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Veröffentlicht am 14.03.2019

Rezension

Black Forest High
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Black Forest High ist nun das dritte Buch von Nina MacKay, das ich gelesen habe und ich muss sagen: Mit jedem Buch gewinne ich die Autorin noch lieber! In diesem Auftakt ihrer neuen Reihe geht es um Seven, ...

Black Forest High ist nun das dritte Buch von Nina MacKay, das ich gelesen habe und ich muss sagen: Mit jedem Buch gewinne ich die Autorin noch lieber! In diesem Auftakt ihrer neuen Reihe geht es um Seven, ein Mädchen, das schon seit einigen Jahren von dem Geist Remi heimgesucht wird und sich mit ihm angefreudet hat. Nach einiger Zeit beschließt sie auf sein Angebot einzugehen und auf die Black Forest High im deutschen Schwarzwald zu wechseln, um dort mehr über Geister und Geisterbegabte zu erfahren. Doch aus der scheinbar unverbindlichen Sache scheint schnell mehr zu werden und unerwartete Geheimnisse werden aufgewirbelt.

Seven als Hauptcharakter finde ich wirklich gelungen. Sie hat wie viele von Nina MacKays Hauptfiguren einen ordentlichen Sinn für Humor, was mithilfe des Schreibstils wunderbar rübergebracht wird. Hin und wieder wirkt sie zwar noch etwas unerfahren, was jedoch daran liegen wird, dass die Geisterwelt noch völlig neu für sie ist und man sie erst mit ihr zusammen erkunden muss.
Remi ihr beister Geisterfreund ist natürlich auhc nicht außenvor zu lassen. Er ist der witzige Sidekick und taucht in den unmöglichsten Situtionen auf, steht ihr zur Seite und führt sie in die Geisterwelt ein.
Die nächsten wichtigen Figuren sind Crowe und Parker, die beiden Zwillinge, denen Seven als Parten zugeteilt wurden. Sie sind beide sehr unterschiedlich und doch dafür bekannt, dass man sich am besten von ihnen fernhält. Auch wenn dies in Kombination mit dem Highschool-Setting etwas klischeeartig wirkt, ist es keineswegs negativ. Ich habe beide als Figuren lieb gewonnen, auch wenn Crowe manchmal etwas zu arrogant und selbstsicher wirkte. Selbstverständlich ist hier eine Romanze miteingearbeitet worden, die aber überhaupt nicht zu sehr in den Mittelpunkt gerückt wird, sondern mit der wahren Handlung im Einklang steht.

Das Setting der Schule finde ich sehr gelungen. Alles im Allen wirkt es zunächst wie ein klassisches Highschool-Buch mit übernatürlichen Elementen, jedoch ist genau das das Richtige hier! Es ist kein altbekannter Abklasch und sehr schön umgesetzt worden. Ob es das Initiationsritual von Seven oder sprechende Türen sind, bei denen man Aufgaben erledigen muss, um sie zu passieren - alles hat seinen Charme und ist sehr erfrischend zu lesen.

Die Themenwahl - Geister - finde ich ebenfalls sehr außergewohnlich. Ich habe bisher nur wenige Bücher gefunden, die sich primär mit Geistern beschäftigen und als Urban-/YA-Fantasybuch macht es sich ganz hervorragend. Es gibt vieles Neues zu entdecken und somit auch viele Überraschungen. Schön umgesetzt finde ich auch die Geisterunits der Schule, sozusagen AGs, denen man je nach seinen Fähigkeiten zugeteilt wird und sich mit verschiedenen Bereichen der Geisterwelt beschäftigt. Dadurch wird die Welt um die Geister detaillreicher ausgeführt und man erhält strukturiert Einblicke in die HIntergrunde und Funktionsweisen der Welt.

Insgesamt habe ich das Buch sehr gerne gelesen und ich habe mich den ganzen Tag darauf gefreut, endlich nach Hause heimzukehren, um weiterlesen zu können. Ja, man könnte von einem wahren Lesefluss sprechen, in dem ich war und umso frustrierender war es, dass ich gerade in dieser Zeit sehr beschäftigt war und somit immer nur kleine Teile lesen konnte.

Humorvoll wie immer ist auch dieses neue Buch von Nina MacKay. Die Themenwahl fand ich sehr interessant und es hat wirklich Spaß gemacht in diesem Auftakt zusammen mit Seven die Welt um die Geister und Geisterbegabten zu erkunden. Natürlich durfte auch eine Romanze nicht fehlen und diese wurde wunderbar in Balance zu der Haupthandlung gebracht, sodass immer noch Luft für plötzliche Wendungen war und ich das Buch am liebsten in einem Zug durchgelesen hätte.

Veröffentlicht am 04.02.2019

Etwas Neues und doch Bekanntes

Der Klang der Täuschung
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Kazi ist auf den Straßen Vendas großgeworden und schlägt sich als Taschendiebin durch. Doch als eines Tages Königin Lia persönlich auf sie aufmerksam wird, ändert sich ihr Leben schlagartig. Von nun an ...

Kazi ist auf den Straßen Vendas großgeworden und schlägt sich als Taschendiebin durch. Doch als eines Tages Königin Lia persönlich auf sie aufmerksam wird, ändert sich ihr Leben schlagartig. Von nun an ist Kazi eine Rahtan und gehört der königlichen Leibgarde an. Sie erhält den Auftrag, die Verräter ausfindig zu machen, die für den Großen Krieg verantwortlich sind. Vermutlich haben sie bei einem feindlichen Rebellenvolk an der Landesgrenze Zuflucht gefunden. Doch als Kazi dort eintrifft und den jungen Anführer Jase kennenlernt, bringen Gefühle ihre Pläne durcheinander. Denn auch wenn ihr Kopf weiß, dass der Mann ihr Feind ist, so kann sich ihr Herz nicht gegen ihn wehren. (Quelle: Verlagsseite)

Als großer Fan der Chroniken der Verbliebenen habe ich schon sehnsüchtig auf die Übersetzung des Spin-Offs gewartet und nun ist es endlich soweit! Der Auftakt der Spin-Off-Dilogie ist endlich in allen Läden erhältlich und das Warten hat ein Ende.

Die Geschichte setzt einige Jahre nach dem Ende der ursprünglichen Reihe ein und spiel somit in derselben Buchwelt und mit bekannten Figuren. Dennoch stehen nun zwei neue Hauptfiguren im Zentrum der Aufmerksamkeit, die bisher noch nicht aufgetaucht sind - Kazi und Jase. Selbstverständlich tauchen hin und wieder auch alte Bekannte auf, doch es wurde bewusst neue Figuren in den Fokus gerückt und sie werden nicht von der anderen Reihe überschattet. Deswegen kann ich auch schlecht sagen, ob diese Dilogie besser oder schlechter ist - sie steht für etwas Eigenes, etwas Neues.

Das wunderbare Duo besteht diesmal aus Kazi, einer toughen Rahtan und Jase, ein kürzlich gewordener Anführer der Ballenger, die als nicht anerkanntes Volk zwischen den Konigreichen leben. Die beiden kommen aus verschiedenen Verhältnissen, während Kazi sich selber ohne Eltern durchschlagen musste, ist Jase in einer Großfamilie und praktisch in einer Festung großgeworden. Und doch tragen beide schwerwiegende Geheimnisse mit sich herum, die sie voreinander verschweigen, wodurch es immer wieder zu Missverständnissen und Konflikten kommen. Beide geben vor, dem anderen zu vertrauen und doch tuen sie es nicht wirklich. Kazi soll herausfinden, ob die Ballenger etwas mit den Verrätern des Großen Kriegs zu tun haben und Jase misstraut ihr ebenso.

Das Ganze wurde meiner Meinung nach ganz wunderbar umgesetzt. Auch in dieser Reihe wechselt die Sicht zwischen den Hauptfiguren und verschafft somit einen schönen Überblick und keinen überschüssigen Schwerpunkt auf eine einzelne Figur. Dennoch erwische ich mich dabei, dass ich Kazi favorisiere, zumal sie eine Verbindung zu Lia, der früheren Hauptfigur, hat. Aber auch einfach ihre Art ist sehr interessant, sie ist sowohl mutig, unerschrocken und eine legendäre Diebin, als auch eine gute Freundin und ein Hauch romantisch.

Bei ihrem Auftrag trifft sie wie bereits erwähnt auf die Ballenger-Familie, die tief verwurzelt mit ihrer Heimat sind. Dadurch wird der Pool an Nebencharakteren ordentlich erweitert und es kommt viel neues Potential auf. Ihr Zusammenleben ist lebendig und bringt ordentlich Schwung ins Geschehen. Sehr interessant fand ich ihre Vorgeschichte, die Stückchen für Stückchen über das Buch verteilt enthüllt und angedeutet wird, denn sie ist für die Buchwelt schwerwiegender als man vielleicht denkt...

Insgesamt ist die Stimmung des Buchs auf eine gewisse Weise vertraut und doch hat es sich wie etwas völlig Neues angefangen. Dem Schreibstil bleibt die Autorin treu und so fügt es sich wunderbar in die vorherigen Geschehnisse, dennoch schwingt immer eine eigene Note mit. Im Grunde kann man daher auch eigentlich diese Dilogie lesen, wenn man Die Chroniken der Verbliebenen nicht gelesen hat, doch es empfiehlt sich nicht sonderlich (zumal die Reihe an sich äußerst lesenswert ist!).

Um es auf den Punkt zu bringen, kann ich allen trauerneden Fans der Chroniken der Verbliebenen, aber auch Neulinge diesen Auftakt wärmstens empfehlen. Die neuen Figuren fügen sich wunderbar in die Buchwelt ein und wachsen einen direkt ans Herz, sodass sie nicht im Schatten der "Großen Vorgänger" stehen - besonders Kazi hat es mir mit ihrer einzigartigen Art angetan. Die Handlung ist auf Spannung aufgebaut und ich konnte das Buch nur selten widerwillig zur Seite legen. Es ist schon länger her, dass ich ein so faszinierendes Buch in den Händen hatte!

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  • Spannung
Veröffentlicht am 06.12.2018

Neues Lesefutter für Obsidian-Fans

Revenge. Sternensturm (Revenge 1)
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Lang lang ist es her, dass Opposition die Reihe um Katy und Daemon abgeschlossen hat, doch das heißt nicht, dass die Geschichte aufhört! Auch in der Welt der Lux, Origin und Hybriden sind einige Jahre ...

Lang lang ist es her, dass Opposition die Reihe um Katy und Daemon abgeschlossen hat, doch das heißt nicht, dass die Geschichte aufhört! Auch in der Welt der Lux, Origin und Hybriden sind einige Jahre vergangen und damit ist auch der beliebte Nebencharakter Luc erwachsen geworden, dem nun eine eigene Spin-Off-Trilogie gewidmet wird.

Auch wenn es nun fast zweieinhalb Jahre her ist, dass ich Opposition gelesen habe, waren mir die heißgeliebten Charaktere und Geschehnisse noch wohl bekannt und Luc hatte mit seiner wunderbaren Art - ein Hauch von Maffia-Boss in Kinderkörper und mir einer Vorliebe für Nintendo - schon immer ein Stein bei mir im Brett. Sehr gute Voraussetzungen für mich, Revenge anzufangen! Doch anders als ich erwartet hatte, wird die Geschichte aus Sicht von Evie erzählt, einer neuen Figur, und nicht von Luc. Trotz allem hat mich das Duo schnell von sich überzeugen können.

Mittlerweile haben sich die Lux mehr oder weniger in der Gesellschaft integriert und ihre Existenz ist allgemein bekannt, auch wenn sie streng überwacht werden und das Nicht-Regestriert-Sein illegal ist. Als Evie in Lucs Club landet, der bekannt für seine Offenheit für Lux und andere isr, ahnt sie schon, dass es nicht gut ausgehen wird und sich eine Kette von Handlungen anbahnt. Denn kurz darauf verschwinden immer wieder Mitschüler von ihr und werden mit ausgebrannten Augen gefunden. Alles scheint mit Luc zu tun zu haben und selbst hinter Evie selbst schein mehr zu stecken, als man vielleicht denkt...

Die Origins sind in der ursprünglichen Reihe erst relativ spät aufgetaucht, sodass man nicht allzu viel über sie weiß, zumindest nicht so viel, wie über die Lux. Auch Luc selbst ist immer nur am Rande aufgetaucht, sodass dieses Buch genau das Richtige für mich war. Wieder einmal hat Jennifer L. Armentrout ihren Status als eine meiner Lieblingsautorinnen verteidigt und es haushoch gewonnen. Dank des mühelosen, teilweise auch gewitzten Schreibstil und der schön inszenierten Beziehung von Luc und Evie hat sie einen Sog aufgebaut, der mich dazu trieb, das Buch weiterzulesen, kaum hatte ich es mal aus der Hand genommen. Selten hatte ich ein solches Buch gelesen, dass mich so abhängig gemacht hat. Ich würde sogar behaupten, dass es an Obsidian heranreicht! Und trotz einigen Parallelen ist es ein völlig neues Abenteuer und autonome Figuren.

Schon ab dem ersten Kapitel wird man direkt in das Geschehen hineingezogen, ein konstantes Level an Spannung bleibt. Ab einen bestimmten Punkt werden auch altbekannte Charaktere miteingearbeitet, doch Luc und Evie werden davon nicht in den Hintergrund gedrängt und bleiben unangefochtene Hauptfiguren.

Wurden also meine hohen Erwartungen erfüllt? Definitiv! Das Universum von Obsidian begleitet mich nun schon über viereinhalb Jahre und daher habe ich mir viel erhofft, zumal ich Luc als Nebenfigur schon immer interessant und charmant fand. Als erwachsengewordener Charakter hat er sich zwar schon verändert, doch im Inneren ist er immer noch derselbe. Genauso wie man es gewohnt ist, ist es locker luftig geschrieben und hat die für die Autorin typische Sogwirkung, der ich mich einfach nicht entziehen konnte. Wieso muss es jetzt noch so lange bis zu dem nächsten Band sein?

Veröffentlicht am 19.11.2018

Ein wunderbarer Aufakt einer spannenden Reihe

ELFENKRONE
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Mit Elfenkrone fängt Holly Black eine neue Elfen-Trilogie an. Bisher habe ich nur die Magisterium-Reihe gelesen, die siein Kooperation mit Cassandra Clare geschrieben hat, jedoch liebe ich Elfen- und Feenbücher ...

Mit Elfenkrone fängt Holly Black eine neue Elfen-Trilogie an. Bisher habe ich nur die Magisterium-Reihe gelesen, die siein Kooperation mit Cassandra Clare geschrieben hat, jedoch liebe ich Elfen- und Feenbücher schon seit klein auf und der Hype aus dem englischsprachigem Raum hat mich nochmals dazu verleitet, dieses Buch umbedingt lesen zu wollen.

Im Zentrum der Handlung steht Jude, ein normaler Mensch, deren Eltern umgebracht worden sind, als sie noch klein war und die mit ihren Schwestern daraufhin ins Elfenreich verschleppt worden ist. Sie ist mit Gefahren aufgewachsen, denn ihre Sterblichkeit ist eine Schwachstelle für sie und so musste sie stehts auf der Hut sein, hat aber auch den ein oder anderen Kniff gelernt, sich zu behaupten. Obwohl sie offensichtlich nicht in dieses Reich gehört, hindert es sie nicht daran, dazugehören zu wollen und das auch teilweise auf eine rabiate Art und Weise.

Generell gab es einige Szenen, die neben den bekannten Tücken die Idylle des Elfenreichs auch mit Brutalität unterbrachen. Für mich war es eine perfekte Mischung, die mich immer konstant am Lesen hielt. Jude ist ein wunderbarer Buchcharakter, der durchaus seine liebenswürdigen Macken hat und manchmal sogar etwas verkorkst ist. Von allen wird sie als schwach und sogar wertlos dargestellt, obwohl noch so viel mehr in ihr steckt und sie sich noch so anstrengt. Es ist also kein Wunder, dass sie ihrendwann einmal zurückschlägt...

Neben der Atmosphäre und den Figuren hat mir auch die Erzählweise wirklich gut gefallen. Anfangs ist man sich noch gar nicht so im Klaren darüber, was damals wirklich passiert ist, als ihre Eltern ermordet wurden und was es mit ihren Eltern generell zu tun hat, doch mit jedem Kapitel wird mehr darüber gesagt und es gibt dann noch Überraschungen, auch wenn man schon denkt, dass man nun schon alles wüsste.

Auch eine wichtige Rolle spielt in diesem Buch der Elfenprinz Cardan, dessen Beziehung zu Jude auf gegenseitigen Hass beruht. Schon zu Beginn ist klar, dass irgendwann einmal aus dem Hass Liebe werden wird, doch es läuft nicht so ab, wie man es schon aus zahlreichen Büchern kennt. Die Emtwicklung braucht ihre natürliche Zeit und es gibt keinen plötzlichen, unrealistischen Sprung von "Ich würde dich gerne töten" zu "Oh, aus uns könnte etwas werden". Mich persönlich gefällt diese schon ausgenutzte Strategie überhaupt nicht und jedes Mal, wenn ein solches Schema in einem Buhc zu finden ist, kann ich nur die Augen verdrehen, sodass dieses Buch eine wunderbare Abwechslung durch ihre Realität bietet.

Innerhalb kürzester Zeit habe ich dieses Buch durchgelesen und die Figuren und die Welt liebgewonnen. Es ist die perfekte Mischung aus Brutalität und Paradies, Hass und Liebe und Ehrgeiz. Jude ist in meinen Augen ein einzigartiger Charakter und auch die angeklungene Liebesgeschichte geht nicht unnatürlich rasant vonstatten, sodass ich trotz langem Überlegen keinen wirklichen Kritikpunkt bei diesem Buch finden konnte. Nur, dass ich jetzt noch so unglaublich lange auf den zweiten Band bzw. seine Übersetzung waren muss...

Veröffentlicht am 11.11.2018

Ein Kinderbuchklassiker wunderbar gesprochen

Alice im Wunderland
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Vorab möchte ich anmerken, dass ich bisher relativ wenige Hörbücher gehört habe, mich aber Alice´s Geschichte schon sehr lange begleitet, allein meine geliebte englische Ausgabe habe ich schon öfter gelesen, ...

Vorab möchte ich anmerken, dass ich bisher relativ wenige Hörbücher gehört habe, mich aber Alice´s Geschichte schon sehr lange begleitet, allein meine geliebte englische Ausgabe habe ich schon öfter gelesen, als ich aufzählen könnte. Ich habe mich also daher entschlossen, diesem Kinderbuchklassiker nun auch einmal "performt" zu erleben.

Angefangen bei dem Äußeren - Allein die Illustration des Hörbuchdeckels ist bezaubernd! Wie man oben sehen kann, ist die Teegesellschaft abgebildet und das auf eine liebevolle und detailtreue Weise (auch wenn bei der Teegesellschaft natürlich zahlreiche weitere Geschire sind ;)).

Nun aber zum Wesentlichen. Schon nach den ersten Minuten war ich von Josefine Preuß´ Stimme verzaubert. Ihre Artikulation, Betonung und auch einfach der Klang ihrer Stimme hatte etwas Angenehmes und Magisches. Ich wage zu behaupten, dass sie jede einzelne Rolle meisterhaft umgesetzt hat. Jede noch so kleine Sprechrolle hat einen unverkennbaren Klang und versprüht Emotionen, sodass man sich schnell in die Geschichte - die man wahrscheinlich zwar schon kennt - vertiefen kann und ehe man sich versieht auch schon zur nächsten CD wechseln kann. Die einzelnen Kapitel sind nochmals in kleinere Tracks unterteilt und so kann man zwischendurch ruhig mal eine Pause machen, auch wenn man es nicht unbedingt wollen wird.

Bezüglich des Inhalts kann ich nicht viel Neues sagen, da wohl jeder die Geschichte in ihren Grundzügen kennt. Was ich jedoch sagen kann, ist, dass die Sprecherin für diese Geschichte wie eine Faust aufs Auge passt, da sie die verrückte und doch liebevolle Erzählung wunderbar umsetzt.

FAZIT

Ich habe wundervolle drei Stunden mit dem Hörbuch verbracht und Alices Geschichte noch einmal ganz neu inzeniert erlebt. Sie hält sich zwar an das Original, jedoch kam es mir vor, als würde ich das Abenteuer von Neuem lesen. Josefine Preuß hat in meinen Augen eine meisterhafte Arbeit bei diesem Hörbuch geleistet und die Stimmung der Geschichte und die Emotionen, sowie die Charakter der Figuren sehr gut rübergebracht. Für Kinder sowie Erwachsene geeignet, für alte Alice-Fans sowie Neueinsteiger!