu wollen.

Mein Fazit:
Leider haben das Buch und ich nicht zueinander gefunden.
In meinen Augen bleibt es weit hinter „Stille Nacht, flauschige Nacht“ zurück.

Sterne: 2 von 5!


Viel Spaß beim Lesen!

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Veröffentlicht am 06.09.2020

Eine weitere magische Detektivgeschichte mit einer einzigartigen Protagonistin, die überzeugt

Hex Files - Wilde Hexen
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Helen Harper – Hex Files (2). Wilde Hexen


Eine weitere magische Detektivgeschichte mit einer einzigartigen Protagonistin, die überzeugt

Meine Meinung / Bewertung:
Nach Band eins „Hexen gibt es doch“ ...

Helen Harper – Hex Files (2). Wilde Hexen


Eine weitere magische Detektivgeschichte mit einer einzigartigen Protagonistin, die überzeugt

Meine Meinung / Bewertung:
Nach Band eins „Hexen gibt es doch“ konnte ich es kaum erwarten Neues über meine Lieblingshexe Ivy Wilde zu lesen. Ich habe sie als eine unabhängige junge Frau kennengelernt, die gerne den einfachen Weg wählt, entgegen dem ersten Anschein jedoch nicht auf den Kopf gefallen ist.
Und auch in Band zwei hat sie nichts von ihrem Witz verloren. Für den Heiligen Orden der Magischen Erleuchtung am Set ihrer Lieblingssendung Verwünscht spionieren? Sehr gerne! Dabei als Set Runner früh aufstehen und den ganzen Tag auf den Beinen sein? Auf keinen Fall! Und dennoch kommt es genauso. Ivy soll sich unauffällig auf dem Set bewegen, um so Informationen zum mysteriösen Tod eines Teilnehmers zu erfahren. Doch leider ist nicht aufzufallen nicht unbedingt Ivys Stärke, was nur zu einigem Augenrollen bei Raphael Winter führt.
Raphaels Auftritte im Buch sind zwar geringer, dafür durch das bereits aufgebaute Verhältnis zwischen ihm und Ivy umso interessanter und Funken sprühender.
Die Story schreitet recht schnell voran. Teilweise für meinen Geschmack etwas zu schnell. Eine kurze Atempause hätte Ivy – und mir als Leserin – an der ein oder anderen Stelle gut getan. Das wäre aber auch schon mein größter Kritikpunkt.
Bei Band eins hatte ich kritisiert, dass ich mir mehr Interaktion von Hexen und der nicht-magischen Gesellschaft gewünscht hätte. Und genau das habe ich jetzt bekommen, was mich sehr gefreut hat.
Gut fand ich auch, dass sich Ivys Charakter durch die Geschehnisse aus Band eins weiterentwickelt hat und sie offen für Neues war.
Ich bin ein bisschen hin und her gerissen, ob mir Band zwei besser oder schlechter gefallen als Band eins. Einerseits waren Sachen enthalten, die ich mir bereits im Vorgänger gewünscht hätte, andererseits stand die Geschichte (- ein Kriminalfall, bei dem ich auf der falschen Fährte unterwegs war -) an sich im Vordergrund und nicht unbedingt Ivys Eigenarten. Wenn ich mich festlegen muss würde ich sagen, dass mich Band zwei zwar absolut überzeugen konnte, mir Band eins aber eine Spur besser gefallen hat, weil man mehr über Ivy lernt.

Mein Fazit:
Eine weitere magische Detektivgeschichte mit einer einzigartigen Protagonistin, die überzeugt.

Sterne: 4 von 5!


Viel Spaß beim Lesen!

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Veröffentlicht am 05.09.2020

Modernes Märchen unverblümt erzählt mit willensstarker Prinzessin.

Silver Crown - Forbidden Royals
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Julie Johnson – Forbidden Royals (1). Silver Crown


Modernes Märchen unverblümt erzählt mit willensstarker Prinzessin.


Meine Meinung / Bewertung:
Ich gebe zu: Geschichten über Königliche Familien ziehen ...

Julie Johnson – Forbidden Royals (1). Silver Crown


Modernes Märchen unverblümt erzählt mit willensstarker Prinzessin.


