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Veröffentlicht am 18.05.2023

Not my cup of tea!

Mrs. Dalloway
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Leider war das Buch nicht mein Ding. Sehr lange Sätze, absolut ausschweifend und ungefähr 80% der Informationen im Buch sind unrelevant. Das hat das Lesen für mich sehr langatmig und leider auch langweilig ...

Leider war das Buch nicht mein Ding. Sehr lange Sätze, absolut ausschweifend und ungefähr 80% der Informationen im Buch sind unrelevant. Das hat das Lesen für mich sehr langatmig und leider auch langweilig gemacht. Ich lese ansonsten sehr gern Klassiker und vielleicht werde ich mich irgendwann an einen anderen ihrer Romane heranwagen. Mit diesem bin ich leider nicht warm geworden.

Virginia Woolf erzählt hier fast ausschließlich über die Gedankenwelten der einzelnen Protagonist:innen. Man erfährt also sehr viele Einblicke in das Gefühlsleben der jeweiligen Person. Allen voran Clarissa und ihr verschmähter alter Liebhaber Peter. Es wird ab und an getratscht, man erfährt einiges über die Londoner Gesellschaft. Beim Lesen muss man sich sehr konzentrieren, nicht nur aufgrund der langen Sätze sondern auch, weil die Erzählstruktur extrem flatterhaft ist. Wie ein Schmetterling wird von einem Protagonisten oder einer Protagonistin zum/zur nächstem/nächsten gesprungen. Teilweise so "unspektakulär" dass man den Wechsel zunächst gar nicht bemerkt und sich dann erst einmal fragt wer überhaupt gerade "spricht". Es gab einige schöne und interessante Aspekte am Buch, aber es hat meine Erwartungen generell einfach nicht erfüllt. Wie die Engländer so schön sagen: Not my cup of tea!

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Veröffentlicht am 27.02.2022

Ganz anders als erwartet

Jeder Tag für dich
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Bei der Bezeichnung "Der unvergesslichste Liebesroman des Jahres" nimmt man natürlich automatisch eine Erwartungshaltung an. Wenn die Geschichte dann weder Liebesroman, noch unvergesslich ist, ist das ...

Bei der Bezeichnung "Der unvergesslichste Liebesroman des Jahres" nimmt man natürlich automatisch eine Erwartungshaltung an. Wenn die Geschichte dann weder Liebesroman, noch unvergesslich ist, ist das natürlich ungünstig.

Den Schreibstil fand ich ganz gut. Es war flüssig und gut zu lesen. Die Kapitel spielen abwechselnd in der Gegenwart und der Vergangenheit, sodass man mehr über Marys und Jims Kennenlernen und die Beziehung erfährt.

Die Charaktere fand ich leider nur mäßig sympathisch. Bei Jim habe ich schnell gemerkt, dass etwas ganz und gar nicht stimmt und mochte ihn dadurch auch nicht besonders gern. Mary wird uns als Leser:innen extrem verschlossen dargestellt, was dazu führt, dass man sich auch nicht mit ihr identifizieren oder sie richtig ins Herz schließen kann. Die Journalistin Alice fand ich persönlich relativ egoistisch in ihren Handlungen und sie übertritt sehr viele Grenzen. Von daher fand ich es schon einmal schwierig, denn gerade die Verbundenheit mit den Charakteren machen ein Buch oft gut.

Die Geschichte ist relativ vorhersehbar und von der Stimmung wirklich bedrückend. Ich habe mich beim Lesen oft nicht wohlgefühlt und hatte keine große Motivation weiter zu lesen. Ich fand die ganze Grundstimmung im Buch ziemlich deprimierend, nicht einmal außerordentlich emotional, sodass es passen würde. Gegen Ende wurde es spannender und ich wollte dann auch unbedingt die Auflösung wissen. Ohne zu spoilern kann ich dazu leider nichts sagen außer, dass es mich nicht wirklich abgeholt hat und ich das Ende (obwohl es realistisch war und ich keine rosaroten Happy Ends mag) auch nicht zu 100% gut fand. Auch den generellen Umgang mit psychischen Erkrankungen innerhalb des Buches fand ich etwas seltsam. Vermutlich war es gewollt, dass eine positive Message zurück bleibt, bei mir kam es so aber nicht an.

Ich gebe dem Buch gut gemeinte 2,5 Sterne und bleibe recht enttäuscht zurück

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Veröffentlicht am 10.02.2022

Sehr seicht geschrieben, einige Logikfehler und nicht wirklich das, was ich erwartet hatte

Ende in Sicht
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Für mich war es das erste Buch der Autorin und ich bin vor allem aufgrund des ungewöhnlichen Themas auf das Buch aufmerksam geworden. Ich hatte mir einen tiefgründigen, emotionalen und vielleicht auch ...

