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Veröffentlicht am 20.10.2021

Nichts ist wie es scheint- 3 Frauen, eine Täterin

Wer das Feuer entfacht - Keine Tat ist je vergessen
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Drei Frauen, die nicht unterschiedlicher sein könnten, und doch ist ihr Schicksal miteinander verwoben - und jede von ihnen könnte einen Mord begangen haben.

Darum geht es in "Wer das Feuer entfacht" ...

Drei Frauen, die nicht unterschiedlicher sein könnten, und doch ist ihr Schicksal miteinander verwoben - und jede von ihnen könnte einen Mord begangen haben.

Darum geht es in "Wer das Feuer entfacht" von Paula Hawkins und wie schon in "Girl on the train" nimmt die Autorin uns mit in ein spannendes Verwirrspiel mit tiefen Einblicken in die Tiefe der Psyche der Protagonistinnen.

Auf einem Hausboot in London wird die Leiche eines jungen Mannes gefunden. Seine Nachbarin Miriam findet ihn. Die schrullige ältere Frau, wirkt auf den ersten Blick harmlos, aber schnell wird klar, dass sie die Ermittler für eigene Ziele belügt. Laura, die eine Nacht mit dem Opfer verbracht hat, ist jung und ganz offensichtlich psychisch labil. Die Tante des Opfers, Clara, wirkt dementgegen aufgeräumt und organisiert. Allerdings quält sie ihre Vergangenheit.  Ist eine der drei Frauen fähig ein Verbrechen zu begehen? Schicht für Schicht enthüllt Paula Hawkins ihre Geschichte,  Gefühle und die Verbindungen zwischen ihnen.

Inhaltlich will ich gar nicht mehr verraten. Ich habe mich sehr schnell in den spannenden Zog der Geschichte ziehen lassen und habe mich gut unterhalten gefühlt. Im Vergleich zu "Girl on the train" war das Buch allerdings kein riesiges Highlight für mich, auch aufgrund einiger Entwicklungen im letzten Teil. Daher gebe ich vier Sterne - und eine große Leseempfehlung für einen Roman mit viel Spannung und tollen Charakteren.

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Veröffentlicht am 01.10.2021

Ein hartes Leben

Die vier Winde
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Die "Dust Bowl" zur Zeit der Great Depression war eine der größten Naturkatastrophen in der Geschichte der Vereinigten Staaten von Amerika und mir trotzdem weitestgehend unbekannt. "Die vier Winde" von ...

Die "Dust Bowl" zur Zeit der Great Depression war eine der größten Naturkatastrophen in der Geschichte der Vereinigten Staaten von Amerika und mir trotzdem weitestgehend unbekannt. "Die vier Winde" von Kristin Hannah hat das geändert. Im Roman begleiten wir Elsa, deren Einzelschicksal deutlich macht welche Bedeutung Dürre, Arbeitslosigkeit, Obdachlosigkeit, Migration und Weltwirtschaftskrise für ein Leben haben können. Damit ist das Buch, obwohl es einen lange vergangenen Zeitraum behandelt, aktueller denn je. Naturkatastrophen, Menschen, die ihre Heimat verlassen und sich ein besseres Leben für ihre Kinder wünschen - all das sind auch Herausforderungen in unserer Zeit.

Elsa gibt diesen Menschen ein Gesicht. Von ihrer wohlhabenden Familie nicht geliebt, verliebt sie sich in einen Farmer und verändert damit ihr Leben radikal. Doch die Dürre und die daraus resultierenden Sandstürme zwingen sie, die Farm zu verlassen und mit ihrem Kindern auszuwandern.  Elsas Schicksal hat mich tief bewegt und auch zum Denken angeregt. Trotzdem habe ich mich über die 500 Seiten hinweg auch gut unterhalten gefühlt. Abgeschlossen wurde die Geschichte für mich jedoch etwas zu hastig. Daher gebe ich 4 von 5 Sternen

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Veröffentlicht am 19.09.2021

Überraschender Pageturner!

Die andere Tochter
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„Die andere Tochter“ von Dinah Marte Golch hat mich echt überrascht. Erwartet habe ich einen Beziehungsroman über Mütter und Töchter, geliefert bekommen habe ich einen echten Thriller und Pageturner! Schon ...

„Die andere Tochter“ von Dinah Marte Golch hat mich echt überrascht. Erwartet habe ich einen Beziehungsroman über Mütter und Töchter, geliefert bekommen habe ich einen echten Thriller und Pageturner! Schon nach den ersten Kapiteln konnte ich das Buch nicht mehr weglegen.

Das Buch spielt auf zwei Zeitebenen und beide drehen sich um Antonia „Toni“ Petzold. Obwohl zwischen den beiden Zeitpunkten nur ein paar Monate liegen (April 2019 zu Oktober 2019) ist sofort klar, dass die ersten Sätze „Ich bin nicht mehr Toni. Ich bin jetzt eine andere“, die ganze Ladung des Buches tragen. In den wenigen Monaten hat sich Toni unwiederrufbar gewandelt – das wird alleine durch die klare Abgrenzung der beiden Zeitebenen im Stil deutlich (Ich-Form vs. Dritte Person). Doch warum? Und wie?

