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Veröffentlicht am 26.01.2025

Viel Potenzial, wenig Substanz: eine enttäuschende Liebesgeschichte ohne Sogwirkung

Degrees of Engagement
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Jennifer Hennessys Degrees of Engagement präsentiert sich auf den ersten Blick als vielversprechende Liebesgeschichte, die durch ihr wunderschönes Cover und den unfassbar ansprechenden Farbschnitt besticht. ...

Jennifer Hennessys Degrees of Engagement präsentiert sich auf den ersten Blick als vielversprechende Liebesgeschichte, die durch ihr wunderschönes Cover und den unfassbar ansprechenden Farbschnitt besticht. Besonders gelungen finde ich, dass die Protagonisten Bianca und Xavier nur angedeutet dargestellt werden, was viel Raum für die eigene Fantasie beim Lesen der (Liebes-)Geschichte lässt. Leider konnte mich der Inhalt des Buchs nicht ansatzweise so überzeugen wie die äußere Gestaltung.

Als absolute Liebhaberin des Fake Dating-Tropes hatte ich große Erwartungen an diese Geschichte, doch leider wurden sie nicht erfüllt. Nicht die Häufigkeit, mit der ich dieses Trope lese, war das Problem, sondern die aus meiner Sicht mangelhafte Umsetzung. Insbesondere die wiederkehrende Fehlkommunikation zwischen den Charakteren trieb mich schier zur Verzweiflung – und das leider nicht auf eine gute Art und Weise. Positiv hervorzuheben ist jedoch, dass sich die Beziehung zwischen Bianca und Xavier langsam aufbaute und nicht durch eine unglaubwürdige, plötzliche Verliebtheit geprägt war.
Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und leicht, sodass sich das Buch an sich schnell lesen lässt. Doch leider fehlt dem Stil das Besondere, das ihn von der breiten Masse abheben könnte. Für mich bleibt er insgesamt unscheinbar und wenig einprägsam.
Die Grundidee der Geschichte wirkte auf mich frisch und neu, besonders da ich starke und schlaue weibliche Protagonistinnen in Liebesgeschichten sehr schätze. Doch obwohl Bianca auf den ersten Blick diese Anforderungen erfüllt, konnte sie mich nicht wirklich erreichen. Das lag vor allem daran, dass es der Geschichte an emotionalem Tiefgang und Spannung mangelte. Trotz der relativ hohen Seitenzahl passierte gefühlt kaum etwas – das Buch wirkte dadurch stellenweise langatmig und sogar langweilig.
Ein weiteres Problem war die mangelnde charakterliche Tiefe. Obwohl Bianca und Xavier durchaus authentisch wirkten, blieben sie für mich austauschbar und wenig greifbar. Auch die Perspektive der dritten Person konnte daran nichts ändern, sondern hat dieses distanzierte Gefühl bei mir eher noch unterstützt. Hinzu kommt, dass die Handlungsstränge von Anfang an offensichtlich waren, sodass keinerlei Spannung oder Überraschungen aufkamen.

abschließendes Fazit:
Trotz einer ansprechenden Aufmachung und einer interessanten Grundidee konnte mich Degrees of Engagement von Jennifer Hennessy leider nicht überzeugen. Die Geschichte litt unter flachen Charakteren, einem fehlenden Spannungsbogen und einer wenig gelungenen Umsetzung des Fake Dating-Tropes. Zwar gab es einzelne Lichtblicke, wie den langsamen Beziehungsaufbau, doch diese reichten nicht aus, um die Schwächen des Buches auszugleichen. Daher kann das Buch leider nicht wirklich weiterempfehlen.

Veröffentlicht am 26.12.2024

Humorvoll, heilend und herzergreifend

Fake Dates and Fireworks
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Kyra Groh hat mit Fake Dates and Fireworks ein Buch geschaffen, das sich durch eine erfrischend andere Herangehensweise an das beliebte Trope des Fake Datings auszeichnet. Im Gegensatz zu vielen Geschichten ...