Für mich war es das erste Buch der Autorin und ich bin vor allem aufgrund des ungewöhnlichen Themas auf das Buch aufmerksam geworden. Ich hatte mir einen tiefgründigen, emotionalen und vielleicht auch humorvollen Roman erhofft. Leider konnte das Buch diese Erwartungen nicht erfüllen.

Der Schreibstil ist locker und leicht, oft sarkastisch oder zynisch und auch humorvoll. An einigen Stellen ist es allerdings von humorvoll in unangebracht umgeschlagen. Im Buch gibt es einige Logikfehler, die mir negativ aufgefallen sind.

Die beiden Protagonistinnen Hella und Juli mochte ich grundsätzlich, fand es aber schade, dass man sie und ihre Gefühlswelt nicht besser kennengelernt hat. Generell hätte etwas mehr Tiefe dem Buch gut getan, vor allem in Anbetracht des starken und schweren Themas. So blieben auch Hella und Juli für mich etwas blass. Die Beziehung der beiden entwickelt sich über das Buch hinweg langsam und sie fangen an sich besser zu verstehen. Ich hätte so viel Drama zwischen den beiden nicht gebraucht und es besser gefunden, wenn man eine schöne Roadtrip-Atmosphäre bekommt, statt den vielen Streitereien. Das Buch hat durchaus einige amüsante Szenen. Für das Thema Depressionen und sogar Todeswünsche fand ich es aber deutlich zu seicht und auch im Bezug auf die Charaktere nicht ganz nachvollziehbar. Man erfährt zwar einiges über ihr Leben, aber richtig nachvollziehbar fand ich Gefühle diesen Ausmaßes nicht.

Das Ende ist sehr offen gehalten, was mich generell eigentlich nicht stört, aber in diesem speziellen Fall irgendwie schon, da das Buch ohnehin so kurz war und man zu viel spekulieren musste. Und die positive Botschaft, die ich mir erhofft hatte, hat auch gefehlt.

Ich gebe dem Buch gut gemeinte 2,5 Sterne und kann es dadurch leider nicht wirklich weiterempfehlen.

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Veröffentlicht am 11.11.2021

Konnte mich leider nicht überzeugen

City of Burning Wings. Die Aschekriegerin
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Auf diesen Debütroman war ich wirklich gespannt und auch die Idee dahinter hat mir ganz gut gefallen. Leider konnte mich die Geschichte schlussendlich nicht besonders fesseln.

Der Schreibstil war für ...

Auf diesen Debütroman war ich wirklich gespannt und auch die Idee dahinter hat mir ganz gut gefallen. Leider konnte mich die Geschichte schlussendlich nicht besonders fesseln.

Der Schreibstil war für mich gut und flüssig zu lesen, aber nichts richtig besonderes. Teilweise klingen die Sätze wie sie in jedem zweiten Liebesroman zu finden sind. Zum Beispiel etwas wie "Mein verräterisches Herz schlug immer schneller". Das geht auf jeden Fall origineller, man möchte ja nicht ständig das Gleiche lesen. Ich habe das Buch als Hörbuch gehört. Sehr loben muss ich die Sprecherin des Hörbuchs, die ihre Arbeit hervorragend gemacht hat! Eine sehr angenehme Stimme mit toller Betonung, ich konnte ihr sehr gut zuhören.

Erzählt wird die Geschichte abwechselnd aus der Perspektive von May und Luan. Das hat mir gut gefallen, denn so bekommt man umfassendere Einblicke. Die Himmelskriegerin May fand ich aber leider sehr anstrengend und unsympathisch. Pflichtgefühl hin oder her, auf mich machte sie einen extrem arroganten Eindruck und sie hält sich vor allem am Anfang definitiv für etwas besseres. Doppelmoral ist ihr auch nicht unbedingt ein Fremdwort, sodass ich mit ihr nicht warm wurde. Das Luan ihr dann mehrfach einen Dämpfer verpasst, vor allem indem er der neue Herrscher wird, hat mich fast schon richtig gefreut. Generell ist Luan als Charakter sehr viel interessanter und vielschichtiger. Der ganze Adel und die angesehenen Menschen waren mir super unsympathisch, da sie andere extrem ausgrenzen und nur an ihren eigenen Vorteil denken.

May entwickelt sich schon, aber überzeugen konnte mich ihr Charakter bis zum Ende nicht. Die Rebellen fand ich sehr viel interessanter und sympathischer. Leider muss ich auch dazu sagen, dass ich dennoch beide Charaktere für Hauptcharaktere ziemlich blass fand.

Die Geschichte war schon nicht schlecht, hätte aber mehr Tiefe und auch Aufklärung in einigen Bereichen bedurft. Vor allem im Hinblick auf die verschiedenen Vogelgruppierungen fand ich die Informationen recht dürftig. Einige Ereignisse waren vorhersehbar, ein paar Überraschungen gab es aber im Verlauf der Geschichte auch. Die Beschreibungen der Welt fand ich sehr schön und hätte gern noch mehr darüber erfahren. Generell hat mir das Setting gut gefallen.


Da ich doch recht viele Punkte hatte, die mir nicht zugesagt haben, vergebe ich 2,5 Sterne

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Veröffentlicht am 14.10.2021

Leider kann die Lovestory nicht überzeugen

Right Here (Stay With Me)
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Für mich war es das erste Buch der Autorin und da ich schon viel Gutes über sie gehört habe, war ich sehr neugierig auf dieses Buch. Ich muss leider schon vorweg nehmen, dass es meine Erwartungen nicht ...

Für mich war es das erste Buch der Autorin und da ich schon viel Gutes über sie gehört habe, war ich sehr neugierig auf dieses Buch. Ich muss leider schon vorweg nehmen, dass es meine Erwartungen nicht erfüllen konnte.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr angenehm und flüssig zu lesen, allerdings konnte bei mir während des Lesens keine Spannung aufgebaut werden und ich hatte auch nicht unbedingt das Bedürfnis, dass ich dringend weiter lesen muss. Die Geschichte plätschert oftmals eher dahin und ich hatte das Gefühl, dass ein paar weniger Seiten dem Buch gut getan hätten.

Spannend fand ich das Thema des Eiskunstlaufens, welches im Buch eine große Rolle einnimmt. Auch als Laie ist es sehr gut verständlich und das Feeling der Eishalle wird gut transportiert. Das Thema rückt allerdings auch recht schnell in den Hintergrund und ist teilweise sehr toxisch dargestellt. Denn Lucy hat zu Anfang der Geschichte eigentlich nichts: keine Freunde, keine Freizeit, keinen Spaß. Ihre engste Bezugs"person" ist ein Kaninchen. Das fand ich schon recht krass. Schön wiederum fand ich ihre Entwicklung über die Geschichte hinweg. Das war wirklich positiv und auch authentisch dargestellt. Trotzdem hat sie einige Probleme und depressive Seiten, die ich in dem Maße nicht erwartet hatte und es hat mir auch nicht so gut gefallen, dass sie sich so auf andere stützt und von ihnen abhängig macht. Am Ende hat man stark den Eindruck, dass sie ohne Jules niemals etwas verändert hätte. Diese Message finde ich nicht ganz so gut. Braucht man immer jemand anderen, um sich weiterzuentwickeln? Ich denke nicht ...

Lucy fand ich als Hauptcharakter in Ordnung. Sie ist schon sympathisch, richtig ins Herz schließen konnte ich sie aber leider nicht. Das gleiche gilt für Jules. Jules ist ungefähr das genaue Gegenteil eines Badboys. Er ist 25 und wird rot, wenn er ein Mädchen auf die Wange küsst. Das war mir persönlich einfach viel zu übertrieben. Klar, es ist erfrischend, mal etwas über einen guten Kerl zu lesen, aber das Ausmaß war mir dann doch etwas zu krass. Er hätte mit dem Verhalten auch als 15 durchgehen können. Was ich an ihm sehr mochte ist, wie er sich um seinen kleinen Bruder Mika kümmert (der wirklich, wirklich süß ist). Das fand ich bewundernswert und damit hat er einen dicken Pluspunkt bei mir gesammelt.

Am Anfang merkt man ein Knistern zwischen den beiden, aber irgendwie verflüchtigen sich die Gefühle über die Geschichte hinweg immer mehr und was bleibt, kam mir eher wie eine Freundschaft, als eine Beziehung vor. Beide sind füreinander da und helfen sich gegenseitig mit ihren Problemen – finde ich ja generell super, aber das können Freunde auch. Apropos Freundschaft: die Freundschaft zu zwei Mädels, die sich über die Geschichte hinweg entwickelt hat mir sehr gefallen! Von den beiden hätte ich gern mehr gelesen.

Das Ende ist recht offen, aber ich mochte es, dass es nicht so kitschig und perfekt zu ging, wie man es aus diversen anderen Büchern kennt. Es war wirklich authentisch und realistisch geschrieben und das hat mir gut gefallen!

Alles in allem kann ich dem Buch leider nicht mehr als gut gemeinte 2,5 Sterne geben. Es war eine süße Geschichte, die sich gut lesen ließ, aber begeistern konnte sie mich nicht. Vielleicht wird der zweite Teil ja besser?!

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