Gut durchdachter Krimi, der ohne Blutvergießen auskommt
Das Geheimnis der weißen WeihnachtEs ist also eine Einladung nach Kopenhagen, die in dem Brief versteckt war. Die wurde recht herzlich formuliert. Eigentlich, so dachte Beatrice Adela Lestange Bradley, hätte sie eine Auszeit durchaus verdient. ...
Es ist also eine Einladung nach Kopenhagen, die in dem Brief versteckt war. Die wurde recht herzlich formuliert. Eigentlich, so dachte Beatrice Adela Lestange Bradley, hätte sie eine Auszeit durchaus verdient. Fast war sie also geneigt, das Schreiben positiv zu beantworten. Immerhin handelt es sich um die Teilnahme an einem Kongress zur „Pädagogischen Psychiatrie“, ihrem Spezialgebiet. Allerdings trudelte zugleich auch ein Brief ihres Lieblingsneffen ein. Er schrieb darin, dass er und seine schwangere Frau sehr gerne die Weihnachtstage mit Beatrice verleben würden. Da Blut halt dicker als Wasser ist, sagte sie kurzentschlossen ihrem Neffen zu.
Der Neffe lebt in einem großen Herrenhaus in Cotswolds. An den Festtagen versammeln sich etliche Menschen um den festlich gedeckten Tisch. Nicht alle freuen sich über das Zusammensein, denn ein mysteriöser Briefeschreiber versetzt die Adressaten in helle Aufregung. Als dann auch noch eine Leiche entdeckt wird, ist die Verunsicherung in dem kleinen Dorf groß. Wie gut, dass Beatrice sich mit Ermittlungen auskennt.
"Das Geheimnis der weißen Weihnacht" stammt aus der Feder von Gladys Mitchell. In über 60 Kriminalromanen ging es bei ihr immer um Beatrice. Dass sie die Werke Sigmund Freuds mochte und sich zudem für Magie und Hexerei begeisterte, ist in ihren Büchern gut zu erkennen. Das Cover ist außergewöhnlich und nahm mich schon vor dem Lesen für dieses besondere Werk ein.