Zwischen Hochzeitswahnsinn und Lebenskrise
Wedding People (deutsche Ausgabe)Phoebe möchte sich vor ihrem Tod noch etwas Besonderes gönnen und ihre letzten Stunden in vollen Zügen genießen. Deshalb bucht sie ein Zimmer in einem Luxushotel – einem Ort, von dem sie seit Jahren träumt. ...
Phoebe möchte sich vor ihrem Tod noch etwas Besonderes gönnen und ihre letzten Stunden in vollen Zügen genießen. Deshalb bucht sie ein Zimmer in einem Luxushotel – einem Ort, von dem sie seit Jahren träumt. Eigentlich wollte sie dort einmal gemeinsam mit ihrem Ehemann Urlaub machen, doch dieser ist inzwischen ihr Ex-Mann. Nun erscheint ihr das Hotel als der perfekte Ort, um ihrem Leben ein Ende zu setzen.
Lila, die zukünftige Braut, die das Hotel für ihre aufwendig geplante Hochzeit gebucht hat, ist von Phoebes Vorhaben alles andere als begeistert. Ein Selbstmord mitten in ihrer Feier würde das perfekte Hochzeitswochenende ruinieren. Entschlossen versucht sie deshalb, Phoebe von ihrer Absicht abzubringen.
Phoebe war mir von Anfang an sympathisch. Sie ist authentisch gezeichnet, ihre Gedanken und Gefühle wirken nachvollziehbar und berührend. Besonders gelungen fand ich auch ihre persönliche Entwicklung im Laufe des Romans.
Lila hingegen war eine Figur, mit der ich nicht so recht warm wurde – dennoch hat gerade das Zusammenspiel dieser beiden sehr unterschiedlichen Protagonistinnen für mich gut funktioniert und zur Spannung der Geschichte beigetragen.
Was mir besonders gefallen hat, war die gelungene Mischung aus Humor und ernsten Themen. Viele Szenen und Aussagen laden zum Nachdenken ein, ohne dass das Buch dabei seine Leichtigkeit verliert.
Ich habe „Wedding People“ sehr gerne gelesen und empfehle es allen, die humorvolle, aber zugleich tiefgründige Romane mögen, in denen es um Selbstwahrnehmung, Selbstfindung und familiäre Beziehungen geht.