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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.07.2020

Lesenswert, mit schwächerer zweiter Hälfte

Unter den Linden 6
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In ihrem historischen Roman "Unter den Linden 6" erzählt Ann-Sophie Kaisers die Geschichte dreier junger Frauen in Berlin von 1907 - 1915. Die historische Figur der Physikerin Lise Meitner trifft auf das ...

In ihrem historischen Roman "Unter den Linden 6" erzählt Ann-Sophie Kaisers die Geschichte dreier junger Frauen in Berlin von 1907 - 1915. Die historische Figur der Physikerin Lise Meitner trifft auf das Dienstmädchen Anni und die Hausfrau Hedwig. Drei Frauen, deren Leben nicht unterschiedlicher sein könnte, werden Freundinnen. Sie kämpfen gemeinsam für ihr Recht auf Bildung und Wissen und ihr persönliches Glück.

Ich habe mich sehr auf dieses Buch gefreut. Der Klappentext hat mich neugierig gemacht auf die Geschichte der ersten Studentinnen in Deutschland. Zur Gänze konnte mich der Roman aber nicht überzeugen. Anfangs fand ich die unterschiedlichen Perspektiven der Frauen faszinierend und auch die Einblicke ins universitäre Geschehen waren sehr interessant. Ab der zweiten Hälfte vermochte das Buch mich aber kaum noch fesseln und ich habe verhältnismäßig lange gebraucht um es zu beenden. Es fehlt an Spannung. 3,5 Sterne.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 01.07.2020

Spannung mit Kommissar Dünforth - die Neunte

Ich bin dein Tod
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Kommissar Dünforth hat der Kripo den Rücken gekehrt und ist zur operativen Fallanalyse gewechselt. Manchmal tut er sich mit seiner beratenden Rolle noch schwer. Er würde gerne die Leitung der Ermittlungen ...

Kommissar Dünforth hat der Kripo den Rücken gekehrt und ist zur operativen Fallanalyse gewechselt. Manchmal tut er sich mit seiner beratenden Rolle noch schwer. Er würde gerne die Leitung der Ermittlungen übernehmen und auch bei Arbeit im Team mit den neuen Kollegen muss er sich erst bewähren. Die Profiler werden zu mehreren Morden hinzugerufen, die zunächst zusammenhanglos erscheinen. Als Dünforth als erster die Gemeinsamkeiten erkennt, gilt es die Anderen zu überzeugen und gemeinsam den Täter aufzuhalten.

Wie bisher bei jedem ihrer Bücher gefällt mir Inge Löhnigs angenehm flüssiger Schreibstil ausgesprochen gut. In "Ich bin dein Tod" greift sie ein interessantes, wichtiges Thema (das ich jetzt nicht verraten möchte, weil es am Anfang nicht offensichtlich ist) auf und setzt es zu einer spannenden Geschichte um.

Fazit: Bei Kommissar Dünforth ist die Luft noch lange nicht raus und ich freue mich auf Band 10. Um die Wartezeit zu überbrücken, empfehlen sich auch die Bücher aus der Reihe um Dünforths Partnerin Gina Angelucci.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 21.06.2020

New York, New York

City of Girls
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City of Girls beginnt als farbenfrohes Portrait New Yorks in den Vierziger Jahren. Die 94 -jährige Vivien berichtet rückblickend über ihr Leben. Sie ist 19 Jahre alt, als sie die Provinz hinter sich lässt ...

City of Girls beginnt als farbenfrohes Portrait New Yorks in den Vierziger Jahren. Die 94 -jährige Vivien berichtet rückblickend über ihr Leben. Sie ist 19 Jahre alt, als sie die Provinz hinter sich lässt und nach New York zieht. Dort leitet ihre Tante Peg ein heruntergekommenes Theater, das von nun an auch Viviens Lebensmittelpunkt ist. Tagsüber näht sie die Kostüme für Showgirls, abends feiert sie Partys und schläft mit wechselnden Männern. So lange, bis ein Skandal diesen Abschnitt ihres Lebens jäh beendet. Vivien flieht zunächst wieder zu ihren Eltern und es braucht Zeit, bis sie wieder in Ney York Fuß fassen kann.

