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Veröffentlicht am 03.04.2026

Dunkle Abgründe

Ein dunkles Versteck
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„Ein dunkles Versteck“ ist der 4. Band aus der Evelyn-Holm-Thriller-Reihe von der Autorin Saskia Calden.

Die Freiburger Kommissarin Evelyn Holm ermittelt mit ihrem Team im Falle einer aufgefundenen Frauenleiche. ...

„Ein dunkles Versteck“ ist der 4. Band aus der Evelyn-Holm-Thriller-Reihe von der Autorin Saskia Calden.

Die Freiburger Kommissarin Evelyn Holm ermittelt mit ihrem Team im Falle einer aufgefundenen Frauenleiche. Die Leiche wurde übel zugerichtet und lässt auf einen brutalen Täter schließen. Als ein junger Mann seine Freundin als vermisst meldet, kommt die Polizei schnell dahinter, dass beide Frauen eine Gemeinsamkeit verbindet – ein aus Leder gebundenes Armband, welches sie kurz vor ihrem Verschwinden geschenkt bekommen haben.

Gleichzeitig wird Isabell von einem Mann angesprochen, der sie im Anschluss nicht mehr in Frieden lässt – er lauert ihr auf, verfolgt sie und dringt sogar in ihre intimste Privatsphäre ein. Muss Isabell sich Sorgen machen, die nächste zu sein, die spurlos verschwindet?

Der Schreibstil der Autorin hat mich sofort in seinen Bann gezogen. Flüssig und spannend wird man in die Geschichte gezogen. Durch den ständigen Perspektivwechsel und kurze Kapitel wird die Spannung aufrecht gehalten und man möchte unbedingt wissen, wie es weitergeht.

Die Kommissarin Evelyn Holm war mir sympathisch. Sie leitet ihr Team konsequent und durchsetzungsstark. Aus einigen Andeutungen geht hervor, dass es in ihrer persönlichen Vergangenheit sowie im Arbeitskreis einige Diskrepanzen gab. Diese werden im Rahmen der Lektüre nicht komplett aufgelöst. Daher ist es für ein intensiveres Kennenlernen der Protagonistin sinnvoll, zunächst die Vorgängerbände zu lesen. Ein Muss ist es jedoch nicht, da der Fall auch ohne Vorkenntnisse gut funktioniert.

Isabell war in meinen Augen von Anfang an eine starke Frau, die versucht, sich nicht ins Boxhorn jagen zu lassen. Einige ihrer Entscheidungen konnte ich jedoch nicht nachvollziehen.

Die Auflösung des Falles war für mich völlig überraschend. Ich habe zwischendrin mitgerätselt und Spuren verfolgt, konnte aber zu keiner Zeit erkennen, wohin das Ganze dann tatsächlich geführt hat. Das ist der Autorin wirklich gut gelungen.

Insgesamt hatte ich ein spannendes Leseerlebnis. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen und kann es somit allen Thriller-Fans nur ans Herz legen. 5 von 5 Sternen!

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  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 30.03.2026

Eine Geschichte über Liebe und Vertrauen vor dem Hintergrund einer Ausnahmesituation

ZIMMER 706
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Was würde passieren, wenn man mit der Affäre plötzlich in einem Hotel eingeschlossen wäre? Welche Gedanken gehen einem in einer Ausnahmesituation durch den Kopf? Was möchte man seinen Liebsten noch sagen?
Diese ...

Was würde passieren, wenn man mit der Affäre plötzlich in einem Hotel eingeschlossen wäre? Welche Gedanken gehen einem in einer Ausnahmesituation durch den Kopf? Was möchte man seinen Liebsten noch sagen?
Diese Fragen sind grundlegender Bestandteil des Romans „Zimmer 706“ von Ellie Levenson.
Kate ist verheiratet und hat 2 Kinder mit ihrem Ehemann Vic. Alles könnte perfekt sein, doch seit mehreren Jahren führt sie eine Affäre mit James. Regelmäßig treffen beide sich heimlich in Hotels für ein Stell-dich-ein, doch eines Tages überfallen Terroristen das Hotel, in dem sie in Zimmer 706 eingecheckt haben.
Der Roman ist unterteilt in die Szenen im Hotelzimmer sowie Rückblenden in die Vergangenheit von Kate – vom Kennenlernen mit ihrem Ehemann über die ersten Ehejahre bis hin zum Beginn der Affäre.
Durch die Rückblenden lernt man Kate, ihre Erfahrungen und ihre Gedanken immer mehr kennen.
Im Hotelzimmer 706 macht sich Kate Gedanken, was sie ihren Kindern und ihrem Ehemann noch sagen oder aufschreiben muss – beginnend mit alltäglichen Dingen bis hin zu Briefen an ihre Liebsten, um ihnen ihre unendliche Liebe zu versichern. Soll sie Vic ihre Affäre gestehen oder ahnt er es schon längst?
Die Gedankenwelt von Kate kann wohl jede Ehefrau und Mutter gut nachvollziehen, doch insgesamt blieb mir die authentische Reaktion im Hotel während eines Terrorangriffs zu weit hinter der zu erwartenden Spannung zurück. Wer würde sich nicht für die Welt da draußen interessieren? Wer würde nicht panische Angst verspüren und Kontakt zur Polizei suchen, um mehr Hintergründe zu erfahren?
Kate und vor allem James blieben jedoch hier eher unbeteiligt.
Stück für Stück wird klar, dass die beiden keine innige Bindung zueinander haben.
James war mir von Beginn an unsympathisch und er blieb bis zum Schluss eher ohne Konturen.
Insgesamt fand ich die Thematik gut, jedoch hätte ich mir aufgrund der Gesamtsituation mehr Spannung und Nervenkitzel erwartet.
Die Spannung blieb extrem flach. Die Autorin stellt im Nachwort selber nochmal klar, dass sie es im Wesentlichen auf die Gedankenwelt in so einer Ausnahmesituation abgestellt hat.
Jedoch ist es schwierig, wenn auf dem Klappentext von einem Thriller gesprochen wird und hierfür nichts im Buch zu finden ist. Dies enttäuscht Erwartungen.
Auch grundsätzlich war mir das Gedankenspiel irgendwann zu viel. Nur allein davon lässt sich für mich kein interessantes Buch stricken.
Das Ende war abrupt und komplett offen, was mir überhaupt nicht gefallen hat. Jede*r soll sich hier wohl seine eigenen Gedanken machen. Mir war es jedoch zu plötzlich.
Insgesamt vergebe ich für dieses Buch 3 von 5 Sternen. Es hat mich ganz gut unterhalten, wird mir aber nicht lange in Erinnerung bleiben.

  • Einzelne Kategorien
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  • Handlung
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  • Cover
Veröffentlicht am 30.03.2026

Wo ist der Horror?

REM
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Was wäre, wenn wir unsere Träume aufzeichnen und uns am nächsten Morgen ansehen könnten? Wenn wir unseren dunkelsten Albträumen ins Gesicht sehen könnten? Der Preis dafür jedoch zu hoch wäre?
Um diese ...

