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Veröffentlicht am 11.03.2026

Kurzweilige Romantasy mit starker Protagonistin

Heartless Hunter. Der rote Nachtfalter, Band 1
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Inhalt:
Als Hexe wird Rune von der gefürchteten Blutwache gejagt. Tagsüber spielt sie ihre Rolle als Teil gesellschaftlichen Elite, doch ihre Nächte verbringt sie damit, andere Hexen in Sicherheit zu bringen. ...

Inhalt:
Als Hexe wird Rune von der gefürchteten Blutwache gejagt. Tagsüber spielt sie ihre Rolle als Teil gesellschaftlichen Elite, doch ihre Nächte verbringt sie damit, andere Hexen in Sicherheit zu bringen. In der Hoffnung, an mehr Informationen für ihre Missionen heranzukommen, lässt sie sich auf ein gefährliches Spiel mit dem Hexenjäger Gideon Sharpe ein.

Meine Meinung:
Der Roman hält genau das, was er verspricht und was ich mir von ihm erhofft habe - es handelt sich um eine unterhaltsame, kurzweilige Romantasy, die viel Spaß macht und gut unterhält.
Es ist die Art von Buch, die man einmal in die Hand nimmt und dann kaum mehr weglegen kann. Die Protagonistin war mir sofort sympathisch und ich konnte von der ersten Seite an mit ihr mitfiebern. Ihre Beziehung mit Gideon zu verfolgen, war sicherlich das Highlight des Buches. Gleichzeitig ist die Handlung voller Wendungen und unglaublich kurzweilig. Hinzu kommt ein Schreibstil, der sich sehr locker und flüssig von der Hand lesen lässt
Inhaltlich verlässt der Roman nicht wesentlich die durch das Genre vorgezeichneten Bahnen, wobei es sich jedoch um eine gute Umsetzung desgleichen handelt. Deshalb war die Handlung für mich aber leider teilweise auch sehr vorhersehbar. Keine der Wendungen in dem Roman hat mich sonderlich überrascht. Auch das „worldbuilding“ hätte sicher noch ein bisschen umfangreicher ausfallen können - wer hier eine ausgefeilte Magiewelt erwartet, wird eher enttäuscht. Das ändert jedoch nichts an der Tatsache, dass ich durchweg sehr gut unterhalten war, viel Freude beim Lesen hatte und sehr gerne in diese fremde Welt eingetaucht bin. Gerade die Liebesgeschichte konnte mich für sich gewinnen.
Insgesamt kann ich den Roman - gerade Fans des Genres - auf jeden Fall empfehlen.

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Veröffentlicht am 09.03.2026

Berührende Geschichte über starke weibliche Charaktere

Spiegelland
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Inhalt:
Der Roman handelt von verschiedenen, mit einander verwobenen Geschichten, die jeweils im 18. Jahrhundert, 1999 und 2025 spielen. Im Jahr 1999 ergreift Cato gemeinsam mit ihrer 12-jährigen Tochter ...

Inhalt:
Der Roman handelt von verschiedenen, mit einander verwobenen Geschichten, die jeweils im 18. Jahrhundert, 1999 und 2025 spielen. Im Jahr 1999 ergreift Cato gemeinsam mit ihrer 12-jährigen Tochter die Flucht vor ihrem Ehemann und rettet sich ins Moor. Von da an beginnt sich, eine große Geschichte zu formen…

Meine Meinung:
Der Roman ist die kluge und reflektierte Erzählung über das Leid, das viele Frauen durch Gewalt in ihrer Partnerschaft erleben. Es stellt dabei stets die Frauen in den Mittelpunkt und betont ihre Stärke, ihr Durchhaltevermögen und ihre Resilienz.
Gleichzeitig spielen auch die Themen Familie, Muttersein und Freundschaften eine wichtige Rolle. Erzählt wird der Roman in drei Handlungssträngen, die jeweils in einer unterschiedlichen Zeit stattfinden und anderen Protagonisten folgen. Auf den ersten paar Seiten fiel es mir deshalb ein wenig schwer, mich einzufinden. Sobald ich jedoch einen Zugang zu der Geschichte gefunden hatte und die Charaktere kannte, hat mich der Roman richtig gepackt. Gerade die weiblichen Charaktere sind unglaublich greifbar und fühlen sich so echt an, dass es mir manchmal fast schon weh tat, sie auf ihrem Weg zu begleiten. Dabei behält der Roman aber stets eine gewisse hoffnungsvolle Note, die mir sehr gefallen hat.
Die Sprache ist wunderschön und sehr bildgewaltig. Das Moor wird in all seinen Facetten und all seiner Schönheit eingefangen und wirkt teilweise fast schon wie ein eigener Charakter - Liebhaber von „Der Gesang der Flusskrebse“ werden hier auf jeden Fall fündig. Gleichzeitig wird das Buch aber dennoch nie langatmig oder verrennt sich zu sehr in sprachlichen Spielereien, sondern lässt sich vielmehr sehr angenehm und flüssig lesen.
Einziger Wermutstropfen war für mich, dass ich mit dem Handlungsstrang, der 2025 spielt, leider nicht allzu viel anfangen konnte und auch keinen richtigen Zugang zu dem dort präsenten Protagonisten bekam. Hier hatte ich leider öfter das Gefühl, dass die Autorin die Charaktere nur als Sprachrohr verwendet, um die anderen beiden Handlungsstränge einzuordnen und für den Leser die notwendigen Schlüsse zu ziehen - dabei war dies gar nicht nötig, denn die anderen beiden Geschichten haben auch ohne Einordnung mehr als genug Aussagekraft!
Insgesamt war es dennoch ein wirklich eindrückliches Leseerlebnis, das mich nicht so schnell loslassen wird. Gerade wenn einen die angesprochenen Themen interessieren, ist der Roman auf jeden Fall empfehlenswert!

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Veröffentlicht am 26.02.2026

Interessanter und nuancierter Roman über die Zeit der Wiedervereinigung

Wahnsinnszeit
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Inhalt:
Der Roman handelt von der Zeit nach dem Mauerfall und verfolgt Eliza, eine junge Studentin aus dem Westen, sowie ihre Freunde über mehrere Jahre hinweg auf den Auf und Abs ihres Lebens.

Meine ...

Inhalt:
Der Roman handelt von der Zeit nach dem Mauerfall und verfolgt Eliza, eine junge Studentin aus dem Westen, sowie ihre Freunde über mehrere Jahre hinweg auf den Auf und Abs ihres Lebens.

Meine Meinung:
Der Roman fängt das Lebensgefühl zur Zeit der Wende mit viel Präzision und Fingerspitzengefühl ein - die Euphorie, die scheinbar schier endlosen Möglichkeiten, die Aufbruchsstimmung, aber auch die Unsicherheit und die Ungewissheit. Diese verschiedenen Emotionen spiegeln sich im Leben der jungen Erwachsenen, die ebenfalls an einem Scheidepunkt in ihrem Leben stehen und in ihr noch ungewisses Erwachsenenleben mit gefühlt endlosen Möglichkeiten starten und auf der Suche nach sich selbst sind.
Der Autorin fängt diese Atmosphäre auf wundervolle Art und Weise und mit einem klugen Blick ein. Mein Interesse war von der ersten Seite an geweckt und ich habe mich schnell in die Geschichte eingefunden. Der Roman konnte mich auch durchweg in seinen Bann ziehen. Die Charaktere und ihre Beziehungen wirken sehr authentisch. Gerade auch die zwischenmenschlichen Nuancen sind sehr gut eingefangen. In den vielen, teils widersprüchlichen Gefühle, die man als junger Erwachsener erlebt, habe ich mich auch sehr gut wiedererkannt.
Die Themen des Romans sind spannend und vielseitig - vor allem voran natürlich die Zeit der Wiedervereinigung, aber auch die Freundschaften, Beziehungen zu Eltern, das Gefühl, ein Außenseiter zu sein und die Suche nach dem eigenen Platz in der Welt - der Roman vereint auf nur wenigen Seiten unglaublich viel.
Der Schreibstil hat mir ebenfalls sehr zugesagt. Die Autorin kann wirklich gut mit der Sprache umgehen- kein Wort wirkt zufällig. Gleichzeitig hat mich das Buch aber auch an der einen oder anderen Stelle zum Schmunzeln gebracht.
Etwas gestört hat mich lediglich der Perspektivenwechsel zwischen der Ich-Perspektive und der dritten Person - für mich war das vor allem am Anfang verwirrend und hat keinen keinen wirklich Mehrwert. Auch hätte der Roman gerne noch ein paar Seiten länger sein dürfen. Ich hätte mich darüber gefreut, einige Themen noch intensiver anzuschneiden.
Insgesamt hatte ich jedoch unglaublich viel Spaß beim Lesen und kann den Roman nur wärmstens weiterempfehlen!

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Veröffentlicht am 07.02.2026

Sommer in Neufundland

Sommer auf Perigo Island
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Inhalt:
Der Roman handelt von dem zwölfjährigen Pierce, der auf Perigo Island vor der Küste Neufundlands aufwächst und im Sommer 1991 gemeinsam mit seinen Freunden die Insel unsicher macht. Doch dann verschwindet ...

Inhalt:
Der Roman handelt von dem zwölfjährigen Pierce, der auf Perigo Island vor der Küste Neufundlands aufwächst und im Sommer 1991 gemeinsam mit seinen Freunden die Insel unsicher macht. Doch dann verschwindet auf der Insel ein Mädchen, mit der Pierce seit dem Tod seines Vaters eine ganz besondere Verbindung teilt. Zusammen mit seinen Freunden setzt er alles daran, sie zu finden…

Meine Meinung:
Der Coming-of-Age-Roman fängt das Gefühl des gefühlt endlosen Sommers der Jugend wunderschön ein. Die zentralen Themen sind dabei Freundschaft, Familie und die erste zarte Liebe. Dabei spielen aber auch der Zusammenhalt auf der Insel und die Dorfgemeinschaft eine große Rolle.
Dem Buch merkt man auf jeder Seite an, wie viel Leidenschaft der Autor für Neufundland hat. Er beschreibt das Leben auf der Insel, die Fischerei und ihre Traditionen mit viel Liebe zum Detail. Die Insel fühlt sich dabei fast schon an wie ein eigener Charakter.
Auch der Schreibstil liest sich sehr angenehm und locker und ich bin geradeso durch die Seiten geflogen.
Leider habe ich dennoch nicht so richtig den Zugang zu der Geschichte und den Charakteren bekommen. So greifbar für mich auch die Umgebung und die Insel wurde, so undurchsichtig blieb für mich der Protagonist. Gehadert habe ich vor allem mit der Ich-Perspektive - nicht, weil grundsätzlich ein Problem damit habe, sondern vielmehr, weil der Ich-Erzähler manchmal aus der kindlichen Perspektive eines zwölfjährigen Jungen schreibt, an anderer Stelle dann aber objektive Hintergrundinformationen liefert, die überhaupt nicht zu der Perspektive passen. Diese wechselnde Erzähstimme hat mich leider immer wieder aus meinem Lesefluss gerissen. So sinniert der Zwölfjährige an einer Stelle, dass man auf der Insel die Wäsche draußen aufhänge, weil sie danach so gut rieche und man Kosten spare - Dinge, über die ich mir als Zwölfjährige sicher keine Gedanken gemacht habe. An anderer Stelle erklärt er wie Lebertran hergestellt wird und wofür man diesen früher eingesetzt habe. Solche oder ähnliche Stellen gab es tatsächlich einige.
Auch reflektiert der Ich-Erzähler teilweise sehr tiefsinnig und „erwachsen“ über seine eigenen Gefühle, die Gefühle und Beweggründe seiner Mutter und seiner Freunde und über seinen verstorbenen Vater. An anderer Stelle sind seine Gedankengänge dann aber unglaublich „kindlich“ und entsprechen eher der Gedankenwelt eines Zwölfjährigen. Dieser Widerspruch hat es mir leider wirklich schwer gemacht, ein Gefühl für unseren Protagonisten zu bekommen und wirklich mit ihm mitzufiebern. Auch die Handlung des Romans hat mich nicht so richtig gepackt und konnte mich auf einer emotionalen Ebene nicht wirklich berühren.
Meine Befindlichkeiten scheinen aber eher die Ausnahme zu sein - wen die benannten Themen ansprechen und wer sich für die Gegend, die Kultur und die Menschen Neufundlands interessiert, der sollte dem Buch dennoch eine Chance geben.

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Veröffentlicht am 21.10.2025

To the moon

Bis zum Mond
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Inhalt:
Der Roman handelt von drei Freundinnen, die bei einem Süßwarenhersteller in Südkorea arbeiten und von ihren Jobs gefrustet sind. Sie leben in winzigen Wohnungen und am Ende vom Monat wird ihr Geld ...

Inhalt:
Der Roman handelt von drei Freundinnen, die bei einem Süßwarenhersteller in Südkorea arbeiten und von ihren Jobs gefrustet sind. Sie leben in winzigen Wohnungen und am Ende vom Monat wird ihr Geld stets knapp. Als eine von ihnen anfängt in eine Kryptowährung zu investieren und damit Erfolg hat, ändert sich alles für die drei…

Meine Meinung:
Der Roman war durchweg unterhaltsam. Der Schreibstil lässt sich unglaublich leicht und flüssig lesen und ich bin geradezu durch die Seiten geflogen.
Die Protagonistin war mir sofort sympathisch und ihre Freundschaft mit ihren beiden sehr unterschiedlichen Arbeitskolleginnen war ein richtiges Highlight für mich. Die drei funktionieren sehr gut und wurden für mich als Charaktere richtig greifbar.
Auch die aufgegriffenen Themen fand ich sehr spannend: Der Roman zeigt sehr gut, wie leicht man sich ein von seiner Gier verlocken lassen kann und wie sehr ihn Geld vereinnahmen kann. Gleichzeitig wird aber auch sehr gut deutlich, wie lebensverändernd ein gewisses finanzielles Polster sein kann - welche Freiheit es auch bedeuten kann, wenn man nicht mehr am Ende des Monats jeden Cent umdrehen muss - ein unsichtbares Privileg, das einen riesigen Unterschied machen kann. Hier gelingt es der Autorin die Balance zwischen beiden Aspekten.
Ebenfalls spannend fand ich die Einblicke in Südkoreas Arbeitswelt und in den Wohnungsmarkt.
Etwas enttäuschend war für mich das Ende des Romans. Der Autorin gelingt es leider nicht, einen richtigen Spannungsbogen aufzubauen, sodass ich während der letzten Seiten dann leider doch etwas gelangweilt war.
Insgesamt hatte ich aber einige wirklich schöne Lesestunden. Der Roman ist - gerade wenn man sich für das Thema interessiert - auf jeden Fall eine Empfehlung!

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