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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.03.2021

Leider nicht so gut wie der erste Band...

Rixton Falls - Rules
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Derek Rosewood ist ein guter Anwalt. Und ein guter Vater für seine Tochter Haven. Doch niemals wird er sich wieder auf eine Frau einlassen. Denn Drama hatte er für ein Leben genug. Doch dann taucht die ...

Derek Rosewood ist ein guter Anwalt. Und ein guter Vater für seine Tochter Haven. Doch niemals wird er sich wieder auf eine Frau einlassen. Denn Drama hatte er für ein Leben genug. Doch dann taucht die smarte Serena auf und all seine Regeln könnte er sofort über Bord werfen.

Serena ist die Tochter eines erfolgreichen Geschäftsmannes. Doch leider ist dieser inzwischen in einem betuchten Alter und leidet unter Demenz. Sehr zum Wohlfallen der neuen Stiefmutter, die sich nun Serenas Vermögen unter den Nagel reißen möchte. Dabei zieht sie alle Register. Nun gibt es nur noch Derek, der Serena vor einer weiteren Katastrophe bewahren kann. Doch dafür muss der Anwalt alles aufs Spiel setzen.

Schriftstellerin Winter Renshaw hat bereits im Auftaktband der Reihe „Rixton Falls“ bewiesen, dass sie es herrlich versteht, mit den Gefühlen ihrer Protagonisten zu spielen. Nachdem im Werk „Secrets“ bereits Demi und Royal ihr spätes Glück gefunden haben, gibt es nun eine Lovestory um Serena und Derek.

Vorweg möchte ich anmerken, dass es sich hierbei um eine in sich abgeschlossene Handlung handelt und der Roman vollkommen losgelöst vom Auftaktband gelesen und verschlungen werden darf.

In diesem Werk dreht sich alles um Serena und Derek, die abwechselnd die Erlebnisse aus der jeweiligen Perspektive schildern.

Serena ist weder schüchtern noch unbeholfen, obwohl sie zu Beginn der Geschichte eindeutig in diese Kategorie gesteckt wird. Sie ist forsch, unverblümt und leidenschaftlich. Mit ihren 25 Jahren hat sie schon einiges durchgemacht. Es fällt ihr schwer, Menschen zu vertrauen. Umso erstaunlicher ist es, dass sie Derek bereits nach wenigen Momenten ihr Herz öffnen kann. Ihm beginnt sie schnell zu vertrauen, weshalb er auch der Einzige ist, der ihr in der Not helfen kann.

Derek hat auch schon einiges durchgemacht. Nicht zuletzt eine unschöne Trennung von seiner Exfrau. Jetzt will er nur noch für den Moment leben, genießt die Wochenenden mit seiner Tochter und besucht regelmäßig seine Familie. Doch durch Serena werden seine Wünsche nach mehr geweckt. Obwohl er es niemals möchte, wird er weich und lässt sie in sein Herz.

Die Handlung beginnt hier sehr dramatisch und der Leser wird gleich ins tiefe Wasser geschupst. Serena, gefangen in dem riesigen Familienanwesen, kann einzig auf die Hilfe ihres neuen Anwalts Derek hoffen. Schnell wird deutlich, wie viel Drama und Tragik hinter der Geschichte um Serena stecken und wie groß ihre Angst ist. Winter Renshaw verdeutlicht durch ihre Worte lebendig, dass es der jungen Frau nicht gut geht und dass nur Derek ihr helfen kann. Dieses Verhalten prägt auch die ganze Geschichte, denn sie ist von ihm abhängig, obwohl er eigentlich niemanden an sich heranlassen möchte.

Die Autorin schreibt sehr flüssig und leidenschaftlich. Sie verdeutlicht ihre Ideen durch eine bildliche und ausdrucksstarke Sprache, nimmt selten ein Blatt vor den Mund und verdeutlicht ihre Ideen durch Leichtigkeit und Dramatik. Dem Leser fällt es jedenfalls leicht, der Handlung zu folgen und sich in die Erlebnisse hineinzuversetzen.

Nette Geschichte für Zwischendurch…

Mein persönliches Fazit:
Leider bin ich mit beiden Protagonisten überhaupt nicht warm geworden. Schade, denn Royal und Demis Geschichte aus dem ersten Band hatte mich so begeistert, dass ich unbedingt auch den zweiten Teil lesen musste. Doch in diesem Werk konnte mich kaum etwas wirklich fesseln.

