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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.09.2018

Ein absolut fantastischer Roman

Wolfsthron
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Schriftsteller Leo Carew wurde 1991 geboren und studierte in Cambridge. Neben Expeditionen zählt das Schreiben zu seiner großen Leidenschaft. Mit „Wolfsthron“ hat er sein Debüt veröffentlicht.

Dieses ...

Schriftsteller Leo Carew wurde 1991 geboren und studierte in Cambridge. Neben Expeditionen zählt das Schreiben zu seiner großen Leidenschaft. Mit „Wolfsthron“ hat er sein Debüt veröffentlicht.

Dieses Buch erzählt die Geschichte des jungen Roper, der mit gerade einmal 19 Jahren den Schwarzen Thron des Nordens besteigen muss. Nachdem sein Vater während einer Schlacht gegen die Südlinge zum Opfer gefallen ist, wird nun von ihm erwartet, das Reich zu führen. Doch das gestaltet sich als sehr schwierig, denn Roper wird schnell zu einer Schachfigur in einem Spiel um Macht und Prestige. Sein Widersacher setzt alles daran, Roper zu erniedrigen und schreckt auch vor Mord nicht zurück. Aber Roper kann Unterstützer gewinnen, die ihm loyal zur Seite stehen. Nur so wagt er den Schritt zu seinem ersten Kampf gegen die Südlinge.

Leo Carew beschreibt die Erlebnisse sehr bildlich und voller Gefühl. Hautnah kann der Leser an den Geschehnissen teilnehmen und sich auf die Handlung einlassen. Diese wird aus Sicht von beiden Streitmächten dargelegt. Zum einen gibt es Ropers Seite, die den Norden stärkt und von ihrem hiesigen Leben berichtet. Doch dann gibt es auch Bellamus, der sich als Emporkömmling dazu auserwählt fühlt, einen Kampf mit dem Norden zu bestreiten. Dieser Mann ist so undurchsichtig und mysteriös, dass es schon wieder faszinierend wirkt, seinem Handeln beizuwohnen.

In jedem Fall ist die Kulisse groß und mächtig gestaltet worden. Die Kämpfe werden brutal ausgefochten, Zeit für Trauer und Angst bleibt kaum. Recht schnell muss sich Roper an seine Rolle gewöhnen und sich gegen seine Feinde zur Wehr setzen. Das macht er geschickt, mit viel Raffinesse. Es bereitet Freude, das mitzuerleben und sich auf das Spiel der verschiedenen Lords einzulassen.

Da der Autor hier eine ganz neue Welt erschaffen hat, bleibt ihm auch viel Raum, diesen zu entwickeln und durch viele verschiedene Protagonisten zu entfalten. Deshalb ist es auch problemlos möglich, weitere Bände zu kreieren, die an dieses Werk anschließen und so den Leser weiterhin in ihren Bann ziehen.

Ein absolut fantastischer Roman,
der mich perfekt überrascht hat!

Mein persönliches Fazit:
Mit diesem Buch hat mich der Verlag vollkommen überrascht. Bis ich das Werk in meinem Briefkasten liegen hatte, kannte ich weder Titel noch Autor. Doch nun bin ich super glücklich, dass ich das erste Abenteuer des jungen Roper miterleben durfte.
Der Schreibstil des Schriftstellers ist herrlich leicht und hat mich schnell mitgerissen. Er hat er ideal verstanden, die dramatische Seite einzufangen und mit passenden fantasievollen Aspekten zu kombinieren. Hier geht das Gesamtwerk einfach auf, denn durch die lebendigen Worte, passende Charaktere und eine spannende Handlung fällt es schwer, das Buch auch nur für kurze Zeit aus der Hand zu legen.
Von mir gibt es eine ganz klare Leseempfehlung. Alle Freunde von „Game of Thrones“ & Co sollten hier unbedingt zugreifen, denn diese Reihe wird mit Sicherheit noch viel Potenzial entwickeln.

Veröffentlicht am 27.02.2017

Von diesem Werk bin ich enttäuscht!

Into the Playroom - Just on more try
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Raid ist Polizist in San Francisco, als er zusammen mit seiner Partnerin Luna zu einem Tatort in dem SM-Club Playroom gerufen wird. Der Besitzer wurde ermordet und die beiden Cops müssen sich nun des Falles ...

