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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.05.2024

Bin zwiegespalten

Solange du atmest
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Eigentlich lese ich Joy Fielding ganz gerne - wobei es von ihr halt auch gute und schlechte Bücher gibt. Bei diesem -ich nenne es mal Roman - tu ich mir mit der Beurteilung schwer.
Robin, Psychotherapeutin ...

Eigentlich lese ich Joy Fielding ganz gerne - wobei es von ihr halt auch gute und schlechte Bücher gibt. Bei diesem -ich nenne es mal Roman - tu ich mir mit der Beurteilung schwer.
Robin, Psychotherapeutin aus L.A. erhält einen beunruhigenden Anruf ihrer Schwester: (diese lebt immer noch im Heimatkaff in Nordkalifornien) Ihr Vater, ihre Stiefmutter und -Schwester wurden niedergeschossen und dabei schwer verletzt. Robin kehrt zurück in die Heimat, die sie vor Jahren verlassen hat und seit dem auch den Kontakt zur Familie hatte. Zu viel ist passiert: Die Mutter ist verstorben die ehemalige beste Freundin hat den Vater geheiratet, mit der Schwester (die zudem einen autistischen Sohn hat) hat sie sich nie verstanden, der Bruder (der zuvor mit der ehemaligen Freundin verlobt war) lebt in San Francisco und und und. Schon Anfangs fällt es schwer, den Durchblick zu behalten.
Was folgt ist eher ein Familendrama als ein Thriller, insgesamt passiert eigentlich nicht viel. Der Sheriff ermittelt, es kommen mehrere Verdächtige ins Spiel und Robin erleidet eine Panikattacke nach der nächsten und übersteht ihren Alltag nur mit Benzos. Insgesamt bleiben wirklich alle Protagonisten farblos und unsympathisch. Die Story selbst fand ich jedoch, trotz des vorhersehbarem Endes, ganz gut. Den Schreibstil von JF insgesamt auch ganz okay.

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Veröffentlicht am 10.05.2024

Süße Geschichte - im wahrsten Sinne

Café Alba
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Francesca- sehr jung und sehr hübsch- kommt aus einem Dorf im Piemont in die Stadt Alba um dort eine Stelle als Hausmädchen anzutreten. Sie arbeitet im Haus der Familie Milani, die zudem noch das bekannte ...

Francesca- sehr jung und sehr hübsch- kommt aus einem Dorf im Piemont in die Stadt Alba um dort eine Stelle als Hausmädchen anzutreten. Sie arbeitet im Haus der Familie Milani, die zudem noch das bekannte Café Alba führt. Schon bald kommen sich Francesca und Matteo, der Sohn des Hauses, näher - und dann stirbt auch noch der Padre. Francesca wird immer mehr in die Abläufe der Konditorei eingebunden und entwickelt aus der Not zusammen mit Matteo das Rezept für eine schmackhafte Nussnougatcreme! Eine Zeit lang läuft alles rund - bis zum nächsten Schicksalsschlag.
Eine sehr schön geschriebene Geschichte mit einer starken Protagonistin, die sich immer mehr emanzipiert. Natürlich dürfen auch einige Widersacher nicht fehlen. Die Landschaft des Piemont wird wunderbar beschrieben. Und wie so oft in "italienischen" Büchern: es wird ständig gekocht und gegessen. Bzw. gebacken (ich hatte ständig Lust auf Süßes und Italien...)
Ein wenig gestört hat mich am Schluss die doch recht schnelle Abhandlung des Kampfes gegen einen Widersacher. Das blieb meiner Meinung nach etwas oberflächlich; da hätte ich mir gerne mehr Tiefe gewünscht.
Aber ansonsten: Sehr gutes Buch, das ich gerne weiter verleihe.

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Veröffentlicht am 02.05.2024

Greg Iles bestes Werk?

24 Stunden
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Nun: ich kenne seine anderen nicht - und werde sie nach diesem hier wohl auch nicht kennenlernen.
An sich ein interessanter Plot und bis zur Hälfte auch ganz gut gelungen.
Drei Erpresser/ Entführer kidnappen ...

Nun: ich kenne seine anderen nicht - und werde sie nach diesem hier wohl auch nicht kennenlernen.
An sich ein interessanter Plot und bis zur Hälfte auch ganz gut gelungen.
Drei Erpresser/ Entführer kidnappen kleine Kinder, fordern ein relativ geringes Lösegeld und schließen das Ganze innerhalb 24 Stunden ab und die Kinder kommen wohlbehalten an ihre Eltern zurück. Hat bis jetzt 5 mal funktioniert.
Bei Abby ist das anders: sie ist zuckerkrank; zudem wollen sich ihre Eltern nicht so einfach den Gangstern fügen.
Wie schon erwähnt: nach etwa der Hälfte läuft nicht nur die Entführung, sondern auch Greg Iles Geschichte aus dem Ruder. Ich hatte so den Eindruck, dass er sich irgendwie total verfahren hat und selbst nicht mehr wusste, wer mit wem und wessen Telefon gerade wo telefoniert....alles ziemlich wirr und durcheinander. Absolutes negatives Highlight dann der Showdown: so was von unrealistisch und übertrieben

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Veröffentlicht am 22.03.2024

Hat das tatsächlich Grisham geschrieben?

Bestechung
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Da bin ich vom "Meister" der Gerichts-und Justitzthriller aber wesentlich besseres gewohnt. Definitiv nicht sein bestes Werk für mich.
Lacy (selbstverständlich jung und attraktiv- selbst noch mit kahl ...

Da bin ich vom "Meister" der Gerichts-und Justitzthriller aber wesentlich besseres gewohnt. Definitiv nicht sein bestes Werk für mich.
Lacy (selbstverständlich jung und attraktiv- selbst noch mit kahl geschorenem Kopf) arbeitet für eine Behörde, die gegen korrupte Richter ermittelt. Über einen Informanten, der wiederum mit einem Mittelsmann und einem Whistleblower in Verbindung steht, erhalten sie und ihr Partner Hugo Informationen, die sie zu einem Indianerstamm führen. Und hier gelten andere Gesetze und Regeln. 400 Seiten lang wird ziemlich viel Eistee getrunken, man erfährt ziemlich viel über Lacys und Hugos familiäre Situationen, wie sie wohnen und und und. Bis auf ein Ereignis passiert sonst nicht viel. Mehr oder weniger steht von Anfang an fest, wer die Bösen sind und die Story plätschert so dahin. Und dann geht's recht schnell: Die Bösen werden ratzfatz überführt und festgemacht - wobei für mich noch einige Fragen offen geblieben sind.
Der Schreibstil von Grisham ist stellenweise unterirdisch und platt; Spannung kam bei mir leider keine auf.
Einen Bonusstern gibt es von mir für den Handlungsplatz Florida.

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Veröffentlicht am 12.02.2024

Nicht zu empfehlen

Ein mörderischer Sommer
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Über 400 Seiten wird der Leser hier über Joannes Eheleben, familiäre Probleme,, ihren alten und kranken Großvater, Schwierigkeiten beim Bau des Pools, immer wieder verlegte Schlüssel etc. etc. Ein größeres ...

Über 400 Seiten wird der Leser hier über Joannes Eheleben, familiäre Probleme,, ihren alten und kranken Großvater, Schwierigkeiten beim Bau des Pools, immer wieder verlegte Schlüssel etc. etc. Ein größeres Thema ist dann noch die psychische Gesundheit ihrer besten Freundin; die im Klappentext genannten Drohanrufe sind eher Nebensache. Ansonsten passiert nicht recht viel.
Der Showdown (haha) wird in zwei Seiten abgehandelt; der Grund,warum Joanne bedroht wird, bleibt wie so vieles andere noch offen.

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