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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.04.2026

faszinierend und magisch zugleich

The House Witch 1
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Die Autorin nimmt den Leser mit in das Reich von Daxaria. Dort tritt der neue Koch Finlay die Stellung bei Hofe des Königs an. Aber er ist kein gewöhnlicher Koch, denn Finlay ist eine Haushexe und sein ...

Die Autorin nimmt den Leser mit in das Reich von Daxaria. Dort tritt der neue Koch Finlay die Stellung bei Hofe des Königs an. Aber er ist kein gewöhnlicher Koch, denn Finlay ist eine Haushexe und sein Geheimnis soll niemand kennen. Aus seinem Wunsch einfach "nur" in Ruhe zu kochen und zu leben wird nichts, denn neben Herausforderungen mit Neidern und Intriganten, den Machtspielen am Hofe, kommt auch die Romantik nicht zu kurz.

Ein besonderer Eyecatcher ist die Gestaltung des Buches sowie der Farbschnitt. Der Blick in die Küche und der schwarze Kater auf der Fensterbank bieten einen ersten Vorgeschmack auf das was einen erwartet, nämlich eine gemütliche Küche mit Fin als wirklich tollen Küchenchef, der menschlich und fair ist und zugleich tolle Gerichte im wahrsten Sinne des Wortes zaubert.

Ich bin nicht der große Fantasyfan, aber diese Geschichte hat mich sehr schnell in ihren Bann gezogen. Es liegt v.a. an der Figur des Finlay. Eine männliche Haushexe ist doch sehr ungewöhnlich und ich finde es toll, dass es in dem Buch eben so ist, wie es ist. Zusammen mit dem schwarzen Kater habe ich ihn sofort in mein Herz geschlossen. Die Autorin lässt ihm seine Macken und Kanten (oh weh, wie ist er dem ein oder anderen zu Beginn seiner Dienstzeit auf die Füße getreten), aber auch seine feinfühlige Art mit der er erkennt, wenn jemand in Gefahr ist. Durch diese Mischung wirkt sein Charakter für mich authentisch.
Im Zusammenspiel mit der Kulisse eines Schlosses, dem Ablauf bei Hofe und natürlich der romantischen Seite, die auch nicht zu kurz kommt entsteht eine eigene, schöne Fantasywelt, in die ich sehr gerne abgetaucht bin. Nach über 600 Seiten des Buches, die sich leicht und zügig lesen haben lassen, bleibt ein cosy Fantasy-Gefühl zurück und die Frage, wann erscheint die Fortsetzung.

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Veröffentlicht am 12.04.2026

Botanischer Cosy-Crime - nicht nur was für (Hobby-)Gärtner

Gärten, Gift und kalte Rache
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In Oberdistelbrunn ist es vorbei mit der Ruhe und Beschaulichkeit. Der Ansatz ein bisschen mehr Biodiversität unter der Anleitung eines Profis zu schaffen um für sanften Tourismus attraktiver zu werden ...

In Oberdistelbrunn ist es vorbei mit der Ruhe und Beschaulichkeit. Der Ansatz ein bisschen mehr Biodiversität unter der Anleitung eines Profis zu schaffen um für sanften Tourismus attraktiver zu werden war ja nicht schlecht, nur dass die Damen rund um Pauline beim Löcher graben für neue Pflanzen gleich auf ein Skelett stoßen, hatte ja niemand ahnen können. Zum Glück war es nur ein Hundeskelett und kein Mensch. Aber weit gefehlt: es war nicht irgendein Hund und er ist auch nicht an Altersschwäche gestorben. Der Fund löst eine Folge von tödlich vergifteten Dorfbewohnern aus und die Hobbygärtnerinnen sehen sich genötigt in die Ermittlungen einzugreifen, denn mit der Polizeibesetzung - allen voran Hartmann - ist es so eine Sache. Dabei hätte Pauline mit ihrem frisch von der Kur zurückgekommenen Ehemann und den sich daraus erwachsenden Turbulenzen genug zu tun.

V.a. durch ihren schwarzen Humor und ihren kreativen Wortkombinationen sorgt die Autorin während der ganzen Geschichte für sehr gute Unterhaltung. Klaudia Blasl lässt ihre im Alltag beobachteten Dinge (u.a. gleichartige, quaderförmige Wohnsiedlungen) an den passenden Stellen in die Geschichte einfließen und beschreibt diese messerscharf und mit der ihr eigenen Art. Was habe ich mich amüsiert und an der Kreativität erfreut!
Daneben darf der Leser teilhaben an einem gefühlt unerschöpflichen Wissen an botanischen Dingen wie auch Zitaten etc. was aber nicht überladen wirkt sondern in einer passenden Dosis serviert wird. Das Ganze wird "gewürzt" mit einer Reihe von Toten, die ganz im Stile von Cosy Crime kurz, prägnant und unblutig präsentiert werden und sich der Fokus schnell wieder auf das Wie? Warum? Wer ist möglicherweise der Nächste? und was gibt es bei den Hobbyermittlerinnen Pauline, Berta und Co. fokussiert.
Abgerundet wird die stimmige Geschichte von einem auffallend, in passendem giftgrün mit Totenkopf-Symbol und Giftflasche verzierten Buchcover.

Fazit: geniale Unterhaltung - ich freue mich sehr auf eine hoffentlich baldige Fortsetzung

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Veröffentlicht am 08.04.2026

ein super gelungenes Kinderbuch

OTTO fährt los – Eine Reise nach England
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Wir waren das erste Mal mit OTTO unterwegs, wobei es für ihn schon die fünfte Reise ist. Diese führte ihn zusammen mit seiner Ferienfamilie (Papa Martin und die beiden Kinder Freda und Arthur) nach London. ...

Wir waren das erste Mal mit OTTO unterwegs, wobei es für ihn schon die fünfte Reise ist. Diese führte ihn zusammen mit seiner Ferienfamilie (Papa Martin und die beiden Kinder Freda und Arthur) nach London. Wie aufregend! Denn London liegt auf einer Insel und es geht nicht mit dem Schiff dorthin sondern mit dem Zug unter Wasser. Neben den Sehenswürdigkeiten wie Tower Bridge oder Westminster Abbey und Big Ben geht es in einer kleinen Rundreise durch das Land u.a. nach Cornwall.

Uns hat das vorliegende Buch total begeistert und wir werden uns nun nach und nach die vier Vorgängerbände besorgen. Es ist die Mischung aus tollen, kindgerechten sowie farbenfrohen Abbildungen, bei denen es immer wieder etwas Neues zu entdecken gibt und den Erzählung der Geschichte, bei der auch Wissenswertes vermittelt wird (wie z.B. warum in England auf der linken Seite gefahren wird). Super schön ist auch die kleine Zeitreise, die in die Erzählung eingebaut ist - von Sherlock Holmes, über die Beatles bis hin zur Queen sowie der kleine "Englischkurs".

Fazit: eine tolle Mischung - wir hatten viel Spaß

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Veröffentlicht am 30.03.2026

spannende Geschichte gemischt mit toller Unterhaltung

Ostseehölle
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In "Ostseehölle" lässt die Autorin Pia Korittki in ihrem 21.Fall ermitteln und die Leiche liegt unten im Turm der Lübecker Marienkirche. Eine Frauenleiche, offensichtlich kein Unfall und dann stellt sich ...

In "Ostseehölle" lässt die Autorin Pia Korittki in ihrem 21.Fall ermitteln und die Leiche liegt unten im Turm der Lübecker Marienkirche. Eine Frauenleiche, offensichtlich kein Unfall und dann stellt sich heraus, dass die Tote im Chor Mitglied war, aber nicht bei allen beliebt. Ist hier der Mörder zu suchen? Oder liegt die Wahrheit wo ganz anders?
Da die Ermittlungen immer größere Kreise ziehen und das auch nicht jedem gefällt, wird Pia der Fall plötzlich entzogen und landet beim LKA. Dies gerade zu einer Zeit, als das Verhältnis von Pia zu ihrem Partner Marten, der eben beim LKA arbeitet, eher angespannt ist. D.h. neben den beruflichen Herausforderungen sowie Spannungen mit einer Kollegin warten auf Pia nun auch noch private Hürden, die es zu meistern gilt.
Doch Pia wäre nicht sie selbst, wenn sie es nicht schaffen würde trotzdem am Fall nah dran zu bleiben und auch die privaten Bälle weiter in der Luft zu halten.
Die Autorin schaffte es durch ihren flüssigen und angenehm zu lesenden Schreibstil und ihren Szenenbeschreibungen, dass ich mich jedes Mal vor Ort live dabei gefühlt habe - egal ob im Turm der Kirche oder beim Showdown draußen usw. Pia und ihr Team sowie ihr privates Umfeld - allen voran ihr Sohn Felix - sind eine tolle, aber auch spannende Mischung der es als Leser Spaß macht zu folgen. Es werden Einblicke in den Polizei- und Ermittlerablauf genauso gegeben, wie in das Privatleben und die Herausforderungen u.a. Pias Job mit ihrem Sohn und dessen Betreuung zu vereinbaren. Realitätsnah werden eben auch solche Dinge thematisiert (u.a. auch was ist wenn Pia mal nicht heil nach Hause kommen sollte?) und genau das macht Pia noch greifbarer, noch realistischer.

Abgerundet wird die spannende Geschichte, die für mich ein unerwartetes aber stimmiges Ende nimmt, durch das toll gestaltete Buchcover, was eine etwas düstere, aber passende Stimmung mit Blick auf die Türme der Marienkirche generiert.

Fazit: lesenswert mit viel Vorfreude auf Band 22

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Veröffentlicht am 30.03.2026

unterhaltsamer Krimi im Ausseerland

Letzter Landler
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Gasperlmaier ist gefühlt im Stressmodus. Neben dem Familienbesuch aus Kanada, der Ballettvorführung zu der ihn seine Frau nötigt, ist da auch noch der neue junge Kollege Kevin, der ein ganz besonderes ...

Gasperlmaier ist gefühlt im Stressmodus. Neben dem Familienbesuch aus Kanada, der Ballettvorführung zu der ihn seine Frau nötigt, ist da auch noch der neue junge Kollege Kevin, der ein ganz besonderes Exemplar darstellt und ihn sehr fordert und dann gibt es noch eine tote junge Musikerin. Puh, Gasperlmaier hat mehr als nur alle Hände voll zu tun. An seiner Seite dabei Emina und Frau Dr. Kohlross als Ermittlerinnen sowie die Altmanns, seine Tochter nebst Frau und viele weitere Personen u.a. aus dem Orchester-/ Musikermilieu, die im Fall bzw. im Privatleben des Franz kräftig mitmischen und dafür Sorgen, dass keinesfalls Langeweile aufkommt.
Die Frage ist, wo ist das Motiv zu suchen für die junge Tote. Schnell wird klar, die junge Dame war kein Kind von Traurigkeit. Das Ermittlertrio geht verschiedenen Fährten nach und ehe sie sich versehen, gibt es den nächsten Toten. Langsam wird es wirklich gefährlich....

Herbert Dutzler versteht es, den Leser mit einer Mischung aus Spannung, Krimi und Mordermittlungen sowie dem Privatleben des Franz Gasperlmaier gut zu unterhalten. Es gibt immer wieder lustige Szenen oder überraschende Wendungen, die den Leser permanent bei der "Stange" halten, so dass keine Langeweile aufkommt. Bei über 400 Seiten ist das wirklich bemerkenswert. Trotz der Vielzahl an Personen, die in der Geschichte vorkommen, sind diese so entworfen und beschrieben, dass ich sehr gut den Überblick behalten konnte. Man muss nicht zwingend die Vorgängerbände gelesen haben, um Fuß zu fassen, aber natürlich versteht man den ein oder anderen Zusammenhang oder die Anspielung dann besser. Ein Wiedersehen mit Gasperlmaier ist immer wieder eine Freude.

Fazit: sehr gute Unterhaltung mit Krimifeeling

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