Was wäre, wenn wir unsere Träume aufzeichnen und uns am nächsten Morgen ansehen könnten? Wenn wir unseren dunkelsten Albträumen ins Gesicht sehen könnten? Der Preis dafür jedoch zu hoch wäre?
Um diese Grundfrage dreht sich der Horror-Thriller „REM“ von Sebastian Fitzek in Zusammenarbeit mit Annika Strauss.
Das Cover des Buches ist düster und gruselig und hat bei mir bereits eine große Erwartungshaltung aufgebaut.
Leider konnte der Inhalt da nicht mithalten.
Der Schreibstil ist ziemlich einfach und platt. Vom versprochenen Horror habe ich nicht viel gemerkt. Klar gab es einige gruselige Szenen, viel Blut und dunkle Gestalten, aber nichts davon konnte mich emotional erreichen. Woran das lag, kann ich gar nicht genau benennen.
Die Grundidee des Buches finde ich super. Wer würde nicht gern mal einen Blick auf seine nächtlichen Träume werfen? Aber was daraus gemacht wurde, war für mich verwirrend, abstrus und einfach nur drüber.
Der Beginn war richtig vielversprechend. Jedoch baute es mit Fortschreiten der Story immer weiter ab. Oft habe ich nur den Kopf geschüttelt über die nächste absurde Szene.
Die Erklärung der Geschehnisse war für mich auch nicht wirklich Horror, sondern eher Fantasy oder Science-Fiction.
Lobend möchte ich jedoch die Illustrationen im Buch, gezeichnet von Jörn Stollmann, erwähnen. Diese haben mir wirklich gut gefallen.
Leider kann ich dieser Geschichte insgesamt nur 2 von 5 Sternen geben. Ich war sehr enttäuscht und hätte mir wirklich mehr Spannung und Grusel erhofft.

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Veröffentlicht am 27.03.2026

Spannend und emotional - ein absolut geniales Buch!

Firewatch
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„Firewatch“ ist ein Thriller mit Romanceanteil aus der Feder von Colin Hadler.
Aaron verschwindet bei seinem Ferienjob als Fire-Observer im Greenlands Nationalpark spurlos. Nachdem die Ermittlungen in ...

„Firewatch“ ist ein Thriller mit Romanceanteil aus der Feder von Colin Hadler.
Aaron verschwindet bei seinem Ferienjob als Fire-Observer im Greenlands Nationalpark spurlos. Nachdem die Ermittlungen in diesem Fall eingestellt werden, macht sich Robin selbst auf die Suche nach Aarons´ Mörder. Sein Hauptverdächtiger: Kian Foster, der im zweiten Firetower gearbeitet hat. Stück für Stück versucht er dessen Vertrauen zu gewinnen, doch im selben Zeitraum wird es für Robin immer schwieriger seine Gefühle für Kian zu definieren. Ist er wirklich nur noch auf der Suche nach Rache oder bedeutet ihm Kian in der Zwischenzeit mehr als erwartet?
Das Cover des Thrillers ist ein richtiger Hingucker. Die Farbgestaltung macht einen sofort auf dieses Buch aufmerksam.
Der Schreibstil ist sehr flüssig und mitreißend.
Durch den Perspektivwechsel zwischen „Damals“ und „Heute“ erfährt man das Geschehen von vor knapp einem Jahr im Nationalpark, indem man Aaron begleitet. In den heutigen Kapiteln begleitet man Robin auf seiner Suche nach der Wahrheit.
Zwischendurch werden immer mal wieder Kapitel eingestreut, die ich nicht sofort zuordnen konnte.
Durch den immer wieder erfolgten Wechsel wurde die Spannung enorm gesteigert. Ich wollte unbedingt wissen, was damals wirklich passiert ist. Genauso gern habe ich Robin begleitet, der in Aaron seinen besten Freund verloren hat.
Robin ist ein sehr sympathischer Charakter. Er ist homosexuell und recht introvertiert. Sein Ziel verfolgt er jedoch sehr zielstrebig.
Kian war für mich von Beginn an undurchschaubar. Ist er wirklich ein kaltblütiger Mörder oder versucht er ein anderes Geheimnis zu hüten?
Die Annäherung zwischen Kian und Robin habe ich gern gelesen – jedoch immer mit dem Hintergedanken, dass jederzeit etwas passieren könnte. Die Spannung wurde hier durchgehend hochgehalten und ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen.
Während des Lesens hat man stets eine unterschwellige Bedrohung gespürt, man fiebert im Nationalpark richtig mit und auch die emotionalen Tiefen des Thrillers waren sehr gut integriert und haben die Geschichte noch ergreifender gestaltet.
Für mich war es das erste Buch des Autors. Ich freue mich bereits auf weitere!
Von mir gibt es für dieses spannende abwechslungsreiche Lesevergnügen 5 von 5 Sternen und eine klare Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 26.03.2026

Cozy Fantasy mit Luft nach oben!

The House Witch 1
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Mit „The Housewitch“ ist Band 1 einer neuen Fantasy-Reihe aus der Feder von Emilie Nikota Delemhach erschienen.
Fin Ashowan wird neuer Koch am Hof des Königs von Daxaria. Er hat großes Talent, aber auch ...

Mit „The Housewitch“ ist Band 1 einer neuen Fantasy-Reihe aus der Feder von Emilie Nikota Delemhach erschienen.
Fin Ashowan wird neuer Koch am Hof des Königs von Daxaria. Er hat großes Talent, aber auch eine genauso große Klappe. Seine unkonventionelle Art im Umgang mit den Bediensteten verschafft ihm nicht nur Freunde. Doch niemand soll hinter sein Geheimnis kommen – er ist eine Hexe. Er setzt sich für die Dienstmädchen ein, zaubert leckere Gerichte und wünscht sich einfach nur ein ruhiges Leben.
Das Cover des Romans ist wunderschön gestaltet. Es gibt einem das Gefühl von Heimeligkeit und lässt auf eine cozy Fantasygeschichte hoffen.
Fin als Protagonist war mir in seiner direkten Art sofort sympathisch. Er versucht zu helfen, möchte aber sein Geheimnis für sich behalten – und das aus gutem Grund.
Ich mochte es zu beobachten, wie er trotz seiner Schroffheit Stück für Stück Freunde auf dem Schloss für sich gewinnt und wahrscheinlich zum ersten Mal erlebt, wie es ist, sich auf andere stützen zu können.
Annika Jenoure als adlige Lady war sehr erfrischend, da sie nicht den Konventionen entspricht und ebenfalls ihre Geheimnisse hat.
Das Dienstmädchen Hannah wird immer wieder von den Rittern auf dem Schloss belästigt. Hier greift Fin ein und die Verhältnisse ändern sich. Oft mit einigem Humor besetzt.
Die Charaktere haben mir alle recht gut gefallen. Jedoch werden in diesem 1. Band sehr viele Gesichter eingeführt; es wird über einen drohenden Krieg mit dem Nachbarreich und die Angst des Königspaares berichtet, erneut ein ungeborenes Kind zu verlieren.
Insgesamt fand ich die Geschichte leider zu wenig magisch. Man erfährt zwar einiges von Fins Kräften, durch Rückblenden auch viel über seine Kindheit, aber das Worldbuilding an sich fand ich eher unausgereift.
So hatte ich Probleme, mich in diese Welt, den bevorstehenden Krieg etc. hineinzuversetzen.
Leider fand ich auch den Spannungsbogen mehr als mau. Zwischendurch wurde mir das Lesen sogar etwas zu langatmig. Das über 600 Seiten dicke Buch hätte in meinen Augen etwas kürzer sein dürfen.
Die angeschnittenen Themen wie Freundschaft, Liebe, Standesunterschiede, Magie, Homosexualität, aber auch die Gemütlichkeit in der Küche haben mich erreicht, mich aber nicht wirklich berühren können.
Insgesamt habe ich diese Geschichte gern gelesen. Ich habe jedoch das Gefühl, dass in diesem Einstiegsband zunächst in die Geschehnisse hineingeführt wird und Charaktere vorgestellt werden. Daher wurde es für mich zwischenzeitlich leider zu langweilig und ich hatte kein Bedürfnis zügig weiterzulesen.
Trotzdem bin ich auf den zweiten Band gespannt, da ich das Leben von Fin, Lady Jenoure und den anderen sehr gern weiterverfolgen möchte.
Für mich war dieses Buch somit ein Auftakt, der auf mehr hoffen lässt und ich vergebe 3 von 5 Sternen.

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