Meine Meinung / Bewertung:
Ich gebe zu: Geschichten über Königliche Familien ziehen mich in ihren Bann. All der Prunk und Luxus mitsamt der höfischen Etikette versprechen stets eine ganz besondere Geschichte.
Insbesondere dann, wenn die Handlung ohne all dies beginnt. Die Protagonistin Emilia ist die illegitime Tochter des Mannes, der in der Thronfolge an zweiter Stelle steht. Ihrem Vater war es als zweitgeborener Sohn nicht bestimmt auf dem Thron zu sitzen. Und so hatte auch Emilias Existenz keine Bedeutung für die Krone. Sie hat ein ziemlich normales Leben abseits des Hofes geführt mitsamt all der Höhen und Tiefen, die einer jungen Frau in ihrem Leben begegnet sein können. Nur ihr bester Freund weiß wer ihr Vater ist. Für ihre übrigen Bekannten ist sie die Studentin, deren alleinerziehende Mutter bereits verstorben ist.
Umso härter trifft es sie, als durch einen Schicksalsschlag in der königlichen Familie ihr Vater plötzlich zum König gekrönt werden soll. Denn als die einzige Nachkommin – wenn auch nicht anerkannt – ist sie plötzlich von Bedeutung für die Monarchie. Doch weder ist Emilia bereit für ein Leben an Hofe, noch ist der königliche Hof bereit für eine junge Frau, die abseits des höfischen Protokolls aufgewachsen ist und deren Willensstärke einiges auf den Kopf stellen wird.
Die einzige Stütze für Emilia sind ihre neuen Stiefgeschwister – insbesondere Carter. Zwischen Emilia und Carter funkt es vom ersten Moment an, doch scheint ihr Katz und Maus Spiel für keinen von beiden gut zu sein.
Und so muss Emilia lernen mit all dem Neuen umzugehen: Teil der Royal Family zu sein, einen Vater zu „haben“, Geheimnisse über ihre Mutter zu erfahren und ihr Verhältnis zu ihrem besten Freund aus ihrem bisherigen Leben und zu ihrem Stiefbruder aus ihrem neuen Leben zu überdenken.
Die Autorin konnte mich sowohl mit ihrem Schreibstil, als auch mit ihren Charakteren zu überzeugen. Insbesondere die Darstellung Emilias hat mir gut gefallen. Sie ist eine kluge junge Frau, die in ihrem Herzen ein junges nach Anerkennung sehnendes Mädchen ist. Sie lässt sich nicht unterkriegen und analysiert die Situation, in die sie so unerwartet und unvorbereitet hineingeschubst wurde.
Dieser Auftakt der Forbidden-Royals-Trilogie beinhaltet einiges, was es in den weiteren Büchern noch aufzuklären gilt.
Ich kann es kaum erwarten zu lesen wie es weitergeht!

Mein Fazit:
Modernes Märchen unverblümt erzählt mit willensstarker Prinzessin.
Das Buch ist jedoch in sich nicht abgeschlossen – einige lose Fäden warten darauf in den weiteren Bänden der Trilogie weitererzählt zu werden.

Sterne: 4 von 5!


Viel Spaß beim Lesen!

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Veröffentlicht am 23.08.2020

Seichtes Schippern im Mittelmeer statt knallharter Geschäfte in der Metropole

King of London
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Louise Bay – King of London (Teil 1 der neuen Reihe)

Seichtes Schippern im Mittelmeer statt knallharter Geschäfte in der Metropole

Meine Meinung / Bewertung:
Ich kannte bereits Louise Bays „Kings of ...

Louise Bay – King of London (Teil 1 der neuen Reihe)

Seichtes Schippern im Mittelmeer statt knallharter Geschäfte in der Metropole

Meine Meinung / Bewertung:
Ich kannte bereits Louise Bays „Kings of New York“ Reihe und habe mich daher über eine neue gleichartige Reihe, die nun auf der anderen Seite des Atlantiks spielt, sehr gefreut.
Doch leider blieb die Geschichte hinter meinen Erwartungen zurück. Dies kam insbesondere dadurch, dass gefühlt kaum etwas passiert und nur sehr wenige Charaktere mitspielen. Auch das Londoner Flair fehlt völlig, da die Geschichte überwiegend woanders spielt.
Geschäftsmann Hayden steht kurz vor dem Abschluss eines wichtigen Deals. Er fürchtet jedoch einen Maulwurf in seiner Londoner Firma zu haben, durch den das Geschäft platzen könnte, und zieht sich daher zum Schein auf eine Jacht zurück, auf der die Amerikanerin Avery als Chefstewardess arbeitet.
An und für sich ist eine Luxusjacht im Mittelmeer ein super Setting und sorgt auch beim Leser für Urlaubsfeeling. Doch leider geht dadurch das Geschäftsmäßige bzw. das Großstadtfeeling verloren.
Wir erleben Hayden im Gegensatz zu anderen männlichen Protagonisten der New Yorker Reihe nicht aktiv als knallharten Geschäftsmann, sondern eher als paranoiden Eigenbrötler. Indirekt bekommen wir etwas über seine Arbeit erzählt, ansonsten erleben wir nur mit, wie anziehend er doch die Chefstewardess Avery findet. Avery ist übrigens die Einzige, die in seine Kabine und ihn bedienen darf.
Von Avery erfahren wir ein bisschen mehr. So hat sie den Job trotz fehlender Pause angenommen, um ihren seit einem Unfall gelähmten Bruder und ihren alternden Vater zu unterstützen.
Doch leider wird insgesamt nur sehr oberflächlich an der Persönlichkeit der Charaktere gekratzt.
Auch spielen die anderen Crewmitglieder nur eine minimale Rolle. Hier hätte ich mir mehr Interaktion gewünscht, die mehr Lebendigkeit in die Handlung gebracht hätte.
Das Ende wartete leider auch nicht mit einem großen Knall auf – die Enthüllung des Maulwurfs wurde zur Nebensache.

Mein Fazit:
Nette Urlaubslektüre für zwischendurch, die jedoch ohne besonderes Highlight daherkommt. Daher, wenn auch knapp ..

.. 3 von 5 Sterne!

Viel Spaß beim Lesen!

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Veröffentlicht am 21.08.2020

Gefühlvolle Geschichte, die zum Ende hin schwächer wird

Never Doubt
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Emma Scott – Never Doubt


Gefühlvolle Geschichte, die zum Ende hin schwächer wird


Meine Meinung / Bewertung:
Bereits die Widmung verrät, womit wir es in dem Buch zu tun bekommen. An Vergewaltigungsvorwürfen ...

Emma Scott – Never Doubt


Gefühlvolle Geschichte, die zum Ende hin schwächer wird


Meine Meinung / Bewertung:
Bereits die Widmung verrät, womit wir es in dem Buch zu tun bekommen. An Vergewaltigungsvorwürfen unter der Kampagne „Me Too“ kann eigentlich niemand in den letzten Jahren vorbeigekommen sein. Ich befürworte eine solche Widmung, da in Büchern immer öfter ernste Themen (Schicksalsschläge, Krankheiten u.ä.) vorkommen und ich mir daher eine Triggerwarnung wünsche. Eine solche ist in der Widmung zu sehen.
Wir erfahren relativ schnell, was Willow, die in ihrem letzten Highschool-Jahr ist, passiert ist. Seit diesem Vorfall fühlt sie sich beschmutzt und völlig aus der Bahn geworfen. Ihre Eltern verstehen ihr verändertes Verhalten nicht. Willows Empfindungen fand ich dabei sehr gefühlvoll geschildert. Ich bekam ein Gefühl für Willow als junge Frau und nicht „nur“ als Buchfigur. Auch war die negative Erfahrung, die sie gemacht hat, stets spürbar.
Da ihr Vater versetzt wurde, zieht Willow mit ihren Eltern von New York City nach Harmony. Dort lernt sie in der Schule den ein paar Jahre älteren Isaac kennen. Isaac gilt als der Bad Boy der Stadt, doch im Grunde genommen ist er ein vernachlässigter Junge, der sich in sich zurückzieht, um der Situation zu entfliehen. Aufblühen kann er nur auf der Bühne. Und so kommt es, dass Willow und Isaac gemeinsam in Shakespeares Hamlet spielen und viel Zeit bei gemeinsamen Proben verbringen – ein Umstand, der Willows Vater ganz und gar nicht Recht ist.
Auch Isaac fand ich derart gut beschrieben, dass ich relativ schnell ein Gefühl dafür bekam wer er abseits der Bühne ist und warum er sich so verhält wie er es nun mal tut.
Besonders gut gefallen haben mir die Parallelen zwischen Willows und Isaacs Situation mit der Hamlets und Ophelias. Eigentlich hätte mir da schon eher bewusst sein müssen, wie die Handlung verläuft, aber ich habe den ersten Akt (das Buch ist in drei Akte eingeteilt), der gut zwei Drittel des Buches ausmacht, nahezu in mich aufgesogen. Einfach top! Sehr gekonnt geschrieben.
Jetzt kommt das große Aber: der zweite und der dritte Akt blieben in meinen Augen weit hinter dem ersten Akt zurück. Während ich anfangs mit Willow und Isaac mitgefühlt habe, habe ich mich später mehr als einmal beim Augenrollen erwischt. Die Handlung wurde viel zu schnell vorangetrieben und leider auch wenig überraschend. Die Aufarbeitung einzelner Situationen geschah für mich gefühlt im Schnelldurchlauf und hätte mehr Raum bedurft. Das Verhältnis war für mich nicht ausgewogen.
Auch habe ich nach Stellen gesucht, in denen es heißt: „zweifle nie“. Denn ich versuche meistens einen Zusammenhang zwischen Titel und Story herzustellen. Und ja, ich wurde fündig. Allerdings finde ich, dass der Originaltitel „In Harmony“ um einiges besser gepasst hätte. Denn er beschreibt nicht nur den Ort, an dem Willow und Isaac sich begegnet sind, sondern auch das Gefühl wenn sie zusammen sind.


Mein Fazit:
Grundsätzlich ein sehr schönes Buch mit einem überzeugenden und einfühlsamen Schreibstil über zwei Jugendliche, denen der Start ins (Erwachsenen-)Leben erschwert wurde und die zunächst einmal zu einer gewissen Normalität finden müssen um in der Welt bestehen zu können.
Auch wenn mir der erste Akt sehr gut gefallen hat, so muss ich leider sagen, dass mir die Aufarbeitung im Finale nicht gefallen hat. Zum Ende hin hätte man sich bzw. der Geschichte mehr Zeit lassen sollen.


Sterne: 3 von 5!

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