Kyra Groh hat mit Fake Dates and Fireworks ein Buch geschaffen, das sich durch eine erfrischend andere Herangehensweise an das beliebte Trope des Fake Datings auszeichnet. Im Gegensatz zu vielen Geschichten dieses Genres, in denen häufig prominente Personen im Mittelpunkt stehen, zeigt die deutschsprachige Autorin ganz wunderbar, dass es auch anders geht – bodenständiger, realistischer und trotzdem genauso charmant. Diese Umsetzung hat mich sofort angesprochen und begeistert. Das Buch, welches am 16. Dezember 2024 im Forever-Verlag erschienen ist, enthält die in sich abgeschlossene Liebesgeschichte um die junge Erzieherin Becca, die ihrem jährlichen Silvester-Date und Freund Nils im Urlaub ihre Liebe gestehen möchte und dort zufällig auf den unausstehlichen Onkel eines ihrer Kita-Kinder, Raphael, trifft.

Der Schreibstil von Kyra Groh ist ein weiteres Highlight des Buches. Er ist so flüssig, modern und leicht, dass man regelrecht durch die Seiten fliegt. Gleichzeitig schafft sie es, den Leser in die Geschichte hineinzuziehen und vollkommen darin zu versenken. Man möchte gar nicht mehr auftauchen. Besonders beeindruckend ist die perfekte Balance zwischen lockerem Humor und tiefgehenden Emotionen, die sie meisterhaft miteinander verknüpft. So wichtige und bewegende Themen, wie toxische Beziehungsmuster, werden feinfühlig und mit einer bemerkenswerten Tiefe behandelt, ohne dass die Geschichte an Leichtigkeit verliert.
Becca, die Protagonistin dieser wundervollen Geschichte, ist ohne Zweifel das Herzstück dieses Romans. Ihre Entwicklung und ihre charakterliche Selbstreflexion machen sie nicht nur zu einer vielschichtigen und authentischen Figur, sondern verleihen der Geschichte auch eine besondere Bedeutung. Es war für mich unglaublich bereichernd, Beccas Weg zu begleiten, ihre Herausforderungen mitzuerleben und ihre inneren Prozesse nachzuvollziehen. Ihre Reise hat mich selbst zum Nachdenken angeregt und mir das Gefühl gegeben, etwas Wertvolles aus dieser Geschichte mitzunehmen. Dieser Aspekt hat die Handlung für mich besonders nachempfindbar und „wholesome“ gemacht. Im Vergleich dazu war für mich persönlich der männliche Protagonist, gerade zu Beginn der Geschichte, etwas zu blass skizziert. Auch wenn im Laufe der Geschichte eine ebenso vielschichtiger Charakter kräftiger zum Vorschein kam, konnte er mit dem Charakter von Becca nicht mithalten.
Alles in allem sind die Charaktere jedoch gelungen. Sie wirken durch ihre Ecken und Kanten realistisch und authentisch, was sie umso liebenswerter macht. Es ist leicht, sich mit ihnen zu identifizieren und ihre Emotionen nachzufühlen. Besonders schön fand ich, dass die Geschichte weitgehend auf unnötiges oder konstruiertes Drama verzichtet. Das Buch zeigt, dass starke Charakterentwicklungen und tiefgründige Themen keine übertriebenen Konflikte brauchen, um den Leser zu fesseln.
Trotz der ein oder anderen Vorhersehbarkeit – die man bei einer romantischen Geschichte dieses Genres durchaus erwarten kann – hat das der Lesefreude keinen Abbruch getan. Vielmehr war es wohltuend, wie sich die Geschichte entfaltet hat. Das Ende war schlichtweg wunderbar und spiegelte die Entwicklung der Charaktere perfekt wider. Es rundet das Buch auf eine Art und Weise ab, die einfach zufriedenstellt und berührt. Einzig ein paar mehr Informationen zum weiteren Werdegang der Nebencharaktere hätte ich mir gewünscht, aber das ist nur ein kleiner Wermutstropfen.

abschließendes Fazit:
Zusammenfassend ist Fake Dates and Fireworks von Kyra Groh ein heilendes, humorvolles und aufbauendes Buch, das ich wärmstens empfehlen kann. Es erinnert daran, dass sich Neuanfänge lohnen und dass man manchmal einfach den Mut haben sollte, etwas zu wagen. Für den Monat Dezember ist es definitiv mein Highlight. Auch wenn es knapp nicht für ein absolutes Lesehighlight gereicht hat, ist eine wundervolle Geschichte, die im Herzen bleibt.

Veröffentlicht am 30.11.2024

eine Fortsetzung, die meine stürmische Liebe für diese Reihe noch weiter entfachen hat ♥

Die Sonnenfeuer-Ballade 2: A Storm to Kill a Kiss
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Bei A Storm to Kill a Kiss handelt es sich um den zweiten Band der fesselnden und düster-romantischen dreiteiligen Die Sonnenfeuer-Ballade-Reihe aus der Feder der begnadeten Autorin Julia Dippel rund um ...

Bei A Storm to Kill a Kiss handelt es sich um den zweiten Band der fesselnden und düster-romantischen dreiteiligen Die Sonnenfeuer-Ballade-Reihe aus der Feder der begnadeten Autorin Julia Dippel rund um die junge Halb-Qidhe Sintha, den gefürchteten Anführer der Vakár, Arezander, und all die Wesen in der Welt der Menschen und Qidhe, deren Frieden auf mehr als wackeligen Beinen steht. Zu der Die Sonnenfeuer-Ballade-Trilogie gehören zwei weitere Bände, wobei die einzelnen Bücher nicht unabhängig voneinander lesbar sind, sondern eine fortlaufende Geschichte um Sintha, Arezander und all den anderen wunderbaren Wesen erzählen. Die Sonnenfeuer-Ballade beginnt mit dem Auftaktband A Song to raise a Storm. Den Reihenabschluss um die spannende (Liebes-)Geschichte von Sintha und Arezander bildet A Kiss to end a Song, welcher am 27. März 2025 erscheinen wird. Das Buch A Storm to Kill a Kiss ist demnach nicht in sich abgeschlossen, weist meiner persönlichen Meinung nach zwar ein ein wenig vorhersehbares, aber dennoch ziemlich fieses, Atem-zum-Stocken-bringendes und Herzschlag-aus-dem-Takt-bringendes Ende auf.

Ich bin ehrlich gesagt kein großer Liebhaber von "echten" Personen auf dem Cover, aber Julia Dippel ist da schon seit der Cassardim-Trilogie und der Izara-Reihe eine absolute Ausnahme. Ich muss gestehen, dass ich das Cover nicht als das schönstes der Welt beschreiben würde, aber dennoch ist es mir ans Herz gewachsen, auch wenn ich die Eule als gewähltes Symbol bis zum Ende der Geschichte nicht wirklich verstehe. Außerdem LIEBE ich es, wie die Titel gemeinsam einen in sich geschlossenen Kreis bilden. Es sind die klitzekleinen Kleinigkeiten, die mein Bücherherz zum höherschlagen bringen. Auch die (sich aus Band 1 wiederholende) Idee mit dem QR-Code finde ich optimal gelöst und wir wissen absolut alle, dass ich diesen auch gescannt habe! Auch die weitere Innengestaltung, wie die kleinen passenden Kapitelüberbilder, zeigen wie viel detaillierte Liebe in dem Buch und der Geschichte stecken, dass man als Leser:in gar nicht anders kann als dieses Buch und die Geschichte zu lieben!
Schon mit dem Einstieg in die Trilogie konnte mich Julia Dippel voll und ganz von den Charakteren, der Welt und der Geschichte überzeugen. A Song to Raise a Storm ist ein fantastisches Highlight, dass mich im Sturm erobert hat. Der grandiose Schreibstil und das genial innovative Worldbuilding konnten mich auf ganzer Linie überzeugen. Ich finde es immer wieder absolut genial, dass es bei den Geschichten von Julia Dippel keine losen Fäden gibt. Jede auch nur noch so kleine Begebenheit hat einen Sinn für die Geschichte beziehungsweise die jeweiligen Charaktere und das liebe ich so, so sehr. Wie sich alles perfekt zusammenfügt ohne künstlich konstruiert zu wirken. Und auch diese Fortsetzung überzeugt in den Punkten Schreibstil, Charakter(entwicklung), Worldbuilding und allgemeiner Konstruktion mit genial unvorhersehbaren Enthüllungen wieder vollumfänglich!
Ich bin mühelos wieder in die Geschichte eingetaucht und habe mich in der Welt verloren. Von der ersten Seite an wird man förmlich in die Handlung hineingezogen, und die bildgewaltige Fantasy-Welt entfaltet sich mit einer Tiefe und Abwechslung, die schlicht faszinierend ist. Die überraschenden Wendungen und die kunstvoll gestaltete Erzählung erzeugen eine Sogwirkung, die einen das Buch kaum aus der Hand legen lässt.
Die kreierten (Haupt-)Charaktere sind vielschichtig und entwickeln sich im Laufe der Geschichte weiter, was die allgemeine Handlung noch lebendiger, nahbarer und nachvollziehbarer macht. Die Protagonisten sind keineswegs perfekt (besonders Arez hat es mir wie im ersten Band nicht immer leicht gemacht); sie tragen innere Konflikte und äußere Herausforderungen sowohl wahrnehmbar als auch innerlich gut versteckt mit sich herum, was sie für mich umso authentischer wirken lässt. Wie bereits im ersten Band haben mich auch wieder die packenden romantischen Elemente (welche zum Glück nicht zu kitschig waren) überzeugt, da sich diese auch nahtlos in die übergeordnete Handlung eingefügt haben, ohne, dass der Spannungsbogen in irgendeiner Form darunter leiden musste. Ich freue mich mehr von der besonderen Chemie zwischen Arez und Sintha zu lesen (und fast durch die Wörter spüren zu können).
Allerdings gab es einige dramatische Aspekte, die künstlich in die Länge gezogen wurden. Besonders im Hinblick auf das Missverständnis um den Mord an Arezanders Bruder fiel dies auf, da dieses schließlich dann doch zu einfach aufgelöst wurde – eine kleine Schwäche, die ich so von Julia Dippel eigentlich nicht so gewohnt bin.
Für mich persönlich war das Ende schon irgendwie vorhersehbar, was es aber dennoch nicht weniger genial gemacht hat und eine Atem-zum-Stocken- und Herzschlag-aus-dem-Takt-bringende Wirkung auf mich hatte! Ich empfinde jetzt schon unbändige Vorfreude, wenn ich daran denke, dass ich im Frühjahr 2025 endlich den finalen Band der Reihe lesen darf, in welchem Arezander und Sintha (sowie all die anderen wunderbaren Charaktere) dann hoffentlich auch ihr wohlverdientes HappyEnd erleben!

abschließendes Fazit:
Wieder einmal hat es Julia Dippel geschafft: Für mich persönlich ist Die Sonnenfeuer-Ballade und somit auch A Storm to Kill a Kiss ein Must-Read für alle! Eine romantisch-fantastische Geschichte in einer wunderbar ausgearbeiteten Welt voller faszinierender Magie, gefährlichen Geheimnissen, heimtückischen Intrigen und intensiven Gefühlen, die das Herz eines jeden Lesers höher und schneller schlagen lässt.

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Veröffentlicht am 18.11.2024

Ein äußerliches Schmuckstück ohne innerliche Sogwirkung

Mondia-Dilogie 1: Silent Secrets
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Bei Silent Secrets handelt es sich um den ersten Band der Mondia-Dilogie aus der Feder der deutschen Autorin Alexandra Flint rund um die junge Remy, welche unwissentlich die letzte Erbin der Ripari ist, ...

Bei Silent Secrets handelt es sich um den ersten Band der Mondia-Dilogie aus der Feder der deutschen Autorin Alexandra Flint rund um die junge Remy, welche unwissentlich die letzte Erbin der Ripari ist, den geheimnisvollen Silbenspringer Kasimir und der mysteriösen Welt rund um die Weltenbibliothek Mondia, welche Schwierigkeiten hat das fragile Gleichgewicht der Welt zu bewahren.
Zu der Mondia-Dilogie gehört ebenfalls der zweite Abschlussband Twisted Treason, welcher am 21. Februar 2025 erscheinen wird und eine direkte Fortsetzung der in Silent Secrets erzählten Geschichte darstellt, sodass die Handlung nicht in sich abgeschlossen ist und es zwangsläufig nötig ist zunächst den Auftaktband der Dilogie zu lesen, welches mit einem ziemlich miesen Cliffhanger endet.