Toni hat im Frühjahr 2019 einen Arbeitsunfall und verliert ihr Augenlicht. Nur durch eine Hornhautspende kann sie wieder sehen. Kurz darauf lernt sie die Mutter der Spenderin, Clara Mertens kennen, die sie sofort für sich vereinnahmt. Doch schnell wird klar, dass in der Famile Mertens nicht alles mit rechten Dingen zu geht. Und auch Tonis eigene Vergangenheit scheint Geheimnisse zu bergen.

Die Geschichte nimmt sofort Tempo auf, wird zu einem echten Thriller. Dabei behandelt das Buch unglaublich viele Themen: Seelenwanderung, Mutter-Tochter-Beziehungen, Familiengeheimnisse, Schatten des zweiten Weltkrieges, Psychosen, Schuld, Alkoholismus...
Trotzdem ist die Geschichte nicht überladen, sondern einfach spannend. Kapitel für Kapitel nähert sich die Vergangenheitsebene der akutellen Situation an – und Schicht für Schicht klärt sich, in welchen Strudel an Ereignissen Toni unbedarft gefallen ist.

Für mich ein (ganz unerwartetes) Lesehighlight 2021!

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Veröffentlicht am 16.09.2021

Gespenstisches Leseabenteuer für Kinder

Zippel – Ein Schlossgespenst auf Geisterfahrt
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Zippel ist ein Schlossgespenst, allerdings ein TÜRschlossgespenst – er lebt im Türschloss bei Pauls Familie. Und als dieser Geburtstag feiert, ist Zippel klar – das will er auch. Praktischerweise ist sein ...

Zippel ist ein Schlossgespenst, allerdings ein TÜRschlossgespenst – er lebt im Türschloss bei Pauls Familie. Und als dieser Geburtstag feiert, ist Zippel klar – das will er auch. Praktischerweise ist sein Geburtstag am 51. Kalember und das ist gleich der nächste Tag. Der Geburtstagsausflug zur Geisterbahn entwickelt sich allerdings zu einem Abenteuer als Zippel plötzlich verschwindet.

Ein Schlossgespenst auf Geisterfahrt von Alex Rühle ist schon das zweite Abenteuer von Zippel & Paul, lässt sich allerdings auch ohne Probleme lesen, ohne den ersten Teil zu kennen. Die Illustrationen sind von Axel Scheffler und lockern mit seinem unverwechselbarem Stil die Geschichte auf. Die Geschichte ist mit 160 Seiten für einen Vierjährigen schon relativ lang, da wir jedoch immer häufiger auch eher textlastige Bücher lesen und eher ein langes Vorleseritual vorm Schlafengehen haben, hat es für uns super gepasst. Die Kapitel sind bis zu 10 Seiten lang, ab und zu auch kürzer (4 bis 5 Seiten) und unterbrechen die Geschichte an logischen Stellen, sodass man die Gutenachtgeschichtenlänge beliebig anpassen kann. Die Illustrationen und abgesetzten Dialoge sprechen dabei auch visuell an.

Die Handlung an sich ist ein schönes Abenteuer, aber nicht zu unheimlich oder gruselig für junge Kinder. Das ein freundliches Gespenst im Türschloss wohnt, trifft für Kinder genau den Punkt „fantasievoll - könnte aber wahr sein“. Daher glaube ich dass Zippel uns noch viele Jahre begleiten wird!

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Veröffentlicht am 16.09.2021

Leider etwas langatmig...

Der Sucher
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Tana Frenchs Bücher stehen bei mir immer ganz oben auf der Wunschliste und ich habe alle Bücher der Dublin Murder Squad Reihe regelrecht verschlungen. Mit „Der Sucher“ wurde ich hingegen erstmal nicht ...

Tana Frenchs Bücher stehen bei mir immer ganz oben auf der Wunschliste und ich habe alle Bücher der Dublin Murder Squad Reihe regelrecht verschlungen. Mit „Der Sucher“ wurde ich hingegen erstmal nicht so richtig warm.

Das Buch dreht sich rund um Cal Hooper, einen Ex-Cop aus Chicago, der sich nun in einem winzingen Ort nahe Dublin in Irland niedergelassen, hat und ein altes Haus renoviert. Er will seine Ruhe haben, merkt aber schnell dass er von einem Kind, Trey, beobachtet wird. Als Trey vom Verschwinden seines Bruders berichtet und im Dorf Schafe auf mysteriöse Weise verschwinden, schaltet sich Cals Ermittler-Gen wieder an und er beginnt zu recherieren.

Was Tana Frenchs Stil besonders macht, ist dass sie die raue Landschaft, die bedrohliche, bedrückende Stimmung, in der sich Cal wiederfindet und die feinen, zwischenmenschlichen Beziehungen der Dorfbewohner perfekt beschreibt. Sie lassen sich förmlich fühlen. Allerdings fehlte mir außer dem schweren Gefühl, das etwas ganz und gar nicht stimmt, irgendwie die Spannung. Die langsame, zähe Erzählweise spiegelt Cals Leben schon perfekt wieder, aber ich habe mich dadurch oft aus dem Lesefluss ablenken lassen. Erst nach zweidrittel der Seiten war ich richtig im Buch angekommen.

Nach dem Lesen habe ich daher lange nachgedacht, wie ich das Buch nun bewerten würde. Es war irgendwie gut, aber irgendwie auch ein bisschen langweilig, schwer greifbar, vielleicht kam es für mich zur falschen Zeit – leider keins von meinen Highlights. Ich vergebe 3,5 Punkte.

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