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Veröffentlicht am 11.05.2026

Dieses Buch gehört zur deutschen Erinnerungskultur

Hitlers Gefolgsmann
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Robert Ley war ein glühender Verehrer Hitlers. Nach der Kapitulation und dem Sieg der Alliierten wurde er verhaftet und als Kriegsverbrecher angeklagt. Dem Prozess in Nürnberg entging er mit seinem Suizid. ...

Robert Ley war ein glühender Verehrer Hitlers. Nach der Kapitulation und dem Sieg der Alliierten wurde er verhaftet und als Kriegsverbrecher angeklagt. Dem Prozess in Nürnberg entging er mit seinem Suizid. Sein Enkel hat mit "Hitlers Gefolgsmann" ein Buch geschrieben, das nicht nur den Werdegang des Herrn Ley thematisiert. Es zeigt auch das Schweigen in der Familie, die es nicht wahrhaben möchte, dass der Vater ein Nationalsozialist und glühender Anhänger Hitlers war.

Bis zu seinem Selbstmord hatte Herr Ley so gar kein Unrechtsbewusstsein. Zwischendurch behauptete er gar, dass er den Juden half und ihnen niemals etwas Böses antun wollte. Der Autor des Buches, Axel Spilcker belegt, dass das Gegenteil der Fall ist. Ley galt etliche Jahre als Hitlers Vertrauter und war häufig auf dem Obersalzberg zu Gast. Der Bau der Ordensburg Vogelsang in der Eifel war seine Idee und der Enkel besuchte den Prachtbau vor einigen Jahren. Bei der Führung kam auch die Sprache auf seinen Großvater. Was Herr Spilcker dazu schrieb, werde ich hier nicht wiederholen. Es zeigt aber, dass noch sehr viel Aufklärungsarbeit notwendig ist. Zumal dort viele Schüler zu Gast sind und die sollten doch nur Tatsachen zu hören bekommen.

Axel Spilcker belegt, dass sein Buch einzig auf Tatsachen beruht. Das sind Tagebücher, Briefe und Erzählungen von Familienmitgliedern. Die Originalfotografien gehören auch zu den Fakten. Ich kann nur jedem raten, dieses wertvolle Werk zu lesen. Es ist ein wichtiger Stein im Bild der „Erinnerungskultur“. Wer, wenn nicht wir, müssen am „Nie wieder“ festhalten. Sprüche wie: „Denkmal der Schande und dämliche Vergangenheitsbewältigung“ dürfen sich nicht in den Köpfen unserer Kinder und Kindeskinder festsetzen.

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Veröffentlicht am 06.05.2026

Der erste Band um Vega Varg macht Lust auf mehr

Vega Varg – Das Schweigen der Insel
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Vier junge Leute sind mit ihren Kanus unterwegs. Plötzlich ziehen dunkle Wolken über das Wasser und das Quartett möchte schnellstmöglich zurück in ihr Hotel. Doch als sie den Steg erreichen, fängt eine ...

Vier junge Leute sind mit ihren Kanus unterwegs. Plötzlich ziehen dunkle Wolken über das Wasser und das Quartett möchte schnellstmöglich zurück in ihr Hotel. Doch als sie den Steg erreichen, fängt eine der Frauen an zu schreien. Mitten auf den Planken liegt ein junger Mann. Tot. Er hat noch ein Seil um den Hals gebunden und sein Kiefer ist deformiert. Ein Mord auf Südkoster? In dieser Idylle? Das kann nicht sein. Als aber auch die Ermittlerin Vega Varg davon überzeugt ist, dass hier tatsächlich ein Mord geschah, trommelt sie alle ihr zur Verfügung stehenden Kräfte zusammen. Die Ermittlungen gestalten sich zunächst sehr schwierig, da etliche Befragte mauern. Und da steht noch die Frage im Raum, wo sich Moa, die Tochter Vegas aufhält.

Vega Varg ist eine Ermittlerin in den besten Jahren. Ihre beiden Söhne sind ebenfalls bei der Polizei. Sie sind persönlich betroffen, da sie den Toten seit ihrer Kindheit kennen. Zunächst gibt es keine Verdächtigen aber das ändert sich rasch. Schon bald beginnt ein munteres Hin und Her zwischen Ermittlern und Befragten. Die Spannung bleibt also bis zum Schluss und das Ende ist tatsächlich nicht vorhersehbar.

Was für mich anfangs gewöhnungsbedürftig war, das sind die vielen Namen. Da muss man schon genau schauen, um wen es sich handelt und wer gerade gemeint ist. Da es der erste Band einer Reihe um die Ermittlerin ist, gehe ich davon aus, dass im nächsten Buch die Cliffhanger beantwortet werden. Ein gutes Buch, das ich zügig gelesen habe. Viele Unterhaltungen in Form von wörtlicher Rede machen für mich einen lebendigen und bildhaften Sprachstil aus und das versteht die Autorin perfekt.

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Veröffentlicht am 04.05.2026

Ein Trauerredner als Detektiv

Über die Toten nur Gutes
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Mads ist Trauerredner und übt die Rede zum Tod seines Vaters. Der liegt im Sarg und seine Kinder und Enkel stehen in der Friedhofshalle. So richtig begeistert ist keiner und die Probe ist rasch beendet. ...

Mads ist Trauerredner und übt die Rede zum Tod seines Vaters. Der liegt im Sarg und seine Kinder und Enkel stehen in der Friedhofshalle. So richtig begeistert ist keiner und die Probe ist rasch beendet. Wer denkt, dass Mads Madsen danach seine Ruhe hat, der irrt. Ihn erreicht ein Brief ohne Schrift und sein bester Freund ist tot. Der hat zwar vor 20 Jahren Glücksburg verlassen, kehrte aber wohl wieder zurück. Für Mads ist schnell klar, dass sein Tod kein Unfall war und er beginnt zu forschen. Schon bald wird ihm klar, wie gefährlich seine Nachforschungen sind.

„Über die Toten nur Gutes“ stammt aus dem dumontbuchverlag. Es ist eine Mischung aus Krimi und skurriler Geschichte. Die Spannung fehlt nicht und dafür sorgen die zahlreichen Wendungen. Langweilig wurde es mir beim Lesen keineswegs. Die humoristischen Einlagen fand ich dann aber zwischendurch zu heftig. Der Schluss war für mich nicht glaubwürdig. Eine Empfehlung gibt es aber trotzdem von mir.

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Veröffentlicht am 03.05.2026

Spannend bis zum Schluss

Und morgen du (Ein Fabian-Risk-Krimi 1)
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Sind es tatsächlich immer seine ehemaligen Klassenkameraden, die getötet werden? Nur sehr langsam kann sich Fabian Risk mit diesem Gedanken abfinden. Der grausame Anblick der Leichen lässt auf einen Mörder ...

Sind es tatsächlich immer seine ehemaligen Klassenkameraden, die getötet werden? Nur sehr langsam kann sich Fabian Risk mit diesem Gedanken abfinden. Der grausame Anblick der Leichen lässt auf einen Mörder schließen, der einen persönlichen Rachefeldzug geht.

Erst nach und nach kristallisiert sich ein Motiv heraus, das diese brutalen Morde kennzeichnet. Die Rückblicke auf Schulzeit und Mobbing zeigen, wie längst vergessene Verletzungen mit der Zeit zu unglaublichen Taten führen können. Was während der Schulzeit geschah, konnten die Betroffenen wohl nicht vergessen.

„Und morgen du“ ist ein spannender Krimi, der mich bestens unterhielt. Das lag nicht nur an der Story sondern auch an der perfekten Präsentation von David Nathan.

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Veröffentlicht am 01.05.2026

Spannend bis zum furiosen Finale

Das Gesetz der Elite
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Colomba kann es nicht fassen. Ausgerechnet sie wird angerufen. Von einer Mitarbeiterin des Geheimdienstes und die bittet sie um Hilfe. Dabei schied Colomba aus dem Polizeidienst aus und hat kein Verlangen ...

Colomba kann es nicht fassen. Ausgerechnet sie wird angerufen. Von einer Mitarbeiterin des Geheimdienstes und die bittet sie um Hilfe. Dabei schied Colomba aus dem Polizeidienst aus und hat kein Verlangen mehr nach Ermittlungen und allem, was damit zusammenhängt. Für sie sind es nur traumatische Erinnerungen, die sie an ihren ehemaligen Job erinnern. Aber der Tod von Jésus Martinez wird zwar als Unfall abgetan, für sie ist er das aber keineswegs. Wie gut, dass ihr bester Freund Dankte ihr zur Seite steht und sie gemeinsam mit ihm ermitteln kann.

"Das Gesetz der Elite" ist an Spannung kaum zu überbieten. Nicht immer war der Thriller für mich realistisch. Aber immer wieder gibt es interessante Wendungen und auch der Spannungsbogen ist dauerhaft straff gespannt. Colombas Freund war mir suspekt und auch der Blick in die Vergangenheit der beiden erschloss sich mir nicht. Wer gute Unterhaltung bevorzugt und dabei in Kauf nimmt, dass Passagen nicht immer realistisch sind, der wir auch diesen Thriller mögen. Mich hat er bestens unterhalten und ich gebe eine uneingeschränkte Empfehlung.

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