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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.01.2026

Satire über den Schulalltag aus Sicht des Studienassessors Kranich

Lehrerzimmer
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Die Satire „Lehrerzimmer“ vom Autor und ehemaligen Lehrer Markus Orths bringt den Lesern „typische“ Schulsituationen aus Sicht der Lehrkräfte näher. Einige Szenen, wie die mit dem Papierstau und fehlendem ...

Die Satire „Lehrerzimmer“ vom Autor und ehemaligen Lehrer Markus Orths bringt den Lesern „typische“ Schulsituationen aus Sicht der Lehrkräfte näher. Einige Szenen, wie die mit dem Papierstau und fehlendem Papier im Drucker, hätten auch in jedem anderen Büro stattfinden können. Mir haben die satirisch übertriebenen Beschreibungen meistens ganz gut gefallen. Ich musste beim Lesen immer wieder schmunzeln. Auch die Wortspielereien wie zum Beispiel mit „Schlüssel“ und „Schlüsselkompetenz“ fand ich ganz witzig. Es gab jedoch auch Szenen, die mir zu überdreht waren, wie die Bestechung der Lehrer durch die Vertreter des Klett-Verlags. Das Ende hat mir jetzt nicht so gut gefallen, da ich leider den Sinn der Anspielung nicht verstanden habe.
Fazit:
Ich hatte dank des (relativ dünnen) Buches einen vergnüglichen Nachmittag, der durch das Ende etwas getrübt war. Ich kann es Lehrern mit Humor empfehlen, die sicherlich die ein oder andere Situation in ähnlicher Weise auch schon selbst erlebt haben

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Veröffentlicht am 04.01.2026

wichtige und absolut empfehlenswerte Graphic Novel

Widerstand
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Die politische Graphic Novel „Widerstand – Tony Sender, Julius Leber, Theodor Haubach: im Kampf für Freiheit und gegen Diktatur“ hat gleich mein Interesse geweckt. Das Buchcover zeigt eine Kurzfassung ...

Die politische Graphic Novel „Widerstand – Tony Sender, Julius Leber, Theodor Haubach: im Kampf für Freiheit und gegen Diktatur“ hat gleich mein Interesse geweckt. Das Buchcover zeigt eine Kurzfassung des Inhalts: die marschierenden Nazis mit Hakenkreuz, das brennende Reichstagsgebäude im Hintergrund, die Fahne des Reichsbanners Schwarz-Rot-Gold sowie die Sozialdemokratin Tony Sender und die Sozialdemokraten Julius Leber und Theodor Haubach.
Die Graphic Novel beginnt mit einem Rückblick von Tony Sender im Jahr 1935, die der Verfolgung durch die Nazis entgehen konnte. Die Sozialdemokraten Julius Leber und Theodor Haubach dagegen, die in Deutschland geblieben und in den Untergrund gegangen sind, wurden im Januar 1945 ermordet.
Mein erster Eindruck bzgl. der Umsetzung war gleich sehr positiv, der bis zum Schluss anhielt. Beim Aufschlagen der Seiten sind mir sofort die teilweise großformatigen Szenen aufgefallen, die mir sehr gut gefallen haben. Die Zeichnungen sind sehr ausdrucksstark und authentisch. Ich habe die Politiker:innen sofort erkannt. In den Texten werden kurz und in einfachen Worten die politischen Zusammenhänge und Hintergründe erläutert. Besonders gut hat mir auch der Anhang mit den drei Kurzbiographien dieser drei Widerstandskämpfer:innen sowie des Autors Nils Schröder und einem ausführlichen Literaturverzeichnis gefallen.
Fazit:
Wichtige und sehr empfehlenswerte politische Graphic Novel, die ich nicht nur für die Jugendlichen uneingeschränkt weiterempfehlen kann

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Veröffentlicht am 09.12.2025

Flucht, Vertreibung, Schuld, Schuldgefühle und Vergebung

Heimat aus Eis und Asche
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Der historische Roman „Heimat aus Eis und Asche“ von Annette Oppenlander beschreibt auf zwei Zeitebenen die Flucht aus Ostpreußen im Jahr 1945 und fast 50 Jahre später, wie das Suchkind Lena ihre leibhaftige ...

Der historische Roman „Heimat aus Eis und Asche“ von Annette Oppenlander beschreibt auf zwei Zeitebenen die Flucht aus Ostpreußen im Jahr 1945 und fast 50 Jahre später, wie das Suchkind Lena ihre leibhaftige Familie finden möchte.
Das Buch beginnt mit der Charta der deutschen Heimatvertriebenen vom 5. August 1950 und weckte in mir Erwartungen, die meinen Ansprüchen leider nicht gerecht wurde. Auch hatte ich einen anderen Romanschwerpunkt erwartet.
Man springt sofort in die Geschichte, beginnend mit Lena (im Jahr 1993) und dann mit Ellie und ihrer Mutter Margarete (ab dem Jahr 1944) und mir haben anfänglich beide Zeitebenen sehr gut gefallen. Die Autorin schafft es sehr geschickt mit dem ständigen Perspektiv- und vor allem Zeitebenenwechsel die Spannung sehr lange zu halten. Da die Kapiteln eine angenehme Leselänge haben, wurden beide Zeitebenen bis zu einem gewissen Seitenzahl gleichmäßig weiterentwickelt. Danach befinden wir uns vor allem in der aktuellen Zeitebene und die ursprüngliche Thematik wurde stetig und für mich persönlich zu sehr in den Hintergrund gedrängt. Ich persönlich hätte viel mehr von Ellie (aus der Vergangenheit) erfahren wollen.
Mich haben die Passagen aus der Vergangenheit im Buch emotional sehr berührt und ich fühlte mich immer mittendrin in der Geschichte, in den Dialogen und den Handlungen. Ich spürte beim Lesen direkt die eisige Kälte, die Unsicherheit, die Angst und die Hoffnungslosigkeit der Flüchtlinge. Ich habe vor allem mit Ellie mitgelitten, die schuldlos ihre Tochter Lenchen bei der Flucht verloren hat.
Die aktuelle Zeitebene um Lena nimmt die „Schwere“ der ersten Zeitebene und hat mir bis zu einer gewissen Seitenzahl ganz gut gefallen. Da es meines Erachtens immer mehr ins Kitschige abrutschte, war ich am Ende etwas enttäuscht.
Manche Szenen hätten ausführlicher beschrieben werden können und manche Nebenstränge fand ich eher überflüssig, da sie meiner Meinung nach die Thematik nicht weiterentwickelten.
Mir hat die bildhafte Sprache der Autorin sehr gut gefallen. 'Ein unsichtbarer Stachel, der nie gezogen worden war und deren Wunde nie heilte' (S. 129).
Der Schreibstil ist leicht und flüssig zu lesen. Das Buch ist durchgehend sehr gut strukturiert.
Es gibt noch ein Nachwort mit interessanten historischen Informationen.
Ich rate dem Lektorat noch einmal sehr kritisch den Roman auf grammatikalische und sonstige Schreibfehler durchzulesen.
Fazit:
Für die historische Zeitebene vergebe ich 4 Sterne, für die aktuelle Zeitebene 2,5 Sterne; dann ziehe ich noch etwas aufgrund der vielen Schreibfehler ab, so dass es insgesamt noch gnädige 3 Sterne werden.
Es ist ein Buch für Leser, die sich an einem kitschigen Happy-End nicht stören

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Veröffentlicht am 01.12.2025

Realistisches Ende der hanseatischen Familiensaga

Elbstürme
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Nachdem ich vorher den Auftakt der hanseatischen Familiensaga „Elbleuchten“ gelesen habe, war ich auf die Fortsetzung und gleichzeitig das Ende dieser Saga gespannt.
Mein erster Eindruck war wieder sehr ...

Nachdem ich vorher den Auftakt der hanseatischen Familiensaga „Elbleuchten“ gelesen habe, war ich auf die Fortsetzung und gleichzeitig das Ende dieser Saga gespannt.
Mein erster Eindruck war wieder sehr positiv. Das Buchcover gefällt mir sehr gut, da es typisch für einen historischen Roman ist und dem ersten Band sehr ähnelt und somit einen hohen Wiedererkennungswert hat.
Struktur: der Roman ist in drei Teilen mit jeweils mehreren Kapiteln unterteilt. Die Kapiteln haben trotz der vielen Seitenanzahlen eine angenehme Leselänge, da die einzelnen Szenen optisch durch Leerzeilen sehr deutlich getrennt sind.
Der Schreibstil ist flüssig und einfach zu lesen.
Der Spannungsbogen wird bis zum Schluss gehalten. Der Autorin ist ein realistisches Ende gelungen. Es blieben jedoch noch Fragen offen.
Leider fehlt auch in diesem Band ein Personenverzeichnis, dafür gibt es aber in der Innenseite einen historischen Stadtplan von Hamburg aus dem Jahr 1890, so dass ich die Laufwege der Protagonisten nachvollziehen konnte, was mir immer sehr gut gefällt. Ich fand das Nachwort der Autorin auch sehr interessant. Vor allem die Information, die ich über die Engelmacherin von St. Pauli erfahren habe.
Fazit:
Da auch der zweite Band der Dilogie mich überzeugt hat, spreche ich für diese hanseatische Familiensage eine Kauf- und Leseempfehlung aus

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Veröffentlicht am 21.11.2025

Toller Auftakt der hanseatischen Familiensaga

Elbleuchten
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Ich habe inzwischen mehrere Bücher von Miriam Georg gelesen, die mir alle sehr gut gefallen haben. Daher habe ich mir nun diesen von den Leser:innen so hochgelobten Roman aus dem Jahr 2021 gekauft.
Mein ...

Ich habe inzwischen mehrere Bücher von Miriam Georg gelesen, die mir alle sehr gut gefallen haben. Daher habe ich mir nun diesen von den Leser:innen so hochgelobten Roman aus dem Jahr 2021 gekauft.
Mein erster Eindruck war wieder sehr positiv. Das Buchcover gefällt mir sehr gut, da es typisch für einen historischen Roman ist.
Auch die Struktur hat mir gefallen. Der Roman ist in drei Teilen mit jeweils mehreren Kapiteln unterteilt. Die Kapiteln haben trotz der vielen Seitenanzahlen eine angenehme Leselänge, da die einzelnen Szenen optisch durch Leerzeilen sehr deutlich getrennt sind und man so bereits nach kurzer Zeit eine Lesepause einlegen kann, wenn man mal zum Lesen nicht so viel Zeit hat.
Der Schreibstil ist flüssig und einfach zu lesen
Der Spannungsbogen wird bis zu Schluss gehalten. Da es eine Dilogie ist, endet das Buch mit einem Cliffhanger und ich werde mich gleich das zweite Band (Elbstürme) lesen.
Leider fehlt ein Personenverzeichnis, dafür gibt es aber in der Innenseite einen historischen Stadtplan von Hamburg aus dem Jahr 1886, so dass ich die Laufwege der Protagonisten nachvollziehen konnte, was mir immer sehr gut gefällt. Ich fand das Nachwort der Autorin auch sehr interessant. In diesem Roman werden auch berühmte Schriftsteller wie Gustave Flaubert und Emil Zola mit ihren sozialkritischen Romane erwähnt.
Fazit:
Der erste Teil der Dilogie hat mich absolut überzeugt und ich spreche ein absolute Kauf- und Leseempfehlung aus

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