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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.09.2025

Tolles Buch

Bestie
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Die ersten 100 Seiten des Buches konnten mich schon direkt abholen. Ich fand den Einstieg in die Geschichte interessant sehr interessant und vor allem spannend wie beide Protagonistinnen gewisse Themen ...

Die ersten 100 Seiten des Buches konnten mich schon direkt abholen. Ich fand den Einstieg in die Geschichte interessant sehr interessant und vor allem spannend wie beide Protagonistinnen gewisse Themen versuchen zu vertuschen und geheim zu halten. Es ist nichts so wie es scheint. Beide sind sehr unterschiedlich, aber das macht die Dynamik zwischen den beiden sehr gut aus. 
Mit hat das Buch richtig gut gefallen und ich hab es innerhalb von zwei Tagen eingeatmet. Ich mochte alles an der Geschichte, auch wenn ich ein anderes Ende im Kopf hatte. Ich möchte noch erwähnen, wie perfekt das Buch in unsere heutige Zeit passt. Themen wie Social Media, Podcasts und Influencer werden aufgegriffen und diese ganze Scheinwelt beleuchtet. Selbst wenn wir meinen wir kennen einen Menschen ganz gut oder auch wenn wir mit dieser Person befreundet sind, heißt das nicht, dass man sich wirklich zu 100 % kennt oder in die Seele der anderen Person blicken kann. Außerdem möchte ich noch erwähnen, dass ich es auch gut fand, wie die Autorin es rüber gebracht hat, wie es einem gehen kann, wenn man sich mit Menschen umgibt, die einem die eigene Energie ziehen und vor allem wie wir anderen Leuten gefallen wollen, uns nicht gut genug fühlen und alles versuchen gemocht zu werden. 

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Veröffentlicht am 26.09.2025

Coming of Age

Beste Zeiten
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"Beste Zeiten" war das erste Buch der Autorin Jenny Mustard, das ich gelesen habe. Den Schreibstil mochte ich richtig gerne, allerdings hat mich das Buch nicht so ganz abgeholt, da ich vor allem die Liebesgeschichte ...

"Beste Zeiten" war das erste Buch der Autorin Jenny Mustard, das ich gelesen habe. Den Schreibstil mochte ich richtig gerne, allerdings hat mich das Buch nicht so ganz abgeholt, da ich vor allem die Liebesgeschichte super seltsam fand.
Die Geschichte ist unaufregend, obwohl doch so einiges in der Geschichte passiert und man durch das Studentenleben von Sickan mitgenommen wird. Es gibt auch immer wieder Rückblenden in die nicht ganz einfache Kindheit von Sickan. Diese Rückblenden mochte ich sehr gerne auch wenn sie mich teilweise sehr wütend gemacht haben, vor allem ihre Eltern kümmern sich nicht wirklich um sie. Ich hatte da beim Lesen wirklich das Gefühl, dass die Eltern von Sickan sich so überhaupt nicht für sie interessieren und ihnen auch die Sicherheit ihrer Tochter aber sowas von egal ist und das hat mich echt traurig gemacht. Meine Eltern waren und sind immer für mich da wenn ich Hilfe brauche und das sollte eigentlich total normal sein. Es hat mich so traurig gestimmt beim Lesen dieser Rückblenden. Im Buch werden auch schwierige Themen wie se*uelle Übergriffe und körperliche Gewalt geschildert.
Wer gerne "Coming of Age" Bücher liest ist hier aber gut aufgehoben.

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Veröffentlicht am 17.09.2025

War seltsam

Auf allen vieren
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Es ist eine Idee, die neugierig macht: Selbstbestimmung, Kreativität, Krisenbewältigung und der Mut, aus dem Gewohnten auszubrechen. Die Sprache hat in der deutschen Übersetzung auf mich am Anfang sehr ...

Es ist eine Idee, die neugierig macht: Selbstbestimmung, Kreativität, Krisenbewältigung und der Mut, aus dem Gewohnten auszubrechen. Die Sprache hat in der deutschen Übersetzung auf mich am Anfang sehr erfrischend gewirkt. Auch hat der Anfang vielversprechend gewirkt.
Doch meine anfängliche Begeisterung hat sich rasch in Ernüchterung gewandelt. Die Protagonistin hat mich ziemlich schnell genervt. Ihr Verhalten und ihr Umgang mit Davey wirkt daneben, unreif und unglaubwürdig. Die wilde, teils schräg angelegte Handlung – insbesondere die sich anbahnende Affäre und die skurrilen Details, wie die Szene mit Urin und Tampon waren sehr befremdlich zu lesen. Es ist mir beim Lesen sehr schwer gefallen, sie als eine Frau in den Mittleren Jahren zu akzeptieren; stattdessen hat sie auf mich eher wie Teenager gewirkt. Dadurch leidet die eigentliche Thematik der Geschichte, die ich super interessant fand.
Ich hätte das Buch so gerne gemocht, aber leider war es für mich nichts.

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Veröffentlicht am 15.09.2025

Bewegend

Der Morgen nach dem Regen
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Dieser Roman ist so toll geschrieben und erzählt die Geschichte von Mutter und Tochter, die sich entfremdet haben, aber wieder zueinander finden in dem sie sich alles offen erzählen und ihren Gefühlen ...

Dieser Roman ist so toll geschrieben und erzählt die Geschichte von Mutter und Tochter, die sich entfremdet haben, aber wieder zueinander finden in dem sie sich alles offen erzählen und ihren Gefühlen freien Lauf lassen. Mir hat vor allem der Einblick in die berufliche Laufbahn von Johanna und ihrem Beruf sehr gut gefallen. Es waren spannende Einblicke in die Arbeit von Johanna, über die ich mir davor noch nie Gedanken gemacht habe wie gefährlich dieser Beruf eigentlich ist. Johanna arbeitet nämlich für die UNO und leistet humanitäre Arbeit. Beim Lesen habe ich die Zerrissenheit zwischen Beruf und Privatleben/Familie bei Johanna extrem gespürt. Vorallem die Schilderungen wie es Johanna ergeht, wenn sie wieder aus einem Kriegsgebiet in ihren normalen Alltag zurückkommt und sich zurecht finden muss und bei ihrer Familie nicht immer auf Verständnis stößt. Die Kriegsgeschichte war wirklich super interessant und spannend geschrieben, auch die kleinen Einblicke in den Prozess. Mich hat das Buch sehr berührt. Wie die Geschichte ausgehen könnte bzw. in welche Richtung sie gehen könnte, habe ich schon am Anfang gemerkt, aber es kamen doch noch ein paar unerwarte Wendungen, die mich zutiefst berührt haben. Alles in allem ist dieser Familienroman eine Geschichte, die viel Einblick in die Arbeit bei der UNO gibt und welchen Risikien die Mitarbeiter dort riskieren um anderen Menschen helfen zu können, zudem greift er einen Familienkonflikt auf und zeigt wie man einen zerrüttete Beziehung zwischen Mutter und Tochter löst, auch wenn es schmerzt.  
Das Buch kann ich jedem empfehlen, der gerne Familienromane und bewegende Frauenliteratur liest.
Dabei möchte ich nochmal die wichtigsten Themen aufgreifen, die dieser Roman bietet.
- Wir Frauen von heute - die Zerrissenheit einer Frau zwischen Beruf und Familie und ihre Schuldgefühle.
- Kommunikation - Warum wir öfters offen in unserer Familie miteinander reden sollten.
- UNO/humanitäre Arbeit: Einblicke in den Arbeitsalltag der UNO und deren Mitarbeiter:innen, die täglich bei humanitären Einsätzen ihr Leben riskieren um anderen Menschen zu helfen.

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Veröffentlicht am 12.09.2025

War nicht so meins

Die Porzellanmanufaktur – Zerbrechlicher Frieden
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Die Geschichte spielt 1947 in Selb, der Heimat des weißen Goldes, im Wiederaufbau nach dem Krieg. Marie übernimmt als älteste Tochter die Porzellanmanufaktur, unterstützt von ihrer ungestümen Schwester ...

Die Geschichte spielt 1947 in Selb, der Heimat des weißen Goldes, im Wiederaufbau nach dem Krieg. Marie übernimmt als älteste Tochter die Porzellanmanufaktur, unterstützt von ihrer ungestümen Schwester Sophie. Politische und wirtschaftliche Spannungen, Schwarzmarkt und Machtspiele des Papierfabrikanten Metsch treiben die Handlung voran. Zwischen Wiederaufbau, Geheimnissen und Liebeswegen bahnt sich eine dramatische Entscheidung an.

Die Kulisse der Nachkriegszeit und der regionalen Industrie ist spürbar, der Hörfluss gelingt insgesamt solide. An einigen Stellen fehlen mir stärkere emotionale Impulse, um direkt mitzufiebern.

Der Anfang wirkt mitunter chaotisch und es dominieren sogar Fußball-/Sportpassagen, wodurch der Handlungsfaden zeitweilig verloren scheint. Die Geschichte bleibt insgesamt interessant, doch der Funke konnte bei mir nicht vollständig überspringen.

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