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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.04.2026

Liebe die Illustrationen

Run Away With Me
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Der Roman spielt im Sommer 1986 in Rom und erzählt von dem 16-jährigen Danny, der mit seiner Mutter dorthin reist, da sie als Expertin für alte Bücher in einem Museum arbeitet. Durch die ständigen Ortswechsel ...

Der Roman spielt im Sommer 1986 in Rom und erzählt von dem 16-jährigen Danny, der mit seiner Mutter dorthin reist, da sie als Expertin für alte Bücher in einem Museum arbeitet. Durch die ständigen Ortswechsel fühlt er sich oft einsam und entwurzelt, bis er in Rom Angelo begegnet und die beiden den Sommer gemeinsam verbringen.

Für mich war das Buch fast wie eine kleine Liebeserklärung an die Stadt. Ich war selbst schon einmal in Rom, deshalb konnte ich mir die Orte noch besser vorstellen. Rom steckt einfach voller Geschichte und genau das kam in dem Buch richtig gut rüber.

Mein Highlight in diesem Buch waren ganz klar die Illustrationen. Sie haben das Ganze noch einmal deutlich aufgewertet und nach dem Lesen ergeben sie sogar noch mehr Sinn (daher solltet ihr das Buch sehr aufmerksam lesen und besonders auf die Details in den Bildern achten).

Die Geschichten, die Angelo Danny erzählt, fügen sich in den letzten Kapiteln so schön zusammen, dass es mich echt berührt hat. 🥺

Das Buch lebt allerdings mehr von der Stimmung als von großen Plots, das sollte euch beim Lesen bewusst sein. Wer allerdings eine poetische Liebesgeschichte über verschiedene Zeiten hinweg sucht, ist hier genau richtig.

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Veröffentlicht am 26.04.2026

Suspense mit Urlaubsfeeling

Shadow
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Nachdem Sinister Nights letztes Jahr zu meinen Highlights gehörte, musste ich mir natürlich Nachschub von Sophia Como holen. Entsprechend groß war meine Vorfreude auf Shadow. ✨️

Sofia flieht nach Sizilien, ...

Nachdem Sinister Nights letztes Jahr zu meinen Highlights gehörte, musste ich mir natürlich Nachschub von Sophia Como holen. Entsprechend groß war meine Vorfreude auf Shadow. ✨️

Sofia flieht nach Sizilien, weil sie von einem Stalker verfolgt wird. Auf einem Weingut trifft sie auf Valentin, der selbst ein dunkles Geheimnis mit sich trägt. Eigentlich sucht sie dort Sicherheit, doch der Schatten ihrer Vergangenheit lässt sie nicht los.

Besonders hervorzuheben ist die Atmosphäre, denn die italienische Kulisse wurde meiner Meinung nach unfassbar schön eingefangen (ich hatte beim Lesen sofort Bilder im Kopf und wäre am liebsten selbst dorthin gereist 🤭).

Valentin ist genau dieser geheimnisvolle Charakter, den ich in Büchern so gerne lese. Die Chemie zwischen den beiden entwickelt sich eher langsam, hat mich persönlich aber überhaupt nicht gestört.

Im letzten Drittel zieht die Handlung dann deutlich an Tempo an. Aus der zunächst sommerlichen Romance wird plötzlich ein packender Suspense-Plot. Gerade der Stalker-Aspekt ist so realistisch beschrieben, dass ich stellenweise richtig mitgefiebert habe.

Im Mittelteil gab es für mich zwar kleinere Schwächen und bei manchen Konflikten hätte ich mir etwas mehr Tiefe gewünscht. Dennoch bleibt die Geschichte durch die spürbare Dynamik zwischen den Figuren durchgehend fesselnd.

Insgesamt also eine klare Empfehlung. Besonders für alle, die Suspense mit einem Hauch Urlaubsfeeling lieben. 🌞🩷

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Veröffentlicht am 14.04.2026

Ehrlich und provokant

Career Suicide
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Ich kann dieses Buch nur schwer objektiv bewerten, weil ich damals ein großer Fan von Tokio Hotel war und ihre Musik nicht nur gehört, sondern wirklich gefühlt und gelebt habe. Daher berichte ich hier ...

Ich kann dieses Buch nur schwer objektiv bewerten, weil ich damals ein großer Fan von Tokio Hotel war und ihre Musik nicht nur gehört, sondern wirklich gefühlt und gelebt habe. Daher berichte ich hier eher davon, was ich beim Lesen empfunden habe.

Das Verrückte für mich war, dass ich beim Lesen das Gefühl hatte, zwischen damals und heute zu stehen. Zwischen kreischenden Teenie-Erinnerungen und einer viel erwachseneren Sicht auf die Dinge. Vieles, was man früher nur von außen gesehen hat, bekommt hier plötzlich eine ganz andere Tiefe.

Besonders interessant war für mich, wie offen Bill über die Schattenseiten der Musikindustrie spricht. Über Einsamkeit, über den Druck, über dieses Gefühl, nie wirklich irgendwo dazuzugehören.

Der Schreibstil ist dabei sehr direkt, teilweise vulgär und provokant, aber sie passt zu ihm (wer Podcast oder Serie kennt, weiß, was ich meine 🤭).

Gleichzeitig hat das Buch in mir auch etwas sehr Nostalgisches ausgelöst. Die Musik und dieses intensive Fan-Sein war auf einmal alles wieder da. Tatsächlich war ich fast ein bisschen wehmütig, dass diese Zeit schon so lange zurückliegt (durch den Monsun ist einfach mal 20 Jahre her... 🥺)

Ich habe das Buch nicht gelesen, um es kritisch zu analysieren (dafür hängt einfach zu viel Herz an dieser Zeit dran). Es war eher ein Wiedererleben einer Zeit, die mich sehr geprägt hat und die auf eine gewisse Weise immer ein Teil von einem bleibt.

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Veröffentlicht am 10.04.2026

Sehr berührend

Die Nacht der Bärin
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Ich hab das Buch vor ein paar Tagen beendet und hänge gedanklich immer noch total drin fest. Es ist definitiv keine Geschichte, die man einfach so wegliest.

​Es fängt schon heftig an, denn Jule flüchtet ...

Ich hab das Buch vor ein paar Tagen beendet und hänge gedanklich immer noch total drin fest. Es ist definitiv keine Geschichte, die man einfach so wegliest.

​Es fängt schon heftig an, denn Jule flüchtet nach einem gewalttätigen Streit mit ihrem Partner zu ihren Eltern. Als ihre Mutter die Nachricht vom Tod der eigenen Mutter bekommt und absolut null Regung zeigt, fängt Jule an zu graben.

Wir landen in der Vergangenheit bei ihrer Mutter und deren Schwester. Das war für mich der emotionalste Teil. Wie die beiden versucht haben, der Gewalt des Vaters in eine eigene kleine Welt zu entkommen, während ihre Mutter einfach nur tatenlos zugesehen hat... das ist echt hart.

Man sieht richtig, wie dieses "Wegschauen" und der Schmerz sich wie ein roter Faden durch die Generationen ziehen.

​Aber ganz wichtig: Ich muss hier eine deutliche Triggerwarnung aussprechen. Es geht um häusliche Gewalt, auch gegen Kinder.

Kira Mohn schreibt das so bildhaft, dass es stellenweise echt wehgetan hat. Da hätte ich mir im Buch selbst wirklich einen deutlichen Hinweis gewünscht.

Insbeondere das Nachwort hat mich sehr berührt, weil Kira nochmal deutlich macht, warum betroffene Frauen nicht einfach ihre Sachen packen und verschwinden. Diese Einordnung war für mich absolut richtig, weil sie die psychologischen Hintergründe so verständlich auf den Punkt bringt.

​Insgesamt ein wahnsinnig berührendes Buch über Schmerz und dem langen Weg zur Heilung. Wenn man sich auf diese schwere Thematik einlassen kann, bleibt es definitiv im Kopf. 🙌






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Veröffentlicht am 02.04.2026

Kein typischer 08/15 Roman

Ava liebt noch
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Ehrlich gesagt bin ich mit der Protagonistin Ava bis zum Schluss nicht so richtig warmgeworden. An sich ist das Buch echt gut und Vera Zischke schreibt auch verdammt direkt, ohne dieses ganze Drumherum-Gerede. ...

Ehrlich gesagt bin ich mit der Protagonistin Ava bis zum Schluss nicht so richtig warmgeworden. An sich ist das Buch echt gut und Vera Zischke schreibt auch verdammt direkt, ohne dieses ganze Drumherum-Gerede. Dieses Gefühl, im Alltag zwischen Wäschebergen und Terminen festzustecken, während der Ehemann sein eigenes Ding durchzieht, hat sie wirklich auf den Punkt getroffen. Man spürt richtig, wie Ava nur noch funktioniert.

Mein Hauptproblem war aber, dass ich mich einfach nicht in sie hineinfühlen konnte. Ich saß oft da und dachte mir: „Warum machst du das jetzt so?“. Ich habe die Story zwar gerne gelesen, aber emotional hat sie mich nicht so gepackt, wie ich es mir erhofft hatte.

Was ich wiederum echt positiv fand, ist, dass das Buch sich was traut. Es ist kein typischer 08/15-Roman, bei dem alles rosarot ist. Die Geschichte mit dem deutlich jüngeren Schwimmlehrer Kieran ist spannend, weil sie zeigt, dass man auch mit über 40 noch mal alles infrage stellen darf. Auch das Ende fand ich richtig gut, gerade weil es eben nicht diese Standard-Lösung ist, die man erwartet.

Mein Fazit dazu ist, dass es handwerklich top und absolut nicht schlecht ist, aber Ava und ich werden in diesem Leben wohl keine Besties mehr.

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