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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.01.2022

ruhige, romantische Geschichte mit viel Luft nach oben

Winterwunderglitzern
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Victorias größter Traum ist es, eines Tages ihre selbst entworfenen Kleider in einem der Londoner Geschäfte, die sie täglich passiert, zu verkaufen. Nach einer unschönen Trennung hat sie der Männerwelt ...

Victorias größter Traum ist es, eines Tages ihre selbst entworfenen Kleider in einem der Londoner Geschäfte, die sie täglich passiert, zu verkaufen. Nach einer unschönen Trennung hat sie der Männerwelt abgeschworen und möchte sich voll und ganz ihrem Traum widmen.
Doch eines Tages drohen ihre Pläne und Träume zu zerplatzen, denn die Eröffnung des neuen Kaufhauses versetzt die meisten Ladenbesitzer in Existenzangst.

Oliver hat beruflich viel um die Ohren, da er sich um die Eröffnung eines Kaufhauses kümmern muss. In erster Linie möchte er es seinen Eltern rechtmachen, da er sich um seinen kranken Vater sorgt.

Die beiden Charaktere waren mir sympathisch, besonders weil sie beide bodenständig und authentisch waren. Ihre Anziehung und die verbalen Schlagabtausche haben mir wirklich gut gefallen, allerdings fehlte mir hier das gewisse Etwas. Die Beziehung verläuft sehr sprunghaft und einige Konflikte wurden etwas überdramatisiert dargestellt, weshalb ich nicht ganz zufrieden bin über den Verlauf.

Die angesprochenen Themen, wie z. B. Verletzungen, große Träume, Familie und Liebe haben genug Platz bekommen. Die familiäre Atmosphäre hat mir gut gefallen. Victorias Liebe und Sorge um ihre Mitmenschen war sehr schön und nachvollziehbar dargestellt.

Der Schreibstil hat mir nicht so gut gefallen, da es einige Wiederholungen gab, sowie ein paar kleine Logikfehler.

Was mich allerdings am meisten gestört hat war, dass die Geschichte in der Weihnachtszeit spielt, jedoch nichts vom „weihnachtlichen Flair“ beim Lesen ankommt. Das Thema wurde nur hin und wieder mal ganz kurz angeschnitten, allerdings kam bei mir absolut keine Weihnachtsstimmung auf.

Das Buch ist dennoch sehr gut für einige entspannte Lesestunden im Winter geeignet.

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Veröffentlicht am 11.12.2021

It’s Okay to Not Be Okay

Play & Pretend
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Die Schauspiel-Studentin Briony schlüpft gern in fremde Rollen. Niemand kennt den wahren Grund dafür, doch ihr attraktiver Schauspielkollege Sebastian ist neugierig und möchte hinter ihre aufgesetzte Fassade ...

Die Schauspiel-Studentin Briony schlüpft gern in fremde Rollen. Niemand kennt den wahren Grund dafür, doch ihr attraktiver Schauspielkollege Sebastian ist neugierig und möchte hinter ihre aufgesetzte Fassade blicken. Wie das Schicksal es will, müssen die beiden sich gemeinsam auf die Hauptrollen des Theaterstücks „Ein Sommernachtstraum“ vorbereiten. Es dauert nicht lange bis die beiden sich näherkommen, doch Briony ist offensichtlich nicht die einzige die krampfhaft etwas zu verbergen versucht.

Da ich die beiden Vorgänger erst kürzlich gelesen habe, war ich sehr gespannt auf Brionys Geschichte. Anfangs hatte ich jedoch ein wenig Schwierigkeiten in die Geschichte hineinzufinden.

Das schöne Cover ist an die beiden Vorgängerbände angelehnt und hat mir farblich bisher am besten gefallen.

Der Schreibstil ist flüssig und modern. Die Atmosphäre im Buch war durchweg erdrückend und traurig, was mir persönlich das Lesen ein wenig erschwert hat.

Die ruhige und zurückhaltende Briony ist eine sehr interessante Protagonistin. Die Schauspielerei ermöglicht es ihr, ihrem Alltag und ihrem eigenen Ich zu entfliehen und eine andere Rolle einzunehmen. Sie nutzt jeden Moment, um sich vor der Realität zu verstecken. Seit Jahren leidet sie an einer psychischen Krankheit, doch das hat sie bisher gewissenhaft verstecken können. Ihre Eltern wissen zwar davon, legen jedoch einen Wert darauf es zu ignorieren und stattdessen lieber ihr Image aufrechtzuerhalten.

Sebastian ist ebenfalls ein gebrochener Mensch und hat selbst mit seinen Dämonen zu kämpfen. Nichtsdestotrotz sucht er Brionys Nähe und möchte ihr helfen und für sie da sein.

Ich muss sagen, dass bei mir der Funke nicht übergesprungen ist. Die Beziehung zwischen den beiden war für mich nicht greifbar. Ihre gemeinsamen Szenen und Gespräche waren zwar sehr tiefgründig, haben mich allerdings emotional nicht abgeholt. Dass die Gefühle zwischen den beiden sich so schnell entwickelt haben, aber die körperliche Annäherung erst kurz vor Schluss erfolgte, wirkte für mich sehr befremdlich und hat mir so auch nicht besonders gefallen.

Die aufgegriffenen Themen sind wichtig und haben viel Platz in der Geschichte bekommen. Ich muss aber gestehen, dass es mir stellenweise zu viel war. Es hätte völlig gereicht, wenn nur ein Protagonist mit einer psychischen Krankheit zu kämpfen hätte, so waren die Probleme der Charaktere beinah erdrückend und ein wenig unrealistisch. Die vielen Tränen und teils sehr langatmigen Gespräche erschwerten mir das Lesen ungemein. Was die Krankheiten und Probleme selbst anging, hatte ich durchgehend das Gefühl, die Autorin habe sehr gründlich recherchiert.

Trotz fehlender tiefgreifender Emotionen hat die Autorin die angesprochenen Themen sehr gut und sensibel umgesetzt. Ein interessantes Buch mit viel Luft nach oben.

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Veröffentlicht am 11.12.2021

unterhaltsam und spannend

Schule der Schatten - Die lautlosen Kämpfer
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Nori, Tenzo, Ryu und Asa erhalten eine Einleidung zur Ausbildung zum Ninja in der »Schule der Schatten«. Gewissenhaft lernen die Kinder von ihrem Lehrmeister Sensei Okuse die Grundlagen und Grundtechniken ...

Nori, Tenzo, Ryu und Asa erhalten eine Einleidung zur Ausbildung zum Ninja in der »Schule der Schatten«. Gewissenhaft lernen die Kinder von ihrem Lehrmeister Sensei Okuse die Grundlagen und Grundtechniken eines Ninjas, wie die Kunst der geräuschlosen Bewegung oder die Kunst des Versteckens. Bei einem Botengang für ihren Sensei sehen die Schüler, wie ein Trupp feindlicher Männer aus dem Nachbarreich den Pferdehändler Kuro überfällt. Nun liegt es an ihnen das neue Wissen anzuwenden und den Mann zu retten!

Ein spannendes Abenteuer beginnt :)

Der Schreibstil des Autors war flüssig und hat mir sehr gut gefallen. Die Ereignisse werden altersgerecht beschrieben und sprachlich sehr schön erklärt. Die Geschichte selbst ist spannend und vermittelt den Kindern viele wichtige Werte, wie z. B. Freundschaft und aufeinander achtzugeben. Die vielen kleinen Illustrationen sind sehr schön anzusehen und bereichern die Geschichte.

Die Charaktere waren interessant, vielschichtig und allesamt unterschiedlich. Von jedem konnte man etwas lernen.

Insgesamt ein tolles, spannendes Buch mit Mehrwert. Sollte in keinem Kinderzimmer fehlen!

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Veröffentlicht am 04.12.2021

süße Weihnachtsromanze für Zwischendurch

Herzfunkeln und Winterträume
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Die achtzehnjährige Hanna liebt Weihnachten, und sie träumt schon lange davon, den 24. Dezember in London zu verbringen. Deshalb passt es mehr als perfekt, dass das Vorstellungsgespräch für ein Praktikum ...