Die Handlung wirkt aufgesetzt und mäßig realistisch, die beiden Hauptakteure sind übertrieben und wenig glaubhaft und die Dramatik zu gestelzt. Ne, es tut mir von Herzen leid, doch leider kann ich dem Werk nicht meine große Empfehlung aussprechen.

Natürlich sind Geschmäcker verschieden, weshalb ich mich auch wirklich durch das Buch durchgequält habe, doch bis zum Schluss konnte es mich einfach nicht mehr umstimmen. Vielmehr hat mich das Ende dann auch noch geärgert, denn auch das wirkte auf mich nicht stimmig und passend.

Die Schriftstellerin hat dennoch bewiesen, dass sie einen großartigen Schreibstil besitzt. Es ist wirklich einfach, sich die Ereignisse vorzustellen und der Handlung zu folgen. Dennoch bleibt zumindest bei mir das Gefühl zurück, dass mir hier das Besondere gefehlt hat.

Trotzdem freue ich mich schon auf den dritten Teil „Goals“, der bereits diesen Sommer erscheinen soll. Vielleicht wird das wieder mehr mein Fall sein. Die Daumen sind gedrückt!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.03.2021

Eine Familie zum Verlieben...

Falling for my Brother's Best Friend
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Nach dem viel zu frühen Tod ihrer Eltern musste Savannah schon früh in die Fußstapfen ihres Vaters treten und mit Anfang zwanzig das Familienunternehmen übernehmen und leiten. Heute ist sie eine engagierte ...

Nach dem viel zu frühen Tod ihrer Eltern musste Savannah schon früh in die Fußstapfen ihres Vaters treten und mit Anfang zwanzig das Familienunternehmen übernehmen und leiten. Heute ist sie eine engagierte und beliebte Geschäftsfrau, die in der Stadt geschätzt wird. Allerdings ist sie nicht glücklich, denn durch die Verantwortung, die auf ihren Schultern lastet, kann sie nicht abschalten und entspannen. Seit ein paar Wochen wohnt sie nun schon bei Liam, der seit vielen Jahren in Savannah verliebt ist. Doch Savannah würde das niemals in Erwägung ziehen, denn er ist jünger als sie und der beste Freund ihrer Brüder. Als Liam sie zu einer Wette veranlasst, geht er aufs Ganze und versucht so, ihr Herz zu erobern. Wird Savannah auf Liams Werben eingehen und dabei ihre ganze Welt aufs Spiel setzen?

Aus der Feder des Erfolgs-Autorenduos Piper Rayne entstammt die Idee zu dieser romantischen LoveStory über die zweitälteste Bailey Savannah und ihre große Liebe Liam, der bereits seit vielen Jahren mit der Familie befreundet ist.

Der Band „Falling for my Brother´s Best Friend” ist der inzwischen vierte Teil aus der Romanreihe um die Bailey-Geschwister. Dieser Band beinhaltet eine in sich abgeschlossene Haupthandlung und kann losgelöst von den ersten drei Teilen gelesen werden. Allerdings ist es viel schöner, die romantischen Geschichten auch von den anderen Geschwistern zu lesen und so alle Baileys ins Herz zu schließen.

Im Mittelpunkt dieses Bandes stehen Savannah und Liam, die abwechselnd die Geschichte aus der jeweiligen Perspektive präsentieren. Dadurch erhält der Leser einen wunderbaren Eindruck in die Gedankenwelt der Protagonisten und kann sich perfekt in ihre Situationen hineinversetzen.

Savannah ist 31 Jahre jung und leitet nun schon seit ein paar Jahren das Familienunternehmen. Egal welches Event ansteht, Savannah ist Organisatorin und Planerin. Alle Baileys verlassen sich auf die junge Frau, die allen als Stütze dient. Doch niemand denkt daran, dass auch Savannah jemanden benötigt. Nur Liam blickt hinter ihre Fassade und wünscht sich die Frau zurück, in die er sich vor so vielen Jahren verliebt hat. Er ist zwar fünf Jahre jünger, doch auch lebensfroher und erfahrener. Er ist ausgeglichen, ruhig und geduldig, während Savannah stürmisch, aggressiv und kontrolliert agiert. Zusammen bilden sie ein harmonisches Paar, das sich perfekt ergänzt und für ordentlich Schmetterlinge im Bauch sorgt.

Piper Rayne hat schon in zahlreichen Werken bewiesen, dass sie es herrlich verstehen, mit den Gefühlen ihrer Protagonisten zu spielen. So auch hier, denn das Werk sprüht vor Leben, Energie und Emotionen. Das Autorenduo verwendet dabei eine bildliche und lebendige Sprache, verzaubert durch eine faszinierende Kulisse und interessanten und facettenreichen Charakteren. Schön ist es auch zu erfahren, wie es mit den anderen Geschwistern weitergeht und welche Geschichten noch folgen könnten. Schließlich sind noch fünf Baileys übrig, die noch ihr Single-Leben genießen.

Eine Familie zum Verlieben…

Mein persönliches Fazit:
Ich kenne bereits die ersten drei Bände und bin ein großer Fan von Piper Rayne. Sie schreiben so herrlich locker, modern und zeitlos, dass ich mich ganz von ihren Worten mitreißen lassen kann. Hier stimmt einfach alles, denn die Romantik und Dramatik ist richtig zu spüren und lässt mich jede Minute genießen.

Die Romanze hat mich begeistert, insbesondere weil die Handlung nicht fiktiv, sondern realistisch und glaubwürdig wirkt. Savannah ist ein großartiger Charakter, der für Verantwortung, Vertrauen und Beständigkeit steht. Sie ist eine Frau, der ich die große Liebe von Herzen gegönnt habe. Liam ist ein Typ, der das Herz definitiv am richtigen Fleck hat und so durch seine ganz natürliche und bodenständige Art und Weise überzeugt. Da die Familie Bailey einfach bezaubernd und authentisch ist, freue ich mich natürlich nun auch schon auf den fünften Teil, wenn nun auch endlich Denver seine große Liebe findet.

Für diesen Band kann ich ganz klar meine Empfehlung aussprechen. Romantik, Tragik und jede Menge familiärer Wahnsinn prägen diese herrliche Reihe, die ans Herz geht und den Leser nicht mehr loslässt.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 01.03.2021

Nette Geschichte, leider ohne wirklichen Tiefgang!

Working Late
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Es soll ihr größter Erfolg werden, und es soll sein Karriereeinstieg bei einer der größten Modefirmen bedeuten. Doch was passiert, wenn es für beide ein Fall ins Bodenlose sein könnte?

Charlotta ist Anwältin ...

Es soll ihr größter Erfolg werden, und es soll sein Karriereeinstieg bei einer der größten Modefirmen bedeuten. Doch was passiert, wenn es für beide ein Fall ins Bodenlose sein könnte?

Charlotta ist Anwältin und hofft bei diesem Fall endlich den Karrieredurchbruch zu erleben. Seit fünf Jahren arbeitet sie nun schon für die Kanzlei, doch noch nie konnte sie zeigen, was wirklich in ihr steckt. Das soll sich mit dem Prozess gegen Gaia, einer Modefirma, nun ändern.

Ignacio arbeitet für Gaia und kümmert sich dort um die Nachhaltigkeit. Der Prozess könnte nicht nur der Firma, sondern auch ihm schaden. Als er Charlotta kennenlernt, ahnt er noch nicht, dass gerade sie die gegnerische Anwältin sein wird. Dabei knistert es so herrlich zwischen ihnen. Können sie beide gewinnen oder wird einer am Ende mit seinem Job bezahlen?

Schriftstellerin Helene Holmström legt mit dem Werk „Working Late“ den Grundstein für eine neue Office-Romance-Trilogie, die sich im Auftakt um die beiden Liebenden Charlotta und Ignacio kümmert. Da die schwedische Autorin bei ihren Beschreibungen auf ihre persönlichen Erfahrungen zurückgreift, lässt sie so die schwedische Metropole Stockholm glaubwürdig und farbenfroh erscheinen. Durch bildliche und ausdrucksstarke Beschreibungen werden das schwedische Flair und die herrliche Atmosphäre lebendig. Der Leser kann sich hier zurücklehnen und in eine angenehme Welt eintauchen.

Im Mittelpunkt stehen Ignacio und Charlotta.
Charlotta ist zwar Anwältin und recht redegewandt, doch leider leidet sie unter starken Minderwertigkeitskomplexen. Das wird deutlich, denn sie erarbeitet für andere Anwälte die Lorbeeren und stellt sich lieber in die zweite Reihe. Erst durch den neuen Fall taut sie etwas auf.
Ignacio ist ein aufgeweckter und freundlicher Kerl. Schon bei seiner ersten Begegnung mit Charlotta kann er die Augen kaum von der smarten Anwältin abwenden. Zum Glück haben sie beide einen ähnlichen Freundeskreis, weshalb sie sich häufiger über den Weg laufen. Zusammen bilden sie ein harmonisches Paar.

Doch neben Ignacio und Charlotta gibt es noch weitere wichtige Persönlichkeiten. Ignacios Chef Christopher und Charlottas Kollegin Dessie sind zwei dieser Protagonisten. Die beiden erhalten innerhalb dieser Erzählung ihre eigene kleine Liebesgeschichte, die stets im Hintergrund spielt und für zusätzlichen Reiz beim Lesen sorgt. Auch Carl-Adam und Jack, zwei weitere Freunde von den beiden Hauptakteuren, sind stets präsent und sorgen für die korrekte Richtung in der Beziehung von Charlotta und Ignacio.

Die Handlung selbst ist nett durchdacht. Die beiden Charaktere lernen sich vor dem Prozess kennen und können kaum die Finger voneinander lassen. Als sie dann erkennen, dass sie auf gegnerischen Seiten stehen wird die ganze Angelegenheit natürlich komplizierter. Zum Schluss müssen beide herausfinden, was ihnen im Leben wichtiger ist und wie sie weiter agieren wollen.


Nette Geschichte, leider ohne wirklichen Tiefgang!

Mein persönliches Fazit:
Ich habe mir von dem Werk einfach etwas mehr versprochen. Schade, denn die Atmosphäre und die vielen schwedischen Ausdrücke haben mich begeistert. Doch leider ist der Funke nicht übergesprungen.

Der große Prozess ist etwas langatmig und ehrlich gesagt auch langweilig. Die beiden Protagonisten sind nett, doch leider auch keine Überflieger. Sie sind sympathisch, aber zeigen viel zu wenig Gefühl. Die Nebenschauplätze sind so präsent, dass sie fast wichtiger als die eigentliche Handlung erscheinen.

Aber ich will nicht nur meckern, denn die Geschichte liest sich leicht und angenehm. Die Autorin verwendet eine moderne Sprache und lässt durch bildliche Beschreibungen alles authentisch und glaubwürdig erscheinen. Wenn auch keine Schmetterlinge im Bauch entstehen, so kann der Leser dennoch eine gute Prise Romantik und Dramatik erleben. Durch Charlottas frühere Erfahrungen wird das Thema Mobbing hier stark hervorgehoben und in Szene gesetzt. Auch ihre Entwicklung wird zu einem starken Motivator, der Handlung weiter zu folgen. Deshalb kann ich dennoch eine Empfehlung aussprechen. Zum Glück ist das hier erst der Auftakt, die beiden nächsten Werke stehen beim Verlag schon in den Startlöchern.


Mein Dank geht an die Lesejury. Es hat mir mal wieder sehr viel Freude bereitet. Freue mich jetzt schon auf die nächste Runde mit euch. Vielen Dank.

  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Gefühl
Veröffentlicht am 28.02.2021

Ganz großes Leseerlebnis garantiert!

What if we Stay
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Als Amber zum zweiten Mal durch ihre Architekturprüfung rasselt, muss sie zwangsläufig Toronto den Rücken kehren und zu ihren Eltern nach Vancouver reisen. Gegen ihren Willen zieht sie erneut bei ihnen ...

Als Amber zum zweiten Mal durch ihre Architekturprüfung rasselt, muss sie zwangsläufig Toronto den Rücken kehren und zu ihren Eltern nach Vancouver reisen. Gegen ihren Willen zieht sie erneut bei ihnen ein und erhält dank der guten Beziehungen ihres Vaters eine zweite Chance an der University of Vancouver. Doch nicht nur ihre Gedanken kreisen erneut um ihre früheren Erlebnisse, auch ihre Gefühle spielen verrückt. Insbesondere nachdem sie Emmett kennengelernt hat, der das genaue Gegenteil von ihr ist. Er liebt Architektur, ist zielstrebig und weiß genau, wohin er im Leben möchte. Als Amber mit ihm zusammen ein Projekt betreut, kommen sie sich langsam näher. Bis es irgendwann mehr ist als nur eine Romanze. Doch dann kommen die Gefühle wieder hoch und alles droht zu explodieren. Gibt es dennoch eine Chance für dieses Paar?

Die deutsche Autorin Sarah Sprinz hat mit dem Werk „What if we Stay“ den zweiten Teil der Reihe um die smarten Studenten aus der Vancouver-WG erschaffen, der sich mit Emmett und Amber beschäftigt. Im Auftaktband „What if we Drown“ haben bereits Laurie und Sam ihre große Liebe gefunden. Auch wenn es sich hier um den zweiten Teil einer Reihe handelt, kann das Buch losgelöst vom Auftakt gelesen werden. Die Geschichte beinhaltet eine in sich abgeschlossene Handlung. Trotzdem ist es schöner auch Sams und Lauries Lovestory kennenzulernen, deshalb empfehle ich die chronologische Reihenfolge.

Die Geschichte dreht sich um die junge Studentin Amber und den schüchternen Emmett. Aus Ambers Sicht wird die Erzählung präsentiert, weshalb es leichtfällt, sich ganz auf ihre Gefühle und Gedanken einzulassen.

Amber ist verstört. Offensichtlich hat sie ihr Leben im Griff, doch wenn der Betrachter genauer hinschaut, erkennt er die kleinen Risse in ihrer Fassade. Amber leidet und muss nun erneut ein paar Tiefschläge hinnehmen. Zum Glück hat sie Laurie, denn diese fängt ihre Freundin in den schlimmsten Momenten auf. Sehr zu ihrem Unglück muss sie nun auch noch an einem Projekt für die Firma ihres Vaters arbeiten, welches sie zusätzlich stresst. Nur bei Emmett findet sie etwas Ruhe und Zeit zum Durchatmen.

Emmett ist schüchtern und zurückhaltend. Ein Streber, der sich auf seine Zukunft und seinen Abschluss fokussiert hat. Obwohl er es eigentlich gar nicht möchte, fühlt er sich schnell zu Amber hingezogen. Ihm fällt sofort auf, dass Amber etwas bedrückt, doch er bedrängt sie nie. Ist ein Freund an ihrer Seite. Aber kann er ihr auch das geben, was sie braucht?

In diesem Werk dreht sich alles um Amber und ihre Erlebnisse. Die Verarbeitung von Erinnerungen, die sie geprägt haben, aber auch das Zusammenleben mit ihren Eltern und ihr Wunsch nach Beachtung stehen im Fokus. Die Schriftstellerin verdeutlich ergreifend, wie wenig Amber sich wertfühlt und weshalb sie ein so lockeres Leben mit Alkohol und Sex konsumiert. Es wird klar, dass sie nur die Folgen ihrer Missachtung durch ihre Eltern auslebt. Das ist so hervorragend umgesetzt worden, dass nie Zweifel an ihrer Person entstehen.

Aber auch Emmetts Gefühle und Gedanken werden präsent. Er ist ein interessanter Charakter, der Amber ideal ergänzt und so die lebendige und mitreißende Handlung noch intensiviert und vervollständigt.

Ganz großes Leseerlebnis garantiert!

Mein persönliches Fazit:
Sarah Sprinz gehört für mich zu den Überraschungsautoren des Jahres. Nachdem sie mich bereits mit dem ersten Band begeistert hat, musste ich nun auch den zweiten Teil lesen. Erneut hat sie mich mit ihrer emotionalen und authentischen Geschichte gefangen genommen. Sie schreibt so lebendig und bildlich, dass ich einfach nicht genug von der Erzählung bekomme.

Sie hat sich ein tragisches Thema für den roten Faden in der Handlung ausgesucht. Ohne zu viel zu spoilern möchte ich anmerken, dass die Ausarbeitung und Umsetzung wirklich fantastisch und glaubwürdig gelungen sind. Sarah Sprinz bringt einfach alles auf den Punkt und überzeugt durch eine leidenschaftliche, dramatische und romantische Erzählweise. Wer eine tragische Romanze mit hinreißenden Charakteren erleben möchte, ist hier perfekt aufgehoben!

Da das Buch mit zu meinen persönlichen Highlights gehört, fällt es mir auch sehr leicht, meine größte Empfehlung auszusprechen. Aber Achtung – es besteht durchaus Suchtgefahr!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 17.02.2021

Gute Geschichte mit interessanten Ideen

Vertrauen gegen Zweifel
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Seit fast einem Jahr arbeitet Joscha nun schon für Robert und ist von dem smarten Chef der Reiseagentur begeistert. Doch irgendwie kommen sie nie über eine geschäftliche Unterhaltung hinaus. Als sich nun ...

Seit fast einem Jahr arbeitet Joscha nun schon für Robert und ist von dem smarten Chef der Reiseagentur begeistert. Doch irgendwie kommen sie nie über eine geschäftliche Unterhaltung hinaus. Als sich nun ein Betriebsausflug ankündigt, nutzt Joscha die Chance, Robert doch etwas näherzukommen. Er hat vier Tage Zeit um aus der Geschäftsbeziehung etwas anderes werden zu lassen. Aber wie soll es nach den vier Tagen weitergehen? Können sie dann noch zusammenarbeiten oder folgt unweigerlich die Trennung? Investiert Robert genauso viele Gefühle wie Joscha? Eine aufregende Zeit voller Erwartungen, Hoffnungen und Emotionen beginnt.

Aus der „Co-Working-Space-Reihe” von Autorin Nora Wolff ist nun der zweite Band erschienen. Die Schriftstellerin bringt hier die beiden Liebenden Robert und Joscha zusammen und lässt sie durch eine Achterbahnfahrt der Gefühle gleiten.

Vorab möchte ich anmerken, dass es sich zwar um einen zweiten Teil einer Reihe handelt, doch dieser vollkommen losgelöst vom ersten Band gelesen werden kann. Ich selbst kenne den ersten Band nicht, hatte aber keine Probleme in die Geschichte hineinzufinden, da die Haupthandlung in sich abgeschlossen ist.

Im Fokus der Geschichte steht Joscha, der die Erlebnisse aus seiner Perspektive schildert. Joscha ist ein guter Kerl, der bereits seit einigen Monaten in seinen Chef Robert verknallt ist. Da er eine schlechte Beziehung hinter sich hat, vertraut er neuen möglichen Partnern nicht so schnell. Dafür hat er aber seine beiden besten Freunde Kev und Anton, auf die er sich bedingungslos verlassen kann.
Robert ist ein Workaholic vom Feinsten. Er bemerkt Joschas Vernarrtheit, doch hält ihn weiter auf Abstand, bis es eines Abends doch knistert. Dabei muss er regelrecht über seinen Schatten springen, denn er hat mindestens genauso viele Sorgen wie Joscha.

Die Handlung ist relativ simpel gestaltet worden. Auf den ersten Blick ist bereits erkennbar, in welche Richtung sich die Erlebnisse wenden werden. Natürlich gibt es einen guten Aufbau, der sich logisch und nachvollziehbar liest. Auch durch die flüssige Erzählweise fällt es leicht, der Geschichte zu folgen und sich die Protagonisten lebendig und hautnah vorzustellen. Nora Wolff überlässt dabei kaum etwas dem Zufall, denn durch ihre detaillierten Beschreibungen wird die Erzählung authentisch und facettenreich.

Gute Geschichte mit interessanten Ideen

Mein persönliches Fazit:
Da ich den ersten Teil der Reihe nicht kenne, habe ich dennoch das Wagnis begangen und gleich mit dem zweiten Band gestartet. Der Einstieg ist mir sehr gut gelungen, denn ich habe mich schnell auf die eigentliche Handlung und ihre Charaktere einlassen können.
Der Grundgedanken hat mir sehr gut gefallen. Nicht nur die romantische Ader zwischen Chef und Angestellten, aber auch die Hintergrundgeschichte, die der Agentur schaden könnte, hat mich begeistert. Für diesen Aspekt kann ich gerne einen großzügigen Punkt mehr vergeben.
Allerdings habe ich auch ein paar kleine Kritikpunkte, die mich ein wenig beim Lesen gestört haben. Zum einen haben mir die starken Emotionen gefehlt. Ich hatte nicht einmal das Gefühl, dass es zwischen Robert und Joscha richtig funkt. Augenscheinlich blieb alles immer auf ein und demselben Level. Die ganz große Nummer ist daraus leider nicht geworden, obwohl Nora Wolff ihre Liebessequenzen schon sehr deutlich in Szene setzt.
Auch die Dialoge sind ein wenig eintönig. Keiner von beiden spricht aus, was er wirklich denkt. Alles wirkt belanglos und wenig emotional. Hier hätten ruhig ein wenig aussagekräftigere Sätze und stärker Gemütsbewegungen erfolgen dürfen.
Aber davon abgesehen bietet das Buch durchweg gute Unterhaltung. Eine Liebesgeschichte, die sich flott liest und den Leser in guter Erinnerung bleibt. Von mir gibt es durchaus eine positive Leseempfehlung.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere