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Veröffentlicht am 22.03.2021

Große Green-Valley-Liebe!

New Horizons
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Mit New Beginnings hat es irgendwann 2019 für mich mal angefangen, mittlerweile ist jetzt der vierte Band New Horizons der Green Valley-Reihe von Lilly Lucas erschienen.
Als mir das auffiel, da musste ...

Mit New Beginnings hat es irgendwann 2019 für mich mal angefangen, mittlerweile ist jetzt der vierte Band New Horizons der Green Valley-Reihe von Lilly Lucas erschienen.
Als mir das auffiel, da musste ich das Buch einfach kaufen!

Was ich gleich zu Beginn sagen muss:
Ein Buch von Lilly Lucas aufzuschlagen, das ist wie nach Hause zu kommen.

Green Valley empfing mich mit dieser absoluten Vertrautheit, die ich an geliebten Reihen so schätze.
Die Kleinstadt hat sich absolut nicht verändert. Ich traf vertraute Figuren aus den vorherigen drei Büchern wieder. Es war einfach schön.

Der Netflix-Star Cole ist den aufmerksamen Leserinnen natürlich schon früher begegnet.
Da konnte ich eher nicht so viel mit ihm anfangen, weshalb ich mich gefreut habe, ihn in New Horizons jetzt besser kennenzulernen.
Ich muss sagen, ich habe mich so ein klitzekleines Bisschen in Cole verknallt.
Er ist ein netter Kerl und über die Kapitel hinweg verändert er sich auch ein Stück.
Er wird offener für die Menschen um sich herum, weniger auf sich selbst bezogen.

Annie habe ich schnell ins Herz geschlossen.
Allerdings fand ich komisch, dass irgendwann plötzlich die Nachwirkungen ihres Unfalls so gar keine Erwähnung mehr gefunden haben.
Zu Beginn waren da Gehhilfen, hin und wieder Schmerzen und sonstige Einschränkungen ihres Alltags.
Also klar, das verändert sich über die Zeit, aber es taucht einfach plötzlich nicht mehr auf.

Insgesamt habe ich mich auch in diesen Green Valley-Band wieder sehr verliebt.
Lilly Lucas schreibt Liebesromane zum Wohlfühlen, zum Einkuscheln an einem Nachmittag, zum Wegträumen.
Einfach ein richtig schönes Gesamtpaket.
Wenn ihr begeisterte Green Valley-Leser
innen seid, dann wird euch auch New Horizons wieder überzeugen und sich in eure Herzen schleichen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 15.03.2021

Sehr niedlich

Sweet like you
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Ich weiß gar nicht, warum ich Sweet like you von Robyn Neeley nicht eher gelesen habe…
Eigentlich ist fast alles, was bei Endlich Kyss erscheint, eine garantierte Leseempfehlung für mich.

Ich ging vollkommen ...

Ich weiß gar nicht, warum ich Sweet like you von Robyn Neeley nicht eher gelesen habe…
Eigentlich ist fast alles, was bei Endlich Kyss erscheint, eine garantierte Leseempfehlung für mich.

Ich ging vollkommen ohne Erwartungen an die Geschichte heran und wurde mit einer sehr niedlichen Story überrascht.

Ich fühlte mich in der Kleinstadt Honey Springs sofort wohl. Kleinstädte und Liebesgeschichten sind für mich absolute Wohlfühlgeschichten.
Cassie hat es zu Beginn in Honey Springs nicht einfach. Der Argwohn und die Feinseligkeit der Bewohner*innen von Honey Springs tat mir teilweise selbst ganz schön weh.

Die Chemie zwischen Cassie und Nick mochte ich.
Es ist eine Anziehung, die auf Gegenseitigkeit beruht. Zwischen zwei Menschen, die sich nicht künstlich gegenseitig verletzen. Auch, wenn sie natürlich häufiger mal richtig miteinander reden könnten. Aber ohne ein wenig Drama wären die Kleinstadtgeschichten nicht genau so, wie man sie doch gerne liest…

An manchen Stellen hätte ich mir allerdings mehr Hintergrundinfos gewünscht.
Die Vergangenheit von Nick bleibt sehr nebulös. Generell seine gesamte Geschichte, seine Gefühle und Beweggründe.
Die Entscheidungen von Cassie wirkten hin und wieder etwas überstürzt.

Aber wisst ihr was? Teilweise hatte ich solch einen Appetit auf einen ganz bestimmten Kuchen! Da hätte ich mir wirklich, wirklich ein Rezept gewünscht…
Insgesamt habe ich Sweet like you von Robyn Neeley innerhalb kürzester Zeit eingeatmet.
Honey Springs ist eine verrückte, manchmal sehr eigensinnige Kleinstadt, in die ich für den zweiten Band sehr gerne wieder zurückkehren werde.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 08.03.2021

Spannend und undurchsichtig!

Cold Case – Das gezeichnete Opfer
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Cold Case. Das gezeichnete Opfer ist mein erster Krimi von Tina Frennstedt. Den ersten Teil der Cold Case-Reihe habe ich bisher nicht gelesen. Aber man kann diesen zweiten Band auch einfach so lesen, da ...

Cold Case. Das gezeichnete Opfer ist mein erster Krimi von Tina Frennstedt. Den ersten Teil der Cold Case-Reihe habe ich bisher nicht gelesen. Aber man kann diesen zweiten Band auch einfach so lesen, da er in sich abgeschlossen ist.

Die ersten Kapitel hab ich nicht gleich einen Draht zur Geschichte gefunden.
Irgendwie hat mich das alles nicht so gefesselt und ich habe das Buch noch öfter zur Seite gelegt.

Aber dann hat es mich plötzlich gepackt und ich konnte Cold Case. Das gezeichnete Opfer nicht mehr aus der Hand geben.
Dann habe ich bis in die Nacht gelesen, weil ich unbedingt wissen wollte, wie es endet.

Ich lese ja viele Krimis und Thriller und würde mich daher schon als geübt bezeichnen, wenn es um die Bestimmung der verdächtigen Personen geht. Aber hier muss ich sagen, dass ich wirklich bis zuletzt im Dunkeln tappte.

In diesem Krimi werden ein neuer Fall und ein alter Fall miteinander verknüpft. Es wirkt lange nicht so, als würde sich da eine Verbindung finden lassen. Also klar, eine Verbindung gibt es natürlich, aber sie ist winzig, minimal und leider absolut nicht hilfreich.

Es werden die Sichtweisen unterschiedlicher Zeiten und Personen eingebracht. Das ist spannend, denn das bringt noch ein bisschen mehr Rätselraten in die ganze Geschichte hinein.

Insgesamt ist Cold Case. Das gezeichnete Opfer von Tina Frennstedt ein ganz schön vertrackter Fall. Es gibt nicht die Möglichkeit, geradlinig zu ermitteln und es gibt zu viele Unbekannte. Sehr spannend, wie die Autorin es dennoch gemeistert hat, alles sinnvoll aufzulösen und mich auch noch zu überraschen!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 22.02.2021

Bewegend!

Die Brautflüsterin
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Die VOX-Sendung Zwischen Tüll und Tränen ist mir ein Begriff, aber es ist wirklich schon ewig her, dass ich da mal eine Folge geguckt habe.
Nichtsdestotrotz finde ich das Thema Heiraten an sich total schön ...

Die VOX-Sendung Zwischen Tüll und Tränen ist mir ein Begriff, aber es ist wirklich schon ewig her, dass ich da mal eine Folge geguckt habe.
Nichtsdestotrotz finde ich das Thema Heiraten an sich total schön und heule sowieso immer, wenn ich da über emotionale Videos im Internet stolpere. Deshalb fand ich Die Brautflüsterin von Sanna Lindström sehr interessant und wollte gerne in die Geschichte von ihr eintauchen.

Sanna Lindström hat nicht nur über ihre Auswanderung von Schweden nach Deutschland geschrieben.
Sie nimmt uns auch mit in ihre ganz privaten Gedanken.
Sehr bewegt hat mich, dass sie unter einer schweren depressiven Erkrankung gelitten hat.
Dieser Abschnitt ist eingehend, authentisch und ich fühlte absolut mit.

Auch wusste die Autorin zum Beispiel nicht schon immer, dass sie Brautmodendesignerin werden möchte. Sie hat länger gebraucht, um genau ihren Weg zu finden. Sicherlich war dieser Weg steinig, holprig und von Zweifeln geprägt, aber es laß sich mit Hoffnung. Hoffnung darauf, dass man seine persönlichen Leidenschaften nicht immer auf dem geraden Weg entdeckt.

Der Weg von Sanna Lindström, ihre Tiefschläge und ihre großen Momente haben mich nachhaltig beeindruckt.
Ihr Buch Die Brautflüsterin offenbart den beeindruckenden Weg einer Frau, die ihr Glück und ihre Passion gefunden hat. Und die dennoch nie aufgehört hat, sich neue Ziele und Herausforderungen zu suchen.
Wie gesagt, ich bin sehr beeindruckt, was Sanna Lindström geschaffen, erreicht und an Erkenntnissen gewonnen hat.
Die Brautflüsterin ist nicht nur empfehlenswert, wenn ihr Fans von Zwischen Tüll und Tränen seid. Ich kann es euch auch nur sehr ans Herz legen, wenn ihr den Weg einer sehr erfolgreichen Unternehmerin nachverfolgen möchtet.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 15.02.2021

Insgesamt nicht schlüssig

Hexenjäger
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Vom Autor Max Seeck habe ich bisher noch nichts gehört.
Aber das Cover von Hexenjäger sah spannend aus und bei einem Thriller bin ich auch sofort neugierig.
Das hat also sehr gut gepasst.

Ich muss sagen, ...

Vom Autor Max Seeck habe ich bisher noch nichts gehört.
Aber das Cover von Hexenjäger sah spannend aus und bei einem Thriller bin ich auch sofort neugierig.
Das hat also sehr gut gepasst.

Ich muss sagen, es beginnt sehr spannend.
Eine Mordserie beginnt, die die fiktive Handlung einer Bestseller-Trilogie nachstellt.
Die Idee hat mich sofort gehabt und ich wollte unbedingt wissen, wie es weitergeht.

Die Szenen aus der Gegenwart werden teilweise aus wechselnden Perspektiven der Ermittlerinnen erzählt.
Manchmal schiebt sich eine Szene aus der Vergangenheit von Kommissarin Jessica Niemi dazwischen.
Etwa zwei Drittel des Buches musste ich einfach immer weiterlesen. Kleinere Längen gingen auch vorbei und ich war sehr gespannt, wie sich alles zusammensetzen und auflösen würde.

Ich muss zugeben, dass ich im Laufe der Handlung keinen Bezug zur hauptsächlich ermittelnden Kommissarin Jessica Niemi herstellen konnte. Sie ist sehr distanziert und weder Kolleg
innen, noch ich als Leserin durfte sie wirklich kennenlernen.

Als sich die Handlung dem Showdown nähert, da war ich einfach nur noch verwirrt.
Ich möchte nicht spoilern, aber für mich war das alles viel zu sprunghaft, durcheinander und insgesamt kein wirkliches Motiv. Ich hatte auf dem Höhepunkt der Spannung absolut keine Ahnung vom Warum!
Gefühlt wird alles in wenigen Sätzen an den Haaren herbeigezogen und als Leserin kann ich mein Gefühl wirklich nur mit umfassender Verwirrung beschreiben.

Achtung, dieser Absatz spoilert:
Die Rückblenden in die Vergangenheit sind absolut unrelevant für die Handlung! Eine einzige Beziehung wird hergeleitet, aber das ist wirklich so gar nicht für das Geschehen von Bedeutung.

Das Ende vom Hexenjäger hat das gesamte Buch für mich in der Bewertung runtergestuft.
Zu Beginn war ich gespannt und neugierig, was Max Seeck sich wohl ausgedacht hat, aber das letzte Drittel war für mich komplett an den Haaren herbeigezogen.
Eine gute Grundidee, aber Hexenjäger ist für mich in seiner Gesamtheit nicht schlüssig.

  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere