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Veröffentlicht am 04.04.2019

perfekte Ergänzung für jeden Fan der Serie

RIVERDALE - Tod auf dem Festival
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Meine Meinung:

Als großer Riverdale-Fan war für mich von Anfang an klar: Das Buch muss ich lesen! In der Serie gab es zwar immer wieder mal Erklärungen, was in etwa bei Archie, Betty, Jughead und Ronnie ...

Meine Meinung:

Als großer Riverdale-Fan war für mich von Anfang an klar: Das Buch muss ich lesen! In der Serie gab es zwar immer wieder mal Erklärungen, was in etwa bei Archie, Betty, Jughead und Ronnie geschah, aber nicht ausführlich. Das habe ich mir nun durch dieses Buch erhofft – und ich wurde nicht enttäuscht!

Das komplette Buch spielt am 3. Juli, also einen Tag vor dem 4. Juli, dem Nationalfeiertag der USA, bei dem auch Jason Blossom verschwand und der mysteriöse Umschwung in Riverdale seinen Lauf nahm.

Die Geschichte ist in 3 Abschnitte geteilt: Der Morgen, Der Nachmittag, Der Abend. Außerdem gibt es einen Epilog und Prolog – Teile der Story über Riverdale, die von Jughead geschrieben wurde. Jughead ist, wie auch in der Serie, der eigentliche Erzähler! Ich liebe das total, weil er wirklich sehr aufmerksam ist und es scheint, als würde nichts an ihm vorbei gehen.

Das Buch wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt, so kommen Jughead, Betty, Archie und Veronica abwechselnd zur Sprache, während einige Chats und Emails von weiteren Protagonisten zwischendurch für teilweise Verwirrung sorgen. Diese Mischung hat die ganze Geschichte spannend darstellen lassen. Allerdings wurde nicht wirklich sooo viel Neues über den 3. Juli berichtet.

Der Schreibstil ist jugendlich gehalten, flüssig und angenehm zu lesen. Ich habe das Buch in mehr oder weniger einem Rutsch gelesen.

Die Charaktere wurden, mit Ausnahme von Betty, ganz gut getroffen und ich konnte mir die Personen sehr gut dabei vorstellen, wie sie „ihren Tag davor“ verbracht hatten, und wie die einzelnen Fäden zusammenlaufen.

Jughead hat mir hierbei am besten gefallen. Er kam am authentischsten rüber. Bei Ronnie hat man das „bissige“ ja von ihren Erzählungen her geahnt und genau so habe ich sie mir auch immer in New York vorgestellt. Eine Zicke bzw. verwöhntes Gör durch und durch. Gut getroffen! Archie kommt vielleicht für manche hier ein wenig mysteriös/komisch rüber, allerdings hatte er dafür gute Gründe, warum er so gehandelt hat, wie er es tat (ich möchte nicht spoilern). Bei Betty hatte ich so meine Schwierigkeiten. Während ihres Praktikums in L.A. kam sie irgendwie anders rüber als in der 1. Staffel. Sie ist hier viel offener, legt sich aber auch mit Konkurrentinnen an und hat sogar ein Date – das hätte ich nicht gedacht. Im späteren Verlauf der Serie würde sie hier aber ganz gut passen, da ihre Charakterentwicklung in den 3 Staffeln am meisten hervorsticht. Vielleicht hab ich es in der Serie aber auch einfach nur überhört/vergessen, ist schon einige Zeit her…

Alles in allem hat mir das Buch gut gefallen. Alles, was wir bisher grob wussten, wurde nun ausführlicherer für uns dargestellt. So richtig Neues gab es aber für Serien-Fans nicht, von daher auch einen Stern Abzug.

Ich kann das Buch jedem empfehlen, der die Serie Riverdale liebt oder einfach die Vorgeschichte wissen möchte, bevor er die Serie startet. Ich für meinen Teil habe nun richtig Lust, die Serie noch einmal von vorne zu schauen ?



4✨/5✨

Veröffentlicht am 04.04.2019

tolle Fortsetzung zu Band 1

The Offer
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Meine Meinung:

Die „Being with you“-Serie der Autorin Karina Halle geht mit „The Offer – Liebe mich nicht“ in die 2. Runde.
Nachdem mir der erste Teil „The Pact“ gut gefallen hat, habe ich bei dem 2. ...