Raid ist Polizist in San Francisco, als er zusammen mit seiner Partnerin Luna zu einem Tatort in dem SM-Club Playroom gerufen wird. Der Besitzer wurde ermordet und die beiden Cops müssen sich nun des Falles annehmen. Als Hauptverdächtiger steht schnell Tate Glover fest, der ein Motiv hat, den Besitzer und Manager der Rockband umzubringen. Allerdings ist Raid von Tate fasziniert und schon bald gehen die beiden eine Affäre ein, obwohl noch außer Frage steht, ob Tate nicht doch der Täter ist.

Kajsa Arnolds neustes Werk „Just one more try – Into the Playroom“ soll eine Mischung aus Gay-Romance, Krimi und SM-Erotik bieten, doch hat sie mit ihrer Erzählweise den Nerv der Leser gertroffen?

Raid ist der Hauptcharakter des Buches, denn der größte Teil der Geschichte wird aus seiner Sicht beschrieben. Nur ab und zu werden auch die Gedanken von anderen Protagonisten beleuchtet, die dann ebenfalls etwas Raum erhalten, sich zu präsentieren.
Raid ist homosexuell und lebt dieses auch offen aus. Seine Partnerin weiß darüber Bescheid. Er ist nett und freundlich, doch leider auch ein wenig naiv und blauäugig.
Luna ist Raids Kollegin, die von sich behauptet, ebenfalls homosexuell zu sein. Doch der Gerichtsmediziner Collin hat der jungen Frau den Kopf verdreht. Deshalb wechselt sich schnell mal wieder das Ufer und lebt ihre neuentdeckte Leidenschaft mit Collin im SM-Club aus.

Die Handlung ist recht schnell widergegeben. Wie bereits eingangs erwähnt, fühlt sich der Polizist zu dem Hauptverdächtigen hingezogen und beginnt eine Affäre mit diesem. Dass das nicht gut ausgehen kann, scheint allen Beteiligten schnell klar zu sein. Dennoch muss es bis auf die Spitze getrieben und durch sehr bildliche und erotische Szenen umschrieben werden.
Was allerdings bei der Erzählung vollkommen fehlt, sind die Gefühle. Alles bleibt recht emotionslos und es fällt sehr schwer, zu den Charakteren einen Bezug aufzubauen. Nicht nur, weil alles so lieblos und schnell abgewickelt wirkt, sondern auch weil es nicht leicht ist, sie sich vorzustellen. Ihre Entwicklungen sind einfach so übertrieben schnell, dass sie unglaubwürdig und wenig nachvollziehbar erscheinen.

Positiv ist anzumerken, dass sich das Buch sehr schnell lesen lässt, denn durch kurze Kapitel, einem recht einfachen und strukturierten Schreibstil und einer modernen Erzählweise lässt sich das Werk in einem Rutsch durchlesen.

Von diesem Werk bin ich enttäuscht!

Mein persönliches Fazit:
Jetzt bin ich richtig traurig, denn ich habe mich auf das Buch sehr gefreut, doch schon nach den ersten paar Kapiteln war ich versucht, das Werk abzubrechen. Die Charaktere haben mich nicht erreicht, die Emotionen sind nicht übergeschwappt und die Handlung wirkte aufgesetzt und unnatürlich. Auch die Clubszenen, die viel zu schnelle Lovestory und der Kriminalfall haben nicht ihr ganzes Potenzial ausgeschöpft. Hier hätte so viel mehr passieren können. Doch irgendwie blieb alles auf der Strecke. Schade, denn ich bin von der Autorin wesentlich besseres gewöhnt. Ich hoffe einfach, dass die nächsten Bücher mich wieder mehr bewegen können.

Veröffentlicht am 23.12.2016

Ein absolut gelungener Thriller!

Das Gesicht meines Mörders
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Als Clara Winter die Augen aufschlägt, weiß sie nicht mehr wer sie ist. Sie kennt noch nicht einmal ihren Namen, erkennt ihren Mann nicht mehr und weiß nicht, was geschehen ist. Nach und nach erfährt sie, ...

Als Clara Winter die Augen aufschlägt, weiß sie nicht mehr wer sie ist. Sie kennt noch nicht einmal ihren Namen, erkennt ihren Mann nicht mehr und weiß nicht, was geschehen ist. Nach und nach erfährt sie, weshalb sie im Krankenhaus liegt und einige Zeit im Koma gelegen hat. Nur durch die Hilfe ihres Mannes Roland hat sie einen Einbruch überlebt, denn dieser fand sie bewusstlos im gemeinsamen Haus, welches bereits zu diesem Zeitpunkt in Flammen stand. Doch kann Clara nun langsam ihr Leben wieder in Angriff nehmen? Denn weitere unheimliche Geschehnisse passieren. Sie wird fast vor ein Auto gestoßen und später in einen Bach geschupst. Ist ihr Angreifer noch immer hinter ihr her? Wem kann sie vertrauen, wenn sie nicht weiß, wen sie kennt? Clara weiß, sie muss schnell ihre Erinnerungen zurückerlangen, sonst hat sie keine Chance…

Die ehemalige Ghostwriterin und Literaturstudentin Sophie Kendrick hat mit diesem Psychothriller einen spannenden und mitreißenden Roman kreiert.

Geschichten, in denen die Protagonistin ihr Gedächtnis verloren hat, gibt es schon zahlreiche. Und an dieser Stelle sollte sich der Betrachter des Buches die Frage stellen „Warum sollte ich dieses Buch lesen?“

Die Antwort ist ganz einfach – es ist aufregend, spannend und mitreißend.
Autorin Sophie Kendrick hat mit ihren Worten eine perfekte Kulisse erschaffen, die voller Überraschungen ist. Da der Leser die Welt aus Claras Sicht kennenlernt, weiß dieser zu Beginn des Werkes genauso wenig wie die Hauptperson dieser Geschichte. Es ist sehr interessant, gemeinsam mit Clara auf Spurensuche zu gehen und langsam zu erfahren, was tatsächlich geschehen ist.

Neben der smarten Clara gibt es noch ein paar weitere Charaktere, die sie auf ihrem Weg begleiten. Dabei fällt sofort ihr Mann Roland auf, der ihr nicht mehr von der Seite weichen möchte. Außerdem isoliert er Clara ein wenig, was den Leser zunächst stutzig macht. Dann taucht ein Polizist auf, der Clara vertraut erscheint, doch kann sie sich nicht an ihn erinnern. Alles wirkt unheimlich und undurchschaubar.

Der Erzählstil ist flüssig und die Erlebnisse sind authentisch beschrieben worden. Zwar fehlen ein wenig die großen Emotionen (Clara zeigt mir persönlich einfach viel zu wenig Gefühl), doch dafür ist die Dramatik und Spannung zu jeder Zeit verfügbar. Da der Leser gemeinsam mit Clara auf die Suche nach Antworten geht, muss dieser sich beherrschen und einfach auf die Erzählung einlassen.

Durch die moderne Sprache fällt es leicht, sich auf die Handlung einzulassen, die sich chronologisch und nachvollziehbar gestaltet. Der Verlauf ist gut durchdacht und bringt bis zum Ende des Buches sämtliche noch offenen Fragen zu einem vernünftigen Abschluss. Das bedeutet, dass der Leser zum Ende des Buches mit einem guten Gefühl im Bauch das Werk schließen kann und es in positiver Erinnerung behält.

Ein gelungener Thriller, der sich leicht und flott lesen lässt.

Mein persönliches Fazit:
Davon darf es gerne noch mehr geben, denn die Geschichte hat mich richtig mitgerissen. Wenn mir auch manchmal Claras Gefühle zu wenig Ausdruck fanden, so wurde diese Sequenzen meistens durch Spannung und Aufregung ersetzt. Außerdem ist der Plott richtig gut gelungen und sorgt für ordentlich Schwung und Dynamik. Also alles in allem ist es ein Werk, das mich überrascht und begeistert hat.

Veröffentlicht am 12.07.2019

Intrigen, Liebe und vieles mehr...

Die Prinzessinnen von New York - Scandal
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Ende des 19. Jahrhundert: Elizabeth und Diana Holland leben in der High Society New Yorks. Zu ihren größten Aufgaben zählt es, auf diversen Partys anwesend zu sein und dort mit möglichst vielen potenziellen ...

Ende des 19. Jahrhundert: Elizabeth und Diana Holland leben in der High Society New Yorks. Zu ihren größten Aufgaben zählt es, auf diversen Partys anwesend zu sein und dort mit möglichst vielen potenziellen Ehemännern zu tanzen.
Als sich dann aber Elizabeth in den mittellosen Will verliebt, passt das gar nicht in die familiäre Planung der Hollands. Mit einem Mal hat sich für die Schwestern alles verändert.

Die amerikanische Autorin Anna Godbersen hat mit dem Werk „Scandal - Die Prinzessinnen von New York“ ein aufwendiges Werk kreiert, das an Gossip und wilde Intrigen erinnert.

Unglaublich auffällig ist der hervorragende Erzählstil der Schriftstellerin. Durch ihre Worte wird die atemberaubende Kulisse lebendig und lässt den Leser regelrecht in die Welt um Elizabeth und Diana eintauchen. Sie hat eine berauschende Art und Weise, ihre Protagonisten ins Licht zu setzen und ihre Welt auf den Kopf zu stellen. Von Beginn an spürt der Leser, dass sich Anna Godbersen mit ihrem Roman sehr viel Mühe gegeben hat, denn alles wirkt stimmig, authentisch und pompös.

Die Handlung ist unglaublich vielschichtig gestaltet worden. Gerade zu Beginn dauert es etwas, bis sich alles logisch anfühlt, denn der Cast ist sehr umfangreich. Doch mit zunehmender Seitenzahl wird es immer leichter und schnell setzt ein entspannter Lesefluss ein. Da die Erzählung durch viele dramatische und aufregende Komponenten unterstützt wird, verfliegt hier die Zeit im Flug, obwohl durchaus auch ein paar langatmigere Szenen eingebaut worden sind. Recht flott wird deutlich, dass in dieser Geschichte alles zusammenkommt, was den Reiz am Weiterlesen ausmacht: Intrigen, Leidenschaft und starke Gefühle. Gepaart mit einem grandiosen Schauplatz, der praktisch für ein eigenes Spektakel sorgt.

Davon darf es gerne schnell noch mehr geben…

Mein persönliches Fazit:
Zunächst war ich überrascht, denn bis ich mit dem Lesen begonnen hatte, wusste ich nicht, dass die Geschichte im Jahr 1899 spielt. Aber nachdem ich mich mit diesem Setting abgefunden hatte, konnte ich mich ganz auf die Handlung einlassen.

Vorweg möchte ich anmerken, dass mir das Cover ganz hervorragend gefallen und mich regelrecht in seinen Bann gezogen hat. Hier ist dem Verlag ein wahrer Blickfang gelungen, der mich überzeugt hat.

Die Handlung selbst wurde aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet und so konnte ich mir alle Protagonisten lebendig und bildlich vorstellen. Ich konnte ihre Beweggründe, Gedanken und Emotionen miterleben, weshalb mir gerade diese Erzählweise sehr gut gefallen hat.

Durch die ständigen Wechsel und die vielen kleinen Überraschungen habe ich mich durchweg gut unterhalten gefühlt. Insbesondere durch die ausdrucksstarke Erzählweise der Autorin. Sie hat es tatsächlich geschafft, dass luxuriöse Leben des New Yorker Adels einzufangen und mich mitzureißen. Mein einziges Manko an dieser Stelle, sind die stellenweise sehr weitschweifenden Ausführungen, die mich etwas genervt haben. Dennoch kann ich für den Auftakt dieser neuen Reihe eine ganz klare Leseempfehlung aussprechen. Meine Neugierde nach mehr wurde auf jeden Fall geweckt.

Ich freue mich schon auf den Folgeband, der voraussichtlich am 30.09.2019 ebenfalls beim LYX-Verlag erscheinen soll. Titel des 2. Bandes: „Die Prinzessinnen von New York - Rumors“

Veröffentlicht am 10.07.2019

Ein grandioser Reacher – eine starke Geschichte!

Keine Kompromisse
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Per Zufall landet Jack Reacher auf seiner Reise durch die Staaten in einem kleinen, unscheinbaren Nest mit dem Namen „Mother´s Rest“. Doch schon kurz nach dem Verlassen des Zuges wird er von der privaten ...

Per Zufall landet Jack Reacher auf seiner Reise durch die Staaten in einem kleinen, unscheinbaren Nest mit dem Namen „Mother´s Rest“. Doch schon kurz nach dem Verlassen des Zuges wird er von der privaten Ermittlerin Michelle Chang angesprochen. Diese sucht in der Kleinstadt nach ihrem Kollegen Keever, der wie vom Erdboden verschwunden zu sein scheint.
Reacher versucht durch belanglose Gespräche mit den Einheimischen mehr über Changs Partner in Erfahrung zu bringen und gerät dabei ins Visier einer einheimischen Truppe, die ihn und Chang schnell in die Schranken weisen will. Doch haben sie dabei nicht mit Reacher gerechnet.

Lee Child hat mit seinen Romanen Jack Reacher bereits zu einer Art Legende gemacht. Sogar verfilmt wurde Reacher schon zum Helden. Doch nun führt ihn sein neustes Abenteuer in eine gefährliche Kleinstadt, die viel zu verbergen hat. Gelingt es dem ehemaligen Militärpolizisten hinter die Fassaden zu schauen und Chang bei ihrer Suche zu helfen?

Natürlich bildet Jack Reacher auch hier den Hauptpart, der für ordentlich Spannung sorgt. Seine Figur umgibt etwas ganz Besonderes, denn Reacher lässt sich nur schwer in eine Schublade stecken. Er kämpft für die Guten, doch sucht er sich die Kämpfe stets selbst aus. Er ist ein wenig griesgrämig, weiß sich aber durchaus zu benehmen. Er ist ein wenig engstirnig, doch das hat ihm schon häufig das Leben gerettet. So auch in diesem Werk, das ihn erneut an seine Grenzen treibt.

In diesem Buch wird Reacher von der ehemaligen FBI-Agentin Michelle Chang unterstützt, die sehr sympathisch und herzlich erscheint. Sie passt zu seiner Erscheinung und bildet mit Reacher ein harmonisches Gespann.

Der Autor hat eine unglaublich lebendige Art und Weise sich auszudrücken. Die bildlichen Beschreibungen lassen beim Leser sofort eine Form von Kopfkino entstehen, weshalb dieser sich entspannt zurücklehnen und genießen kann. Dabei wird Reacher zwar als überragend dargestellt und seinen Konkurrenten stets im Vorteil, doch in diesem Buch zeigt auch der Held ein paar Schwächen. Deshalb wirkt er dieses Mal durchaus menschlich und etwas zerbrechlich. Doch das verbessert nur den Charakter und macht ihn noch facettenreicher und ausdrucksstärker.

Ein grandioser Reacher – eine starke Geschichte!

Mein persönliches Fazit:
Ich habe inzwischen schon sehr viele Reacher-Romane gelesen und bin immer wieder begeistert, welche Ideen Lee Child aus dem Hut zaubert. Hat mich der vorherige Band nicht ganz so überzeugt, muss ich hier meine Meinung um 180 Grad korrigieren. Dieser Band ist grandios, dramatisch und absolut fesselnd.

Die Geschichte um Mother´s Rest hat mich so gepackt, dass ich das Werk nicht mehr aus der Hand legen konnte. Bis zum Schluss habe ich mitgefiebert und mich von der Suche nach Antworten mitreißen lassen. Reacher und Chang haben mir als Duo hervorragend gefallen, weshalb ich mir eine weitere Zusammenarbeit der beiden Protagonisten sehr gut vorstellen könnte.
Auch die Handlung bietet hier sehr viel Dramatik und einige morbide Überraschungen. Gerade zum Ende hin wird es blutig und ich habe mich richtig erschrocken. Dabei war von Beginn an klar, dass es irgendetwas Schlimmes geben muss. Doch die Auflösung hat mich regelrecht schockiert.

Da hier einfach alles passt, Reacher in bester Manier, eine großartige Partnerin und eine durchweg schlüssige Handlung, kann ich nur meine größte Leseempfehlung aussprechen. Nicht nur für Fans der Reihe ein hervorragendes Werk, das für exzellente Lesemomente sorgt.