Ein Krimi, der das Leid der Menschen nach der Flut bestens darstellt
Eine Nacht im JuliJana Vogt ist Tatortfotografin. Sie lebt im Ahrtal, in Bad Neuenahr-Ahrweiler. Als die Flut über das Tal hinwegrollte, war sie nicht zuhause. Zum Glück. Ihre Wohnung direkt unterm Dach war zwar nicht betroffen, ...
Jana Vogt ist Tatortfotografin. Sie lebt im Ahrtal, in Bad Neuenahr-Ahrweiler. Als die Flut über das Tal hinwegrollte, war sie nicht zuhause. Zum Glück. Ihre Wohnung direkt unterm Dach war zwar nicht betroffen, aber die anderen Etagen wurden von den Wassermassen geflutet. Am Tag nach der Flutwelle wollte sie in ihre Wohnung. Das war nicht möglich. Daher nahm sie sehr gerne ein Angebot ihres freundlichen Nachbarn an. Sie zog in ein Dorf im Höhengebiet der Eifel. In ein Ferienhaus. Wie es der Zufall will, wird sie hier direkt mit einem Mordfall konfrontiert. Und nicht nur das. Es gibt weitere Todesfälle, von denen einige bereits Jahre zurückliegen.
Der Kriminalroman „Eine Nacht in Juli“ setzt sich eindringlich mit der Tragödie in 2021 auseinander. Die Autorin lebte damals im Ahrtal und beschreibt absolut authentisch, wie es den Bewohnern nach der Flut ging. Beim Lesen war ich sofort mittendrin und immer wieder kamen mir die Tränen. Aber auch die Ermittlungen fesselten mich. So viele falsche Spuren und etliche Verdächtige machen das Buch zu einem kurzweiligen und spannenden Krimi. Wenn, ja wenn es nicht immer wieder Hinweise auf das Leid der Menschen im Tal geben würde.