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Veröffentlicht am 14.11.2021

Tränen, Lächeln, Liebe...

Try & Trust
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"Wen möchtest du sehen, wenn du später auf dein Leben zurückblickst?"
"Jemanden, der es versucht hat."

Try&Trust war ein Buch mit Sucht- und Liebefakor. Genauso wie der erste Band der Reihe konnte ich ...

"Wen möchtest du sehen, wenn du später auf dein Leben zurückblickst?"
"Jemanden, der es versucht hat."


Try&Trust war ein Buch mit Sucht- und Liebefakor. Genauso wie der erste Band der Reihe konnte ich einfach nicht aufhören zu lesen, konnte nicht aufhören mit Matilda und Anthony zu kämpfen.
Der federleichte, witzige und doch tiefgründige Schreibstil verbindet die Geschichte mit ihren Lesern, lässt Emotionen empfinden. Ich liebe diese leicht poetischen Sätze, die Tiefe und Liebe in jedem einzelnen Wort.
Es war, als wäre ich direkt neben den Protagonisten und würde ihre Geschichte hautnah verfolgen.
Das Buch ist einfach ein Kunstwerk. Die vielen tiefgehenden Beschreibungen über die Kunst gibt es wirklich nicht in jedem Buch. Ich kenne mich in dem Bereich nicht wirklich aus, aber durch diese Beschreibungen mit wunderschönen Wörtern und Gefühlen musste ich selbst ein Stift in die Hand nehmen und etwas zeichnen.

Matilda ist eine schwierige Person, was sie aber nicht weniger liebenswert macht. Ich muss sagen, anfangs auf den ersten 100 Seiten konnte ich viele ihrer Handlungen nicht wirklich nachvollziehen, sie hat meiner Meinung nach etwas zu schnell geurteilt, aber irgendwann habe ich sie verstanden. Ihre undurchdringliche Fassade, ihre kühle, selbstbewusste Art. Und dass ihr nicht alles vollkommen egal ist, so wie sie immer tut. Dass sie ihre Gefühle nicht komplett verloren hat.

Anthony hat mich in dem Buch aber wohl am meisten überrascht. Im ersten Band war er das Arschloch, das mit Gefühlen spielt, und dann habe ich seine Geschichte bekommen und konnte nicht anders, als mich in ihn zu verlieben. Dass er so ein guter, gefühlvoller und ambitionierter Mensch ist, hätte ich nie gedacht. Und seine Vergangenheit - kann ich bitte weinen?
Ich mochte ihn mit all seinen Facetten, sogar ein bisschen mehr als Matilda :)

FAZIT: Der zweite Band hat mir wieder total gut gefallen. Die Autorin hat mit ihren Worten ein Kunstwerk erschaffen. Matilda und Anthony haben beide so viele Charaktereigenschaften mit so vielen Facetten, gute und schlechte Seiten. Und vor allem waren sie so gar nicht das, was ich nach Band 1 erwartet hatte!

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Veröffentlicht am 03.11.2021

Lebenshighlight!

Nur noch ein einziges Mal
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(spoilerfrei)

Ich weiß gar nicht, ob ich zu diesem Buch überhaupt eine Rezension schreiben kann. Ich weiß es nicht, weil ein Teil von mir immer noch in diesem Buch steckt und er nicht bereit ist, die ...

(spoilerfrei)

Ich weiß gar nicht, ob ich zu diesem Buch überhaupt eine Rezension schreiben kann. Ich weiß es nicht, weil ein Teil von mir immer noch in diesem Buch steckt und er nicht bereit ist, die Gedanken und Gefühle zu ordnen.
Aber ich muss einfach etwas schreiben. Weil ein anderer Teil von mir, es kaum aushält.

Denn zu Beginn dachte ich, es wäre ein ganz normaler Liebesroman.
Doch dann hat die Autorin den Spieß umgedreht und ihn mitten in mein Herz gestochen. Einfach so. Mir blieb kaum Zeit, um Luft zu holen.

