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Veröffentlicht am 08.06.2017

interessante Idee, aber es fehlt an Spannung und Tempo

Fairies 1: Kristallblau
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Um ihren Schulabschluss zu Feiern, verbringt die 18-jährige Sophie einen Urlaub mit ihren Freundinnen in Spanien. Dort trifft sie den attraktiven Taylor. Doch ihre Begegnung verläuft völlig anders, als ...

Um ihren Schulabschluss zu Feiern, verbringt die 18-jährige Sophie einen Urlaub mit ihren Freundinnen in Spanien. Dort trifft sie den attraktiven Taylor. Doch ihre Begegnung verläuft völlig anders, als Sophie gehofft hat. Denn Taylors Interesse gilt nur dem, was er in Sophie entdeckt hat – das Wesen einer Fairie. Sophie steht nun vor der Wahl: ihr altes Leben behalten oder eine neue magische Welt entdecken und auf einer der großen Akademien zu einer echten Fairie ausgebildet werden...

Die Idee der Fairies, die entdeckt und auf Akademien ausgebildet werden, finde ich sie sehr spannend. Auch die Wiedererweckung der Seelen in neuen Körpern und die Feinde, die ihre eigenen Ziele verfolgen, versprechen eine interessante Handlung.

Leider konnte mich das Buch dennoch nicht so richtig packen. Es gibt zwar zwischenzeitlich zwei kurze, dramatische Passagen, ansonsten wird die Handlung allerdings erst am Ende richtig spannend. Dazwischen plätschert die Geschichte so vor sich hin, streckenweise empfand ich sie als recht langatmig.
Die Schulatmosphäre wollte bei mir leider gar nicht aufkommen. Eher hatte ich immer wieder den Eindruck, die Figuren befinden sich in einem Luxusurlaub, in dem sie von Bar zu Bar pilgern, zwischendurch am Pool liegen, bevor das nächste Essen ansteht. Die Beschreibungen des Unterrichts fallen im Vergleich zu den Passagen über das Leben an Board sehr kurz aus.
Mit der Zeit wurden mir die Kreuzfahrtschiffbeschreibungen dann auch etwas zu viel. Immer wieder wechselt Ich-Erzählerin Sophie zwischen den Decks, betritt immer neue Bars und Restaurants. An bildhaften Beschreibungen mangelt es dabei nicht, aber nach dem dritten anschaulich geschilderten Cafe reichte es mir dann doch...
Überhaupt bin ich mit dem ganzen Schulsystem, wie sie ihr „Geld“ verdienen und sich damit verpflegen müssen, nicht ganz warm geworden.

Dafür finde ich die Charaktere aber sehr interessant. Zum einen erlebt man das typische Highschool-Szenario – die beliebten, hübschen Schüler, die andere mobben, und die „Außenseiter“, denen das relativ egal ist. Teenager-Zickereien vorprogrammiert.
Doch daneben gibt es mit den Erzengeln, den Urfairies und den Shuks Figuren, die man bisher nur schwer einschätzen kann.

Am Ende schlägt die Stimmung dann völlig um. Die Handlung, die so lange sehr ruhig war, wird plötzlich dramatisch, spannend und grausam. Für den bis dahin eher seichten Verlauf empfand ich das Geschehen als sehr extrem und ich bin daher gespannt, wie es weitergeht. Denn das Ende bietet nur wenig Antworten und hat mich trotz meiner Schwierigkeiten mit dem Buch neugierig gemacht.

Urlaub statt Akademie. Über weite Strecken waren mir die Beschreibungen des Schiffes mit all seinem Luxus zu dominant, die Handlung hingegen kam nicht so recht voran. Zum Ende hin überschlagen sich die Ereignisse aber so extrem, dass ich hoffe, dass der nächste Band von Beginn an mehr Dramatik zu bieten hat.

Veröffentlicht am 08.06.2017

viel spannender als Band 1

Fairies 2: Amethystviolett
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Achtung – zweiter Teil der Reihe, inhaltliche Spoiler zum Vorgänger vorhanden

Mehr als zwei Monate sind seit den Ereignissen von →Kristallblau vergangen. Vorkenntnisse sind auf jeden Fall notwendig, ...

Achtung – zweiter Teil der Reihe, inhaltliche Spoiler zum Vorgänger vorhanden

Mehr als zwei Monate sind seit den Ereignissen von →Kristallblau vergangen. Vorkenntnisse sind auf jeden Fall notwendig, da die begonnenen Handlungsstränge weitergeführt werden, die Rückblicke fallen allerdings eher kurz aus.

Sophie ist weiterhin die Ich-Erzählerin der Geschichte. Mit ihr zusammen schaut der Leser auf die schlimmen Ereignisse zurück und erlebt Sophies aktuelle Ausbildung mit. Einblicke in ihre Gedanken und Gefühle zeigen nachvollziehbar, wie der Teeanger die aktuellen Geschehnisse erlebt und wie Sophie sich im Verlauf der Handlung weiterentwickelt. Auch ihre inneren Konflikte, die Zerrissenheit und ihr Hadern mit der Situation können dank der Erzählperspektive mitverfolgt werden.

Band 1 war mir zu sehr geprägt von den Kreuzfahrtschiffbeschreibungen, die eher ein Urlaubsgefühl vermittelten, während die Handlung nicht so recht vorankam. Daher war ich zu Beginn dieses Buches etwas skeptisch. Doch Amethystviolett konnte mich schnell in seinen Bann ziehen.
Die Handlung ist von Beginn an spannend – nach dem Angriff herrscht immer noch Chaos und Unwissenheit über die Vermissten. Doch die Ausbildung muss weitergehen und die große Verwandlungszeremonie steht bevor. Dass an Sophie irgendwas besonders sein muss, war zu erwarten, dennoch konnte mich die Handlung hier mehrfach überraschen.
Sophie muss sich erst in ihrer neuen Rolle zurechtfinden. Die Unsicherheit, die sie zunächst hemmt, ist nachvollziehbar. Dennoch beweist sie mehrfach Mut und Stärke.

Die Handlung bietet viel Spannung, ein wenig Action und dramatische Szenen. Auch gefühlvolle Momente sind vorhanden. Unerwartete Wendungen sowie Charaktere, die immer nur einen Teil der Wahrheit preisgeben, sorgen dafür, dass die Spannung weiter steigt.
Zum Ende hin spitzt sich die Situation zu, es wird immer dramatisch – und dann ist es an einer sehr spannenden Stelle einfach vorbei. Nun bin ich bereits sehr neugierig auf den nächsten Band.

Viel Temporeicher und spannender als der Vorgänger. Amethystviolett konnte mich mit seiner oft überraschenden Handlung durchweg fesseln. Sophie ist mir nun viel sympathischer geworden, ihre innere Zerrissenheit ist dank der Erzählperspektive gut nachvollziehbar. Das Ende ist sehr offen und macht neugierig auf den nächsten Teil.

Veröffentlicht am 08.06.2017

mal berührend, mal wirr

Ein bisschen wie Unendlichkeit
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Gottie ist ein Physikgenie. Doch manche Dinge lassen sich nur schwer wissenschaftlich erklären. So beginnt Gottie zu rätseln und zu forschen, warum sie plötzlich Ereignisse der Vergangenheit nochmal erlebt. ...

Gottie ist ein Physikgenie. Doch manche Dinge lassen sich nur schwer wissenschaftlich erklären. So beginnt Gottie zu rätseln und zu forschen, warum sie plötzlich Ereignisse der Vergangenheit nochmal erlebt. Als dann auch noch ihr bester Freund aus Kindertagen auftaucht, steht ihre Welt völlig Kopf...

Zeitreisen, Wurmlöcher, parallele Realitäten – spannende Themen, über die ich gern lese. Ein bisschen wie Unendlichkeit konnte mich allerdings nicht richtig fesseln. Trotz vieler physikalischer Grundlagen, die im Buch erläutert werden – um nicht zu sagen, einen beinahe erschlagen, auch wenn immer wieder versucht wird, alltagsnahe Vergleiche zu finden – wird die Geschichte für mich nicht wirklich logisch.

Gottie wird scheinbar wahllos in die Vergangenheit geworfen, wo sie Situationen miterlebt, meist ohne zu agieren. In der Realität fehlen ihr dann plötzlich mehrere Stunden oder auch Tage, deren Verbleib nicht geklärt wird oder wie ihre Umwelt sie in diesen Zeitfenstern wahrnimmt. Dadurch wird die Handlung konfus und die eigentliche Geschichte kommt durch die vielen Unterbrechungen nicht richtig in Fahrt. Richtig wirr wird es dann, als Gottie in der Realität ein Ereignis auslöst, dass in der Vergangenheit stattgefunden hat, damit die aktuelle Geschichte überhaupt geschehen konnte... Zwar laufen so einige Fäden zusammen, doch manches erschließt sich mir bis zum Schluss nicht.

Sieht man von all den komplexen wissenschaftlichen Überlegungen der jungen Protagonistin und ihren Reisen samt anschließenden Blackouts ab, ergibt sich eine ganz süße Liebesgeschichte sowie die Geschichte über ein Mädchen, dass seinen ganz eigenen Weg sucht, mit der Trauer über den Tod eines geliebten Menschen umzugehen. Einsamkeit, Schmerz, Freundschaft und Liebe sind zentrale Themen des Buches, das einige emotionale Momente zu bieten hat.

Erzählt wird die Geschichte aus der Ich-Perspektive des Teenagers, was dem Leser Einblicke in ihre Gedanken und Gefühle beim Durchleben der aufwühlenden Ereignisse ermöglicht.

Trotz vieler wissenschaftlicher Erklärungen mit bildhaften Vergleichen empfand ich die Geschichte bis zum Schluss als recht konfus. Die Handlung, die durch die Sprünge immer wieder unterbrochen wird, konnte mich nicht packen. Dabei ist die Liebesgeschichte eigentlich ganz niedlich und die Einblicke, die Gottie in ihre Trauer ermöglicht, sehr berührend.

Veröffentlicht am 06.06.2017

Tolle Idee, sympathische Figuren, unglaublich spannend

Stormheart 1. Die Rebellin
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Aurora ist die Prinzessin von Pavan. Als diese ist es ihre Aufgabe, ihr Volk mit ihren magischen Fähigkeiten vor den Stürmen und Gewittern zu schützen. Doch Rora besitzt diese Magie nicht. Um dies zu ...

Aurora ist die Prinzessin von Pavan. Als diese ist es ihre Aufgabe, ihr Volk mit ihren magischen Fähigkeiten vor den Stürmen und Gewittern zu schützen. Doch Rora besitzt diese Magie nicht. Um dies zu verbergen, wird eine Hochzeitig mit einem mächtigen Prinzen arrangiert. Als Aurora sich gerade mit dem Gedanken der Zwangsehe abfindet, macht sie eine unerwartete Entdeckung. Und plötzlich ist nichts mehr, wie es war...

Die Geschichte konnte mich mit ihrer ungewöhnlichen Idee schnell fesseln. Die Länder werden von Stürmen bedroht. Doch Sturmjäger und Sturmlinge stellen sich den Gefahren entgegen und versuchen, die Naturgewalten zu bezwingen, indem sie den Stürmen ihre Herzen rauben. Allein dadurch kommt es immer wieder zu sehr dramatischen, aufregenden und bedrohlichen Szenen.

Und mittendrin ist Prinzessin Aurora, die eigentlich die Gewalt über die Unwetter haben sollte. Doch in ihr zeigt sich keine Magie, sodass ihr eine Zwangshochzeit bevorsteht, um das Königreich zu beschützen.
Rora ist eine spannende, starke Figur. Einerseits will sie ihre Pflicht erfüllen und sich zum Schutz der Bevölkerung ihrem Schicksal ergeben, aber auf der anderen Seite sehnt sie sich nach mehr und will nicht nur zum Spielball werden. Sie trifft eine mutige Entscheidung. Um ihre Position zu wahren, ist sie bereit, ihr Leben aufs Spiel zu setzen und große Unannehmlichkeiten auf sich zu nehmen. Von prinzessinnenhaftem Gehabe keine Spur.

Die Handlung entwickelt sich völlig anders, als ich erwartet habe (dass ich den Klappentext gelesen habe, lag schon wieder Wochen zurück...). Die Geschichte baut sich zunächst langsam auf. Mit dem Eintreffen von Auroras zukünftigem Gatten wird ihr innerer Konflikt deutlich. Doch schnell muss sie erkennen, dass auch der fremde Prinz seine Geheimnisse hat. Erste Fragen werden aufgeworfen, auf deren Beantwortung der Leser lange warten muss.

Und dann wendet sich das Geschehen und Rora erwartet plötzlich ein Abenteuer, mit dem ich nicht gerechnet habe. Die Geschichte gewinnt an Spannung und Tempo. Die dramatischen Ereignisse häufen sich und auch um die Prinzessin werden plötzlich viele Fragen aufgeworfen.
Zwar deutet sich die Lösung schon in der Mitte des Buches an, bis zur tatsächlichen Aufklärung stehen Rora aber noch etliche Hindernisse bevor. Und ihre Reisegefährten gehen nicht gerade vorsichtig mit ihr um. Rora muss an ihre Grenzen gehen, was die sympathische Prinzessin ohne Klagen tut. Die Entwicklung, die sie dabei durchmacht, hat mir gut gefallen. Sie wächst an den Herausforderungen, beschwert sich nicht über Arbeit, fügt sich aber auch nicht kampflos jedem Befehl. Zu keiner Zeit verliert sie ihre trotzige Art.

Neben viel Dramatik hat die Geschichte auch vielfältige Emotionen zu bieten. Denn Rora lernt eine Welt kennen, die ihr völlig fremd war und begegnet Menschen, die es eigentlich gar nicht geben dürfte.

Am Ende sind zwar einige Fragen beantwortet, aber vieles bleibt noch offen. Ich bin unglaublich neugierig auf die Fortsetzung, da die Geschichte an einer sehr spannenden Stelle endet, die Rora vor eine große Entscheidung stellt.

Fazit: Eine unglaublich spannende Geschichte, die mit einer tollen, neuartigen Idee daherkommt. Die Spannung steigert sich immer weiter und nur nach und nach finden sich Antworten auf all die aufgeworfenen Fragen. Ich habe die Entwicklung der sympathischen Prinzessin gern verfolgt und freue mich jetzt schon auf die Fortsetzung.

Veröffentlicht am 05.06.2017

Handlung kommt nicht voran

Forever 21
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Die 21jährige Ava hat eine schwere Aufgabe. Sie springt in die Körper anderer Menschen in unterschiedlichen Zeiten und muss dort zwei Liebende zusammen bringen. Bei einem dieser Sprünge lernt sie Kyran ...

Die 21jährige Ava hat eine schwere Aufgabe. Sie springt in die Körper anderer Menschen in unterschiedlichen Zeiten und muss dort zwei Liebende zusammen bringen. Bei einem dieser Sprünge lernt sie Kyran kennen, doch bereits der nächste Körperwechsel wird die beiden wieder voneinander trennen – für immer?

Zeitreisegeschichten finde ich immer unglaublich spannend. Allerdings macht Ava keine klassische Zeitreise, denn sie springt jeweils in andere Menschen, in deren bisheriges Leben. Dabei landet sie in sehr unterschiedlichen Epochen, die alle interessant geschildert sind. Wie Ava sich jeweils in dem neuen Körper zurechtfinden muss, versucht, sich der entsprechenden Zeit anzupassen und herauszufinden, in wessen Körper sie eigentlich steckt, ist jedes Mal aufs neue spannend.

Doch obwohl mir diese einzelnen Sequenzen gut gefallen haben und Avas Erlebnisse interessant zu verfolgen sind, konnte mich das Buch nicht so recht überzeugen. Denn in der Handlung geht es irgendwie kaum voran.
Im Grunde erlebt Ava mehrfach die gleiche Situation: Sie wacht in einem neuen Körper auf, muss ihre Aufgabe erledigen, dann erfolgt der nächste Sprung.
Über ihre eigene Geschichte erfährt man so gut wie nichts. Es gibt kleine Andeutungen, dass in ihrer Vergangenheit etwas passiert ist, dass zu diesen Sprüngen geführt haben könnte, doch Antworten gibt es keine.
Erst im letzten Sprung gibt es eine Wendung, die auch eine Veränderung von Avas Schicksal zur Folge haben könnte, doch dann ist das Buch auch schon vorbei.

Am Ende des Buches bin ich nun etwas ratlos. Über Ava weiß ich kaum etwas. Kyrans Geschichte bleibt auch etwas rätselhaft. Und Avas Missionen waren mir irgendwie immer etwas zu leicht beendet. Da wäre mehr Dramatik und Gefühl möglich gewesen. Nun heißt es wohl warten auf Band 2, in der Hoffnung, dass es dann Antworten gibt...

Erzählt wird die Geschichte in zwei personalen Sichtweisen - von Ava, die den Hauptteil ausmacht, und Kyran, dessen Geschichte zum Ende hin etwas umfangreicher wird. Der Schreibstil ist flüssig und anschaulich, sodass sich das Buch schnell lesen lässt.

Sprung, Aufgabe erledigen, Sprung. Im Grunde wiederholt sich die Handlung, ohne dass Avas eigene Geschichte wirklich vorankommt oder der Leser viel über sie erfährt. Dadurch kommt auch nicht so recht Spannung auf. Es ist eher, als würde man vier kleine Kurzgeschichten lesen, wobei Avas Aufgabe teilweise sehr schnell und leicht erledigt ist. Die Reisen in die unterschiedlichen Epochen sind aber durchaus interessant.