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Veröffentlicht am 29.07.2025

Ein gelungenes Debüt

Himmel ohne Ende
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Charlie ist eine junge Frau, die mit einigen Problemen zu kämpfen hat. Ihre beste Freundin lacht neuerdings über sie. Im Klassenzimmer hat sie den Platz neben Charlie verlassen und auf dem Schulhof tut ...

Charlie ist eine junge Frau, die mit einigen Problemen zu kämpfen hat. Ihre beste Freundin lacht neuerdings über sie. Im Klassenzimmer hat sie den Platz neben Charlie verlassen und auf dem Schulhof tut sie so, als würde sie sie nicht kennen. Der Vater hat seine Familie „ausgemustert“ und Charlie glaubt, dass es an ihr lag. Und dann kommt auch noch der „Italiener“ und drängt sich in ihre ruhige Zweisamkeit. Okay, klar möchte Charlie, dass ihre Mutter glücklich ist. Sie fragt sich allerdings, ob dieses Glück zwingend mit der Geburt eines Kindes gekrönt werden muss.

„Himmel ohne Ende“ ist der erste Roman von Julia Engelmann. Ihr Gefühl für Sprache ist kaum zu übertreffen. Sie zeigt deutlich, wie sehr Jugendliche zu kämpfen haben. Sei es, dass sie ausgeschlossen werden aus einer Gemeinschaft, oder die erste Liebe erleben. Bei Charlie gibt es ein weiteres Problem, das sie nur mühsam annehmen kann. Ihre Mutter hat die Trennung akzeptiert und ist mit einem anderen Mann glücklich. Auch Charlie will die Zurückweisung der ehemals besten Freundin vergessen. Wie gut, dass sie in dem neuen Mitschüler jemanden kennenlernt, der sie dabei unterstützt.

Das Debüt ist gelungen. Frau Engelmann wird mit ihrem Roman erfolgreich sein und hat auch mich von ihrem Können überzeugt. Sehr gerne bewerte ich das Buch mit vier Sternen und gebe eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 27.07.2025

Sehen so Sieger aus?

Schwestern des brennenden Himmels
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Nachdem der Krieg beendet war und Nazideutschland kapitulierte, eilten die Siegermächte nach Potsdam. Hier wollten sie über das Schicksal des Landes beraten. Während die Bevölkerung unter Hunger und Misshandlung ...

Nachdem der Krieg beendet war und Nazideutschland kapitulierte, eilten die Siegermächte nach Potsdam. Hier wollten sie über das Schicksal des Landes beraten. Während die Bevölkerung unter Hunger und Misshandlung durch die Soldaten litt, ließen es sich die Herren Churchill, Truman und Stalin gut gehen. Sie wurden bestens von den Damen des britischen ATS, der Frauenabteilung des britischen Heeres betreut. Zu ihnen gehörte Ann Miller, die sich von ihrem Aufenthalt in Potsdam viel mehr versprach, als die Erledigung ihres Jobs.

Mit dem Buch „Schwestern des brennenden Himmels“ ist der Autorin Hanna Caspian wieder etwas ganz Besonderes gelungen. Sie recherchierte genauestens über das Treffen der Sieger in Potsdam und formte daraus einen Roman, der spannend und zugleich lehrreicher als jeder Geschichtsunterricht ist. Sie beschreibt das Leben der Menschen, die in Kellern und Ruinen hausten so authentisch, dass ich mich in sie hineinversetzten konnte. Diese Angst vor Übergriffen durch Soldaten, das ging mir besonders nahe.

Neben den Fakten rund um das Potsdamer Treffen darf auch das Zwischenmenschliche nicht fehlen. Das wiederum ist so gut dosiert, dass es zu keinem Zeitpunkt den Ernst der Historie störte. Viele Fakten kannte ich noch nicht und bin immer wieder erstaunt, wie detailliert die Autorin nachforscht. Meinen Sternenregen gebe ich sehr gerne.

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Veröffentlicht am 27.07.2025

Das Buch hat mich sehr berührt

ë
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Gemeinsam mit ihren Eltern floh sie vor vielen Jahren nach Deutschland. Das Ankommen gestaltete sich schwierig und schon in Kindergarten begann für sie die Erfahrung des „Andersseins“. Stets war sie darauf ...

Gemeinsam mit ihren Eltern floh sie vor vielen Jahren nach Deutschland. Das Ankommen gestaltete sich schwierig und schon in Kindergarten begann für sie die Erfahrung des „Andersseins“. Stets war sie darauf bedacht, niemals aufzufallen und möglichst angepasst zu sein. Oft schweifen ihre Gedanken ab in die Vergangenheit. Denn ihre Heimat kann sie nicht vergessen.

Welch grausames Schicksal mussten die Menschen erleben, die im schrecklichen Krieg gegen Serbien angegriffen wurden. Realistisch und sehr emotional schildert die Autorin Jehona Kicaj in "ë" die Erlebnisse ihrer Verwandten, die in Albanien geblieben sind. Neben den Ereignissen der Gegenwart berichtet die Ich-Erzählerin immer wieder auch Erfahrungen aus der Vergangenheit. Während des „Kosovo-Krieges“.

Ein Buch, das mich berührte und beschämte. Zu wenig interessierte mich damals das Schicksal der Betroffenen des Krieges. Aus dem Grund bin ich der Autorin sehr dankbar, dass sie mir auf diese Weise die Augen öffnete. Ich nehme das Buch als Anlass für das Lesen weitergehender Literatur. Für dieses Werk gebe ich sehr gerne eine Sternenregen.

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Veröffentlicht am 25.07.2025

Ein Buch mit verblüffendem Ende

Das Nest
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Sadie, so heißt die kleine Nichte von Fran. Sie ist eine gute Freundin von Bruno, dem Sohn Frans. Beide gehen in eine Klasse und finden die neue Lehrerin nett. Es dauert aber nicht lange, bis Sadie nicht ...

Sadie, so heißt die kleine Nichte von Fran. Sie ist eine gute Freundin von Bruno, dem Sohn Frans. Beide gehen in eine Klasse und finden die neue Lehrerin nett. Es dauert aber nicht lange, bis Sadie nicht mehr von dieser Frau unterrichtet werden möchte. Das sagt sie recht klar und deutlich. Wenige Tage später wird die Lehrerin tot aufgefunden. Brunos Vater und Ted, ein Roma, finden ihre Leiche. Die Suche nach dem oder der Mörder/in beginnt.

Ein wenig zäh kam mir der Roman "Das Nest" am Anfang vor. Es dauerte recht lange, bis er Fahrt aufnahm. Zwei Personen sind es, welche die Kapitel des Buches schreiben. Das ist die Betreiberin eines Mobilheimparks namens Fran und ein Roma namens Ted. Beide berichten in der Ich-Form und haben zunächst nichts miteinander zu tun. Nur dass die beiden Kinder sich gerne bei Ted aufhalten, sagt einiges über ihn aus.

Was für mich zunächst nicht schlüssig war, wurde erst am Schluss des Romans geklärt. Das Ende war nämlich absolut nicht vorhersehbar und verblüffte mich. Nein, damit rechnete ich so gar nicht. Ich gebe sehr gerne gute vier Sterne und eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 24.07.2025

Kann Liebe wirklich blind machen?

Schattengrünes Tal
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Als Daniela zum ersten Mal das Hotel „Zum alten Forsthaus“ betritt, fühlt Lisa sich sofort zu ihr hingezogen. Sie wirkt so schutzbedürftig und weckt direkt ihr Helfersyndrom. Mit der Zeit stellte sich ...

Als Daniela zum ersten Mal das Hotel „Zum alten Forsthaus“ betritt, fühlt Lisa sich sofort zu ihr hingezogen. Sie wirkt so schutzbedürftig und weckt direkt ihr Helfersyndrom. Mit der Zeit stellte sich allerdings heraus, dass Daniela gar nicht so hilfsbedürftig war. Ganz im Gegenteil und die Frage bleibt, ob Lisa das früh genug merkt oder sie auf den Scherbenhaufen ihres Lebens blicken muss.

Viele Perspektivwechsel machen das Verfolgen der Geschichte nicht einfach. Der Vortrag von Henrike Tönnes erleichtert es aber sehr. Der Spannungsbogen bleibt dauerhaft straff. Bis zum Ende war ich gefangen. Aber wirklich nur bis kurz vor dem Schluss. Der gefiel mir nicht wirklich. Ich hätte mehr erwartet. Außerordentlich gut fand ich den Schreibstil und die psychologischen Aspekte der Geschichte.

„Schattengrünes Tal“ ist das erste Buch, das ich von der Autorin las/hörte. Es wird gewiss nicht das letzte sein und hoffentlich gibt es dann auch wieder ein Hörbuch, das von Henrike Tönnes gelesen wird.

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