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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.09.2025

Einzigartiger Krimi

Pagans - Ein Killer. Zwei Cops. Hunderte Götter
1

Anfangs war ich etwas überfordert von den vielen Ländern, Stämmen und auch einigen neuen Begriffen, aber man gewöhnt sich schnell ein. Hätte ich den Glossar mal gleich zu Anfang entdeckt - wieso muss der ...

Anfangs war ich etwas überfordert von den vielen Ländern, Stämmen und auch einigen neuen Begriffen, aber man gewöhnt sich schnell ein. Hätte ich den Glossar mal gleich zu Anfang entdeckt - wieso muss der immer am Ende stehen?! Immerhin habe ich gleich die Karten gesehen, die sehr hilfreich sind. Zu meinem Glück fehlen da nur noch ein paar Skizzen von Torques und vielleicht einigen Tätos zur Veranschaulichung.
Besonders faszinierend fand ich, wie alte Religionen mit vielen Göttern wiederbelebt wurden, während gängige Glaubensrichtungen eher eine Nebenrolle spielten. Insgesamt hat mich das Worldbuilding sehr beeindruckt, dass einerseits sehr modern, andererseits aber auch konservativ und veraltet wirkt und eine tolle, unerwartete Mischung aus irgendwie allem bietet, die in einigen Details unserer Welt ähnlich ist, dann aber doch wieder ganz anders.
Aedith gefällt mir ausgesprochen gut, vor allem der Kontrast zwischen Mädchen aus gutem Hause und ihrer knallharten Attitüde mit teils vulgären Sprache ist sehr unterhaltsam. Drustan ist da eher der besonnene Gegenpart, und die Chemie und der Humor zwischen den beiden passen hervorragend zusammen.
Die Handlung ist sehr komplex und spannend und bringt einige sehr überraschende Entdeckungen mit sich. Wie bei vielen Büchern zieht es sich im Mittelteil ein bisschen, und es wurde mir fast zu politisch, auch wenn man immer gut mitkommt. Auch wenn es schließlich einen halbwegs spektakulären Showdown gab, hat mich das Ende nicht wirklich umgehauen, vermutlich weil es keine echte Überraschung mehr gab. War mir vielleicht sogar ein bisschen zu sehr um die Ecke gedacht, was da als Auflösung präsentiert wurde. Da wurde die ganze komplex aufgebaute Vorgeschichte mit einem Streich auf eine relativ simple und gängige Ursache reduziert, das fand ich schade.
Fazit: Insgesamt hat mir das Buch gut gefallen, es war erfrischend anders geschrieben und mir hat der sachliche Ton in Kombination mit den sarkastischen Kommentaren und dem trockenen Humor gut gefallen.

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Veröffentlicht am 01.09.2025

Sie sind wieder da!

Crater Lake: Der Horror geht weiter (Crater Lake 2)
0

Das Buch hat wirklich Spaß gemacht, sowohl die gruselige Spannung, die Gruppe rund um Lance als auch der Humor von Teil eins fanden sich wieder, und auch die Story wurde glaubwürdig weitergesponnen. Auch ...

Das Buch hat wirklich Spaß gemacht, sowohl die gruselige Spannung, die Gruppe rund um Lance als auch der Humor von Teil eins fanden sich wieder, und auch die Story wurde glaubwürdig weitergesponnen. Auch wenn ich eigentlich glaube dass diese unheimliche Invasion jetzt ausgereizt ist, möchte ich unbedingt mehr lesen!

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Veröffentlicht am 27.08.2025

Das war leider nichts

Spookily Yours
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Was hatte ich mich auf dieses Buch gefreut: Halloween-Setting+Hexe+Dämon+Fluch klang unglaublich interessant und der Klappentext versprach eine magische Geschichte über einen Fluch und natürlich auch eine ...

Was hatte ich mich auf dieses Buch gefreut: Halloween-Setting+Hexe+Dämon+Fluch klang unglaublich interessant und der Klappentext versprach eine magische Geschichte über einen Fluch und natürlich auch eine Romanze.
Was ich bekam war leider eine unglaublich handlungsarme, dafür aber sich sehr wiederholende Story. Etwa zwei Drittel des Buches bestanden daraus, dass Damien Willow anschmachtete oder andersherum, je nachdem aus wessen Perspektive erzählt wurde. Im letzten Drittel fielen die beiden dann "zur Abwechslung" hemmungslos übereinander her, was aber auch schnell langweilig wurde. Der Fluch, der Damien in eine Katze verwandelt hatte, wird gleich zu Anfang kurz und knapp abgehandelt, und dass Damien ein Dämon ist äussert sich höchstens mal daran, dass er rote Augen hat und sich verwandeln kann, was er aber außer - schon wieder!? - in eine Katze nicht tut: gähn. Da wurde das Potential des Dämons kein bisschen ausgeschöpft, genauso gut hätte es irgendein x-beliebiger Mensch sein können. Auch die Hexerei war kaum vorhanden und Willow hätte eine x-beliebige Frau sein können. Aber der Aufhänger mit dem Katzen-Fluch hätte dann natürlich nicht funktioniert, nur leider war das der einzige magische Teil im Buch und wie gesagt gleich zu Anfang abgehakt. Auch die weitere "Handlung" (ich möchte das wenige, was kommt, nicht spoilern) gestaltete sich sehr, ähm, minimalistisch und hätte man gut und gerne in eine 10-seitige Kurzgeschichte packen können. Der Schreibstil war sehr schlicht, das Vokabular überschaubar und die Einstreuung einiger völlig unnötiger englischer Vokabeln wie Topping, Squash, Slacks, über die man beim Lesen unvermittelt stolpert, hat mich ebenfalls gestört (obwohl man das wohl eher der Übersetzung anlasten muss).
Fazit: für mich ein totaler Fehlgriff, ich war richtig froh als ich das Buch zuklappen konnte - immerhin hat es noch ein ganz hübsches Äusseres, aber das ist mir leider zu wenig.

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Veröffentlicht am 26.08.2025

Unentschieden

Heimat
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Das Buch lässt mich etwas ratlos zurück, kam die Geschichte für mich doch nicht richtig in die Gänge. Es wurde vieles angedeutet und spekuliert, das zum Nachdenken anregt: gut so. Dennoch fehlte mir etwas, ...

Das Buch lässt mich etwas ratlos zurück, kam die Geschichte für mich doch nicht richtig in die Gänge. Es wurde vieles angedeutet und spekuliert, das zum Nachdenken anregt: gut so. Dennoch fehlte mir etwas, was wohl an der Hauptperson Jana liegen mochte, die sich viel zu passiv treiben und mitreißen ließ und ihrer Nachbarin Karolin wie ein pubertärer Groupie hinterherhechelte und deren Social Media Posts wie religiöse Predigten inhalierte. Es fehlte die Reflexion, die eigene Meinung und Kritikfähigkeit, was mir Jana einfach nicht sonderlich sympathisch machte. So konnte man nur zusehen, wie Jana mehr und mehr abdriftete und trotz eigentlich gegenteiliger Überzeugungen zu einem Abbild der braven Kleinstadtmutter mutierte, die sie doch eigentlich nie werden wollte. Subtil und ohne großes Aufhebens vermag die Autorin, diese schleichende Veränderung einzuläuten, was ich sehr gelungen fand, bis hin zum konsequent folgenden Ende. Trotzdem war das Lesen unbehaglich und mitunter schleppend, was mich einigermaßen zwiegespalten zurücklässt.

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Veröffentlicht am 26.08.2025

Zwei Schwestern und das Meer

Unbeugsam wie die See
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Im vorliegenden Buch geht es um zwei Schwesternpaare: in der Gegenwart um Lucy und ihre ältere Schwester Jess, die früher stark verbunden waren, seit Jess' Umzug jedoch kaum Kontakt haben. Als Lucy bei ...

Im vorliegenden Buch geht es um zwei Schwesternpaare: in der Gegenwart um Lucy und ihre ältere Schwester Jess, die früher stark verbunden waren, seit Jess' Umzug jedoch kaum Kontakt haben. Als Lucy bei Jess in einem Haus auf den Klippen am Meer Zuflucht suchen will, ist diese verschwunden. Das andere Schwesternpaar sind Mary und Eliza, die eingepfercht mit vielen anderen Frauen im Frachtraum eines Sträflingsschiffes nach Australien unterwegs sind. Was die beiden Zeiten verbindet? Jess und Lucy haben wiederkehrende Träume von Mary und Eliza, und dann ist da immer wieder das Meer. Jess und Lucy leiden unter einer Wasserallergie, finden sich aber schlafwandelnd am oder im Wasser wieder, das eine magische Anziehungskraft auf die beiden auszuüben scheint. Und so wie sich ihre Haut nach jedem Kontakt mit dem kühlen Nass Schicht für Schicht abschält, so enthüllt sich auch mit jedem Kapitel ein weiteres Puzzleteil des großen Rätsels, das die unterschiedlichen Handlungsstränge miteinander verbindet. Erzählt aus den unterschiedlichen Perspektiven von Jess, Lucy und Mary erfahren wir nach und nach nicht nur mehr über das Schicksal jeder einzelnen Frau, sondern auch über die Gemeinsamkeiten ihrer Familien und Vergangenheit, über das Schicksal der Frauen, ihren Zusammenhalt und ihre Rache. Das Ende, das relativ bald absehbar war, brachte alle roten Fäden auf wunderbare Weise zusammen und liess dahingehend keine Wünsche offen. Lediglich der Mittelteil wies einige wiederholende Längen auf, aber davon abgesehen hat mich das Buch mit seinem Sirenengesang völlig in den Bann gezogen. Fazit: ein wunderbar reales magisches Märchen.

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