Die achtzehnjährige Hanna liebt Weihnachten, und sie träumt schon lange davon, den 24. Dezember in London zu verbringen. Deshalb passt es mehr als perfekt, dass das Vorstellungsgespräch für ein Praktikum in ihrer Lieblingsstadt kurz vor den Feiertagen stattfinden soll. Aber vorher braucht Hanna erst mal das nötige Kleingeld für ihre Reise. Deshalb nimmt sie einen Job als Weihnachtselfe an. Blöderweise übertrifft Jared - der Weihnachtsmann, mit dem sie ein Team bilden soll - mit seiner mürrischen Art sogar den Grinch. Als Hanna ausgerechnet ihn auf dem Weg von Deutschland nach England wiedertrifft, beginnt für die beiden eine turbulente Reise. Im Schein der funkelnden Lichter Londons blickt Hanna hinter Jareds Fassade - und wider Erwarten fängt es zwischen den beiden an zu knistern ...

Hanna ist ein lebensfroher und optimistischer Mensch. Sie war mir mit ihrer Art gleich sympathisch. Sie liebt es zu backen und hat seltsamerweise immer und überall Kekse zur Hand, was ich sehr unterhaltsam fand.

Jared musste in seinem jungen Leben schon viel durchmachen, was ihn sehr geprägt hat. Durch einen Zufall lernt er Hanna kennen und schon bald will er sie immer um sich haben.

Der Schreibstil hat mir gut gefallen. Corinna schreibt sehr flüssig und leicht verständlich.
Das bezaubernde, weihnachtliche Setting fand ich wirklich schön.

Ein schönes Buch für Zwischendurch, das perfekt in die Adventszeit passt.

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Veröffentlicht am 04.12.2021

leider enttäuschend

It was always love
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Am Rande des Abgrunds kann man manchmal nichts anderes tun, als zu springen …
Weg. Einfach nur weg. Das ist Aubrees einziger Gedanke, als sie nach einer Studentenparty von der Uni fliegt. Sie kauft sich ...

Am Rande des Abgrunds kann man manchmal nichts anderes tun, als zu springen …
Weg. Einfach nur weg. Das ist Aubrees einziger Gedanke, als sie nach einer Studentenparty von der Uni fliegt. Sie kauft sich ein uraltes Auto, schmeißt die wenigen Dinge, die sie besitzt, in den Kofferraum und flieht zu ihrer besten Freundin Ivy nach New Hampshire. Dort will sie nichts anderes, als sich die Decke über den Kopf ziehen und an nichts mehr denken. Nicht an diese Nacht. Nicht an die Party. Und vor allem nicht an das Foto, das seitdem von ihr im Internet kursiert. Doch das funktioniert nicht. Denn statt ihrer Freundin trifft sie auf Noah, Ivys Stiefbruder. Mit seiner impulsiven, aber überraschend sensiblen Art ruft Noah Gefühle in ihr hervor, die sie gerade gar nicht gebrauchen kann. Und die sie trotzdem mit sich reißen wie ein Sturm …

"It was always love" ist der zweite Teil der "Blakely Brüder" Reihe und wird aus der Sicht der Protagonistin Aubree erzählt.

Ich habe mich recht schnell in die Geschichte eingefunden, obwohl mir der Schreibstil dieses Mal nicht besonders zugesagt hat. Nikola schreibt sehr flüssig und leicht verständlich. Was mich jedoch sehr gestört hat, waren die vulgären Ausdrücke und Flüche, besonders von Noah. Irgendwann war ich einfach nur noch genervt von dieser Ausdrucksweise. Die großen Gefühle blieben aus und ich hatte das Gefühl, dass Vieles nur oberflächig behandelt wurde.

Die Handlung kam nur langsam voran. Die Charaktere waren für mich nicht greifbar. Ich hätte gern ein wenig mehr Tiefe und Emotionen gehabt. Besonders Noah wirkte sehr gestellt und man erfährt nur sehr wenig über ihn. Die Liebesgeschichte zwischen den beiden hat sich meiner Meinung nach viel zu schnell entwickelt. Die gemeinsamen Momente und Gespräche haben mir aber ganz gut gefallen.

Insgesamt würde ich das Buch nicht unbedingt weiterempfehlen. Ich vergebe hier 3,5 Sterne.

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