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Veröffentlicht am 01.08.2021

Tätersuche

Donaumelodien - Praterblut
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Praterblut ist der erste Band der Donaumelodienreihe des Autors Bastian Zach. Der Autor nimmt die Leser mit nach Wien in das Jahr 1876. Dem Geisterfotografen Hieronymus Holstein sollen die Morde an drei ...

Praterblut ist der erste Band der Donaumelodienreihe des Autors Bastian Zach. Der Autor nimmt die Leser mit nach Wien in das Jahr 1876. Dem Geisterfotografen Hieronymus Holstein sollen die Morde an drei jungen Frauen untergeschoben werden und er hat nur wenige Tage Zeit um den wahren Täter zu finden. Unterstützt wird er dabei von seinen Freund Franz Rudolphi, den die meisten unterschätzen.

Die Wiener Welt der damaligen Zeit wird auf gute Weise beschrieben und die Ermittlungen der Freunde führen sie zu den Reichen und den Armen der Stadt. Die Ermittlungen werden interessant geschildert und die Spannung kommt auch nicht zu kurz. Nach und nach erfährt der Leser mehr über die Charaktere und ihre Vergangenheit, das ist gut in die Geschichte eingeflochten. Dialoge im Dialekt sind recht gut verständlich und ein Glossar am Ende des Buches mit verwendeten Begriffen ist auch hilfreich. Insgesamt ein interessanter Krimi mit vielversprechenden Charakteren, die in weiteren Folgen sicherlich nicht langweilig werden.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.07.2021

Freiheitsträume

Träume von Freiheit - Ferner Horizont
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Träume von Freiheit Ferner Horizont ist der zweite Band einer Reihe rund um starke Frauen ihrer Zeit, geschrieben von Silke Böschen. Die Autorin beschäftigt sich mit Florence de Meli, eine Frau die es ...

Träume von Freiheit Ferner Horizont ist der zweite Band einer Reihe rund um starke Frauen ihrer Zeit, geschrieben von Silke Böschen. Die Autorin beschäftigt sich mit Florence de Meli, eine Frau die es geschafft hat sich gegen ihren Ehemann zu wehren, der sie in eine Nervenheilanstalt sperren wollte. Angetrieben wurde er dabei von seiner Mutter, welche Florence nicht als Partnerin ihres Sohnes akzeptieren konnte,

Der Autorin gelingt es die damalige Zeit gut in Worte zu fassen und zeigt die Probleme mit denen Florence zu kämpfen hatte. Ehefrauen hatten praktisch nicht viel mit zu reden, die Ehemänner konnten über sie frei bestimmen. Florences Kampf um Eigenständigkeit ist spannend zu lesen und ihre innere Zerrissenheit darüber, das sie ihre Kinder zurück lassen muss, ist stark greifbar. Insgesamt ein interessantes Frauenportrait das die damalige Zeit gut eingefangen hat. Ein umfangreiches Personenregister am Ende des Buches geht auf die tatsächlichen Personen und ihre Schicksale ein.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 20.07.2021

Guter Einstieg

Das Buch des Totengräbers
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Das Buch des Totengräbers ist der Auftaktband einer Reihe um Inspektor Leopold von Herzfeldt geschrieben vom Autor Oliver Pötzsch. Der junge Inspektor kommt nach Wien und soll dort die neumodischen Ermittlungsmethoden ...

Das Buch des Totengräbers ist der Auftaktband einer Reihe um Inspektor Leopold von Herzfeldt geschrieben vom Autor Oliver Pötzsch. Der junge Inspektor kommt nach Wien und soll dort die neumodischen Ermittlungsmethoden aus Graz vorstellen. Gleich an seinem ersten Tag wird Leopold mit dem Mord an einem Dienstmädchen konfrontiert und das führt in an manch unheimlichen Ort in Wien.

Der Autor schafft es mit seiner Geschichte eine gute Spannung zu erzeugen. Die Charaktere haben ihre Ecken und Kanten und müssen mit ihrer Vergangenheit ins Reine kommen. Eine wichtige Rolle spielt der Totengräber Augustin Rothmayer, ein Kenner aller möglichen Todesarten und Verwesungsprozesse. Am Anfang der verschiedenen Kapitel erhält man als Leser einen Einblick in das Buch, welches der Totengräber gerade verfasst. Nichts für zarte Gemüter, da er dort in vielen, nicht immer appetitlichen Einzelheiten, die Stufen und Möglichkeiten der Verwesung beschreibt. Die verschiedenen Handlungsstränge werden nach und nach zusammen geführt und ergeben zum Schluss ein rundes Bild mit einer überraschenden Wende. Der Schreibstil ist lebendig und die Dialoge passen zum Gesamtbild. Für mich ein guter Auftakt einer Reihe die interessante Einblicke gewährt.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 20.07.2021

Überraschend interessant

Kronsnest
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Kronsnest ist der erste Roman des Autors Florian Knöppler und in diesem lässt er die Leser teil haben am prägenden Jahren im Leben von Hannes, einem Bauernsohn in Norddeutschland. Er leidet unter einem ...

Kronsnest ist der erste Roman des Autors Florian Knöppler und in diesem lässt er die Leser teil haben am prägenden Jahren im Leben von Hannes, einem Bauernsohn in Norddeutschland. Er leidet unter einem gewalttätigen Vater und gleitet immer wieder in seine Wunschwelt ab.

Der Autor schafft es in ruhiger Schreibweise die damalige Welt und ihre Härten und Umbrüche interessant dar zu stellen. Obwohl es keine großartigen Spannungsbögen gibt, hat mich die Geschichte gefesselt und ich habe Hannes gerne begleitet. Seine langsame Entwicklung in die Eigenständigkeit wird glaubhaft geschildert und die Seelenqualen sind nach vollziehbar. Bei einigen Charakteren , wie zum Beispiel dem Vater hätte ich mir mehr Informationen gewünscht um seine Beweggründe zu verstehen. Das hätte aber den Umfang des Buches gesprengt. Wer gerne ruhige Lebensgeschichten liest, wird dieses Buch sicherlich nicht aus der Hand legen können. Wer rasante Geschichten und Spannung mag, wird mit diesem Buch weniger gut zurecht kommen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.07.2021

Nichts für schwache Nerven

Der Blutkünstler
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Der Blutkünstler ist der Auftaktband zur Tom Bachmann Reihe des Autors Chris Meyer. Tom Bachmann ist Profiler und sein Hauptgebiet ist die Suche nach Serienkillern und Psychopathen. Im ersten Band geht ...

Der Blutkünstler ist der Auftaktband zur Tom Bachmann Reihe des Autors Chris Meyer. Tom Bachmann ist Profiler und sein Hauptgebiet ist die Suche nach Serienkillern und Psychopathen. Im ersten Band geht es um einen Serienkiller der Frauen foltert, bevor er sie tötet und die Leichen zu einem Kunstwerk gestaltet.

Der Schreibstil ist flüssig und durch Rückblenden erfährt der Leser immer mehr zu den Charakteren. Das Team rund um Tom Bachmann ist facettenreich und interessant. Die Schilderungen der Folterungen durch den Blutkünstler sind nichts für schwache Nerven, der Autor beschreibt sie mit blutigen Details. Die einzelnen Handlungsstränge werden am Ende des Buches gut zusammengeführt und bieten einen interessanten Rahmen für weitere Bände der Reihe. Der Täter wird zum Schluss identifiziert, allerdings liefert das Drumherum interessante Aspekte in Hinblick auf das Seelenleben von Tom Bachmann und seinen weiteren Lebensweg.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere