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Veröffentlicht am 29.04.2020

Ich glaube, ich bin einfach schon zu alt dafür

Beastmode 1: Es beginnt
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Beast Mode konnte mich zunächst durch sein Cover überzeugen, das niemand anders als Covergott @alexanderkopainski kreiert hat. 😍

Der Klappentext suggeriert eine etwas andere Geschichte wie die, die das ...

Beast Mode konnte mich zunächst durch sein Cover überzeugen, das niemand anders als Covergott @alexanderkopainski kreiert hat. 😍

Der Klappentext suggeriert eine etwas andere Geschichte wie die, die das Buch tatsächlich liefert.

Zu Beginn bekommt man - ich finde es etwas zu schnell, aber das mag Geschmackssache sein - gleich die 5 "Superhelden" und ihre Fähigkeiten präsentiert. Die Grundidee der Story finde ich spannend und mal etwas anderes, auch, wenn ich was anderes erwartet hätte.

Es gibt ein paar wirklich tolle Szenen, doch ich habe schnell gemerkt, dass ich einfach zu alt für das Buch bin. Der Schreibstil ist sehr auf Jugendliche ausgelegt. Die Art der Kommunikation miteinander, die kurzen Sätze. Der allgemeine Satzaufbau sind mit teils zu schlicht. Auch die Charaktere verhalten sich meiner Meinung nach wie normale Jugendliche, obwohl es sich u.a. bei zwei der Charakteren um Unsterbliche handelt.

Ich will damit nicht sagen, dass das Buch schlecht ist. Es ist nur so, dass ich glaube, meine 14jährige Tochter würde es vermutlich im Gegensatz zu mir großartig finden. Wäre die Geschichte "erwachsener" erzählt worden, hätte ich das Buch vermutlich gefeiert.

So gibt es von mir 3,5 von 5 Sternen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.10.2019

Spannend, teils brutal, aber der Funke sprang nicht über

Neun
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Ich habe wirklich auf dieses Buch gewartet. Die Thematik war endlich mal nicht der übliche Einheitsbrei und schien aus der Masse hervorzustechen.

Ich lese viel in dem Genre und musste immer wieder feststellen, ...

Ich habe wirklich auf dieses Buch gewartet. Die Thematik war endlich mal nicht der übliche Einheitsbrei und schien aus der Masse hervorzustechen.

Ich lese viel in dem Genre und musste immer wieder feststellen, dass sich vieles inzwischen einfach nur wiederholt und im schlimmsten Fall sogar eins zu eins abgekupfert ist. Klar, man kann das Rad schlecht neu erfinden, doch wenn es gut umgesetzt ist, macht das nicht immer was. Bei Neun hatte ich jedoch große Erwartungen.

Tja, wie das so mit Erwartungen ist, sie werden manchmal enttäuscht. Vielleicht setzt man sie zu hoch an, keine Ahnung wie ich es hier sehen soll.

Die Idee hinter Neun ist spannend, 9 Leben, Wiedergeburt und Kontrolle bzw. Manipulation. Daraus hätte man viel machen können. Leider plätschert die Geschichte, trotz wirklich brutaler Szenen und Beschreibungen anfangs vor sich hin. Es passiert zwar einiges, aber nichts für das Vorankommen der Story wirklich wichtiges. Dazu kommen die Charaktere mit denen ich allesamt nicht warm werden konnte. Teilweise sind sie mir zu sprunghaft oder wirken einfach nur wirr.

Erst in den letzten Zügen klärt sich ein Großteil auf. Natürlich gibt es einen großen Showdown, der fast schon zu spät kommt. Als ich sah, wie wenig Seiten noch vor mir lagen, hatte ich sogar die Befürchtung einen Zweiteiler vor mir zu haben, was dann aber doch nicht der Fall war.

Das Ende lässt mich mit gemischten Gefühlen zurück. Einige Fragen, insbesondere was es mit den komischen Seekatzen auf sich hat und den offensichtlichen Visionen Julians werden nicht beantwortet. Klar kann man sich seinen Reim drauf machen, aber wenn man das so thematisiert, wie diese Katzen, sollte zumindest etwas mehr Aufklärung folgen.

Fazit
Eine interessante Geschichte, die darunter leidet, dass die Charaktere recht unausgereift sind und unwichtige Details die Handlung in unnötige Länge ziehen, daher nur 3 / 5 Sternen.

Veröffentlicht am 23.06.2019

Ratgeber für die kleinen großen Probleme einer Kinderseele

Der kleine Moritz und die Durcheinander-Woche
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Puh, wo fange ich hier an. Ich weiß nicht genau, was ich von dem Buch erwartet habe, daher kann ich auch nicht sagen, ich wäre enttäuscht oder begeistert. Vorab sollte man wissen, dass man den hinteren ...

Puh, wo fange ich hier an. Ich weiß nicht genau, was ich von dem Buch erwartet habe, daher kann ich auch nicht sagen, ich wäre enttäuscht oder begeistert. Vorab sollte man wissen, dass man den hinteren Teil, der für Eltern bestimmt ist, zuerst lesen sollte. Dann erschließt sich das Ganze besser.

Moritz, der kleine Hauptprotagonist dieses Buches, hat so manches – für uns Erwachsene oft klein wirkende – Problem, mit dem er nicht weiß, wie er zurrecht kommen soll. Hier helfen Rituale, kleine Geschichten und kleine Tricks, um ihm sanft und indirekt zeigen, wie er sie lösen kann bzw. wie ein Erwachsener helfen kann.

Wenn man von sich aus nicht schon die selbe oder eine ähnliche Vorgehensweise verwendet, mag das sehr hilfreich sein. Ich persönlich handhabe einiges davon schon immer rein instinktiv so und denke mal, grundsätzlich wird damit kaum eine Mutter Probleme haben.

So verpacken wir den Schmerz z.B. nicht in eine Farbe oder einen Gegenstand, sondern wir pusten ihn weg und sehen ihm nach, wie er im Himmel verschwindet.

Und Spinnen bekamen hier oft schon den Namen Trude oder Egon und wurden zum Haustier deklariert, um die Angst zu nehmen.

Alles in allem mag das Buch ganz gute Tipps für diejenigen bereithalten, die gerade erst Eltern geworden sind. Für mich als zweifache Mutter gab es nur bedingt neues. Nichts, was ich nicht rein intuitiv schon wusste. Aber andererseits hat es mich darin bestärkt, dass mein Weg der Richtige ist.

Insgesamt ist das Buch jedoch schön aufgemacht und führt mit kleinen hübsch illustrierten Geschichten (eine pro Wochentag) durch die Probleme und ihre Lösungen.

FAZIT

Mehr ein Elternratgeber, als ein Vorlesebuch, auch wenn man das durchaus zu kombinieren versucht hat. Für unerfahrene Eltern durchaus zu empfehlen, für mich als zweifach Mama gab es wenig Neues zu erfahren. Trotz allem 4 von 5 Sternen von mir.

Veröffentlicht am 23.06.2019

Eine tolle Geschichte über Freundschaft

ROKI - Mein Freund mit Herz und Schraube
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Meine Tochter (4,5) und ich sind mittlerweile Fans von den Geschichten von Andreas Hüging. Auch ROKI reiht sich bei uns ohne Umschweife in die Liste von Favoriten ein.

Oliver Rohrbeck, den man als Synchronstimme ...

Meine Tochter (4,5) und ich sind mittlerweile Fans von den Geschichten von Andreas Hüging. Auch ROKI reiht sich bei uns ohne Umschweife in die Liste von Favoriten ein.

Oliver Rohrbeck, den man als Synchronstimme von u.a. Ben Stiller kennt, verleiht den Charakteren individuelle zum Charakter passende Stimmen und lässt damit die Geschichte lebendig werden. Als Erwachsenen nervt zwar Rokis recht schrille Stimme irgendwann ein wenig. Meine Tochter fand ihn dagegen einfach cool und süß.

Die gewohnt tolle Geschichte, die Andreas Hüging um Paul und seinen neuen Freund Roki, einen kleinen selbstlernenden Roboter, geschaffen hat, lässt einen als Zuhörer nicht mehr los. Gekonnt vermischen sich Abenteuer, das Thema Freundschaft und neues zu erlernen.

Was uns wieder besonders gut gefallen hat, waren die tollen Lieder zwischendrin. Seit der Gäng vom Dach, fragt mich meine Tochter, warum es nicht auch eine CD nur mit den Liedern aus den Hörbüchern gibt. Vielleicht wäre das mal eine Idee für den Verlag. Wir wären jedenfalls hellauf begeistert.

FAZIT

Ein weiteres tolles und spannendes Hörbuch aus der Feder von Andreas Hüging. Wir freuen uns auf jedes weitere und vergeben nebst Hörempfehlung 5 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 22.05.2019

Interessante Dystopie mit Anfangsschwierigkeiten

Diatar
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Mit Diatar – Kind des Lichts hat sich Ina Linger in den Bereich Dystopie vorgewagt, der seit einiger Zeit wirklich sehr beliebt bei den Autoren ist und daher oft nichts Neues bieten kann.

Auch Diatar ...

Mit Diatar – Kind des Lichts hat sich Ina Linger in den Bereich Dystopie vorgewagt, der seit einiger Zeit wirklich sehr beliebt bei den Autoren ist und daher oft nichts Neues bieten kann.

Auch Diatar enthält oft verwendete und bekannte Dystopie-Elemente und wenngleich die Autorin das Genre nicht neu erfindet, so schafft sie es doch, trotzdem etwas einzubringen, was ich in der Art und Weise in den üblichen Dystopien bisher weniger gelesen habe. Wenn es jetzt etwas konfus klingen sollte, ja, das ist indirektes Lob. Da ich Dystopien als Lieblingsgenre habe und mich viele in dem Bereich nicht mehr überzeugen können, musste die Idee von Diatar schon besonders gut sein oder die Story sehr gut umgesetzt.

Ich muss dazu sagen, dass ich mich in letzter Zeit mit Büchern allgemein etwas schwer tue, da ich mich an gewissen Sachen sattgelesen habe und die wenigsten Bücher es schaffe, mich durchgehen am Stück zu begeistern.

Diatar ist da aufgrund der Zeitsprünge und der vielen fremden Begriffe am Anfang leider keine Ausnahme, kann das aber im Laufe der Geschichte großteils wieder wett machen. Das liegt aber auch an den gut ausgearbeiteten Charakteren, mit denen ich trotz der anfänglichen Schwierigkeiten recht problemlos warm wurde.

Nichts desto trotz konnte es mich am Ende nicht hundertprozentig überzeugen, allerdings kann ich nicht genau ausmachen, woran es lag. Der Schreibstil ist nicht schlecht, sondern lässt sich recht flüssig lesen. Die Geschichte nimmt Spannung auf und die Charaktere kommen glaubwürdig rüber. Aber irgendwie fehlte mir etwas oder vielleicht waren die Zeitsprünge auch ein wenig too much. Sicher, sie waren informativ und wichtig für das Verständnis, aber eventuell hätte man das anders lösen können, da es den Lesefluss, insbesondere am Anfang, immer wieder ins Stocken brachte.

Auch zum Cover möchte ich noch was anmerken. Ich bin Coverkäufer, das gebe ich offen zu. Ein tolles Cover kann mich schon mal verleiten, ein schlechtes Buch zu kaufen, weil ich mich irreleiten lasse. Aber! Genauso hindert mich ein nichtssagendes Cover auch schon mal, ein Buch zu kaufen, das wirklich grandios sein könnte. Ich weiß, als Selfpublisher ist die Covergestaltung schwieriger als wenn ein großer oder überhaupt ein Verlag dahinter steckt. Aber es gibt mittlerweile viele Grafikportale, auf denen Künstler ihre Fähigkeiten auch für kommerzielle Zwecke anbieten. Ich selbst habe es eine Weile auf Deviantart getan und kann nur jedem anraten, da ein wenig mehr rein zu investieren. Es gibt den Spruch „Das Auge isst mit“ und so ist es auch im Buchhandel. Ich greife zuerst, was mir optisch zusagt. Diatar ist eine gute solide Dystopie, die deutlich mehr Anklang fände, hätte sie ein professionelleres und ansprechenderes Cover. Da bin ich mir sehr sicher.

Doch kommen wir zum Inhalt zurück. Der erste Teil der Mondiar Triologie hat zum Ende hin immer mehr Interesse geweckt, zu erfahren, was es mit den Technologien, Räumen und Artefakten auf sich hat, dennoch ist das Ende auch etwas, was man getrost erstmal so stehen lassen könnte, wenn man einfach mal vergisst, was im Anmarsch ist. Ich hadere noch mit mir, ob ich unbedingt weiterlesen will. Da Band 1 keinen wirklichen Cliffhanger hat, schmerzt es nicht so sehr, dass ich nicht gleich weiterlesen muss.


FAZIT

Diatar oder vielmehr die Mondiar – Triologie hat großes Potential, das im ersten Teil der Reihe noch nicht ausgeschöpft werden konnte. Die relativ lange Anlaufphase der Geschichte mit den vielen Rückblicken trübte ein wenig die Lesefreude. Zwar konnte es die zweite Hälfte wieder rausreißen, aber zu 5 Sternen reichte es nicht mehr. Trotzdem für Dystopie-Fans spreche ich eine Leseempfehlung aus, da es mal nicht der übliche Einheitsbrei ist. Ich schwanke zwischen 3,5 und 4 Sternen, werde aber mit gutem Gewissen aufrunden auf 4 von 5 Sternen.