Einfach so hat sie mich meine Hände vor den Mund schlagen lassen und einfach so haben Tränen in meinen Augen gebrannt.
Wegen dem lähmendem Schmerz und der grenzenlosen Freude. Wegen der blinden Hoffnung und der bitteren Enttäuschung.
Denn es ist ein schmerzhaftes Buch.
Eines, das die Augen und das Herz öffnet.

Das liegt daran, dass es die pure Wahrheit beschreibt. Offen, ehrlich und schmerzvoll.

Ich habe so gelitten. Mit den Charakteren, mit deren Situationen.
Aber genauso oft sich ein Lächeln auf mein Gesicht geschlichen, aus Freude und aus Liebe zu den Charakteren.

Denn ich glaube, dass Lily eine der stärksten Protagonisten ist, die mir je in einem Buch begegnet sind. Sie ist alles andere als perfekt, sie macht Fehler.
Genauso wie Ryle. Aber wie Colleen in dem Buch so schön sagte:

"Wir alle sind bloß Menschen, die manchmal schlimme Dinge tun."

Das heißt nicht, dass es okay ist, solche Dinge zu tun, aber daraus zu lernen, ist das Entscheidende.
Irgendwann gegen Ende des Buchs, dachte ich mir: Es kann nicht mehr schlimmer kommen. Bitte nicht.

Es kam schlimmer.

Und dann dachte ich mir: Nein. Das kann die Autorin nicht mehr schaffen.

Sie hat es geschafft.

Haarscharf und im letzten Augenblick.

Und wisst ihr was?
Irgendwie hat sie es so angestellt, dass mein Herz nicht nur geschmerzt hat. Nein, es ist vor Freude und vor Liebe auf und ab gehüpft, während es in Scherben lag.

Lest dieses Buch! Frauen und Männer! Es ist definitiv ein Lebenshighlight, das ich nie vergessen werde.

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Veröffentlicht am 03.11.2021

Wow!

Layla
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(spoilerfrei)

Zunächst einmal das Cover. Als ich das Buch zum ersten Mal in der Hand gehalten habe, wollte ich gar nicht mehr aufhören, es anzustarren und konnte es gar nicht erwarten, anzufangen zu lesen, ...

(spoilerfrei)

Zunächst einmal das Cover. Als ich das Buch zum ersten Mal in der Hand gehalten habe, wollte ich gar nicht mehr aufhören, es anzustarren und konnte es gar nicht erwarten, anzufangen zu lesen, weil ich dieses Genre von Colleen Hoover noch gar nicht kannte.

Denn dieses Buch hat mich umgehauen. Schon ab dem ersten Satz wusste ich, dass es keine normale Liebesgeschichte sein würde. Schon der erste Satz war so verstörend, dass Colleen mich schon ab da hatte.

Es hat mich geschockt. Ich bin machmal während des Lesens einfach bloß dagesessen, die Hand an den Mund gepresst, und habe versucht, das zu verstehen, was da gerade passiert ist. Und es ist einiges passiert. Manches kam total unerwartet, manches war auch vorhersehbar, aber trotzdem hat mich Colleen am Ende richtig geflasht. Die Handlung spielt zwar größtenteils an einem Ort, aber dadurch war es keineswegs langweilig, im Gegenteil. Es ist eine düstere, fast auch gruselige Atmosphäre entstanden, dass mir bei manchen Szenen echt Schauer über den Rücken gelaufen sind.

Es gibt viele Leute, die mit diesem Paranormalen in Büchern nicht wirklich warm werden, aber genau das war es, was mir hier so gut gefallen hat. Dadurch wurde es spannend und dadurch wurde ich in den Bann gezogen. Es gab auch Szenen, in denen nicht so viel passiert ist, aber auch die haben auf mich nicht langgezogen gewirkt, denn durch den Schreibstil kommt man wirklich nicht von dem Buch los. Unglaublich gut gefallen haben mir auch die Zeitsprünge. Es wird zwischen Vergangenheit und Gegenwart immer hin und her gewechselt und mit jedem Wechsel bekommt man sozusagen ein neues "Puzzlestück". Ich habe so viele Theorien aufgestellt, aber trotzdem kam die Auflösung am Ende dann doch überraschend.

Die Protagonisten. Ich war und bin immer noch ziemlich hin und her gerissen, was Leeds angeht. Das komplette Buch wird aus seiner Sicht erzählt, was mich aber nicht gestört hat, denn ich konnte mich auch so gut in Layla herein versetzen. Ich weiß nicht, ob ich ihn sympathisch oder unsympathisch finden soll. Einerseits waren einige seiner Handlungen gut nachvollziehbar, während andere etwas verstörend waren. Allerdings denke ich, dass genau diese Hin- und Hergerissenheit so gewollt ist, weil gerade diese Tatsache mich gefesselt hat und ich unbedingt schlau aus Leeds werden wollte. Die Liebe zwischen ihm und Layla ist sehr besonders. Ich habe ihre intensive Verbindung gespürt, ihre Gefühle. Ihre Liebesgeschichte ist alles andere als gewöhnlich und das Schicksal versucht, sie auseinander zu reißen.

FAZIT: Dieses Buch ist wirklich speziell. Es ist verstörend, unfassbar intensiv, traurig, schön. Alles zusammen. Düstere Stimmung und Grusel-Vibes. und dazu noch der grandiose Schreibstil. Mir hat diese Kombination unglaublich gut gefallen und kann das Buch wirklich sehr empfehlen!

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Veröffentlicht am 02.11.2021

Ein Buch voll mit Vielfalt

Felix Ever After
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"Felix ever after" ist ein unglaublich schönes Buch, das seinen Lesern so viel mit auf den Weg gibt. Es war mitreißend, berauschend und gleichzeitig lehrreich, sodass man gar nicht anders kann, als über ...

"Felix ever after" ist ein unglaublich schönes Buch, das seinen Lesern so viel mit auf den Weg gibt. Es war mitreißend, berauschend und gleichzeitig lehrreich, sodass man gar nicht anders kann, als über das Thema, die Charaktere und deren Probleme nachzudenken und es anschließend mit unserer Gesellschaft zu vergleichen.

Ich muss sagen, ich habe ein wenig gebraucht um in die Geschichte zu finden, aber dann hat sich mich völlig eingenommen. Kacen Callenders Schreibstil ist einzigartig und sehr intensiv, woran ich mich zuerst gewöhnen musste, aber Kacen schafft es, philosophische Gedanken und gleichzeitig eine lockere Handlung unter einen Hut zu bringen. Das Gendern fand ich alles andere als störend, sogar ziemlich passend und es wirkte keineswegs wie ein wissenschaftlicher Text.

Es geht ja um Felix Love, der noch nie verliebt war, aber unbedingt wissen will, wie Liebe sich anfühlt. Dadurch dass er schwarz, quer und trans ist, hadert er sehr oft mit sich und fühlt sich nicht liebenswert. Aber ich glaube, jeder der das Buch liest, wird merken, dass er oft der einzige ist, der das denkt. Er gefällt mir nämlich sehr, in all seinen Farben und Charakterzügen, die von Entschlossenheit, Unsicherheit und dem Wille, das Richtige im Leben zu tun, geprägt sind.Ich finde es so nachvollziehbar, wie er sowohl die Probleme aller anderer Teenager hat und aufs College gehen will, sich aber trotzdem jeden Tag auf die Suche nach seiner Identität macht. Er beschäftigt sich mit Dingen, über die die wenigsten Teenager nachdenken, über die ich auch kaum nachdenke, weil ich selbst nicht Teil der LGBTQIA+ Community bin. Felix ist nicht perfekt, seine Unsicherheit spielt eine entscheidende Rolle in dem Buch und dennoch ist es eben genau diese Unsicherheit, die ihn mir so nahebringt. Er ist unbeherrscht, läuft vor Problemen davon, verliert sich und vergisst manchmal, dass auch andere Menschen Probleme haben, er ist menschlich. Ich hätte ihn mir genau so und nicht anders gewünscht. Niemand ist perfekt, wodurch man sich leicht mit ihm identifizieren kann. egal welche Identität man besitzt. Außerdem ist mir aufgefallen wie Felix mit seiner Identität umgegangen ist. Ich glaube, es gibt viele trans Menschen, die sich verstecken und ihre Identität sozusagen geheim halten, doch bei Felix war das nicht der Fall. Er hat sich offen preisgegeben, will sein Leben selbst kontrollieren und die Macht über sich selbst behalten. Das hat mir unglaublich gut gefallen.

Auch die anderen Charaktere, die vor Vielfalt nur so sprühen, waren absolut nachvollziehbar und greifbar. Sie waren alle unterschiedlich, mit guten und schlechten Facetten.Ezra hat mir von Anfang an gefallen. Er ist von Grund auf gut, mit Fehlern und Macken, aber sein Herz ist gut. Einfach weil er immer für Felix da ist und alles für ihn tun würde. Weil er ihn akzeptiert, so wie er ist, ihn aber auch zurechtweist, wenn er mal wieder vom Weg abkommt. Ezra war definitiv einer meiner liebsten Charaktere in dem Buch.

Ich habe es sehr genossen, das Buch zu lesen. Ich habe viel dazugelernt, viel nachgedacht und bin zu dem Schluss gekommen, dass die Liebe vollkommen unabhängig von der Identität ist. Es war ein Buch voll mit Selbstfindung, voll mit der Suche nach der Geschlechtsidentität und all das verpackt in eine unglaublich authentische Geschichte mit herzerwärmenden Worten. Auch wenn man nicht Teil der LGBTQIA+ Community ist, gibt das Buch einem das Gefühl, dass es okay ist,
hin und wieder an sich zu zweifeln. Dass es okay ist, Liebe zuzulassen.

Riesengroße Empfehlung! Gerade heutzutage brauchen wir dieses Buch.

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Veröffentlicht am 08.10.2021

Emotional, aber langatmig.

Ein letzter erster Augenblick
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Ich habe mich sehr auf das Buch gefreut, weil mich der Klappentext sofort angesprochen hat und es für mich eigentlich schon vorprogrammiert war, dass mein Herz brechen wird. Weil ich zu einem gewissen ...

Ich habe mich sehr auf das Buch gefreut, weil mich der Klappentext sofort angesprochen hat und es für mich eigentlich schon vorprogrammiert war, dass mein Herz brechen wird. Weil ich zu einem gewissen Teil schon wusste, wie es ausgehen würde.

Keine Frage, das Buch war gut. Der Schreibstil war in Ordnung, allerdings hat er mich nicht so mitgerissen, wie ich es gerne gehabt hätte. Leider habe ich dann über zwei Wochen in dem Buch gelesen.
Die Grundstory und die Idee dahinter hat mir zwar wahnsinnig gut gefallen, allerdings hat mich die Umsetzung nicht besonders überzeugt. Ich habe eine wunderschöne, traurige Lovestory erwartet, mit der ich mitleiden und mitschwärmen kann. Und in gewisser Weise habe ich das auch, aber nicht auf die schöne, positive Art. Die Stimmung im Buch hat mich einfach irgendwie bedrückt. Das letzte Viertel des Buchs war mir auch eine Spur zu langatmig und vorhersehbar, während mir das Ende dann zu etwas schnell ging. Klar, es war emotional und tragisch und es hat mich durchaus auch berührt, aber andererseits war mir die Handlung irgendwie nicht so greifbar. Sie ist mir einfach nicht unter die Haut gegangen.

Die Charaktere haben mir aber sehr gut gefallen. Joel ist sehr feinfühlig, aber auch
sehr in sich gekehrt, um ja nicht so viele Menschen an sich ranzulassen, die er dann womöglich lieben könnte. Auch Callie mochte ich sehr, sie hat ebenso wie Joel ein Päckchen zu tragen, aber sie ist ein Mensch, der so viel mehr verdient als sie glaubt.
Callie mochte ich sogar noch eine Spur mehr als Joel, einfach weil sie sich traut, ihrem Herzen zu folgen, während Joel sich hinter Risiken versteckt. Aber auch ihn kann ich verstehen.

Fazit : Leider konnte mich das Buch nicht ganz überzeugen. Es ist nicht schlecht und vielen Menschen gefällt es sicher auch, aber mich hat die Geschichte nicht so sehr mitgenommen, wie ich es mir gewünscht hätte, auch wenn die Charaktere sehr sympathisch waren.

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