Die Einblicke in das historische Theaterleben fand ich sehr interessant und auch die Darstellung New Yorks in den Vierziger Jahren war fesselnd. Nur Viviens Partyleben war ich nach einer Weile überdrüssig und ich war beinahe froh, als ihr erster Lebensabschnitt im Buch zu Ende ging. Der zweite Teil der Geschichte hat mehr Tiefe und ist emotionaler als der Anfang. Vivien nimmt plötzlich nicht mehr nur sich selbst, sondern auch die Welt um sich herum war. Alles in allem habe ich das Buch sehr gerne gelesen und empfehle es allen, die Lust auf eine aufregende Zeitreise nach New York haben.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 17.06.2020

Auf ins Abenteuer!

Als der Wolf den Wald verließ
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Eigentlich schreibe ich nie etwas über Cover in meinen Rezensionen, aber dieses hier ist in natura noch so viel schöner, als es auf dem Bild aussieht, dass ich es unbedingt erwähnen muss. Die matte Optik ...

Eigentlich schreibe ich nie etwas über Cover in meinen Rezensionen, aber dieses hier ist in natura noch so viel schöner, als es auf dem Bild aussieht, dass ich es unbedingt erwähnen muss. Die matte Optik mit der glänzenden Schrift macht richtig was her und es fühlt sich toll.

Aber nicht nur die aüßeren Werte haben mir gefallen, auch die Geschichte weiß zu überzeugen. Gemeinsam mit meinen Töchtern (5 + 7 Jahre alt) habe ich den jungen Wolf Flink begleitet. Von seiner Familie getrennt, macht er sich auf die Reise. Die Suche nach einem neuen Zuhause ist voller Abenteuer aber auch Freundschaft und Warmherzigkeit.

Die Geschichte hat uns verzaubert und noch mehr das Interesse an Wölfen geweckt. Im Anhang wird zunächst die wahre Geschichte des Wolfes Oregon 7 erzählt, auf der dieses Buch beruht und dann gibt es noch allgemeine Informationen über Wölfe, ihre Lebensweise und ihren Lebensraum. Auch Wölfen in Deutschland ist eine Seite gewidmet. Von uns gibt es eine eindeutige Leseempfehlung für kleine und große Wolfsfreunde und solche, die es noch werden wollen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 07.06.2020

Grandioser Auftakt und Abschluss einer Trilogie

DUNKEL
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Kommissarin Hulda Hermannsdóttir arbeitet bei der Polizei in Reykjavík. Ihre Pensionierung steht kurz bevor. Einen cold case darf sie sich noch aussuchen, bevor sie Platz für einen jüngeren Kollegen machen ...

Kommissarin Hulda Hermannsdóttir arbeitet bei der Polizei in Reykjavík. Ihre Pensionierung steht kurz bevor. Einen cold case darf sie sich noch aussuchen, bevor sie Platz für einen jüngeren Kollegen machen soll. Sie entscheidet sich für den Tod einer russischen Asylbewerberin. Hulda stürzt sich in die Ermittlungen, doch die Wahrheit ist gefährlich.
Die komplexe Figur der Kommissarin hat mich fasziniert. Es scheint fast, ihre Charakterentwicklung sei der vorrangige Zweck des Buches. Der eigentliche Kriminalfall tritt dabei manchmal in den Hintergrund. Das habe ich aber nicht als negativ empfunden. Hulda ist beeindruckend und ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen.
Ich kann verstehen, dass das Ende von manchen Lesern als unbefriedigend empfunden wird. Eine Trilogie mit dem zeitlich letzten Band zu beginnen ist an sich schon ungewöhnlich. Das Ende dieses Buches erschien auch mir für den Abschluss einer Reihe ziemlich gewagt. Aber mit ein klein wenig Abstand, bin ich mittlerweile zu dem Schluss gekommen, dass es das einzig passende Ende für Hulda ist. Ich freue mich auf Band 2 und 3, die im Juli bzw. September 2020 erscheinen werden.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere