Anstrengendes Familiendrama
Happiness FallsAls der vierzehnjährige Eugene alleine von einer Wanderung zurückkommt, fällt erst spät auf, dass sein Vater fehlt. Dies fällt umso mehr ins Gewicht, als dass Eugene besondere Bedürfnisse hat und Betreuung ...
Als der vierzehnjährige Eugene alleine von einer Wanderung zurückkommt, fällt erst spät auf, dass sein Vater fehlt. Dies fällt umso mehr ins Gewicht, als dass Eugene besondere Bedürfnisse hat und Betreuung benötigt. Da er sich nicht mitteilen kann, kann er seiner Mutter sowie seinen Geschwistern, dem zwanzigjährigen Zwillingspaar Mia und John, keinerlei Anhaltspunkte dafür geben, was passiert ist. Für Mia gilt es, Eugene vor der hinzugerufenen Polizei zu schützen, während die Familie versucht, hinter das Geheimnis des Verschwindens des Vaters zu kommen.
Die Geschichte wird aus der Perspektive von Mia erzählt, die ein unglaublich anstrengender Mensch ist. Sie erzählt nicht, sie führt aus, sie schwadroniert und schweift ab, ihre Fusszeilen könnte man legendär nennen, wären diese bedeutsam. Anfangs bin ich noch amüsiert und auch neugierig darauf, welche Wendung das Buch nehmen wird. Je weiter die Erzählung hinfort schreitet, desto desillusionierter werde ich, verliere allmählich das Interesse und schalte zwischendurch regelrecht ab. Anscheinend greift die Autorin in eine schier unerschöpfliche Kiste mit Themen, greift sich willkürlich eines heraus und baut es ein. Dies immer und immer wieder, egal ob es passt oder nicht. Das ist mir persönlich zu überladen.
Für mich war das Buch leider kein Vergnügen. Ich musste mich zwar nicht durchquälen, war aber nahe dran, hinzuschmeißen und abzubrechen. Dies habe ich nicht getan, denn letztendlich wollte ich dringend wissen, wie die Lösung war. Es war okay, mehr aber auch nicht.