Meine Meinung:

Die „Being with you“-Serie der Autorin Karina Halle geht mit „The Offer – Liebe mich nicht“ in die 2. Runde.
Nachdem mir der erste Teil „The Pact“ gut gefallen hat, habe ich bei dem 2. Teil nicht lange überlegt und zugegriffen

In „The Offer“ wird die Geschichte von Bram und Nicola erzählt. Bram ist der Bruder von Linden und Nicola die beste Freundin von Steph. Linden und Steph sind die beiden Hauptfiguren im ersten Teil der Serie. Ich bin der Meinung, dass man die Bücher unabhängig voneinander lesen kann.
Sowohl Bram als auch Nicola kamen in „The Pact“ als Randfiguren vor, aber so wirklich viel hat man von ihnen nicht mitbekommen.

Nicola ist alleinerziehende Mutter von einer 5jährigen Tochter und ihr steht in finanzieller Hinsicht das sprichwörtliche Wasser bis zum Hals. Noch in der Probezeit wird ihr gekündigt, bei ihrer Tochter wird eine schwere Krankheit diagnostiziert und sowohl die aktuelle Wohnung wie auch die Möbel in ihr haben schon bessere Zeiten gesehen.

Von Männern hat Nicola nach den letzten Erfahrungen die Nase erst einmal gestrichen voll und vor dem Hintergrund ihrer derzeitigen Sorgen auch keinen Kopf für eine Beziehung. So stösst Bram mit seinem Flirtversuch auf der Hochzeitsfeier seines Bruders Linden bei Nicola auf taube Ohren und als er sich kurz darauf mit einer anderen Frau in die Büsche schlägt, zementiert das Nicolas schlechte Meinung über ihn.

Bram hat also einen schweren Stand, als er versucht Nicola bei ihren Problemen zu helfen und selbst sein verschmitzter Charme scheint ihm bei der jungen Frau nicht weiterzuhelfen.

Im Lauf der Zeit ändert sich Nicolas Bild von Bram und sie muss eingestehen, dass ihre Vorurteile teilweise unbegründet waren. Gefühle erwachen, denen sich beide nicht entziehen können oder wollen und so kommt man sich näher, aber Nicola tut sich mit Vertrauen schwer und Bram kämpft noch mit den Fehlern seiner Vergangenheit. Gibt es die Chance auf eine gemeinsame Zukunft?

Auch „The Offer“ hat mir gut gefallen. Einerseits erfindet die Geschichte das Rad nicht neu, aber es macht Spaß die Kabbeleien der beiden Protagonisten zu beobachten und sie auf ihrem Weg zu begleiten.

Das erotische Prickeln beansprucht seinen Platz in der Geschichte, drängt sich aber nicht zu sehr in den Vordergrund.

Auf das kleine „Drama“ zum Ende hin, hätte ich persönlich verzichten können, aber ohne ein dramatisches Ausrufezeichen scheint man in solchen Geschichten heutzutage nicht mehr auszukommen



Fazit:

Hierbei handelt es sich um eine lockere, humor- und gefühlvolle Lovestory, die ich jedem Romance-Leser wärmstes ans Herz legen möchte.

4✨/5✨

Veröffentlicht am 04.04.2019

schöner Auftakt der Reihe

Wild Hearts - Kein Blick zurück
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Meine Meinung:

Wir beginnen die Geschichte auf der Beerdigung von Sawyers Mutter. Hier bekommen wir bereits alle Informationen um Sawyers aktuelle Lage verstehen zu können. Sie und ihre Mutter lebten ...

Meine Meinung:

Wir beginnen die Geschichte auf der Beerdigung von Sawyers Mutter. Hier bekommen wir bereits alle Informationen um Sawyers aktuelle Lage verstehen zu können. Sie und ihre Mutter lebten gemeinsam mit ihrem gewalttätigen Vater in einer stark christlichen Gemeinschaft. Sawyer hatte also nie den Zugang zu einer normalen Kindheit. Im laufe der nächsten Woche verfolgen wir Sawyer dabei, wie sie dank Hinweisen ihrer Mutter einen Plan entwickelt, um von ihrem Vater zu fliehen. Dank Rusty und Blue schafft Sawyer es in das verlassene kleine Dorf Outskirts, wo die Handlung ihren Lauf nimmt.

Die Geschichte wird aus zwei Sichten erzählt. Zum einen von Sawyer , und zum anderen von Finn, unserem männlichen Protagonisten. Leider kommt Sawyer bei weitem öfter zu Wort, obwohl mich Finns Sichtweise in vielen Situationen brennend interessiert hätte.

Sawyer ist eine junge, unerfahrene aber mutige Frau. Sie stürzt sich trotz kaum Lebenserfahrung in ein Abenteuer um endlich ein richtiges Leben führen zu können. In Outskirts hofft sie, ihrer Mutter und deren Vergangenheit näher zu kommen. Obwohl mal diese nie kennengelernt hat merkt man schnell, wie innig die Beziehung der beiden war.

Finn konnte ich lange zeit nicht verstehen. Weder seine Handlungen noch die Gründe für sein Verhalten. Auch seine Hintergrundgeschichte wirkte zwischendurch etwas schwammig, was ich unglaublich schade fand. Auch die Beziehung zwischen Finn und Sawyer entwickelte sich in meinen Augen zu schnell. Trotz der tiefgründigen Gespräche kannten sie sich meiner Meinung nach zu wenig um die Gefühle aufzubauen von denen beide sprachen.

Die Nebencharaktere meinen mein persönliches Highlight. Die Beziehung zwischen Miller und Josh hat mich mehr als einmal zum Lachen gebracht.

Frazier Schreibstil ist ebenfalls sehr angenehm. Er ist locken und leicht und so lässt sich das Buch recht schnell lesen.

Fazit:

Der Auftakt der Outskirts-Reihe hat mir trotz wenigen Unstimmigkeiten sehr gut gefallen und ich freue mich schon auf die Fortsetzung. Der Schreibstil und die Grundgeschichte haben mir sehr zugesagt, weshalb es sicher nicht das letzte Buch von T. M. Frazier sein wird.

3,5✨/5✨

Veröffentlicht am 06.12.2018

ein echtes Highlight

All In - Tausend Augenblicke
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Meinung:

Cover & Aufbau:

Das Cover ist wirklich ein Traum. Ich liebe die Farbzusammenstellung und auch die Kombination Schriftarten ist mal etwas neues. Das Detail des Streichholzes ist wirklich gut ...

Meinung:

Cover & Aufbau:

Das Cover ist wirklich ein Traum. Ich liebe die Farbzusammenstellung und auch die Kombination Schriftarten ist mal etwas neues. Das Detail des Streichholzes ist wirklich gut gelungen und passt natürlich auch perfekt zum Inhalt. Vor allem gefällt mir, dass man von aussen nicht sofort merkt, dass es eigentlich ein Rockstar-Buch ist. So geht man unvoreingenommen an das Buch heran und kann sich überraschen lassen.

Das Buch wird aus zwei verschiedenen Sichten erzählt. Es macht wirklich Spass die Gefühlswelt von sowohl Kacey, als auch Jonah zu erkunden. So kann man sich viel besser in das Buch hineinversetzen und man kann allerlei Handlungen besser nachvollziehen.

Der Schreibstil ist flüssig und angenehm. Man fliegt förmlich durch die Seiten.



Inhalt:

Wow. Wo soll ich anfangen.

Die Geschichte wurde durch einen Prolog eingeleitet, der schon zu Beginn eine wundervolle, gleichzeitig aber auch emotionale Grundstimmung einleitete. Danach haben wir einen kleinen Time-jump und wir befinden uns mitten im Leben von Kacey Dawson.

Wir als Leser bemerken schnell wie unglücklich Kacey mit ihrem Leben im Scheinwerferlicht ist. Als sie dann nach einer weiteren Nacht voller Alkohol bei ihrem Fahrer auf der Couch landet, da sie bewusstlos nirgendwo anders hinkann, beginnt unsere Geschichte.

Die Verbindung von Kacey und Jonah ist von Anfang an sehr stark und beide können schon nach wenigen Tagen miteinander nicht mehr von einander lassen. Beiden ist aber klar, dass mehr als Freundschaft nicht sein kann. Die Perfekte Grundlage für eine wirkliche Tragödie.

Kacey, die Protagonistin hier, gefiel mir unheimlich gut. Ihr Leben besteht am Anfang nur aus Musik, Drogen und Alkohol. Bis sie auf Jonah trifft und er ihr Leben und ihr Denken von Grund auf verändert. Zwischen den Zeilen kann man hier ganz besonders gut lesen das Kacey eigentlich immer flüchtet, sie sucht Liebe und Geborgenheit, sucht Halt, der ihr nicht wirklich geboten wird. Durch Jonah lernt sie diese Seite von sich kennen. Ich habe Kacey mit jeder Seite, die ich gelesen habe, mehr ins Herz geschlossen.Jonah wirkte schon im Prolog unglaublich vernünftig und bodenständig. Er ist ein Realist, glaubt aber trotzdem an Hoffnung. Was ihn sehr sympathisch macht.

Auch viele der Nebencharaktere sind mir schnell ans Herz gewachsen. Theo, Jonah kleiner Bruder, wirkt unglaublich authentisch und auch wenn man am Anfang nicht weiss, wie er zu Kacey steht, machen all seine Handlungen Sinn. Genauso wie Kaceys beste Freundin, die sich auch nach Kaceys Bandausstieg noch nach ihr sorgt.



Fazit:

Dieses Buch hat mir wirklich unglaublich gut gefallenen ist der perfekte Auftakt für eine neue Lieblingsreihe. Ich kann es nicht erwarten, nach diesem Ende, Band 2 in den Händen zu halten und empfehle jedem, Taschentücher parat zu haben. Es werden Tränen laufen.

5✨ / 5✨

Veröffentlicht am 06.12.2018

Zu schnell, zu viel

Still Broken
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Meinung:

Norah ist frisch am College angekommen und hat nur ein Ziel: Journalistin werden. Neben dem ganzen Lernen und Arbeiten hat sie wenig Interesse am Studentenleben, auch, da ihr noch die Trennung ...

Meinung:

Norah ist frisch am College angekommen und hat nur ein Ziel: Journalistin werden. Neben dem ganzen Lernen und Arbeiten hat sie wenig Interesse am Studentenleben, auch, da ihr noch die Trennung von ihrer Jugendliebe in den Knochen hängt. Doch dann lernt sie den Bad-Boy Max kennen, der sie zugleich fasziniert aber auch aufregt und ihr ein Gefühl gibt, was sie lange nicht hatte. Doch dann passiert eine Katastrophe nach der anderen und Norah bekommt immer mehr das Gefühl, dass Max etwas verheimlicht. Und dann ist er plötzlich verschwunden…

Schreibstil / Gestaltung

Das Buch besteht grob aus zwei Teilen, die ersten 60% spielen am College, die letzten 40% drei bzw fünf Jahre später. Während der Collegeteil ausschließlich aus Norahs Sicht geschrieben ist, kommt später auch Max‘ Sicht dazu und für ein Kapitel sogar noch jemand weiteres. Bei dem zweiten Teil des Buches springen die Zeitangaben teilweise vor und zurück, der erste Teil ist chronologisch mit kleineren Zeitsprüngen.

Der Schreibstil ist leicht und locker, kurze Sätze, easy to read. Er passt zu dem jungen Alter der Protagonisten. Man findet schnell ins Buch und das Buch lässt sich angenehm auch über mehrere Seiten auf einmal lesen.

Einer der Hauptgründe für meine Entscheidung, das Buch lesen zu wollen, war das wunderschöne Cover. Rückblickend muss ich allerdings sagen, dass es nichts mit der Geschichte zu tun hat und auch das Titel „Still broken“ für mich eigentlich nicht zum Buch passt.

Mein Fazit

Ich habe Still broken an zwei Tagen durchgelesen. Leider konnte mich das Buch nicht so sehr fesseln, wie ich es gerne hätte und ich war mehr als einmal versucht, das Buch abzubrechen.

Die Geschichte geht sehr schnell los, Norah und Max lernen sich sehr schnell kennen und verhalten sich für meinen Geschmack auch zu unrealistisch. Das Buch hat relativ wenig Tiefgang und nur einen geringen Spannungsbogen im ersten Teil, im zweiten Teil ist der Spannungsbogen zwar höher, aber für mich komplett unrealistisch und unpassend, auch das Verhalten der beiden ergibt für mich teilweise wenig Sinn. Bereits im ersten Teil wird geteasert, dass Max ein Geheimnis hat und man erhält nach einem Gespräch auch eine Vermutung, in welche Richtung es gehen könnte. Im zweiten Teil wird es dann endlich aufgelöst, aber was soll ich sagen? Die Auflösung empfand ich als sehr mau und fast schon an den Haaren herbeigezogen, fast krampfhaft . Der Romantikanteil am Buch ist relativ hoch und auch wirklich sehr süß und schön gestaltet, wirkt aber auch viel zu künstlich und klischeehaft.

Ich bin selten ein Mensch, der sagt „dieses Buch hätte zwei Teile haben sollen“, weil es oftmals nicht so ist. Hier wäre es aber sinnvoll gewesen, den ersten Teil weiter auszudehnen und der Entwicklung von Norah und Max mehr Raum zu geben, damit alles nicht so überstürzt wirkt. Den zweiten Teil des Buches hätte man als Band 2 machen können und dann auch mehr Entwicklung aufzeigen können, vor allem im Verhältnis Norah und Max.
Insgesamt wirkte das Buch sehr zusammengewürfelt. Es gibt Bausteine, die meiner Meinung nach nicht zusammenpassen, die überzogen sind oder einfach verzweifelt wirken. Die Geschichte ist ganz nett zu lesen, aber auch nicht mehr. Es mangelt an einem roten Faden, die meisten Teile wirken sehr sprunghaft und insbesondere der zweite Teil des Buches wirkt, als sei er aus Verzweiflung an einem würdigen Abschluss entstanden.

***es folgen im weiteren mögliche Spoiler***
Zwischenzeitlich wollte ich das Buch zwei, drei Mal weglegen, weil mich die Story einfach nicht gecatcht hatte. Es gab viele Punkte, die für mich random wirkten, etwa die Obsession von Aaron, der unbedingt Norah noch vergewaltigen will, der Tod von Brooke, Lydia die plötzlich zum FBI geht, die Punkte, dass Norah ausgerechnet die Mafia- und Vermisstenstorys machen sollte. Natürlich hatten alle Punkte ihre Gründe in der Story (Aaron muss von Max verprügelt werden, Lydia rettet am Ende alle, Norah findet die nötigen Hinweise zu Max‘ Geheimnis), aber es wirkte alles so zufällig und willkürlich. Es ist, als hätte die Autorin zwischendurch gewürfelt „was passiert als nächstes“ und dann kam dabei sowas heraus.

Am kuriosesten fand ich aber wirklich die Story um Max und den Mafiaboss. Jemand jagt jahrelang diesen Jungen, weil er bei einem Unfall den Mafiasohn getötet hat, tötet sogar die Eltern des Jungen und jagt trotzdem weiter? Das habe ich selbst in den besten Dark Romance Storys so nicht gefunden. Man dürfte denken, dass der gute Mafiaboss genug zu tun hat nach all den Jahren. Als dann noch die Bombe platzt, dass Max eigentlich sein Sohn ist, interessiert das den Mafiaboss aber auch nicht, weil Auge um Auge. Dass er damit dann zwar zwei Söhne verliert, kommt natürlich nicht zur Sprache. Ich bin ein großer Fan von Mafiastorys und gut eingebunden hätte mich Max‘ Geheimnis ja durchaus überzeugen können, aber dann bitte etwas in die Richtung „Max hat Mafiaboss beobachtet und gegen ihn ausgesagt“ oder so. Außerdem passt Max‘ Herumtreiberei auf dem Campus nicht zu seiner permanenten Angst, gefunden zu werden. Meiner Meinung nach würde er unterm Radar bleiben und nicht zur Brown-University-Berühmtheit durch seine Bettgeschichten werden wollen.

Der zweite Teil mit Norah, die alles erreicht hat, dann doch wieder halbherzig Drew datet und dann durch eine Story Max aka Austin wiederfindet, wirkt konstruiert und hier mangelt es vor allem am Zwiespalt: Norah leidet seit Jahren (wie wir dank Clark und den Tagebüchern erfahren) wegen Max‘ Weggang, jetzt ist er wieder da und sie ist sofort wieder Feuer und Flamme. Zumindest ein paar Seiten Hin-und-Her hätten der Geschichte gut getan.
Denn wie beim ganzen Buch gilt auch hier: Zu schnell, zu viel.

3/5