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Veröffentlicht am 20.04.2020

Griechische Mythologie meets College!

Gods of Ivy Hall, Band 1: Cursed Kiss
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Gods of Ivy Hall - Cursed Kiss von Alan Falk ist im Ravensburger Verlag erschienen. Es ist der erste Band einer Dilogie und besticht durch sein wunderschönes Cover!

Einen Moment rasender Wut und Verzweiflung ...

Gods of Ivy Hall - Cursed Kiss von Alan Falk ist im Ravensburger Verlag erschienen. Es ist der erste Band einer Dilogie und besticht durch sein wunderschönes Cover!

Einen Moment rasender Wut und Verzweiflung und den unbändigen Wunsch, geliebte Menschen zu schützen hat Hades sich zunutze gemacht und mit Erin einen Pakt geschlossen. Seit gut zweieinhalb Jahren raubt Erin deshalb Männern in ihrer Funktion als Rachegöttin die Seele und übergibt diese an Hades, dabei hat sie allerdings ihre Prinzipien. Sie küsst nur diejenigen, die den Kuss in ihren Augen auch wirklich verdient haben, wobei das nach ihrer Erfahrung sowieso alle Männer sind ... doch dann trifft sie Arden und in ihr erwacht der Wunsch ihn zu küssen, ohne seine Seele zu stehlen.

Direkt zu Anfang ist man mitten im Geschehen und erlebt, wie Erin unter Zeitdruck ihr aktuelles Opfer sucht, um ihren Pakt termingerecht zu erfüllen. Dabei ist sie nicht auf sich allein gestellt, denn sie lebt mit einigen weiteren Rachegöttinnen und -göttern in einem Verbindungshaus auf dem Ivy Hall College. Mir hat der Bezug zur griechischen Mythologie als Grundidee sehr gut gefallen, auch wenn ich es teilweise etwas verwirrend fand, weil ich mich in der Thematik nicht wirklich auskenne. Erin selbst war mir nur bedingt sympathisch, gerade ihre Einstellung der Männerwelt gegenüber, erst mal alle Männer für schlecht zu halten, fand ich etwas übertrieben. Außerdem hätte ich mir gewünscht, dass ihre Beziehung zu ihren Freunden etwas besser dargestellt wird. Denn ich habe diese tatsächlich nur als Mitbewohner empfunden, gegen Ende spricht Erin selbst von enger Freundschaft.
In Ardens Perspektive habe ich mich viel wohler gefühlt. Ich fand ihn zwar fast "to good to be true", trotzdem war er für mich die nachvollziehbarere Person.
Die Szenen mit Erin und Arden zu Beginn der Geschichte waren witzig und gerade die selbstironischen und sarkastischen Gedankengänge konnten mich bestens unterhalten! Allerdings begann mich Erins Gedankenkarussell irgendwann etwas zu nerven und der Mittelteil des Buches hätte etwas kürzer ausfallen dürfen. Das wurde aber durch den spektakulären Plot Twist und die Spannung zum Ende des Buches wieder kompensiert.

Fazit: Schöne Romantasy-Unterhaltung die einen Einblick in die griechische Mythologie gibt. Für die Längen im Mittelteil des Buches wird der Leser durch ein spektakuläres Finale entschädigt! Ich freue mich auf "Lost Love"!

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Veröffentlicht am 20.04.2020

Anders als erwartet

Nach Mattias
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„Nach Mattias“ von Peter Zantigh beschreibt wie der plötzliche Tod von Mattias das Leben anderer Menschen beeinflusst. In Episoden schildert dieses Buch die Reaktionen seines Umfelds auf den Verlust, den ...

„Nach Mattias“ von Peter Zantigh beschreibt wie der plötzliche Tod von Mattias das Leben anderer Menschen beeinflusst. In Episoden schildert dieses Buch die Reaktionen seines Umfelds auf den Verlust, den Umgang mit seinem plötzlichen Tod und auch die Beeinflussung des Lebens von Personen, die Mattias überhaupt nicht kannte.

Sprachlich hat mir das Buch sehr gut gefallen, es lies sich gut und zügig lesen und ich habe mir einige Zitate markiert, die ich ansprechend und aussagekräftig fand. Die Atmosphäre habe ich als sehr düster empfunden und das nicht nur wegen des Todesfalls, es sind einfach auch ansonsten tragische Figuren, deren Lebenssituationen hier beschrieben werden. Der alkoholkranke Verkäufer, der erblindende Mittvierziger, die desillusionierten Großeltern, ein junger Roady ohne wirkliche Freunde, die trauernde Mutter und natürlich Amber, die Freundin, die sich Vorwürfe macht, weil sie bei der letzten Begegnung mit Mattias gestritten hat.