Silent Secrets hat mich mit seinem äußeren Erscheinungsbild sofort verzaubert. Das Cover passt hervorragend zur geheimnisvollen Stimmung und dem Titel: dunkel, detailreich und ein Hauch altertümlich – ein echter Blickfang! Auch das Page Overlay und die liebevolle innere Gestaltung insgesamt sind absolute Highlights. Leider konnte die Geschichte im Inneren dieses hohe Niveau der Äußerlichen für mich nicht halten.
Die Handlung hatte durchaus Potenzial, aber es fehlte für mich an Überraschungsmomenten und Tiefgang. Viele Wendungen waren vorhersehbar, wie etwa Remys Herkunft, die schon im Prolog angedeutet wurde. Dadurch ging mir persönlich ein zu großer Teil der Spannung verloren. Die Dialoge zwischen den Charakteren wirkten oft künstlich und wenig authentisch, und die schnellen, intensiven Gefühle zwischen den Protagonisten waren für mich nicht greifbar. Besonders gestört hat mich, dass sich die gesamte Geschichte über keine wirkliche Sogwirkung bei mir einstellte – ein Aspekt, den ich bei einem guten Buch sehr schätze.
Die Weltenbibliothek Mondia und ihre Magie, sowie die daraus resultierende Welt der erzählten Geschichte, blieben für mich lange nicht greifbar, was das Eintauchen in das Buch erschwerte. Auch die Antagonisten, die sogenannten Novas, waren viel zu schwach ausgearbeitet: Ihre Motive blieben unklar, und ich hatte Schwierigkeiten, ihr Handeln nachzuvollziehen. Für mich macht ein guter Antagonist aus, dass er selbst glaubt, das Richtige zu tun – das hat hier leider gefehlt. Vielleicht ändert sich das aber auch noch im abschließenden Folgeband.
Die Protagonistin Remy empfand ich als naiv, und einige ihrer Entscheidungen wirkten wenig realistisch. Beispielsweise schien es mir wirklich unlogisch, dass sie Fremden so schnell vertraute, besonders in gefährlichen Situationen. Auch die Liebesgeschichte zwischen Remy und Kasimir konnte mich nicht überzeugen, da die Gefühle in der kurzen Zeitspanne der Handlung zu präsent und intensiv waren, zudem sich die Charaktere auch noch in einer eher Extremsituation kennengelernt haben.
Positiv hervorzuheben ist der flüssige Schreibstil, der das Lesen erleichtert hat. Allerdings störten mich die eingestreuten französischen Floskeln, die meinen Lesefluss beeinträchtigten, auch wenn sie sicherlich zur Atmosphäre beitragen sollten.
Das Ende hat mich leider enttäuscht, da die Enthüllungen wenig überraschend waren und keine nachhaltige Wirkung hinterließen. Alles in allem fand ich das Buch Silent Secrets nicht schlecht, aber leider auch absolut nicht besonders. Die Geschichte und ihre Charaktere sind leider nicht wirklich in meinem Kopf und meinem Herzen hängengeblieben, sodass das Buch bedauerlicherweise kein Highlight, sondern eher etwas für Zwischendurch für mich geworden ist.

abschließendes Fazit:
Insgesamt ist Silent Secrets, der erste Band der Mondia-Dilogie von Alexandra Flint, für mich eine nette Lektüre für Zwischendurch, aber leider auch nicht mehr. Die Grundidee hat großes Potenzial, das aber in diesem Band nicht ausgeschöpft wurde. Ob ich den zweiten Teil lesen werde, weiß ich noch nicht, denn der Funke ist bis zum Schluss nicht übergesprungen. Daher kann ich höchsten eine kleine Leseempfehlung aussprechen!

Veröffentlicht am 17.11.2024

Wunderschön, bewegend, unvergesslich: mein Herz in tausend Teile – und wieder zusammengesetzt

A Thousand Broken Pieces
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Über 4 Jahre. Mehr als 52 Monate. Insgesamt 1583 Tage. Eine Ewigkeit.
So lange ist es her, dass All Your Kisses von Tillie Cole als persönliches Lebenslesehighlight mein Herz erobert hat. Und nun hat A ...

Über 4 Jahre. Mehr als 52 Monate. Insgesamt 1583 Tage. Eine Ewigkeit.
So lange ist es her, dass All Your Kisses von Tillie Cole als persönliches Lebenslesehighlight mein Herz erobert hat. Und nun hat A Thousand Broken Pieces das Unmögliche geschafft: Es hat mein Herz erneut berührt, zerrissen und auf wundervolle Weise geheilt.