Peter Zanthig schreibt ein sehr ruhiges, unaufgeregtes Buch und ich habe mich in vielen Phasen gefragt, was der Autor dem Leser mitteilen will, mir hat in diesem Werk irgendwie der rote Faden gefehlt. Natürlich beeinflusst der Tod eines Menschen die Lebenssituationen anderer, wenn dieser Tod plötzlich, unerwartet und in jungem Alter eintritt, nochmal um ein Vielfaches mehr. Es gibt tolle Einzelmomente, aber ich kann aus dem Buch für mich persönlich wenig mitnehmen. Ich hatte etwas anderes erwartet, hatte eine Geschichte erwartet, die mich mehr berührt.

Möglicherweise empfinden andere Leser das anders und können mehr aus diesen Zeilen mitnehmen, aber die Geschichte und ich sind zum jetzigen Lesezeitpunkt leider keine dicken Freunde geworden.

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Veröffentlicht am 24.02.2020

Nach einem starken Einstieg leider enttäuschend

Diabolic – Fatales Vergehen
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Das Taschenbuch "Diabolic - Fatales Vergehen" des Autorinnen-Trios Lisa Jackson, Nancy Bush und Rosalind Noonan ist im Dezember 2019 im Knaur Verlag erschienen.

Auf dem Cover sieht man den gelbgrünen ...

Das Taschenbuch "Diabolic - Fatales Vergehen" des Autorinnen-Trios Lisa Jackson, Nancy Bush und Rosalind Noonan ist im Dezember 2019 im Knaur Verlag erschienen.

Auf dem Cover sieht man den gelbgrünen Titel auf schwarzem Untergrund. Im ersten Moment hielt ich die Verästelungen an den Buchstaben für Blitze, aber es sollen wohl Wurzeln darstellen, die auf den Handlungsort im Buch anspielen. Insgesamt ein relativ nichtssagends Cover, das mir vermutlich nicht länger im Gedächtnis bleibt.

Das Buch handelt von drei Frauen, die in einer Nacht 15 Jahre zuvor Schreckliches erlebt haben. Während eines nächtlichen Ausflugs zu einem See werden sie von einem maskierten Unbekannten überrascht und eine von ihnen wird vergewaltigt. Aus Angst vor Schande bittet Pfarrerstochter Ruthie die beiden anderen Mädchen über dieses Ereignis Stillschweigen zu bewahren. 15 Jahre später sind wieder alle drei Frauen in Prairie Creek und das Monster von damals ist noch immer nicht gefasst.

Der erste Teil des Buches war atmosphärisch, unheimlich, beklemmend, temporeich und voller Spannung, ich habe mit Ruth, Shiloh und Kat mitgefiebert und war erleichtert, als sie dem Schrecken entfliehen konnten. Der Rest des Buches spielte in der Gegenwart und schilderte den Verlauf der Dinge in drei weiteren Teilen aus Sicht jeweils einer Protagonistin. Leider konnte mich das Buch jetzt überhaupt nicht mehr fesseln. Jede der Frauen bekam eine Lovestory, die in einem solch rasanten Tempo voranschritt, dass sie in meinen Augen absolut unglaubwürdig und für mein Empfinden für den Plot absolut unnötig war. Ebenfalls störend fand ich die Tatsache, dass immer von den "drei Freundinnen" gesprochen wurde, aber Freundinnen waren das in meinen Augen weder vor 15 Jahren, noch heute. Die Handlungsweisen der Protagonisten waren für mich größtenteils nicht nachvollziehbar, gerade Ruth empfand ich als sehr anstrengend und ihre psychologische Beratung kam mir nicht wirklich kompetent vor. Zu viele Namen, zu viele Verdächtige ... ich war froh, als der Täter entlarvt war und ich das Buch zuschlagen konnte. Eine gewisse Grundspannung war vorhanden, weswegen ich das Buch nicht abgebrochen habe, allerdings gibt es weitaus bessere Thriller!

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Veröffentlicht am 17.02.2020

Die Krähe ermittelt wieder

Blutige Gnade
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„Blutige Gnade“ ist der vierte Thriller mit der Kommissarin Mara Billinsky -von ihren Kollegen auch „die Krähe“ genannt- und erneut ermittelt sie in grausamen und undurchsichtigen Mordfällen am Tatort ...

„Blutige Gnade“ ist der vierte Thriller mit der Kommissarin Mara Billinsky -von ihren Kollegen auch „die Krähe“ genannt- und erneut ermittelt sie in grausamen und undurchsichtigen Mordfällen am Tatort Frankfurt. Gleich mehrere Tote, die auf den ersten Blick in keiner Verbindung zueinander stehen, geben der Mordkommission Rätsel auf, aber auch privat befindet sich Mara auf einer Achterbahnfahrt, taucht doch nach vielen Jahren ihre erste große Liebe wieder auf und drängt auf einen Platz in ihrem Leben. Zudem macht sie sich Sorgen um Rafael Makiadi, der nach einem Telefonat plötzlich spurlos verschwunden ist. Wieder einmal alles andere als unbeschwerte Zeiten für die Krähe.

„Trotzdem hatte sie selten das Gefühl, auf sicherem Boden zu stehen. Ungewissheit hatte sie immer verfolgt, der Abgrund schien stets in ihrer Nähe zu bleiben.“

Wie gewohnt beginnt Leo Born sein Buch mit kurzen Kapiteln in denen verschiedene Personen die Hauptrolle spielen, ein Journalist, der kurz davor ist eine „big story“ zu veröffentlichen, eine Frau, die in ihrer Villa einen Einbrecher überrascht. Man trifft wieder auf Raffael Makiadi, der einen Job in der Fleischfabrik Baltzer übernommen hat und Maras Partner Jan Rosen und ihr Chef Hauptkommissar Klimmt sind natürlich auch wieder dabei. Gerade deshalb mag ich fortlaufende Reihen so, man kennt quasi das Ensemble und kann an der Entwicklung der Charaktere teilhaben.

Die Kapitel sind relativ kurz gehalten und durch den Wechsel in den Handlungssträngen, sowie den teilweise fiesen Cliffhangern am Ende ist man als Leser total gefesselt und möchte einfach nur wissen, was die einzelnen Ereignisse miteinander zu tun haben. Sehr geschickt führt Leo Born auch diesmal die verschiedenen Geschehnisse wie Puzzleteile nach und nach zu einem passenden Bild zusammen. Zwar hatte ich diesmal relativ früh eine Ahnung, wie alles zueinander passt, trotzdem waren es spannende Lesestunden, in denen ich die Krähe zur Auflösung begleiten durfte.

Der große Ekelfaktor war für mich in diesem Band aber nicht ein besonders bestialischer Mord, sondern die Schilderung ganz anderer Machenschaften, bei denen ich mir vorstellen kann, dass sie keineswegs fiktiv sind. Mir hat es teilweise fast den Magen umgedreht.

Insgesamt hat Leo Born mit „Blutige Gnade“ erneut einen hochspannenden Thriller geschaffen, der aktuelle Themen zur Sprache bringt und dadurch zum Nachdenken anregt. Ich freue mich schon jetzt auf den nächsten Fall für die Krähe und bin natürlich auch sehr gespannt, wie es privat für sie weitergehen wird.

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Veröffentlicht am 29.11.2019

Vorhersehbar und voller Klischees, konnte mich nicht überzeugen

Flirting with Fire (Saving Chicago 1)
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"Flirting with Fire" ist der Auftakt einer Reihe um drei Brüder. Feuerwehrmann Mauro macht den Anfang.

Im Prolog lernen wir Madison kennen. Zusammen mit Freundin Lauren besucht sie eine Oberstufen-Party ...

"Flirting with Fire" ist der Auftakt einer Reihe um drei Brüder. Feuerwehrmann Mauro macht den Anfang.

Im Prolog lernen wir Madison kennen. Zusammen mit Freundin Lauren besucht sie eine Oberstufen-Party und fühlt sic absolut fehl am Platz ... mit Zahnspange und (ihrer Meineung nach) ein paar Pfund zuviel auf den Rippen ist sie unsicher und voller Komplexe. Trotzdem ergreift sie die Gelegenheit und fährt ihren heimlichen Schwarm, Quarterback Mauro Bianco, nach Hause, der ein paar Drinks zuviel hatte. Leider kann der sich am nächsten morgen nicht mehr wirklich an sie erinnern und auch als sie sich neun Jahre später bei einer Wohltätigkeitsveranstaltung gegenüberstehen erkennt er Maddie nicht wieder...

Der Schreibstil ist einfach und flüssig zu lesen. Man erfährt die Handlung aus der Perspektive der beiden Hauptprotagonisten, wobei viel Dialoge und kursiv gedruckte Gedanken für Auflockerung sorgen. Man fliegt wirklich durch die Seiten, ich habe das Buch in nicht mal 24 Stunden gelesen.

Leider strotzt das Buch nur so vor Klischees ... das hässliche Entlein, dass sich zum schönen Schwan entwickelt hat ... der heißblütige Italiener, der sich im Grunde seines Herzens doch nur nach DER EINEN sehnt ... beide denken, sie sind nicht gut genug füreinander ... dann noch die italienische Mama mit Restaurant, die sich natürlich eine ganze Schar Enkelkinder wünscht und das am Besten schon gestern. Insgesamt war auch die Handlung zu vorhersehbar und die eingebauten Konflikte zu künstlich um echt zu wirken. Ich konnte mich in die Handlungsweise von Mauro und Maddie kaum einfühlen und leider haben auch die Nebencharaktere keine Tiefe, so dass ich auch hier keine Sympathien entwickelt habe. Der Funke ist bei mir einfach nicht übergesprungen. Ich habe das Knistern nicht gespürt.

Wer auf der Suche nach einer netten Liebesgeschichte für Zwischendurch ist, macht mit diesem Buch allerdings nichts falsch. Denn trotz der Kritikpunkte lässt es sich gut lesen und bietet ein paar entspannte Lesestunden.