Bei A Thousand Broken Pieces handelt es sich um einen Roman aus dem lyx-Verlag von der englischen Autorin Tillie Cole, welcher mich mit seiner Emotionalität, Wortgewandtheit und individuellen Charakterentwicklung mehr als unglaublich von sich überzeugen könnte. Außerdem wird sich in dieser so berührenden Geschichte sensibel mit wichtigen und tiefgründigen Themen auseinandergesetzt, wodurch sich dieses Buch meiner Meinung nach nochmal von den vielen anderen Geschichten in diesem Genre positiv absetzt. Legt die Taschentücher bereit und genießt unglaubliche Lesemomente mit der tiefgehend berührenden Liebesgeschichte um Savannah Litchfield und Cael Woods.
Da es sich bei A Thousand Broken Pieces um eine indirekte Fortsetzung von All Your Kisses handelt, würde ich jeder Person empfehlen, die bittersüße Liebesgeschichte von Poppy Litchfield und Rune Kristiansen zunächst zu lieben.

Schon der Einstieg des Buches hat mich tief bewegt. Bereits das Zitat von Poppy, einer so besonderen Figur, ließ meine Emotionen aufleben, und ich wusste sofort: Diese Geschichte wird mich nicht nur mitreißen, sondern auch verändern. Die ersten Seiten des Prologs waren so kraftvoll, dass meine Tränen liefen – und das war erst der Anfang.
Tillie Cole beweist mit diesem Buch einmal mehr ihre außergewöhnliche Fähigkeit, Worte mit einer Intensität und Tiefe zu füllen, die direkt ins Herz gehen. Ihr Schreibstil ist sanft und dennoch voller Bedeutung, gefühlvoll und zugleich unglaublich mitreißend. Es ist beeindruckend, wie sie es schafft, mit jeder Zeile nicht nur eine Geschichte zu erzählen, sondern auch Botschaften zu übermitteln, die lange im Kopf und im Herzen bleiben.
Die Charaktere Savannah und Cael haben mich vom ersten Moment an gefesselt. Beide sind so authentisch und vielschichtig, dass ich ihre Ängste, Zweifel und Hoffnungen fast wie meine eigenen spüren konnte. Während Savannah für mich von Anfang an eine tiefere Bindung hatte, da ich ihre Vorgeschichte aus All Your Kisses bereits kannte, hat Cael es in kürzester Zeit geschafft, mich ebenso zu überzeugen. Die Perspektivwechsel zwischen den beiden Protagonisten waren dabei perfekt umgesetzt und trugen zur Authentizität ihrer Reise bei.
Die Geschichte ist voller Schmerz und Verlust, aber auch Hoffnung, Liebe und Heilung. Es ist unglaublich bewegend zu sehen, wie zwei gebrochene Menschen sich gegenseitig stärken und wachsen – sowohl gemeinsam als auch individuell. Tillie Cole zeigt dabei, dass wahre Heilung von innen kommt und nicht nur für einen anderen Menschen stattfinden sollte.
Auch das Cover hat es mir persönlich angetan. Die leuchtende Farbexplosion auf schwarzem Hintergrund ist nicht nur wunderschön, sondern passt auch perfekt zur Intensität der Liebesgeschichte um Savannah und Cael.
Mein einzig kleiner Kritikpunkt ist, dass die Handlung teilweise vorhersehbar war. Ich hätte mir an einer Stelle gewünscht, dass die Charaktere möglicherweise einen anderen Weg einschlagen, um zu zeigen, dass Träume sich verändern können. Dennoch hat das Ende mich voll und ganz zufrieden zurückgelassen – emotional ausgelaugt, aber auf die beste Art und Weise.

abschließendes Fazit:
Dieses Buch hat mich drei Wochen begleitet, meine Gedanken und Gefühle bestimmt und mich am Ende mit dem Wunsch zurückgelassen, es direkt noch einmal zu lesen. Es ist eine Geschichte, die einen tief berührt und nicht so schnell loslässt. Für mich ein absolutes Highlight und eine wunderschöne Erinnerung daran, wie kraftvoll Liebe sein kann. Insgesamt möchte ich an dieser Stelle eine riesengroße Leseempfehlung für diese wahnsinnig emotional berührende Geschichte aussprechen.

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